Helotronik als Kondensatorersatz

Die gab es in 6v, 12v oder 24v.

Korrekt, es gab die für 6V und für 12 V und auch 24V.

Der Zauber war eine Z Diode zum Gatespannung begrenzen auf <Ub.

Man nennt das Latch-Up Protection. Mit dieser Z Diode und einer Sperrdiode zwischen Gate und Drain am FET wird der Parasitäre Thyrisstor, den ja jeder FET hat, auf ein Minimum reduziert.

Und die FET Transistoren die da verbaut wurden waren sicher auch der Betriebsspannung angepasst.

Vorteil der Helo gegenüber Eigenbau ist noch nicht einmal die Schaltungstechnik. Auf eine Platine bekommt das jeder der mal Elektroniker oder ähnliches gelernt hat.
Das Problem ist das Abdichten (IP64) eines Gehäuses mit Kabeldurchführung und vorzugsweise nimmt man dann ein zylindrisches Gehäuse wo man die Platine einbaut. Das kann man auf einer Drehmaschine anfertigen und mit handelsüblichen O-Ringen dauerhaft abdichten.

Die Platine muss halt inclusive Wärmeabfuhr (Da darf man dann auch was feilen...) so gebaut sein dass sie in diesen Zylinder reinpasst.

Dichtigkeitsprobleme sind mir bei einer Helo bisher noch nicht untergekommen.

Mit dem Power-FET Transistor als Schalter benötigt man keine speziellen Zündspulen, so wie sie zum Beispiel für Schaltverstärker mit Bipolar Transistoren oder IGBT verwendet werden.
 
In den 80ern gab es eine schöne Bauanleitung für so ein Zündmodul in der Zeitschrift Elektor.
Mit Schließwinkelregelung und allem Schnickschnack. ...

Hi,

von der Elektorschaltung habe ich auch etliche gebaut. Das war noch vor der Zeit, als man bei Elektor die Platinen bestellen konnte. Habe ich selber entwickelt, geätzt, bestückt und verbaut. Eine davon läuft in meiner Q seit über 40 Jahren ohne Probleme. Kann per Kippschalter wieder auf Normalzündung umgestellt werden.
 
Ich habe so eine Heliotronik zu viel. Gab es die für 6 und 12 Volt, oder waren die beide gleich?
Manfred
die 12V Helo hat laut Prospekt eine rote und die 6V Helo eine orange LED, bei 24 V grüne LED

Hi,

von der Elektorschaltung habe ich auch etliche gebaut. Das war noch vor der Zeit, als man bei Elektor die Platinen bestellen konnte. Habe ich selber entwickelt, geätzt, bestückt und verbaut. Eine davon läuft in meiner Q seit über 40 Jahren ohne Probleme. Kann per Kippschalter wieder auf Normalzündung umgestellt werden.
komfortabler geht's nicht !

@249_Folie : Dieter, Du scheinst ja wohl voll der Elektroniker zu sein! Deinem Fachchinesisch kann ich nicht folgen :---). Die wayback machine ist gut. Sie zaubert die alte Onlinewerbung der Helotronik wieder auf den Bildschirm zum nachlesen und archivieren.
Danke dafür !

LG :wink1:
Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,
eine kleine Eselsbrücke zum Verständnis deiner Zündungserweiterung: Das Teil kannst du grob als Relais ansehen, das einen Schalter entlastet, da der Hauptstrom durch das Relais statt durch den Schalter geht.

Hans
 
Moin Hans,
so habe ich das auch verstanden. Wie beim gemütlich schaltenden Standardrelais : Steuerstrom (Helo ca. 50 mA ) über entspr.85/86), Laststrom Zündspule ca. 5 A über entspr. 30/87.
Deshalb kein Kontaktabbrand mehr. Ein normales Relais ist nicht einsetzbar, da es die Schaltvorgänge nur viel zu langsam und auch nicht zig-millionenfach produzieren kann.
Deshalb das elektronische Bauteil Transistor. Der kann das dauerhaft und sehr viel schneller.

