Motorüberholung: Pleullager und weitere Themen

Hi,
also Arbeit mit 50:50 Sicherheit heißt auch evtl. 50% Klappern und Schlagen der Kolben im Umkehrpunkt in der Laufbahn. Ist doch sch...e ( schade ) um die Arbeit. Geh mal und messe die Desachsierung oder lass messen. Mir wäre das Geklappere zu gross, wenn sie falsch eingebaut sind; außerdem ist der Verschleiß größer und die Kolbenringe neigen zum vorzeitigen Brechen durch die hohen Umschlagkräfte.


Gruss Hansjörg

Hallo Hansjörg,
solange er die Pfeile berücksichtigt (sind ja auf den Bildern erkennbar) und die Kolben so einbaut, dass die Pfeilrichtung zum jeweiligen Auslassventil zeigt, sollte es nicht zum klappern kommen.

Hans
 
Hallo zusammen,

das mit der Deachsierung ist kein Problem. Das kann man sogar mit dem bloßen Auge erkennen. Beide Kolben sind identisch.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß Detlef auf Anhieb richtig lag und liegt. Die Kolben sind Gott sei Dank unterschiedlich stark verrust. Analog sieht es bei den Zylinderköpfen aus (vor allem das eine Einlassventil). Somit dürfte das Rätsel gelöst sein.
Danke.

Gruß
Michael
 

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Ja das stimmt, habe erst gerade die 'geputzten ' Kolben mit dem Pfeil gesehen. Damit ist die Einbaulage bestimmbar( Pfeil in Fahrrichtung ) und die Desachsierung liegt immer richtig; egal ob links oder rechts. Hätte ich auch gleich wissen können.

Hansjörg
 
AW: Das schwarze Museum

Hallo Thomas,

das Ventilspiel habe ich regelmäßig geprüft und eingestellt. Mir ist da nie was aufgefallen. Der Motor ist auch für meine Begriffe gut gelaufen. Nur war er (wie schon immer) mechanisch etwas laut.
Ein weiteres Problem sind die Stößelstangen. Diese haben (ich habe bisher nur die rechte Seite zerlegt) umlaufend eine ringförmige Schleifspur. Woher kann das kommen ? Bilder folgen.

Gruß
Michael

Zylinder sind ja nicht mit pass Stifte auf Motorblock positioniert daher entsteht bei der Montage eine große Toleranz und die Stangen kommen ggf. eng nah zu Ihrer feste Umgebungs Teile, je nach Position, sonst wäre es kein Ring
das Phänomen ist bekannt und in Fachbuecher berichtet. Bei mir hat auch eine Stange diese leichte ringförmige Spur
Ich befürchte man kann es bei Montage kaum beeinflussen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich habe heute die Nockenwelle ausgebaut. Der schwungradseitige Lagerdurchmesser beträgt im Mittel zwischen 23,968 und 23,957. Damit ist mein Lagerzapfen zwar nur minimal unrund aber ich liege ausserhalb der vom Werk vorgegebenen Toleranz. Was soll ich machen ? Die Nockenwelle erneuern ?

Anbei noch ein paar Bilder meiner Nockenwelle.
Gruß Michael


Hallo zusammen, hat evtl. noch ein Experte eine Antwort zu einer alten Frage von mir ? Kann ich die Nockenwelle weiterverwenden ?

Gruß
Michael
 
So weit ich das auf den Fotos in Deinem Posting #67 erkennen kann, sind die Spuren auf den Nocken nicht wirklich eingelaufen, man kann sie wahrscheinlich noch nicht einmal ertasten. Die Lagerstelle auf dem Foto hat zwar deutliche Lauspuren, diese sehen aber für mich auch nicht wirklich tief aus. Wenn dies der Realität entspricht (so genau kann man die Einlauftiefe anhand der Fotos nicht bestimmen), würde ich sie weiter verwenden. Des Weiteren liegen Deine Meßwerte zwar an den unteren Toleranzgrenzen, aber nicht deutlich daneben. Die Toleranzwerte sind so gesetzt, daß mit ihnen eine sichere Funktion gewährleistet ist. Wie gesagt - ich würde sie weiterverwenden.

Gruß
Steffen
 
Hallo Steffen,

Danke für Deine Antwort. Die Laufspuren machen mich auch nicht bedenklich. Mir war nur wegen dem Mass außerhalb der Toleranz. Aber ich werde die Welle wieder einbauen.
Gruß
Michael
 
Hallo zusammen,

das Kettenrad habe ich mit einer Kniehebelpresse von der Nockenwelle abgedrückt. Irgendwo habe ich mal gelesen oder gehört, daß das Kettenrad mit "Loctite" auf der Nockenwelle gesichert werden sollte. Ist das unbedingt notwendig, oder reicht es aus, wenn ich das Kettenrad erwärme und wieder auf die NW aufpresse ?

