Keine Höchstgeschwindigkeit

becko

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23. März 2011
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1.309
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Telgte
Hallo zusammen,

ich bin jetzt knapp 800 km mit dem neu gemachten Motor gefahren.
Zur Erinnerung... R80/7 mit 1000er Wössner-Kolben, Nicasilzylinder, Verdichtung 10,8, 32er Bings, offene Luftfilter,K1024_IMG_7056.JPGgrößere Einlassventile mit gemachten Köpfen, 37/11er HAG, Sachse E-Zündung. Erleichterter Schwung.
Der Motor zieht sehr gut aus niedrigsten Drehzahlen heraus, wie mit der Zwille geschossen.Kein Klingeln und soweit alles gut. Heute habe ich mal etwas mehr am Hahn gezogen und musste feststellen, dass bei 140 km/h die Q leicht stottert, bzw. die Geschwindigkeit sich nicht mehr erhöht.
Die Bings haben die klassische Bedüsung für solche Umbauten. 2,68er Nadeldüse, 3. Kerbe von oben, 135 HD. Diese hatte ich letztens gegen eine 150er ausgetauscht. Beim Beschleunigen im offenen Bereich musste ich aber feststellen, dass beim minimalen Gas wegnehmen, sich die Drehzahl wieder erhöhte. Also auf 142er HD umgerüstet.
Lt. Kerzenbild sieht alles gut aus. Sie springt top an und läuft nach ein paar Metern auch im Stand astrein. Kein Verschlucken o.ä..
Die Vergaser sind selbstverständlich im quasi Neuzustand. So wie Motor ect. Beim Ausdrehen im 3. oder 4. Gang geht die Q bis im Drehzahlbegrenzer. Bei Vollgas im 5. ist die Höchstdrehzahl aber bei 140 noch nicht erreicht. Da ich mit dem Bock nicht bei der TT antreten möchte, könnte es mir auch egal sein. Ist es mir aber nicht, da ja irgend etwas nicht korrekt läuft. Hat da jemand von Euch ne Idee?

Sonst macht der Motor nur Laune. Seidenweicher Lauf und gutes Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen. Bin mal gespannt, ob da noch mehr kommt. Der Siebenrocksatz soll sich ja auch erst noch frei fahren und nach und nach immer besser gehen. Hat da evtl. schon jemand Erfahrungen mit den Wössner Kolben gemacht?

Vielen Dank für ein paar Tips.
 
Ich will es mal so sagen:
Deine ausgewachsene Kuh will ordentlich gefüttert werden,da reicht nicht die Menge Futter für ein Kälbchen.;)
Gruß Manne
 
Der Siebenrocksatz soll sich ja auch erst noch frei fahren und nach und nach immer besser gehen.

Wer hat dir denn diesen Schwachsinn erzählt?
Da fährt sich nichts "frei" oder "ein", die Einlaufzeit (1-2 Betriebsstunden) der Kolbenringe ist eine Spezialität von GG-Zylindern und unbeschichteten Kolbenringen. Eher ein historisches Relikt.
Nicht zutreffend bei NiSi-Beschichtungen in Aluzylindern, die sind ab Zusammenbau im Betriebstoleranzbereich.
 
Die Kombination aus
- Hubraumerhöhung
- vergrößerte Ventile
- offene Luftfilter
und dann die kleinen Vergaser sagt mir klar, das passt vom Konzept nicht zusammen.
Wenn du auch unter Volllast Leistung willst, wären zum Rest eher 38er oder 40er Dell'Ortos angesagt.
 
Die Kombination aus
- Hubraumerhöhung
- vergrößerte Ventile
- offene Luftfilter
und dann die kleinen Vergaser sagt mir klar, das passt vom Konzept nicht zusammen.
Wenn du auch unter Volllast Leistung willst, wären zum Rest eher 38er oder 40er Dell'Ortos angesagt.

...und dann klar berechnete Trichter oder ein gescheiter Lustfilterkasten mit Volumen.

Schade um das versenkte Geld.
 
Wer hat dir denn diesen Schwachsinn erzählt?
Da fährt sich nichts "frei" oder "ein", die Einlaufzeit (1-2 Betriebsstunden) der Kolbenringe ist eine Spezialität von GG-Zylindern und unbeschichteten Kolbenringen. Eher ein historisches Relikt.
Nicht zutreffend bei NiSi-Beschichtungen in Aluzylindern, die sind ab Zusammenbau im Betriebstoleranzbereich.


