Ist eine 2V-BMW etwas für mich?

Moin Nils!

Letztes Jahr hat mich meine R80GS geärgert, so dass ich kurz davor war sie zu verkaufen. Dann bin ich ein paar Motorräder Probe gefahren, alles Reiseenduros. Jedes hätte seine Aufgabe, mich von A nach B zu bringen erfüllt. Jede wäre in der Lage gewesen, mich im Urlaub durch die Alpen zu tragen. Keine hat mich aber dabei so angesprochen wie meine 2V GS.
Es war beim Kauf dieser GS gleich das Gefühl da, dass genau diese GS das ist, womit ich fahren will.
Mittlerweile wurde einiges an der GS Instand gesetzt. Einige Reparaturen waren auf mangelnde Wartung der Vorbesitzer zurück zu führen, andere vielleicht auch auf Pech oder der hohen Laufleistung von ca. 128.000 KM geschuldet.
Die KM-Stände der angebotenen 2V würde ich durch die Bank in Frage stellen, wenn nicht durch Erstbesitzer oder Rechnungen von Werkstättern lückenlos nachweisbar. Grund: Die Tachos haben bereits min. 19 Jahre auf dem Buckel und wurden sicherlich schon bei etlichen Instand gesetzt. Und ob dann immer der richtige/echte KM-Stand beibehalten wurde, sei mal dahin gestellt. Sicher gibt es auch 2V, die haben tatsächlich die angezeigten KM gefahren.
Viel wichtiger wäre mir mittlerweile der Gesamteindruck. Eine zweite 2V R80Monolever wurde von einem ehemaligen Mitglied hier aus dem Forum abgekauft _ohne_ eine Probefahrt. Diese war gewartet und in technisch guten Zustand. Nach der Anmeldung war drauf setzen und Spaß haben angesagt. Dabei hatte ich dann festgestellt, dass die verwendeten Reifen zum Pendeln neigten. Andere Reifen drauf und seit dem ist auch da Ruhe im Fahrgestell.

Also: Egal welches Motorrad du dir holen wirst, fahr eine Runde Probe. Danach kannst du sicherlich selbst feststellen, welches dir am besten gefällt.
 
servus
willkommen und guten Griff gemacht, 2-Ventiler lassen dich nie mehr los...

zur Wartungshäufigkeit: ich habe eine R100/7 vor einigen Jahren aus erster Hand erworben, knapp 40000 km .... (Lehrer) habe dann mal 100000 drauf gefahren (Service selbst gemacht) keine besonderen Vorkommnisse also alle angesprochenen "Schwachstellen" sind bei mir nicht auffällig

dann Motor revidiert, Doppelzündung, leichtere Kolben, mehr Verdichtung

aber Getriebe, Kardan sind immer noch original, 190000 sind rauf gefahren keine Probleme

was regelmässig gemacht werden muss (Öl tauschen, Ventile einstellen, ZÜndung kontrollieren) kannst selber machen, und es macht Spass

bei kleinem Budget: auf jeden Fall, das wird schon
 
Hi Nils !

Ich habe in den letzten 13 Jahren viele schöne Touren mit meiner GS gemacht, hatte aber in den letzten drei Jahren auch ein paar Probleme, die größtenteils schnell beseitigt werden konnten.
Das Ding hat immerhin 114 tkm auf dem Tacho und ist 21 Jahre alt.
Da kann man nicht erwarten, immer pannenlos durch die Gegend zu fahren.

Viele der hier beschreibenen Schäden hatte ich noch nicht, aber wenn man ständig hier mitliest geht es einem, wie wenn man ständig Arztfilme und Krankenhausserien schaut: Man spürt die aufkommenden Schäden und Krankheiten, die man gar nicht oder noch nicht hat und vielleicht nie bekommt.
Rappelt etwas im Getriebe ?
Klackert der Kardan ?
Hört man den "Stift des Grauens" im Öl schwimmen ?

Ich kann Dir die GS nur empfehlen, aber sie ist ein Oldie, der immer mal Zicken machen kann. Aber hier im Forum wird Dir (mangels Kompetenz wahrscheinlich nicht von mir) schnell und sachkundig von vielen netten und kompetenten Leuten geholfen.
Ich hätte keine Lust auf ein Mopped, bei dem ich ohne Diagnosegerät reparaturtechnisch schnell am Ende bin.
Und ich finde, 150 Km/h auf der Autobahn macht die BMW problemlos...
 
Hallo zusammen und Grüße aus Köln!

