MO 97: Motorvibrationen bei 2.500 1/min (41 Hz)

Bei dem Krauser MKM-Gitterrohrrahmen kam m.W. auch eine Motorlagerung in Gummi zum Einsatz. Weiß jemand, wie die aussah und welchen Effekt sie hatte?

Gruß
Florian
Hallo, Florian,
wie die Lagerung im Detail aussah, weiß ich nicht. Nur soviel: Die ersten Krauser-Rahmen hatte starr verschraubte Motoren, die die Rahmen zerschüttelten. Da sieht man, wie heikel das Thema Motoraufhängung ist, selbst bei einem so "sanften" Motor wie es der Boxer eigentlich ist.
Gruß
Helmut
 
So viel ich damals sah waren die Gummielemente in den größeren Bohrungen der Motorhalterungen im Rahmen eingesetzt und auch von außen sichtbar.
Die Motorhaltebolzen dürften wohl nur mit wenig Drehmoment verschraubt sein um den Gummi nicht zu sehr zu quetschen und die Verschraubung mit Muttern und Unterlegscheiben außen auf Abstand zum Rahmen zu halten.
Leider kein Foto gemacht.

Ob das so von Krauser verbaut war entzieht sich meiner Kenntnis und beruht nur auf meiner laienhaften Beobachtung. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Silentblöcke, die ich habe, sind wohl die weichsten, die es gibt, daher weiß ich schon im Voraus, dass sie ungeeignet sind. Ich möchte sie nicht am Motor verwenden, sondern am Lenker – und das auch nur, um zu testen, wie sie sich auf die Vibrationen des Lenkers auswirken.
 
Moin Marian,
das funktioniert bestimmt für den Fahrer. Am Motor bleiben die schädlichen Vibrationen nach wie vor gleich.
LG :wink1:
Martin
 
Echt jetzt?
Wenn die Blechdinger vom Gummi abgehen, kannst Du nicht mehr lenken.
 
Hallo Marian
Ob das nicht ein indifferentes Lenkverhalten gibt?
Aber einen Versuch ist es wert.

Die hohen breiten Serienlenker übertragen Vibrationen stärker als schmale Lenker.
Das merke ich auch im Vergleich bei der R 100R und ST trotz Lenkerendgewichte zum schmalen Lenker der Monolever.

Ich denke ein stabilerer Lenker mit Mittelstrebe wäre vielleicht besser, sieht aber bei der RT auch wieder komisch aus. ;)
 
Hallo Marian,
sieht gut aus(y). Bin auf Deine Rückmeldung gespannt. Einige (oder alle?) K-Modelle haben serienmäßig gummigelagerte Lenker.
Viele Grüße
Dirk
 
Du hast recht, aber ich bin der Fahrer, nicht der Motor.
:applaus:

Aber es ist sowieso nur ein Versuch, aus Neugier.
Ich mag Menschen, die sich für eine Sache so engagieren.*

Perfekt

Freue mich auf das Ergebnis

Hans

*Hinweis: Manchmal schreibe ich ja auch, dass etwas problematisch sein kann. Es freut mich aber, wenn jemand etwas ausprobiert, obwohl er/sie weiss, dass es nicht ungefährlich ist
 
Ja, es gibt gummigelagerte Lenker.
Da kann der Gummi sich aber komplett auflösen und der Lenker bleibt trotzdem mit der oberen Gabelbrücke verbunden.
Die verwendeten Metall-Gummi Elemente halten nur durch die vulkanisierte Fläche Blechscheibe - Gumiblock zusammen.
Das kann eine Zeitlang gutgehen, kann sich aber auch ohne Vorwarnung voneinander trennen, dann sind die einzig verbleibenden Verbindungen vom Lenker zum Rest des Motorrades die Seilzüge und Kabel der Schalter.
Vielleicht fährt Marian ja mit Gopro, dann kann man den Moment für die Teilnahme am Darwin Award festhalten.
 
