LiFePo4 Defekt?

BMW Erstling

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23. Apr. 2015
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Moin zusammen,


ich fahre in meiner 80RT seit 10 Wochen und 4000km eine LiFePo4 Batterie mit 5 Ah, bestehend aus original A123 Zellen. Bislang gab es nicht das geringste zu bemäkeln. Das Ding zog bei Dutzenden von Starttvorgängen ohne jegliche Einschränkung den Motor durch. Ich war hellauf begeistert.

Gestern jedoch ist mir bei ca. 80km/h auf der Landstrasse die Fuhre ausgegangen. Die gesamte Elektrik war tot. Motor ausgegangen. Erneuter Start nicht möglich. Nach einiger Wartezeit hat mein Motogadgettacho wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben - in der Stufe 1 des Zündschlosses. Bei Stufe 2 ging er wieder aus. Und nur noch die Leerlauf- und Öldruck LED haben geleuchtet. Scheinwerfer und Blinker waren tot. Starten ging überhaupt nicht. Kein Relaisklackern o.ä.


Ich habe das Mopped dann den letzten Kilometer nach hause geschoben und zuhause 2 Dinge gemacht.
- Lifepo an Ladegerät angeschlossen. Das Ladegerät sagte mir "Akku Defekt".
- Alte Bleibatterie angeschlossen. Alles funktionierte wieder. Motor ließ sich starten.


Es liegt also an der Lifepo. Ich frage mich jetzt: Was killt das gute Stück? Irgend ein Elektrikfehler, den ich beim Umbau auf Motogadget etc. damals gemacht habe? Oder Produktionsfehler?


Als Zusatzinfo noch: Mit dem Voltmeter messe ich immer noch 13,2V an der Lifepo.


Kann hier jemand Licht ins Dunkle bringen?



Danke und Grüße
Andi
 
LiMa habe ich noch nicht geprüft.

Angenommen sie wäre defekt, würde mir das den LiFePo killen?


Grüße
Andi
 
Ich würde mal den Ladestromregler messen. War bei mir auch so dass das Moped plötzlich unter dem Fahren ausging und nichts mehr ging. Nach dem Messen des Reglers habe ich dann festgestellt, dass dieser defekt war und einen Ladestrom bis zu 18,5 Volt (bei 3000 Upm) brachte. Batterie war auch deswegen im Eimer.

Gruss thomas
 
Ich würde mal den Ladestromregler messen. War bei mir auch so dass das Moped plötzlich unter dem Fahren ausging und nichts mehr ging. Nach dem Messen des Reglers habe ich dann festgestellt, dass dieser defekt war und einen Ladestrom bis zu 18,5 Volt (bei 3000 Upm) brachte. Batterie war auch deswegen im Eimer.

Gruss thomas

Wie gehe ich hier am Besten vor?

Ist Folgendes korrekt?
--> Motor starten und Batteriespannung messen. Bei Spannung unter 13,5V oder über 14,2V ist entweder Regler oder Drehstromgenerator defekt.


Grüße
Andi
 
Motor starten und dann mal das Messgerät an die Batteriepole halten. Dabei mal Gas geben und schauen was das Ladegerät anzeigt. So siehst dann wie der Ladestrom ansteigt. Im Normalfall ist bei 14,4 Volt dann Schluss, was so bei 3000-3500 Upm erreichen wirst. Bei 1500 Upm geht's dann langsam nach oben. Gruss thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
kannst du alles hier für deine Messungen nachlesen: LINK

Hans

Großartig Hans!! Das Dokument kannte ich nicht.


Jetzt aber noch eine Frage: Im Zuge meines Tachoumbaus ist die LKL gegen einen Widerstand ersetzt worden. Die meisten der Prüfungen in diesem Dokument benötigen aber die LKL als "Indikator". Wie gehe ich hier schlauerweise vor? Eine LKL Übergangsweise wieder einlöten?



Danke für Deine Hilfe und Gruß
Andi
 
Großartig Hans!! Das Dokument kannte ich nicht.


Jetzt aber noch eine Frage: Im Zuge meines Tachoumbaus ist die LKL gegen einen Widerstand ersetzt worden. Die meisten der Prüfungen in diesem Dokument benötigen aber die LKL als "Indikator". Wie gehe ich hier schlauerweise vor? Eine LKL Übergangsweise wieder einlöten?