Kurze Vorstellung: Ich heiße Nils, bin 25 Jahre alt und vermisse zur Zeit nichts mehr als wieder auf nem Mopped zu sitzen! ........

........Ich habe ein Budget von ca 5000€ und möchte diese natürlich vernünftig investieren...
.......absolutes Wunschmotorrad.:sabber: Nur leider muss ich es auch von der Vernunftsseite sehen! Da ich finanziell als Student doch recht eingeschränkt bin. Ich hoffe Ihr gebt mir einmal ehrlich Feedback ob diese Moppeds was für mich sind oder ob ich in meiner Situation eher die Finger davon lassen sollte!

Grüße u schönes WE

Nils


Hallo Nils,
wenn Du wissen willst, was Du von einem 2-Ventiler zu erwarten hast, wie einfach der zu reparieren ist (wenn Du selber Schrauben kannst),
dann kauf Dir VOR dem Mopedkauf dieses Buch. Da steht alles drin. Nach dem Lesen weist Du ob der 2-Ventiler was für Dich ist.:oberl:

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Ach Ja, wenn diese Motorräder einmal nach dem Kauf ordentlich durchgesehen sind und auf Vordermann gebracht wurden, sind sie tierisch robust.

Was gar nicht geht, ist zu glauben man kann sich darauf verlassen, dass man mit dem Kauf etwas Zuverlässiges in den Händen hält. Das wäre Leichtsinn, weil niemand die wahre Historie eines Fahrzeuges in diesem Alter kennt.
Aus Freude am 2-V BOxerfahren...
Gruß, Rainald
 
Ich fahre meine PD seit 2008 -da hatte das Weib mich vor die Wahl gestellt das Motorrad zu verkaufen oder eins zu kaufen mit dem wir zu ZWEIT fahren können. . . :D Ein guter Bekannter meinte damals - zu verschiedenen Angeboten - wenn Du einfach nur Reisen willst dann kommst Du an weiß/blau nicht vorbei . . . Und so war es auch - mittlerweile hat sie über 100 000 auf der Uhr und dieses Jahr geht's nach F ! Wird in letzter Zeit leider etwas vernachlässigt da ihr seit 2012 ne PD mit Seitenwagen etwas den Rang streitig macht :schimpf: . . . aber dieses Jahr soll sie wieder die Urlaubstour machen ))):

Grüße aus McPomm
 
Ob die Wasserrohr allerdings das Richtige für die LGKS ist ?(

Natürlich ist sie das. Als ich etwa so alt war wie unser junger Freund, war ich mit der damals nagelneuen P/D ganz oben auf dem Mont Chaberton.

Du darfst nicht von deinen alten gebrechlichen Knochen ausgehen ;). Außerdem ist natürlich leider nicht völlig auszuschließen, daß die Kiste bei der Aktion ein wenig schmutzig wird :&&&:.

Ich würde mal über eine Wasserrohr-800er nachdenken. Die 800er wurden eher von den Knauserern und Wenigfahrern gekauft. Oder vom "schwachen Geschlecht" gefahren. Ich könnte mir vorstellen, daß es wesentlich einfacher ist, eine gut erhaltene, gut gepflegte 800er mit wenig km zum studentenfreundlichen Preis zu finden als eine wirklich gute 1000er.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,


zur G/S: Leergewicht 186kg.

Ja, sie fängt ab 120 km/h an zu schwimmen, das kommt vom vorderen Kotflügel. Ich bin aber trotzdem schon 160 km/h gefahren, es ist nicht so, dass das nicht gehen würde.


Und: Fahr die LGKS, solange Du noch studierst und Zeit dazu hast! (das wird sich später einmal ändern, glaub's mir...)


Grüsse

Martin
 
Hallo Nils,

mfro hat recht. Die 800er sind meist deutlich billiger, weil weniger gesucht. Fahr erstmal damit. Wenn dann der Wunsch nach mehr Dampf aufkommt, nimm den power-kit. Dann hast Du einen besseren 1000er als die originalen BMW-1000er. Gleichzeitig neue Kolben und Zylinder.

Eine G/S oder gar ST ist ca 15 kg leichter, hat keinen Paralever, kürzer, einfach ein anderes, älteres Fahrzeug mit weniger stabilem Fahrwerk (Gabel, Bremse), dafür mit "Fahrstuhl".

Für die LGKS mit einer Gummikuh sollte man aber vorher etwas Schotter-Übungen machen. Artet in Kraftsport aus. (Als Weichei habe ich die Tour abgebrochen, hatte allerdings auch die falsche Bereifung.)