Gruß
Michael
 
Hallo,

dann also einfach Kettenrad warmmachen und wieder mit neuer Scheibenfeder und neuem Lagerflansch montieren ?

Gruß
Michael
 
Hallo zusammen,

die Scheibenfeder und der Lagerflansch sollte immer getauscht werden. Hab ich mal irgendwo gelesen. Das Axialspiel ist mir bekannt.
Danke.

Gruß
Michael
 
Hallo zusammen,

welches Flanschlager für die Nockenwelle würdet Ihr verbauen ? Es gibt doch das originale aus Aluminium und das Zubehörlager aus Guß mit Laufbuchse.
Gruß
Michael
 
Hallo zusammen,

in meinem R65-Motor sind Ventile mit 7mm Schaft verbaut. Ist es sinnvoll, diese im Zuge der Zylinderkopfüberholung auf 8mm umzurüsten, oder soll ich lieber bei den 7mm - Ventilen bleiben ? Für die Belastung des gesamten Ventiltriebes wären doch die 7mm Ventile günstiger (wegen Massenträgheit usw.), oder ? Dieser Motor wird ja meist mit etwas höheren Drehzahlen betrieben als die großen Motoren. Oder was haben sich die Leute von BMW dabei gedacht, 7mm Ventile zu verbauen ?
Gruß
Michael
 
... das Zubehörlager aus Guß mit Laufbuchse...

ist die technisch bessere Lösung.

... Oder was haben sich die Leute von BMW dabei gedacht, 7mm Ventile zu verbauen ?

Im Pflichtenheft der Entwickler der kleinen Boxer stand, dass eine kleine Baureihe entstehen soll, die leichter und preiswerter auf dem Markt erfolgreich sein soll.
Inwieweit das gelungen ist, will ich hier jetzt nicht diskutieren; aber die dünneren Ventilschäfte waren wohl ein Auswuchs davon. Solange man den Motor nicht regelmäßi auswringt, halten die sicher.
 
Servus Michael.

Zum Lagerflansch:
Der Gusslagerflansch sitzt aber im Alumotorgehäuse. Bei Erwärmung habe ich doch dann ebenfalls irgendwann ein Problem mit den unterschiedlichen Ausdehnungen. Ist das dann insgesamt trotzdem die bessere Lösung ?

Zu den 7mm Ventilschäften:
Die Masse vom Ventilschaft allein erhöht sich bei einer Vergrößerung des Schaftdurchmessers um mehr als 30%. Diese Masse muss der Ventiltrieb ja zusätzlich bewegen. Andererseits halten die 8mm Ventilschäfte wirklich länger ? Ein Ventilabriss ist doch eigentlich nur noch auf Materialfehler zurückzuführen, oder ?

Gruß
Michael
 
Ist es sinnvoll, diese im Zuge der Zylinderkopfüberholung auf 8mm umzurüsten, oder soll ich lieber bei den 7mm - Ventilen bleiben ?

Hallo Michael,

warum willst Du denn auf 8 mm-Ventile umrüsten? Hast Du schon mal einen Ventilabriß oder irgendwelche anderen Probleme mit den Ventilen gehabt? Wie heißt es so schön: "Never change a running system".

Gruß
Steffen
 
Hallo Steffen,

bisher hatte ich keinerlei Probleme mit Ventilabrissen oder dergleichen. Aber ich werde demnächst meine Zylinderköpfe überholen lassen. Wäre nur ärgerlich, wenn sich danach rausstellen würde, daß die 8mm Ventile das "NonPlusUltra" sind.

Gruß
Michael
 
... in meinem R65-Motor sind Ventile mit 7mm Schaft verbaut. Ist es sinnvoll, diese im Zuge der Zylinderkopfüberholung auf 8mm umzurüsten ...

Auch 7 mm Ventilschäfte sind bei 32 bis 38 mm Tellerdurchmesser nicht unbeding kompromissloser Leichtbau.

Zum Vergleich: ich habe hier einen Japaner, der 30 mm Ventile mit 4,5 mm Schäften bei Drehzahlen > 13000 1/min bewegt und die Teller fallen auch nicht ab. Jedenfalls nicht besonders oft.

Meiner Meinung nach gibt's Ventilabrisse meist wegen defekten/ausgelutschten Führungen (Ventil steckt oder springt im Sitz nach). Ich würde mir da wegen 7mm Schäften keinen Kopf machen.
 