Einige Herrn hier aus dem Forum haben davon berichtet. Zu lesen unter den Beitragen Siebenrocksatz. Konnte mir auch nicht erklären, was sich da noch frei fahren muss. Da es aber von mehreren Q-Treibern so beschrieben war, kam die Frage auf.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Hubraumerweiterung in Verbindung einer höheren Verdichtung mit den kleinen Köpfen, so wie beim Powerkit ja auch genutzt, die Höchstgeschwindigkeit zur Serie reduziert, nur weil offene Filter mit langen Ansaugwegen angebaut sind. Gelesen habe ich von meinem Problem hier noch nichts. Verbaut wurde diese Konfiguration aber sicher schon etliche Male. Oder fahren die alle nicht so schnell?:schock:
 
...und dann klar berechnete Trichter oder ein gescheiter Lustfilterkasten mit Volumen.

Schade um das versenkte Geld.


Wieso versenktes Geld? Wie schon beschrieben, läuft die Q ausserordentlich sauber und seidenweich bis 140, hat einen enormen Zuwachs an Drehmoment und macht sonst keinerlei Zicken. Zum Serien 800er der ja auch schon ganz nett geht und weich läuft kein Vergleich. Klar berechnete Trichter machen an den Bings sicher nicht mehr Sinn, als gleich lange Ansaugwege wie Original mit offenen Filtern.
 
Die Kombination aus
- Hubraumerhöhung
- vergrößerte Ventile
- offene Luftfilter
und dann die kleinen Vergaser sagt mir klar, das passt vom Konzept nicht zusammen.
Wenn du auch unter Volllast Leistung willst, wären zum Rest eher 38er oder 40er Dell'Ortos angesagt.


38er Dellortos wären da sicher eine gute Alternative. Bin mir nur nicht sicher, ob die für 800er Köpfe zu groß sind, bzw. zu viel Durchlass haben.
 
... Beim Ausdrehen im 3. oder 4. Gang geht die Q bis im Drehzahlbegrenzer...

Welcher Drehzahlbegrenzer?

Wenn ich mir deine Bilder so angucke, wundere ich mich nicht über die eher bescheidene Leistungsentfaltung. Die flexiblen Rüssel erzeugen Wirbel, die den effektiven Querschnitt bei hohen Drehzahlen und Vollast enorm einschränken. Das ist ein zugehaltenes Nasenloch.

Die komischen Luftfilter sind noch eins.

Deine Q leidet an Atemnot. Kein Wunder, dass die nicht rennen will.
 
Hallo Frank,
ich würde als erstes, und es kostet nichts, deine Ansaugrüssel mal abbauen und die K+N`s direkt an die Gaser bauen.
Moderne Motoren, z.B. Aprilla RSV Faktory arbeiten mit hoch und runter fahrenden Ansaugtrichtern.Je nach Drezahl, optimale Länge.
Wie Patrick ja auch schon schrieb, Trichterlänge !
Wäre doch einen Versuch wert.
 
Einige Herrn hier aus dem Forum haben davon berichtet. Zu lesen unter den Beitragen Siebenrocksatz. Konnte mir auch nicht erklären, was sich da noch frei fahren muss. Da es aber von mehreren Q-Treibern so beschrieben war, kam die Frage auf.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Hubraumerweiterung in Verbindung einer höheren Verdichtung mit den kleinen Köpfen, so wie beim Powerkit ja auch genutzt, die Höchstgeschwindigkeit zur Serie reduziert, nur weil offene Filter mit langen Ansaugwegen angebaut sind. Gelesen habe ich von meinem Problem hier noch nichts. Verbaut wurde diese Konfiguration aber sicher schon etliche Male. Oder fahren die alle nicht so schnell?:schock:

Mein Replacement-Satz hat ca. 5 k km gebraucht, bis er richtig ging!

? Warum sollte es hier anders sein?


Andreas
 
Hallo Frank,
ich würde als erstes, und es kostet nichts, deine Ansaugrüssel mal abbauen und die K+N`s direkt an die Gaser bauen.
Moderne Motoren, z.B. Aprilla RSV Faktory arbeiten mit hoch und runter fahrenden Ansaugtrichtern.Je nach Drezahl, optimale Länge.
Wie Patrick ja auch schon schrieb, Trichterlänge !
Wäre doch einen Versuch wert.