NUR MUT ! Rauf aufs Pferd, bzw. die Kuh!

Das Restrisiko beim Kauf gehst Du bei jedem Fahrzeug ein. Nur wer nichts macht, macht nichts falsch. Ich freue mich über meine Fehler, ohne sie hätte ich vieles Richtiges nicht gemacht. Wenn es Dir danach ist - mach es! Geld wirst Du immer wieder mal haben, aber Gelegenheiten kommen nicht immer wieder.

Gruß von einem alten Sack, der mit seinen 2 Kühen happy ist.

Wolfgang aus S
 
Hallo,


zur G/S: Leergewicht 186kg.

Ja, sie fängt ab 120 km/h an zu schwimmen, das kommt vom vorderen Kotflügel. Ich bin aber trotzdem schon 160 km/h gefahren, es ist nicht so, dass das nicht gehen würde.


Und: Fahr die LGKS, solange Du noch studierst und Zeit dazu hast! (das wird sich später einmal ändern, glaub's mir...)


Grüsse

Martin

http://www.milaki.de/Westalpen/3_tag_lgks.htm moinsen: hier mal ein netter bericht drüber. mein traum ist übrigens das mit der indian chief bj.47 zu machen.
die g/s ist beladen mit gepäck und 2personen schon etwas instabiler, als die gs. ich finde das aber eher bei geringen, zb in egen kehren, als bei höheren geschwindigkeiten.
gabel, rahmen, und heckrahmen ist ja auch schwächer ausgelegt.
ich würde mir mittlerweile auch eher eine gs zulegen, als meine g/s immer weiter zu "verbessern".
unser "lämmerschwanz" ist trotzdem bisher immer nett zu uns gewesen ;-)
netten gruss
jan
 

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Du darfst nicht von deinen alten gebrechlichen Knochen ausgehen ;). Außerdem ist natürlich leider nicht völlig auszuschließen, daß die Kiste bei der Aktion ein wenig schmutzig wird :&&&:.

Ich würde mal über eine Wasserrohr-800er nachdenken. Die 800er wurden eher von den Knauserern und Wenigfahrern gekauft. Oder vom "schwachen Geschlecht" gefahren. Ich könnte mir vorstellen, daß es wesentlich einfacher ist, eine gut erhaltene, gut gepflegte 800er mit wenig km zum studentenfreundlichen Preis zu finden als eine wirklich gute 1000er.

Das mit der zunehmenden Vergreisung und dem Schmutz ist ein echtes Problem. Da komm ich nicht dran vorbei. Trotzdem: :sack:

Ich glaube auch das man 800er in besseren Zustand und günstiger als die 1000er bekommt.

Aufgerüstet mit einem PowerKit könnte es sein, das man unterm Strich bei annähernd gleichem Leistungsvermögen eine schön ruhig laufende "100er" zu einem günstigen Preis fahren kann.
 
Hallo Nils,

ich glaube, dass eine gut erhaltende 100 GS der letzten Entwicklungsstufe - mit oder ohne PD - Deinen Vorstellungen gerecht werden kann.
Du suchst ein Motorrad für diverse Einsatzzwecke. Wenn Du auf der Langasphaltstrecke eine motorradintegrierten Windschutz (ein Tankrucksack kann das auch) bevorzugst und nicht alle gut 300 km eine Tankstelle ansteuern möchtest, ist die PD mit dem 35-Liter-Fass eine aus meiner Sicht sehr gute Wahl.
Das Thema 'offroad' und GS (PD) könnte ich nicht so plakativ entschieden bewerten wie andere hier. Wenn mit 'Gelände' die Fahrt über feuchte Wiesen an Steilhängen oder die Bewältigung vonhalbmetertiefen LKW-Spurrillen in der sibirischen Steppe gemeint sein sollte, macht die GS in der Tat keine glückliche Figur. Und der Fahrer/ die Fahrerin auch nicht.
Dagegen: auf unbefestigten Fahrwegen wie der LKGS ist die GS (PD) - etwas Geländeerfahrung und Verantwortungsbewusstsein vorausgesetzt - ein auch für wenig masochistisch veranlagte Typen geeignetes Gerät (selbst wenn man, so wie ich, aus Verträumtheit unten im Tal den Tank noch mal so richtig schön vollmacht :pfeif:).
Klar, mit leichteren Mopeds geht es noch besser, aber: ich hätte keine Lust, mir den Spaß auf den genialen asphaltierten Straßen vor und nach den Schotterstrecken mit einer einseitig geländeorientierten Maschine zu nehmen. Die Asphaltpässe machen normalerweise den größten Teil der Fahrten aus! Und auf diesem 'Geläuf' ist die GS (PD) auch wieder in einem ihrer Elemente. Fahr mal nach der LGKS den Col de Turini mit der staubigen GS hoch: der ambitionierte Ducati-Fahrer vor Dir wird oben nicht vor Dir seinen Helm lüften :D.