... Vielleicht fährt Marian ja mit Gopro, dann kann man den Moment für die Teilnahme am Darwin Award festhalten.
Mann, mann, mann, was für Sprüche! Nicht schlecht! :D

Wollte dem Marian schon vorschlagen, mal das Freihändigfahren zu üben. ;)

An Marian: Als Dauerlösung würde ich das nicht fahren wollen.
 
Ich glaube, dass nicht alle Kommentare ganz ernst gemeint waren, also nehmt auch diese meine Sätze bitte nicht ganz ernst. Jungs, wart ihr schon immer so ängstlich und vorsichtig? :pfeif: Ihr würdet sogar die Gebrüder Wright für den Darwin-Preis nominieren. Es wäre wohl gut, wenn ihr bei eurer übertriebenen Vorsicht etwas zurückhaltender wärt. Denn dann endet es so 😪 : Geblitzt im Einsatz: Feuerwehrmann muss kein Bugeld zahlen
Aber mal im Ernst: Geht aus meinen Beiträgen 117 und 126 nicht hervor, dass ich das nur aus Neugierde ausprobiere, um zu sehen, wie sich die Schwingungen verändern, und dass ich es nicht dauerhaft nutzen möchte? Ist der Übersetzer so ungenau?
 
Aber mal im Ernst: Geht aus meinen Beiträgen 117 und 126 nicht hervor, dass ich das nur aus Neugierde ausprobiere, um zu sehen, wie sich die Schwingungen verändern, und dass ich es nicht dauerhaft nutzen möchte? Ist der Übersetzer so ungenau?
Hallo Marian, nein, dein Post war schon gut gemacht und den meisten ist sicherlich klar, dass du das nur zur Probe machen willst. Ab und an eine Hinweis von anderen, das nicht nachzumachen, ist aber sicherlich OK.

In dem Sinne: Wir sind auf dein Ergebnis sehr gespannt

Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Marian: Ich schätze Deine Beiträge und wünsche Dir von Herzen viel Glück.
Auf daß Du uns noch länger erhalten bleibst.
Warum ein sonst recht umsichtiger Admin diesen leichtsinnigen Versuch virtuell beklatscht, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Wenn schon Gummipuffer dann beidseitig der Gabelbrücke mit durchgehender Verschraubung.
 
hallo zusammen,
die oben gezeigten Gummipuffer / Schwingmetall sind für diese Verwendung nicht geeignet: gute Schwingungsdämpfung und präzise Lenkkräfte (in Querrichtung) übertragen, das geht so nicht - sonst wäre so eine einfache Lösung schon längst üblich. diese Puffer sind für andere Aufgaben geeignet, siehe Batteriekastenhalterung.
Lenker und -halterung sind auch so eine Angelegenheit, wo das letzte Wort für die Blaukittel reserviert ist, freies Basteln ist da nicht angesagt.
In der Praxis wird Gummidämpfung bei einigen Lenkern schon angewandt: z.B. 1100GS, da sind die Lenkerenden über Gummipuffer mit dem Hauptrohr verbunden, alles zusammenvulkanisiert, kaum sichtbar und vor allem nicht zerlegbar/reparierbar.
@ Marian: wenn Du das unbedingt fahrtechnisch erproben mußt, starkes Bremsen vermeiden, denn da geht der Lenker vorneüber - die (hinteren) Schwingmetalle werden dabei auf Zug beansprucht und dafür sind die nicht ausgelegt.
viele Grüße Paul
 