Begrenzer über E-Zündung eingestellt.
Werde morgen mal die Röhre abbauen und probieren.
Daran könnte in der Tat evtl ein Leistungsverlust hängen.
 
Hallo Frank,
wenn dein Moped auf der Bahn die beschriebenen Symptome zeigt,
öffne doch mal den Tankdeckel. Vielleicht kommt nicht genug Luft nach.
Wenn es das nicht ist, denke ich auch ein 38er Dello spendet mehr Gas.
Bzgl. Einfahrzeit Siebenrock: Meiner lief auch erst richtig frei nach ca.5000 km. So ist das wohl mit Theorie und Praxis..
Allerdings liegt dein Problem m.E. bestimmt nicht daran.


Gruß Bernhard
 
Wie MM schon sagte, die Kuh braucht mehr Luft. Die 32 Gaserchen sind für zum Bummeln und schön von unten raus sicher richtig. Aber dann passen die offenen Lufis nicht so richtig in's Konzept. Die Gleichdruckvergaser brauchen einen gewissen Gegendruck damit sie richtig funktionieren. Das Problem ist, daß die Schieber bei offenen Ansaugrohren, ins Schwingen geraten. Das ist nämlich genau der Effekt den du bei 140 km/h verspürst. Da Dellos Schiebervergaser sind, sind sie für diese Zwecke besser geeignet. Ich wollte auch mal meinen CR mit offenen Filtern fahren, aber genau die oben beschriebene Tatsache hat mich davon abgehalten.

LG
Dieter
 
Hi,

schau ob die Benzinfilter durchgängig sind. Ist eigentlich typisch für Spritmangel, wenn sie in den unteren Gängen ausdreht und im 5. dann verhungert.

Ich habe 800 mit 600er Köpfen und 26er Bing. Wird ab 5500 schwächer aber dreht mit 11:34 lässig auf 160 Km/h, mehr habe ich noch nicht versucht, weil ich kaum die BAB nutze.

Gruß
Willy
 
Hallo Frank,
wenn dein Moped auf der Bahn die beschriebenen Symptome zeigt,
öffne doch mal den Tankdeckel. Vielleicht kommt nicht genug Luft nach.
Wenn es das nicht ist, denke ich auch ein 38er Dello spendet mehr Gas.
Bzgl. Einfahrzeit Siebenrock: Meiner lief auch erst richtig frei nach ca.5000 km. So ist das wohl mit Theorie und Praxis..
Allerdings liegt dein Problem m.E. bestimmt nicht daran.


Gruß Bernhard


Hi Bernhard,

glaube nicht, dass es an zuwenig Sprit mangelt. Bis dato lief die Q in der alten Konfiguration ja auch.
Morgen Emsdetten Guzzi-Treffen?
 
Hi,

schau ob die Benzinfilter durchgängig sind. Ist eigentlich typisch für Spritmangel, wenn sie in den unteren Gängen ausdreht und im 5. dann verhungert.

Ich habe 800 mit 600er Köpfen und 26er Bing. Wird ab 5500 schwächer aber dreht mit 11:34 lässig auf 160 Km/h, mehr habe ich noch nicht versucht, weil ich kaum die BAB nutze.

Gruß
Willy

Benzinfilter gibt es nicht, außer die Siebe im Tank

Bei meinem anderen Bock ging die Q mit der von Dir beschriebenen Konfig. auch locker über 160. Jetzt habe ich dort die 800er Köpfe mit den original 800er Kolben, Verdichtung 9,5, Nicasil und offenen Trichtern, und der Bobber geht ab wie Sau oben rum. Hat nicht das Drehmoment wie der aktuelle Umbau mit 1000er Satz, aber dreht wie ne Orgel. Mehr als 170 hab ich mir mit dem alten Schwingenrahmen noch nicht getraut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Typischer Motorumbau ohne jegliches Konzept - wäre wie ein Lottogewinn wenn sowas auf Anhieb richtig liefe. Was war denn überhaupt Sinn und Zweck des Umbaus? Drehmoment? Drehorgel? Drehspießantrieb?