Gruß.
Ulf
 
Hallo zusammen,

noch was zur Zuverlässigkeit: Meine 80 GS, Bj.92, mit 30 000 km gekauft, kein Gelände, nur solo, Landstraße zügig bis sportlich, Garage, hatte folgende Reparaturen oder Umbauten:

40 000 Gabelsimmerring (selbst gemacht)
56 000 Power-Kit und Stahlflex (Werkstatt)
58 000 Lima-Rotor (selbst)
70 000 Anlasser Feldgehäuse (selbst)
80 000 prophylaktisch Köpfe überholt (Werkstatt)
82 000 Getriebe neu gelagert (Werkstatt)
100 000 Kardan neu (Werkstatt)
115 000 Federbein neu (Wilbers , selbst)

Dazu zwei neue Batterien, zwei mal Bremsbeläge etliche Reifen und ca. 6,5 l Super Plus für 100 km.
Aktuell 126 000 km.

Grüße aus dem Taubertal

ecke
 
Zuletzt bearbeitet:
Nils gibt es irgendetwas, was Dich dazu nötigt 2V BMW fahren zu müssen ? Also irgendetwas, was Du nicht so ganz rational erklären kannst ? Wenn ja, dann musst Du es tun und wirst wahrscheinlich auch dabei ne Menge Spaß haben. Den ganzen alten Säcken hier (mich eingeschlossen), geht das so, weil als die jung waren, die V2 halt zeitgemäße Moppeds waren und BMW mit GS so ein wenig Moppedgeschichte geschrieben hat. Alos wenn dein Papa Dir damit nicht die Erbanlagen versaut hat :gfreu:, dann gibt es eigentlich keinen Grund für Dich ne 2V Q zu fahren. Es gibt heute Moppeds, die billiger sind und alles besser können als unsere Qühe.

Grüße
Claus
 
Tolles Forum, keine Frage! Habe jetzt schon sehr viele wertvolle Tips bekommen, Danke dafür!

@ Rainald: Buch ist unterwegs gerade bestellt!

Also wenn ich mal Zusammenfasse:

Am besten scheint die 800er zu sein da erstens mehr günstigere Modelle mit wenigen km auf dem Markt sind und zweitens der Verbrauch auch nochmal ein wenig geringer ist. Der Tip später auf die 7R Zylinder zu wechseln ist ein interessanter Hinweis. Die Erfahrungen mit den Dingern scheinen ja auch durchweg sehr gut zu sein! Geringer Verbrauch, höhere Lufkultur durch leichtere Kolben, hört sich sehr gut an...

Zylinderköpf dürften dann ab ca. 80tkm mal zu machen sein und Getriebe dann bei Bedarf!?

Ich habe jetzt schon ein zwei mal gelesen das die Modelle ab 92 noch mal einen Stift vor dem Lager der Ausganswelle haben damit Axialbewegungen unterbunden werden. Habe ich das so richtig vernommen und hat es tatsächlich so große Auswirkungen auf die Laufleistung des Getriebes bzw. der Lager?

Überhaupt mal Getriebe:

Hier kommen teilweise Leute daher die von Neulagerung sprechen (Hab die Rep. Anl. schon gefunden, dass ist ja recht easy. Einzig das ausdistanzieren müsste man sich nochmal in Ruhe zu gemüte ziehen..), andere von Totalschaden. Was passiert denn in der Regel bei den Getrieben? Sind die Lager irgendwann auf oder die Gangräder?

Das ist im Prinzip der einzige Punkt wo ich noch nicht recht einschäzen kann wie überraschend so ein Schaden entstehen kann. Für mich die Horrorvorstellung irgendwo im Berg zu stehen und dann toben Teile vom Gangrad oder Kugellager durchs Getriebe...:schock:

Um eine "professionelle" Reparatur dort irgendwo kommt man ja dann nicht mehr drumherum. Die Kosten dürften ja dann mal schnell auf stramme 1k€ zu maschieren!
 