Danke für Deine Hilfe und Gruß
Andi

Kannst du alles ohne machen, einfach ein Spannungsmessgerät parallel an den Widerstand hängen. Ansonsten hast du an der Diodenplatte einen freien Anschluss (blaues Kabel), an dem kannst du eine 3 oder 4 Watt-Leuchte gegen Plus angeschlossen parallel hängen, ohne deinen Kabelbaum zu beschädigen.

Hans
 
Kannst du alles ohne machen, einfach ein Spannungsmessgerät parallel an den Widerstand hängen. Ansonsten hast du an der Diodenplatte einen freien Anschluss (blaues Kabel), an dem kannst du eine 3 oder 4 Watt-Leuchte gegen Plus angeschlossen parallel hängen, ohne deinen Kabelbaum zu beschädigen.

Hans

Alles klar. Dann habe ich ja ne Wochenendbeschäftigung :-)
 
So. Ich wollte mich heute mal der Elektrik widmen und mich mit Hans Dokument und einem Messgerät auf die Suche nach dem Fehler machen.

Zunächst also eine vollgeladene Ersatzbatterie angeschlossen und den Motor starten. Aber nix ging. Der Anlasser klackert. Zieht aber nicht durch. Er klackert nicht nur einmal (das klassische Magnetschaltergeräusch), sondern so: klackklackklackklackklack.
Dabei macht der Anlasser eine gefühlte Viertelumdrehung. Das reicht aber natürlich nicht für den Startvorgang.
Ich habe alternativ noch von meiner Triumphbatterie überbrückt. Gleiches Ergebnis.Die Batterie ist also definitiv nicht das Problem.


Was kann das sein? Ich habe irgendwas von abgefallenen Magneten im Anlasser gelesen, die diesen blockieren....??


Habt Ihr eine Idee?
 
Löse mal das rote Kabel vom Pluspol der Batterie und meß ihre Spannung.

Schließ das Kabel wieder an und wiederhol die Messung.

Ist der zweite Wert kleiner als der erste, dann schleife ein Amperemeter zwischen Pluspol und rotes Kabel.

Noch darf jetzt kein Strom fließen.

Deine Schilderung klingt verdächtig nach einem Kurzschluß in der Verkabelung.

Erst nach dem Einschalten der Zündung darf ein wenig Strom fließen, bei einer Kontaktzündung fast nichts, bei einer Hallgeberzündung der Strom fürs Steuergerät.
 
Die Spannung zwischen angeschlossenem und nicht angeschlossenem Pluspol hatte ich heute schonmal gemacht. Da war nichts auffälliges. So ungefähr 0,2V unterschied. Den Strom habe ich allerdings nicht gemessen. Das mache ich morgen früh mal.


Hier mal noch ein kleines Filmchen...


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Merkwürdig ist, dass es vor die Kiste vor einigen Tagen mit Ersatzbatterie noch problemlos angesprungen ist. Daher hatte ich eigentlich den Regler im Verdacht.
 
Mmmhhh. Ok. Ich habe mich bei den 0,2 Volt an die Dokumentation gehalten. Da steht drin, dass das normal wäre.
Hast du denn eine These in welcher Richtung ich suchen könnte?
Ich bin gerade total ratlos.

Gruß Andi
 
... Ich habe mich bei den 0,2 Volt an die Dokumentation gehalten. Da steht drin, dass das normal wäre.
Hast du denn eine These in welcher Richtung ich suchen könnte?
...

Vorsicht ist die Mutter der Eierkiste.

Wer einen Spannungsabfall an der Batterie ohne einen erlaubten Strom durch einen definierten Verbraucher für normal erklärt, der sollte besser die Finger vom Verfassen einer Dokumentation lassen.

Ein möglicher Kurzschluß ist keinesfalls normal, er fackelt womöglich die Q ab.

Ab Pluspol der Batterie kommt das dicke Kabel zum Anlasser, eigentlich ist es unverdächtig.

Eine pingelige Sichtprüfung ist dennoch nicht verkehrt, durchgescheuerte Isolierungen sind schon an den unglaublichsten Stellen gesichtet worden.

Das nächste Kabel geht vom Anlasser zu B+ der Diodenplatte, auch hier pingelige Sichtprüfung, es liegt oft in der Durchführung durch den Stirnräderdeckel sehr nah am Gehäuse=Masse.

Ab B+ Diodenplatte geht es hoch zum Zündschloß ins unübersichtliche Nirwana, da wird die Sichtprüfung schwierig.

Es ist ein unendlich stupider, aber sehr zielführender Weg, wenn Du die Kabelstrecke an allen Verbindungen auftrennst, und dann Schritt für Schritt ab B+ Batterie wieder zusammensetzt.