Ich bin immer wieder erstaunt, was hier im Forum alles geht ! Mit etwas Glück bastele ich mir im Winter mal so eine Schaltung für den Heinkel Roller. Das hätte ich mir bei Beginn dieses Fädchens gar nicht vorstellen können.

2-ventiler.de mit den fast ausnahmslos netten und oft hochkompetenten Anstaltsinsassen ist einfach unschlagbar gut !!!
LG :wink1:
Martin
 
... komfortabler geht's nicht ! ...

Stimmt, wollte ich so. Ich sollte nur irgendwann mal tatsächlich den Kondensator checken. Wenn der ausgetrocknet ist, geht es nicht mehr wirklich gut.

Vor vielen Jahren hat Peter (Pjotl) davon profitiert, dass ich den Kondensator bei Elektronikbetrieb nicht brauche. Bei einer gemeinsamen Tour war sein Kondensator gestorben. Habe meinen ausgebaut und bei ihm eingebaut. So konnte er weiterfahren. Ich glaube, er hatte damals noch eine "kleine" Q?
 
IGBT ist bei der o.g. auch verbaut. Welche spezielle Spule braucht man da?
da benötigt man eine Spule mit Betriebsspannung - 1,2 V Spannungsabfall von Emitter nach Collector. Ist ja kein FET sondern ein Bipolartransistor der da schaltet. Somit sind diese Spulen für Bipolar Transistorzündungen auf ca. 10,5 - 11V ausgelegt.
 
die 12V Helo hat laut Prospekt eine rote und die 6V Helo eine orange LED, bei 24 V grüne LED


komfortabler geht's nicht !

@249_Folie : Dieter, Du scheinst ja wohl voll der Elektroniker zu sein! Deinem Fachchinesisch kann ich nicht folgen :---). Die wayback machine ist gut. Sie zaubert die alte Onlinewerbung der Helotronik wieder auf den Bildschirm zum nachlesen und archivieren.
Danke dafür !

LG :wink1:
Martin
Ich bin kein Ingenieur, sondern nur Techniker, Fachrichtung Elektrotechnik und sowas wie diese Frequenzumrichter und Power Fet und Signalverstärkerschaltungen sind mein Broterwerb im Kundendienst. Das heisst Reparaturfall und Schaden analysieren.

Reparaturen passieren nur noch selten, nur Fehlersuche bei Schadensbegutachtung. Meist geht das erst nach Kostenvoranschlag.
Und wehe der Schadensbericht hat eine Lücke.......
Richtige Schaltungsentwicklung und Grenzfall Simulationsrechnungen passieren eigentlich gar nicht mehr. Folge--> Langeweile.

Kein Mensch mehr repariert hier für wenig Geld elektronische Schaltungen und Leiterplatten. Hier wird aufgrund Kosten die Komponente die schadhaft ist gegen eine andere ersetzt und die schadhafte geht zurück ins Werk wenns was teueres ist, oder wandert in den Elektroschrott bei Billigteilen.
Das schlimmste an diesen defekten Krücken, man kann kaum noch die Bauteilebezeichnungen lesen, wenn jemals überhaupt welche drauf waren.
 
Das geht mit IGBTs und mit MOSFETs, wie ich in meinem Video (siehe mein Post weiter oben) gezeigt habe. Speziell für Zündanlagen gibt es spezielle IGBTs, die integrierte Schutzdioden haben. Sind allerdings nicht einfach zu beschaffen; ich habe meine aus USA kommen lassen.
Ganz normale Zündspulen, d.h. 2-5 Ohm, 12 V, tun es vollkommen, siehe o.g. Video - scheint aber niemanden zu interessieren….
Gruß
Frank
 
Nicht so bescheiden - hier arbeiten wir alle auf Augenhöhe!! Und deine Beiträge liegen schon auf hohem Niveau.

Hans
Hilfee!!

Das mit den hohen Niveau finde ich jetzt nun nicht so heftig. Das bisschen Schalten induktiver Lasen mit Niedrigspannung ist jetzt nix kompliziertes.