Jetzt geb ich halt auch noch meinen Senf dazu.
Wenn Du "nur" Krankengeschichten liest,wirst Du auf einmal feststellen:
Oh,spür ich da auch schon was und hats mir da nicht auch schon mal weh getan?
Ich scheuche die Treibstecken nun schon fast 40 Jahre durch die Gegend,
frag mich nicht wieviele km,aber im Schongang waren da wenige dabei,und bis jetzt habe ich 1 mal das Getriebe öffnen müssen.(Schaltfeder)
Also keine Bange,wenn Du ne Q willst ,fahr sie Probe und wenns paßt, hol sie Dir.
Ne 80er GS ist gut,mit Power-Kit besser.
Du wirst Freude dran haben.
Gruß Manne
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nils,

ich habe mir im April letzten Jahres einen langen Wunsch erfüllt und mir einer 100GS als Zweitmotorrad zugelegt.
Als Reiseendurofahrer habe einfach was leichterers als meine 1200GSA gesucht, natürlich mit Boxer ;-)
Über den Winter habe ich die Q dann teilweise zerlegt um zu verändern und zu reparieren.
Leider kamen dann auch einige ausgnudelte Schrauben und andere unschöne Dinge zum Vorschein, aber alles nix Wildes.
Durch die übersichtliche Technik macht das Schrauben viel Spaß. Und was ich nicht weiß, erfahre ich hier. Ein echt tolles Forum mit netten Leuten.
Das bei der Maschine auch geschraubt werden muß war mir klar und genau das wollte ich auch.

Mein Motorradurlaub für 2014 ist schon geplant. Für 2015 möchte ich gern Schotterpässe fahren, hab mich aber bislang noch für nix entschieden, aber LGKS macht einen guten Eindruck. Enduroerfahrung hab ich eigendlich kaum...
Mein Partner für den jährlichen Motorradurlaub fällt bei Schotter allerdings weg, wenn also jemand in die gleiche Richtung denkt, ich bin für alles offen...
Das Durchschnittsalter ist nicht nur hier rel. hoch, sonder generell bei den Zweiradfahrern.

Wilkommen bei den 2V-Verrückten!
 
[...]
Also wenn ich mal Zusammenfasse:

Am besten scheint die 800er zu sein da erstens mehr günstigere Modelle mit wenigen km auf dem Markt sind und zweitens der Verbrauch auch nochmal ein wenig geringer ist. Der Tip später auf die 7R Zylinder zu wechseln ist ein interessanter Hinweis. Die Erfahrungen mit den Dingern scheinen ja auch durchweg sehr gut zu sein! Geringer Verbrauch, höhere Lufkultur durch leichtere Kolben, hört sich sehr gut an...

Passt

Zylinderköpf dürften dann ab ca. 80tkm mal zu machen sein und Getriebe dann bei Bedarf!?

Bevor du den Kopf runterziehst: Miss mal die Kompression, ansonsten OK.


Ich habe jetzt schon ein zwei mal gelesen das die Modelle ab 92 noch mal einen Stift vor dem Lager der Ausganswelle haben damit Axialbewegungen unterbunden werden. Habe ich das so richtig vernommen und hat es tatsächlich so große Auswirkungen auf die Laufleistung des Getriebes bzw. der Lager?

Der Stift (hier im Forum "Stift des Grauens" genannt) fixiert das Kurbelwellenlager im vorderen Teil des Motors, sprich auf der Stirnseite. Durch mangelhafte Verstemmung kann sich dieser Stift herausarbeiten und im besten Fall fällt er ohne ein weiteres in die Ölwanne. Im schlechtesten Fall verdreht sich das Lager und die Ölzuführ wird unterbunden. Dann ist Schrott angesagt. Hat aber keinen Bezug zum Getriebe. Wichtig: Beim Ölwechsel darauf achten, dass der Stift sich nicht im Altöl befindet. Das die Stifte mal stiften gehen, kommt öfters mal vor, das Verdrehen des Lagers ist aber eher selten (wen es trifft widerspricht mir sicher). Die Häufung mit den schlecht verstemmten Stiften ist wohl bei den Baujahren ab '89.

Hier ein paar Bilder, wo sich der Stift befindet und wie man ihn mit abgezogenen rechtem Zylinder entdecken kann.

Zum Getriebe: Bei den Paralevern (GS und R) sollte die Längsverzahnung des Antriebsstrang regelmäßig gefettet werden (hier genannt Staburagsen), da sich eine schwer verschiebbare Kardanwelle negativ auf das Ausgangslager des Getriebes auswirkt.