Ich bin also froh, dass der Übersetzer gut funktioniert. Auch wenn man in seiner Muttersprache schreibt und liest, gibt es keine Garantie dafür, dass der Gegenüber den Inhalt des Geschriebenen richtig versteht …
Heute war das Wetter gut, aber um den Familienfrieden zu wahren, habe ich lieber die Küchenzeile wieder zusammengebaut, die beim Streichen der Küche abgebaut worden war, anstatt mit dem Motorrad herumzufahren:bitte:. Aber morgen klappt es hoffentlich schon. Was jedoch auch ohne Fahrt klar ist – und Paul hat es gerade erwähnt –, ist, dass die Lenker in Längsrichtung ziemlich beweglich sind – die Silentblöcke liegen dicht beieinander. In Querrichtung spürt man ihre Elastizität, aber es fühlt sich nicht so gummiartig an, da die Silentblöcke in dieser Richtung weiter voneinander entfernt sind. In einer solchen Konfiguration würde ich es sicher nicht wagen, im Gelände zu fahren, wo erhebliche Seitenkräfte auf das Rad wirken. Was das Fahren auf gutem Asphalt angeht, habe ich jedoch keine Bedenken – abgesehen von starkem Bremsen bergab oder dem Fahren in Spurrillen.
 
Hallo Marian,

ich hab mich letztens für Silentblöcke in anderer Sache informiert/gesucht.
Hierbei hab ich festgestellt, dass es offensichtlich verschiedene Härtegrade (weich/mittel/hart) bei den
verfügbaren Silentblöcken gibt. (Ob das für Dich interessant ist....???)

Ansonsten Chapeau für Deine Experimente !
 
Also eine kurze Bewertung nach einer Fahrt von ca. 40 km: Mein erster Eindruck nach dem Losfahren: Die Erhöhung des Lenkers um 2 cm hat die Fahrposition angenehmer gemacht. Als meine Hände beim Fahren ohne Silentblöcke zu vibrieren begannen, wusste ich, dass der Drehzahlmesser zwischen 2500 und 3000 Umdrehungen anzeigen würde. Mit den Silentblöcken bin ich absichtlich zwischen 2.500 und 3.000 Umdrehungen gefahren, und es gab keine Vibrationen im Lenker, auch nicht bei anderen Drehzahlen. Vibrationen habe ich nur in den Spiegeln der RT-Verkleidung gesehen. Kurz gesagt, Vibrationen ließen sich nur dadurch erzeugen, dass man bei niedrigen Drehzahlen ordentlich Gas gab. Und nun zu den Nachteilen: Die Lenkerlagerung ist sehr schwammig und weich. Bei höheren Geschwindigkeiten ist die Lenkung einigermaßen direkt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten jedoch, beim Neigen des Motorrads oder in abwechselnden, schärferen Kurven war die Lenkung träge und unsicher.
Sicherlich würden Silentblöcke aus dem härtesten Gummi die Schwammigkeit der Lenkung verringern. Die Frage ist, wie viel mehr Vibrationen ein härterer Gummi der Silentblöcke auf den Lenker übertragen würde. Ich könnte mir eine Konstruktion mit flachen Silentblöcken vorstellen, die einen größeren Gummquerschnitt hätten und nicht zerfallen könnten.
 
Hallo Marian,
Ich habe solche ähnlichen Konstruktionen schon an Motorrädern gesehen, frag mich nur nicht an welchem.... ich glaube irgendein Yamaha Ein-oder Zweizylinder (Tr1??) da waren in die Gabelbrücke oben zwei flache Gummiblocks eingesenkt, darüber ne Scheibe und dann die beiden Lenkerklemmungen mit durchgehenden Bolzen komplett durch die Brücke geschraubt. Unten noch mal mit einer dickeren Gummischeibe, U-Scheibe und selbstsichernder Mutter.
Also ne halbstarre Verbindung, ohne das Risiko eines "Lenker Verlustes". 😁
In die Richtung würde ich eher forschen, mir wären klassische Silentblocks da auch etwas "windig". Es wäre halt auszuprobieren ob du damit die 41 Hz triffst bzw. eliminieren kannst. Durch unterschiedliches "Vorspannen" der Gummipuffer kannst da auch noch etwas variieren.


Gruß
Kai
 
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