Und nach jedem Schritt die beiden Messungen der Batteriespannung machst.

Ist das jeweils wieder angeschlossene Kabel OK, dann darf es keinen Spannungsabfall geben, denn es fließt kein illegaler Strom nach Masse.

Siehst Du einen Spannungsabfall, dann hast Du das kranke Kabel gefunden.

Dieses idiotensichere Prinzip gilt natürlich auch für alle Verbindungen in alle Richtungen ab dem Zündschloß, auch Zündschlösser selbst sind schon elektrisch ausgeflippt.

Und nicht verzagen, dieses stupide Verfahren wirkt nur solange abschreckend bis man damit angefangen hat.

Woher ich das weiß... ;)
 
Der Anlasser klackert. Zieht aber nicht durch. Er klackert nicht nur einmal (das klassische Magnetschaltergeräusch), sondern so: klackklackklackklackklack.
Dabei macht der Anlasser eine gefühlte Viertelumdrehung. Das reicht aber natürlich nicht für den Startvorgang.
Ich habe alternativ noch von meiner Triumphbatterie überbrückt. Gleiches Ergebnis.Die Batterie ist also definitiv nicht das Problem.
An abgefallene Magnete glaube ich in dem Fall auch nicht.
Das Klackklackklackklack... deutet auf einen Widerstand in den stromzuführenden Leitungen zwischen Batterie und Masse bzw Batterie und Anlasser hin. Bei dem hohen Anlasserstrom bricht über diesem Widerstand (Kontaktproblem?) die Spannung zusammen.
In diesen Fall überprüfe ich zuerst das Massekabel, gerne bildet sich am Anschlusspunkt unten am Getriebe eine Problemecke.
Abschrauben, reinigen, anschrauben.
Das gleiche mit dem dicken Pluskabel am Anlasser. Dann muss mit frischer Batterie der Anlasser drehen.
Tut er das dennoch nicht, hat der Anlasser doch einen Schuss weg.
Da wäre dann der innere Kontaktweg zwischen Magnetschalter, Pluskohle, Minuskohle zum hinteren Deckel (Masse) verdächtig.
 
An abgefallene Magnete glaube ich in dem Fall auch nicht.
Das Klackklackklackklack... deutet auf einen Widerstand in den stromzuführenden Leitungen zwischen Batterie und Masse bzw Batterie und Anlasser hin. Bei dem hohen Anlasserstrom bricht über diesem Widerstand (Kontaktproblem?) die Spannung zusammen.
In diesen Fall überprüfe ich zuerst das Massekabel, gerne bildet sich am Anschlusspunkt unten am Getriebe eine Problemecke.
Abschrauben, reinigen, anschrauben.
Das gleiche mit dem dicken Pluskabel am Anlasser. Dann muss mit frischer Batterie der Anlasser drehen.
Tut er das dennoch nicht, hat der Anlasser doch einen Schuss weg.
Da wäre dann der innere Kontaktweg zwischen Magnetschalter, Pluskohle, Minuskohle zum hinteren Deckel (Masse) verdächtig.


Ich habe gestern die Verkabelung so überprüft wie du schriebst. Keine Auffälligkeiten. Also ging ich davon aus, das der Anlasser nicht funzt. Habe ihn ausgebaut und sicherheitshalber heute zum Boschservice gebracht. Der Meister hat ihn direkt durchgemessen und für ok befunden. Er meinte, meine Sympthome klingen stark nach Spannungsabfall im Lastzustand. Also Kurzschluss.


Puhhhhhh......aber wo?

Weitersuchen ist angesagt.
 
Fehler ist gefunden. Das hat mich jetzt 2 Wochenenden gekostet. Letzlich war es die aufgescheuerte Litze an einem hinteren Blinker. Bei den Mini-LED's ist das wie eine Sollbruchstelle. Sehr nervig.

Ich bin fast wahnsinnig geworden. Ich mußte quasi den kompletten Stromkreis zerpflücken und dann Schritt für Schritt wieder zusammen basteln. So ließ sich das Thema eingrenzen.

Naja...zumindest kenne ich den Teil der Technik jetzt recht gut :D


Danke für die Hilfe hier.


Mein schöner LiFePo ist leider im Eimer ;(
 
Hallo, Andi,

da bist Du hier in bester Gesellschaft. Habe schon mal zwei Jahre an einem Problem rumgedoktert...

Schön daß es jetzt wieder geht und Du die positive Nachricht auch gepostet hast.

Gute Fahrt.

Wolfgang
 
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