Hallo Steffen,

bisher hatte ich keinerlei Probleme mit Ventilabrissen oder dergleichen. Aber ich werde demnächst meine Zylinderköpfe überholen lassen. Wäre nur ärgerlich, wenn sich danach rausstellen würde, daß die 8mm Ventile das "NonPlusUltra" sind.

Gruß
Michael



...wenn Du Dich dazu richtig schlau machen (oder alternativ auch nur verwirren lassen) willst, solltest Du dazu auch 'mal in's passende Forum zu den kleinen Boxern (kleineboxer.de) schauen:

Dort wird das Thema naturgemäß ebenso oft wie ausführlich besprochen und Du hast jede Menge Lesestoff.


VG
DZ
 
Ich habe alle meine Laverdas von 8mm auf 7mm umgebaut. Mit den dünneren Schäften nebst dünneren Führungen steigt der Nutzbare Querschnitt der Kanäle an. Mit den richtigen Ventilen hält das bis zu fünfstelligen Drehzahlen. Das erreicht die Laverda zwar nicht, aber aus Erfahrung weiß ich, daß es bei Porsche Drehzahlen bis 10.500 U/min problemlos hält.
 
Dachte ich bisher auch, aber wir haben mindestens einen erfahrenen Schrauber im Forum...der sich ggf. dazu noch meldet...der schmeisst die Dinger gerne raus.

Grund: Motorgehäuse dehnt sich stärker als der Lagerflansch und im ungünstigsten Fall kann angeblich sogar ein Spalt zwischen Gehäuse und Flansch auftreten der Öl austreten lässt und den Öldruck nachteilig beeinflusst....

So recht glauben mag man das nicht, aber Erfahrung schlägt wie immer den Glauben.

Etwas differenzierter betrachtet würde ich sagen...man sollte bei Einsatz des Gussflansches sehr genau auf die Abmessungen des Flansches und des Sitzes im Block achten. Wird der Flansch mit ausreichend Presspassung in den auf 120C angewärmten Block gezogen, dann wird die damit erzeugte Vorspannung die unterschiedliche Ausdehnung auch im Betrieb kompensieren. Hat der Sitz aber kaum (noch) Press-Passung, dann ist mit den berichteten Problemen zu rechnen.

Ich habe daraufhin auch wieder einen neuen Alu Flansch eingesetzt...mich wird er überleben. Vielleicht werde ich mal versuchen den alten Flansch mit einer Bronze Lagerbuchse zu versehen....aber ob die Mühe lohnt????

Gruß
Volker

Nicht wegen des Trägers, sondern wegen der Rotgussbuchse ist das m. E. besser.
 
Ich habe noch nie einen Nockenwellenflansch ins Gehäuse pressen müssen. Die flutschen doch so rein...



Dachte ich bisher auch, aber wir haben mindestens einen erfahrenen Schrauber im Forum...der sich ggf. dazu noch meldet...der schmeisst die Dinger gerne raus.

Grund: Motorgehäuse dehnt sich stärker als der Lagerflansch und im ungünstigsten Fall kann angeblich sogar ein Spalt zwischen Gehäuse und Flansch auftreten der Öl austreten lässt und den Öldruck nachteilig beeinflusst....

So recht glauben mag man das nicht, aber Erfahrung schlägt wie immer den Glauben.

Etwas differenzierter betrachtet würde ich sagen...man sollte bei Einsatz des Gussflansches sehr genau auf die Abmessungen des Flansches und des Sitzes im Block achten. Wird der Flansch mit ausreichend Presspassung in den auf 120C angewärmten Block gezogen, dann wird die damit erzeugte Vorspannung die unterschiedliche Ausdehnung auch im Betrieb kompensieren. Hat der Sitz aber kaum (noch) Press-Passung, dann ist mit den berichteten Problemen zu rechnen.

Ich habe daraufhin auch wieder einen neuen Alu Flansch eingesetzt...mich wird er überleben. Vielleicht werde ich mal versuchen den alten Flansch mit einer Bronze Lagerbuchse zu versehen....aber ob die Mühe lohnt????

Gruß
Volker
 
Hallo,

der Gußflansch neigt zum abbrechen an den Ohren. Ansonsten läuft der Motor viel ruhiger. Kann natürlich auch nur subjektiv sein. Mit dem Aluflansch spart man an Gewicht und Geldbeutel.:D
Ausbüchsen lohnt sich nicht. Viel Arbeit wenig nutzen.

Gruß
Walter
 
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