Wenn da mal Energieversorgung und Hochspannung zur Erzeugung von Leistungsstarken Zwischenkreisspannungen ins Spiel kommt... dann wird das erst lustig.
Aber der Alltag im Kundendienst sieht meist anders aus.

Man packt sein Auto und sein Foto und ein 2 Kanal Oszi mit Differenztaster und Stromzange und Werkzeugkoffer und fährt los.

Meist riecht man schon was kaputt ist und nicht selten ist die Quelle eines "Defektes", wenns dann einer wirklich ist, ganz woanders zu suchen.
Im Falle Leitungsumrichter weiß ich da ganz genau wo zuerst hinschauen.

Dann kommt der Schaltplan und der Blockschaltplan, Komponentennummern aufschreiben und bei welcher Komponente geht was rein und kommt was raus.
Nummer von dem Teil fotografieren, ggf Bauteil wo defekt ist, und ganz wichtig, Was war denn an dem Ding angeschlossen das es kaputt ging.

Es gibt ja Leute die beurteilen Induktive Lasten wie Ladespulen oder Transformatoren und auch Kondensatoren mit Anwesenheit eines DC Multimeters aus dem Baumarkt oder von günstigen Elektronikversendern. Oft um vom eigentlichen Problem abzulenken.
Und dann geht es los mit diskutieren.

Techniker nimmt auf, misst, fotografiert und dann kommt der Ingenieur mit dem passenden Text dazu. Komplett heißt das dann Schadensgutachten.
Nichts gegen die Ingenieurszunft, viele haben auch das Handwerk für Ihren Beruf gelernt. Es gibt auch Zeitgenossen die können dann nicht mal mit Oszi, Crimpzange und Lötkolben umgehen. Oder sie stellen sich zumindest so an, damit sie das nicht tun müssen.

Für mich gibt es nichts schöneres als auf der Baustelle einen fachlich kompetenten Master Ing. oder noch besser Dr. Ing dabeizuhaben der am Ende dann der Abteilungsleiter ist.
Software und Dokumentationen erstellen, da sind diese Leute spitze.
 
Das geht mit IGBTs und mit MOSFETs, wie ich in meinem Video (siehe mein Post weiter oben) gezeigt habe. Speziell für Zündanlagen gibt es spezielle IGBTs, die integrierte Schutzdioden haben. Sind allerdings nicht einfach zu beschaffen; ich habe meine aus USA kommen lassen.
Ganz normale Zündspulen, d.h. 2-5 Ohm, 12 V, tun es vollkommen, siehe o.g. Video - scheint aber niemanden zu interessieren….
Gruß
Frank
Hier finden sich einige Antworten wann diese IsolierGate-Bipolartechnik und wann der Power-Fet die richtige Wahl ist:

 
da benötigt man eine Spule mit Betriebsspannung - 1,2 V Spannungsabfall von Emitter nach Collector. Ist ja kein FET sondern ein Bipolartransistor der da schaltet. Somit sind diese Spulen für Bipolar Transistorzündungen auf ca. 10,5 - 11V ausgelegt.
Bin mir nicht sicher, aber waren die Zündspulen mit so niedriger Betriebsspannung nicht für die Reihenschaltung mit einem Widerstand dimensioniert? Der Widerstand wurde dann beim Start durch einen Kontakt im Magnetschalter überbrückt, um den Spannungsfall des Akkus beim Startvorgang auszugleichen.
Immerhin ist die Bordspannung bei laufendem Motor 14 Volt, was dann trotz des genannten Spannungsfalls von 1,2 Volt auf Dauer eventuell zu viel wäre.
 
Ja das mit der Spule und dem Vorwiderstand in Reihe gab es auch.

Haben unsere 2V BMW aber nicht.

Vorwiegend verwendet man so etwas um Sättigungseffekte der Lastinduktivitäten mit geringer Streuung abzusenken, vor allem bei Standgas wenn die Drehfrequenz langsam ist und der Schiesswinkel immer gleich gross ist. Dann wird die Spule warm und die Zündspannung am HV Kontakt lässt nach.

Die 2CV Ente hatte glaub sowas.
 
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