Tante Edith fragt noch: ist die Verdichtung ausgelitert und errechnet, oder "Katalogwert"? Wie groß sind deine Ventile? Nur "größer" kann alles sein. Gemachte Köpfe: was gemacht? Kanäle? Quetschkante? Brennraumform? Durchmesser angepasst?Ventilsitzwinkel? Schaftdurchmesser? Flowbench?
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Hubraumerweiterung in Verbindung einer höheren Verdichtung mit den kleinen Köpfen, so wie beim Powerkit ja auch genutzt, die Höchstgeschwindigkeit zur Serie reduziert, nur weil offene Filter mit langen Ansaugwegen angebaut sind. Gelesen habe ich von meinem Problem hier noch nichts. Verbaut wurde diese Konfiguration aber sicher schon etliche Male. Oder fahren die alle nicht so schnell?:schock:

Vorstellen musst Du Dir das doch gar nicht mehr, Du hast es bereits durch Erfahrung erlebt.
Gibt es einen besonderen Grund, warum Du versuchst, die angebotenen Lösunsgansätze argumentativ zu entkräften?
 
Typischer Motorumbau ohne jegliches Konzept - wäre wie ein Lottogewinn wenn sowas auf Anhieb richtig liefe. Was war denn überhaupt Sinn und Zweck des Umbaus? Drehmoment? Drehorgel? Drehspießantrieb?

Tante Edith fragt noch: ist die Verdichtung ausgelitert und errechnet, oder "Katalogwert"? Wie groß sind deine Ventile? Nur "größer" kann alles sein. Gemachte Köpfe: was gemacht? Kanäle? Quetschkante? Brennraumform? Durchmesser angepasst?Ventilsitzwinkel? Schaftdurchmesser? Flowbench?


Ohne Konzept würde ich jetzt mal nicht behaupten und den lieben Rolf S. aus Berlin auch nicht unterstellen. Der hat die Zylinder und Köpfe so wie schon viele Male entsprechend seiner Kenntnis und fachlichen Kompetenz bearbeitet. Ich kann Dir leider nicht sagen, wie groß die Ventile sind. Dafür müsste ich alles nochmal losmachen. Ventilsitzwinkel, Schaftdurchmesser, Flowbereich ?? Da müsste ich den Rolf mal anrufen.
Ausgelitert wurde sicher. Den Wert hat er sicher nicht am Kalender abgerissen. Ziel war es, ein höheres Drehmoment zu bekommen. Dieses ist ja auch wie schon beschrieben sehr gut erreicht worden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass eine angemessene Endgeschwindigkeit erreicht werden sollte.
Durch die langen Ansaugwege wollte ich eigentlich den Luftstrom wie bei der Serie beruhigen. Durch die Lamellen, habe ich evtl. da kontraproduktiv gearbeitet.
 
Ich denke eher dass der Motor durch die Minifilter zu wenig Luft bekommt,und durch das fehlende Volumen des Luftfilterkastens hier ungünstige Strömungsresonanzen entstehen.

Meine auf 1000 aufgerüstete R80 dreht mit den 32er Bings und dem Plattenluftfilterkasten im Fünften locker bis in den roten Bereich.
 
Ich denke eher dass der Motor durch die Minifilter zu wenig Luft bekommt,und durch das fehlende Volumen des Luftfilterkastens hier ungünstige Strömungsresonanzen entstehen.

Meine auf 1000 aufgerüstete R80 dreht mit den 32er Bings und dem Plattenluftfilterkasten im Fünften locker bis in den roten Bereich.


An der Vergaser Größe liegt es sicher nicht, die Peripherie rund um den Motor und Vergaser passt nicht.

Wurde ja nun schon ein paar mal geschrieben da hilft es auch nicht, das Rolf seine Finger im Spiel hatte.
 