Überhaupt mal Getriebe:

Hier kommen teilweise Leute daher die von Neulagerung sprechen (Hab die Rep. Anl. schon gefunden, dass ist ja recht easy. Einzig das ausdistanzieren müsste man sich nochmal in Ruhe zu gemüte ziehen..), andere von Totalschaden. Was passiert denn in der Regel bei den Getrieben? Sind die Lager irgendwann auf oder die Gangräder?

Lager werden noch hergestellt.

Das ist im Prinzip der einzige Punkt wo ich noch nicht recht einschäzen kann wie überraschend so ein Schaden entstehen kann. Für mich die Horrorvorstellung irgendwo im Berg zu stehen und dann toben Teile vom Gangrad oder Kugellager durchs Getriebe...:schock:

Um eine "professionelle" Reparatur dort irgendwo kommt man ja dann nicht mehr drumherum. Die Kosten dürften ja dann mal schnell auf stramme 1k€ zu maschieren!

Ist meiner Meinung nach selten, dass sich das Getriebe auf einen Schlag verabschiedet, sonder es sind meist Vorboten erkennbar.


So, bald haben wir alle Probleme durchgehechelt. Die Maschinen sind halt über 20 Jahre alt - aber eine Überlegung wert.

Hans
 
Ich glaube auch das man 800er in besseren Zustand und günstiger als die 1000er bekommt.

Aufgerüstet mit einem PowerKit könnte es sein, das man unterm Strich bei annähernd gleichem Leistungsvermögen eine schön ruhig laufende "100er" zu einem günstigen Preis fahren kann.



STIMMT.)(-:
Von den R100 läuft die R100/7 am ruhigsten, wegen der niedrigeren Verdichtung. Die 2V-Boxermotoren mit dem schönsten Rundlauf und dem ruhigsten Lauf sind allerdings die 750 und die 600er Motoren.
Die 750iger sind nach meiner Erfahrung am günstigsten (wenn man nicht gerade die 75/5 sucht, die inzw. zum Liebhaberobjekt gereift ist) und stehen den 800er Motoren in nichts nach. Wenn man allerdings mehr Wert auf Leistung legt, führt kein Weg an der 1000er vorbei.
Gruß, Rainald
 
Hallo Nils
Herzlich willkommen im Forum.
Es ist erfrischend und beruhigend, dass die alten Kühe auch beim Jungvolk noch gut ankommen. Ich kenne jetzt schon 4 U-30 Q-Treiber!!
Zur Wahl deiner potenziellen Maschine ist eigentlich schon genung gesagt worden. Ich persönlich würde eher zu den späten und 1000-er Motoren neigen. Auch wenn die Konstruktion uralt ist, so wurden die Details doch immer weiter entwickelt, so dass die späten Modelle grundsätzlich den Gipfel dieser Entwicklung markieren. Die 1000-er Motoren haben mehr Dampf und lassen sich am einfachsten und erfolgreichsten pimpen. Die eher bescheidene Motorleistung ist meiner Meinung nach so ziehmlich die einzige Schwäche der Q-e. Aber an der Stellschraube kann man wie gesagt erfolgreich drehen...
Liebe Grüße aus Ostbelgien
Zoltán
 
Hallo Nils
Herzlich willkommen im Forum.
Es ist erfrischend und beruhigend, dass die alten Kühe auch beim Jungvolk noch gut ankommen. Ich kenne jetzt schon 4 U-30 Q-Treiber!!
Zur Wahl deiner potenziellen Maschine ist eigentlich schon genung gesagt worden. Ich persönlich würde eher zu den späten und 1000-er Motoren neigen. Auch wenn die Konstruktion uralt ist, so wurden die Details doch immer weiter entwickelt, so dass die späten Modelle grundsätzlich den Gipfel dieser Entwicklung markieren. Die 1000-er Motoren haben mehr Dampf und lassen sich am einfachsten und erfolgreichsten pimpen. Die eher bescheidene Motorleistung ist meiner Meinung nach so ziehmlich die einzige Schwäche der Q-e. Aber an der Stellschraube kann man wie gesagt erfolgreich drehen...
Liebe Grüße aus Ostbelgien
Zoltán

Hi
dann bin ich der 5 =) bin 22 und hab ne R80R Bj 94. Macht einfach Spass dran rumzuschrauben und wenn des WHB mal nicht ganz eindeutig is schau ich hier im Forum nach.
gruß
Tobi
 
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