[Gelöst] Standgasprobem, R90/6, Bing 32

Schiller

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Der linke Vergaser macht Probleme. Selbst wenn ich rechts die Zündkerze abnehme, bleibt die Drehzahl bei um die 1000/min.

Vorgeschichte

Bei etwa 150 km/h fiel auf einmal die Drehzahl ab und ich bin rechts rangefahren. Diagnose: Gaszug hat sich ausgehängt, weil die Mutter, die den Hebel für die Drosselklappe festhält, abgefallen war. Dadurch haben sich die beiden Bleche auseinander gebogen und schwupps.

Habs wieder eingehängt und das reichte bis nach Hause. Dort habe ich eine neue Mutter draufgesetzt und das Standgas eingestellt. Ich mache immer diese "Zündkerze ab" - Probe und wenn dann beide Zylinder in etwa gleich tuckern, dann ists gut. Dachte ich.

Nun passierte es

Eine halbe Stunde rumgetuckert und musste dann leider mal Vollgas geben und später so von 140 km/h auf 0 wegen Ampel.

Da wurde der Motor langsamer und langsamer und ich konnte ihn nur noch durch Gasgeben am Laufen halten bis heim.

Dann habe ich wieder an der Leerlaufschraube herumgestellt. Mal wars besser mal schlechter. Gaszug ausgehängt, damit da kein mechanischer Zug entsteht.

Und dann habe ich gesehen, dass der Hebel für die Drosselklappe etwas schief hing und ich hatte das Gefühl, dass er die Feder der Leerlaufschraube berührt, also nicht frei beweglich ist. So richtig sehen konnte ich es nicht.

Nun habe ich den Vergaser ausgebaut und als erstes den Stellhebel etwas gerichtet und die Mutter ordentlich angezogen. Ich habe den Vergaser auf den Kopf gestellt und von hinten mal gegen das Licht geguckt. Man sieht an den Rändern der Drosselklappe ein wenig Licht durch scheinen.

Im Vergleich mit einem alten Vergaser ist da minimal mehr Licht.

Bevor ich den Vergaser wieder einbaue die folgenden

Fragen:

Der Hebel sitzt ja auf der Achse der Drosselklappe.

- tut er noch mehr als die Drosselklappe auf- und zumachen?
- kann es sein, dass die Klappe gegenüber der Achse ein Spiel hat, so dass sie manchmal nicht schließt, auch wenn der Leerlaufendanschlag am Ende ist?
 
AW: Standgasprobem, R90/6, Bing 32

Der Hebel sitzt ja auf der Achse der Drosselklappe.

- tut er noch mehr als die Drosselklappe auf- und zumachen?

Nö, das ist sein Job, damit ist er glücklich.

- kann es sein, dass die Klappe gegenüber der Achse ein Spiel hat, so dass sie manchmal nicht schließt, auch wenn der Leerlaufendanschlag am Ende ist?

Das könnte sein, theoretisch.

Du hättest dann aber längst die beiden verstemmten Schräubchen im Brennraum.

Das ist so übel, es wäre Dir kaum entgangen.

Beim Alter der Q haben sich die Ränder der Drosselklappen gegenüber dem Neuzustand etwas "ausgefranst", das ist normaler Verschleiß.

Vergaser-Papst Andreas kann das ganz präzise erklären, und Abhilfe schaffen.
 
AW: Standgasprobem, R90/6, Bing 32

"Abhilfe schaffen" heißt, Andreas baut neue Klappen ein.

Der Unterschied zu vorher läßt sich gut verbildlichen mit dem Vergleich zwischen einem Zweitakter, der bei "Hahn zu" einfach weiterrennt, und einem Bremsfallschirm.

Laß machen, und gut is...
 
AW: Standgasprobem, R90/6, Bing 32

Vielen Dank erstmal.

Habe mir das nochmal angesehen. Die Klappe ist fest. Auch die Sache mit dem Lichtspalt ist wohl unkritisch, denn kurz vorher lief der Motor ja teilweise mit 500-600/min, je nach Einstellung der Leerlaufschrauben. Schmutz konnte ich nicht finden.

Ich habe den Vergaser eingebaut und einstweilen scheint es super zu funktionieren. Leerlauf laut DMZ am Anfang (kalt) 500-600/min und später 900-1000/min. Ich gehe mittlerweile von einem rein mechanischen Problem am Verstellhebel aus. Ich muss das nun beobachten.
 
AW: Standgasprobem, R90/6, Bing 32

Haste Dir die Welle verbogen?

Zumindest sehe ich nichts. Die Schraube hatte ich im eingebauten Zustand draufgesetzt aber nicht bis zum Ende angezogen (wie ich später gesehen hatte) und so hing das Hebelchen schief. Nun sitzt es gerade und kommt nicht mehr in die Nähe der Spannfeder der Leerlaufschraube.
 
Problem gelöst. Schnurrt wieder wie ein Kätzchen. War wohl in der Tat das verkantete Hebelchen. :gfreu:
 
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