Die technische Erklärung dazu: Um Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, muss die Zugkraft am Hinterrad ausreichend sein, die Fahrwiderstände zu überwinden. Der weitaus grösste Faktor ist hier der Luftwiderstand. Um diese Zugkraft zu erreichen muss der Motor entsprechndes Drehmoment liefern. Die Drehmomentabgabe ist linear an die Zylinderfüllung geknüpft. Zylinderfüllung erreicht man, indem man der angesaugten Luft möglichst wenig Widerstand entgegen setzt, also die Ansaugwege entdrosselt (selbstverständlich spielen auch Faktoren wie Resonanzaufladung beim Saugmotor eine grosse Rolle). Jetzt ist es aber so, dass ab einer bestimmten Gasgeschwindigkeit (ca. 60-80 m/s) eine Selbstdrosselung eintritt. Geschieht dies, bevor die Drehzahl der Höchstgeschwindigkeit erreicht wird, geht dem Motor spürbar die Puste aus, technisch gesprochen stehen Zugkraft und Fahrwiderstände im Gleichgewicht. Bei Deinem Umbau wurde der Hubraum vergrössert, also auch der Gasdurchsatz. Dadurch tritt die Selbstdrosselung bei niedrigerer Drehzahl ein, weil Du den Vergaserdurchlass nicht angepasst hast. Das im Zusammenspiel mit einer mMn suboptimalen Lösung der Ansaugschläuche bei völligem Fehlen eines wirksamen Einlauftrichters ist mit Sicherheit der Hauptgrund für Dein Problem.
 
...und dann klar berechnete Trichter oder ein gescheiter Lustfilterkasten mit Volumen.

Schade um das versenkte Geld.

Wie MM schon sagte, die Kuh braucht mehr Luft. Die 32 Gaserchen sind für zum Bummeln und schön von unten raus sicher richtig. Aber dann passen die offenen Lufis nicht so richtig in's Konzept. Die Gleichdruckvergaser brauchen einen gewissen Gegendruck damit sie richtig funktionieren. Das Problem ist, daß die Schieber bei offenen Ansaugrohren, ins Schwingen geraten. Das ist nämlich genau der Effekt den du bei 140 km/h verspürst. Da Dellos Schiebervergaser sind, sind sie für diese Zwecke besser geeignet. Ich wollte auch mal meinen CR mit offenen Filtern fahren, aber genau die oben beschriebene Tatsache hat mich davon abgehalten.

LG
Dieter


Die Kombination aus
- Hubraumerhöhung
- vergrößerte Ventile
- offene Luftfilter
und dann die kleinen Vergaser sagt mir klar, das passt vom Konzept nicht zusammen.
Wenn du auch unter Volllast Leistung willst, wären zum Rest eher 38er oder 40er Dell'Ortos angesagt.

An der Vergaser Größe liegt es sicher nicht, die Peripherie rund um den Motor und Vergaser passt nicht.

Wurde ja nun schon ein paar mal geschrieben da hilft es auch nicht, das Rolf seine Finger im Spiel hatte.

Patrick??
 
Die technische Erklärung dazu: Um Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, muss die Zugkraft am Hinterrad ausreichend sein, die Fahrwiderstände zu überwinden. Der weitaus grösste Faktor ist hier der Luftwiderstand. Um diese Zugkraft zu erreichen muss der Motor entsprechndes Drehmoment liefern. Die Drehmomentabgabe ist linear an die Zylinderfüllung geknüpft. Zylinderfüllung erreicht man, indem man der angesaugten Luft möglichst wenig Widerstand entgegen setzt, also die Ansaugwege entdrosselt (selbstverständlich spielen auch Faktoren wie Resonanzaufladung beim Saugmotor eine grosse Rolle). Jetzt ist es aber so, dass ab einer bestimmten Gasgeschwindigkeit (ca. 60-80 m/s) eine Selbstdrosselung eintritt. Geschieht dies, bevor die Drehzahl der Höchstgeschwindigkeit erreicht wird, geht dem Motor spürbar die Puste aus, technisch gesprochen stehen Zugkraft und Fahrwiderstände im Gleichgewicht. Bei Deinem Umbau wurde der Hubraum vergrössert, also auch der Gasdurchsatz. Dadurch tritt die Selbstdrosselung bei niedrigerer Drehzahl ein, weil Du den Vergaserdurchlass nicht angepasst hast. Das im Zusammenspiel mit einer mMn suboptimalen Lösung der Ansaugschläuche bei völligem Fehlen eines wirksamen Einlauftrichters ist mit Sicherheit der Hauptgrund für Dein Problem.

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Wenn ich es heute schaffe, werde ich die Ansaugrohre und Filter mal gegen offene Trichter tauschen und ne Runde fahren. Werde berichten, wie es sich auf die Leistung auswirkt.
 
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