Messung des axialen Lagerspiels im Getriebe.

Marian

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07. Dez. 2024
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190
Ort
Slowakei, nicht Slowenien
Ich möchte das Getriebe nun zusammenbauen und verschließen. Ich habe damit begonnen, das Axialspiel der Wellenlager zu überprüfen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Messung auf herkömmliche Weise keine aussagekräftigen und wiederholbaren Werte liefert. Da ich mein erstes Getriebe zusammenbaue und im Gegensatz zu anderen keine Erfahrung habe, kann ich nicht sagen, dass die Messmethode falsch ist, aber ich schreibe, dass ich sie wohl nicht beherrsche. Ich füge ein Video bei, in dem ich die Breite eines einzelnen neuen Lagers mit einer Messuhr messe. Im ersten Teil messe ich den Außenring, der auf einer Platte aufliegt, und den Innenring, der in der Bohrung „hängt“. Der Unterschied beträgt ca. 10/100 mm, da es sich um ein C3-Lager handelt. Im zweiten Teil wird die Höhe beider Ringe gemessen, die von einer Platte gestützt werden. Ihre Höhen sind exakt gleich. Wenn ich also die Höhe des Lagers wegen des Axialspiels im Getriebe messe, sind beide Lager 20/100 mm von ihrer korrekten Position entfernt. Aber auch das nur theoretisch, denn durch das Gewicht des schweren Tiefenmessers bei der klassischen Messmethode am Außenring neigt sich dieser Ring schräg, und das Ergebnis ist noch schlechter. Wenn ich die Dicke der Unterlegscheiben entsprechend dem so gemessenen Maß wählen würde, gehe ich davon aus, dass sich die Lagerkugeln 10 bis 20/100 mm außerhalb ihrer korrekten Laufbahn bewegen würden.
Ich weiß nicht, ob sich dieser Unterschied durch das Aufwärmen des Gehäuses auf Betriebstemperatur ausgleicht oder ob sich die Lager bei dieser Temperatur in ihrer Lagerung lockern.
Um den Einfluss des Spiels des Außenrings zu minimieren, werde ich die Messung am Innenring vornehmen, sodass nur die vorderen Getriebelager axial aus der korrekten Laufbahn verschoben werden.
Wie messen Sie das Spiel?
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Wie messen Sie das Spiel?
Seite 56 und 57


Hans
 
Vielen Dank für die Antworten. Ich ergänze das vorherige Video um eine konkrete Messung am Getriebe, bei der zu sehen ist, dass bereits ein geringer Druck auf den Tiefenmesser den Außenring des Lagers auslenkt und somit das Messergebnis erheblich verfälscht. Bei größerem Druck ändert sich die Höhe des Außenrings um bis zu 0,2 mm, sodass es sehr schwierig ist, das tatsächliche Einbauspiel von 0,05 mm zu erreichen. Im Gegensatz dazu ist die Messung am Innenring stabil und liefert wiederholt die gleichen Werte. Um das richtige Spiel zu bestimmen, reicht es also aus, vor der Montage zu überprüfen, ob beide Ringe gleich breit sind.
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Viele wissen, dass ich einen Notschaltsatz herstelle, falls die Feder der Schaltklinke bricht. Jeden hergestellten Satz habe ich in meinem Getriebe getestet. Ich habe noch ein paar Sätze übrig. Doch diese Woche möchte ich das Getriebe nun schließen und zusammenbauen. Ich habe das Geld für drei Sätze, die in Deutschland von Ulrich-GSle vertrieben werden sollen, aber damit sich der Versand lohnt, brauche ich noch zwei Bestellungen. Wenn also noch jemand Interesse an einem solchen Satz hat, wäre es gut, wenn er sich diese Diskussion ansieht oder mir eine Nachricht schreibt.
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https://forum.2-ventiler.de/threads...-der-feder-weiter-schalten-zu-koennen.123442/
 
Vielen Dank für die Antworten. Ich ergänze das vorherige Video um eine konkrete Messung am Getriebe, bei der zu sehen ist, dass bereits ein geringer Druck auf den Tiefenmesser den Außenring des Lagers auslenkt und somit das Messergebnis erheblich verfälscht. Bei größerem Druck ändert sich die Höhe des Außenrings um bis zu 0,2 mm, sodass es sehr schwierig ist, das tatsächliche Einbauspiel von 0,05 mm zu erreichen. Im Gegensatz dazu ist die Messung am Innenring stabil und liefert wiederholt die gleichen Werte. Um das richtige Spiel zu bestimmen, reicht es also aus, vor der Montage zu überprüfen, ob beide Ringe gleich breit sind.
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Moin,

DAS hab ich hier vor längerer Zeit hier auch schon mal thematisiert.
Außerdem kommt noch dazu, daß sich bei Messung am Aussenring dank C3 Lagern und der Schwerkraft der systematischen Fehler (beide Aussenringe liegen/'hängen' bei der Messung um die halbe axiale Lagerluft in Richtung Wellenmitte verschoben) verdoppelt. Traf hier aber auf pauschales Ablehnung der Güteklasse: 'steht aber anders im WHB und haben wir schon immer anders gemacht'.

Ich distanziere meine Getriebe jedenfalls auch am Innenring aus und berücksichtige ggf. unterschiedliche Breiten von Innen- und Aussenring in der Rechnung. Bin ich bisher immer gut mit gefahren.

Grüße,
Jörg.
 
Ich distanziere meine Getriebe jedenfalls auch am Innenring aus und berücksichtige ggf. unterschiedliche Breiten von Innen- und Aussenring in der Rechnung. Bin ich bisher immer gut mit gefahren.

Grüße,
Jörg.
Genauso habe ich das immer gemacht. Der Außenring der C3 Lager erlaubt keine genaue axiale Messung. Auch die BMW Messplatte ist schnell in der Tonne gelandet und wurde durch geschliffene Rechtecklineale ersetzt.
rudi
 
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