R100R ´92 Kipphebelwellenaxialspielausgleichsscheibenanordnu ng

Laienfrage:

Aber wie seht ihr das mit den einteiligen KHB aus Alu?

Da läuft doch dann das stählerne untere Ende des Kipphebels auf dem Alu.

Wäre da nicht eine der Scheiben, unten angebracht; quasi als Anlaufscheibe ratsam.
Und die 2/10 Versatz am Kipphebel zu vernachlässigen?
 
Das hatte ich mir schon bei den Reibpaaren Stahl auf Stahl gedacht...

Und deshalb bin ich eigentlich Aufmerksam geworden das zu Hinterfragen.

Bei Alu - Stahl ist die Folge ja eigentlich absehbar. Man wird es an vergrößerndem Axialspiel merken, schlimm ist es vielleicht nicht.

Ich habe i.Ü. noch mal mit einem Bekannten gesprochen der hier in Köln bei einem großen OEM arbeitet. Auch der bestätigte, die außermittige Position soll das Ventil drehen. Das sind nur hundertztel oder tausendztel. Aber es dreht sich gaaaaanz langsam damit des dicht/sauber bleibt.

Ich möchte hier meine leienhaft wiedergegeben Informationen aber nicht zu einer Grundsatzdiskussion ausweiten :-).

Also meiner Einschätzung nach und nach all dem bis jetzt gelernten, sollte man das ganz gut beurteilen können, wenn man unten eine Scheibe positioniert hat, ob der Stößel immernoch außermittig sitzt.


Das angehängte Bild soll ein wenig veranschaulichen wie ich das Einschätze, bzw. meiner Meinung nach der Idealzustand wäre. Ich glaube mich auch daran erinern zu können, dass ich das so bei Käferliteratur so gesehen habe. Ich finde leider kein Foto auf die Schnelle.

Ich referenziere mich vielleicht etwas viel auf den VW. Aber da habe ich mehr Ahnung und ich glaube es sind keine großen Unterschiede diesbezüglich.


Ventilansteuerung.JPG
 
Das ist wirklich so.
Kipphebel dreht das Ventil.
Bei meiner Ural, na ja, keine Kuh, aber immerhim Boxer, kann man das sehen, wenn man den Ventildeckeckel abnimmt und den Kicker durchtritt.
Hört sich vielleicht komisch an, ist aber so

Gruß
Lars
 
Hallo Hubi,
hier habe ich noch den Valve Rotator fuer Dich, der vom Gasstrom angetrieben wird.

Das ist natuerlich kein Rotocap - da habe ich mich falsch ausgedrueckt. Die Rotocaps, die Du meinst, gibt es auch an Bord in den 4T- Hilfsdieseln. Die bislang groessten habe ich mal an einer 10.000 KW 8-Zyl. MAK 4T -Maschine (war dort Hauptmaschine) gesehen. Um die Funktion zu pruefen, wurde ein Farbstrich aufgetragen um die Umdrehungen in einem bestimmten Zeitintervall zaehlen zu koennen. Das ganze natuerlich bei offenem Deckel und entsprechendem Oelgespritze.
So liess sich feststellen, ob das Ventil wirklich frei drehbar war. Bei zu geringer oder gar keiner Drehung wurde das Auslassventil komplett als Korb gezogen und ein neuer, sauber vormontierter Korb eingesetzt. Eine prima Loesung fuer den Bordbetrieb, weil der Korb immer schon Sitz mit Ventil enthielt.
Liebe Gruesse
Martin
 

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...die außermittige Position soll das Ventil drehen. ...Das angehängte Bild soll ein wenig veranschaulichen wie ich das Einschätze...
Anhang anzeigen 65908

Das Bild stimmt soweit. Das ist aber nur die halbe Miete ;).

Wenn das Ventil beim Öffnen durch die exzentrische Betätigung "vorwärts" gedreht wird, wird es sich bei der nächsten Schließbewegung genauso wieder zurück drehen, schließlich ist das die genau entgegengesetzte Bewegung (und tut das auch, je nach Motordrehzahl).

Daß es sich das Ding am Ende eben doch bewegt, liegt an den unterschiedlichen Reibkräften durch die beim Öffnen und Schließen unterschiedlichen Kräfteverteilungen/Beschleunigungen.

P.S.: das Ding "oben" ist übrigens nicht der Stößel, sondern der Kipphebel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich hatte bisher ausschließlich Kipphebel mir aussermittigen Arbeitsspuren.

P1120271.jpgP1120274.jpg

)(-:
 
Wenn das Ventil beim Öffnen durch die exzentrische Betätigung "vorwärts" gedreht wird, wird es sich bei der nächsten Schließbewegung genauso wieder zurück drehen, schließlich ist das die genau entgegengesetzte Bewegung (und tut das auch, je nach Motordrehzahl).

Beim Öffnen wird das Ventil vom Kipphebel gedrückt und gedreht.
Das Schliessen bewerkstelligt das Ventil selbst.
Der Druck des Ventilschaftes auf den Kipphebel sollte allerdings tatsächlich die Gegendrehung erzeugen, wie du sagst.
Übrig bleibt der letzte Teil des Rückwegs, das Ventilspiel. Da ist der Rückdreheffekt weg.

Gruß
Walter
 
Beim Öffnen wird das Ventil vom Kipphebel gedrückt und gedreht.
Das Schliessen bewerkstelligt das Ventil selbst.
Der Druck des Ventilschaftes auf den Kipphebel sollte allerdings tatsächlich die Gegendrehung erzeugen, wie du sagst.
Übrig bleibt der letzte Teil des Rückwegs, das Ventilspiel. Da ist der Rückdreheffekt weg.

Gruß
Walter

:---)

Die Feder- und damit die Betätigungskräfte (und damit auch die Reibkraft zwischen Kipphebel und Ventilschaft, die die Drehung bewirkt) sind beim Öffnen und Schließen genau dieselben. Wenn Du langsam genug drehst, wird sich das Ventil beim Öffnen vorwärts und beim Schließen genau um denselben Betrag wieder zurückdrehen, also genau da und so wieder aufsetzen, wo es vor dem Öffnen war. Auch das Ventilspiel hat darauf keinen Einfluß, das ist immer dasselbe.

Konstant drehen wird sich das Ventil erst, wenn Dynamik ins Spiel kommt.

Der Beschleunigungswiderstand des Ventils beim Öffnen ist auch genau derselbe wie beim Schließen, er wirkt aber in die jeweils andere Richtung. Beim Öffnen addiert er sich zur Federkraft (vergrößert also die Reibkraft zwischen Kipphebel und Ventilschaft), beim Schließen wirkt er dagegen (entsprechend wird die Reibkraft verringert und das Ventil dreht sich umso weniger rückwärts, wie die Reibkraft durch den Beschleunigungswiderstand verringert wird).

Wenn Dich jemand fragt, wovon die Drehung des Ventils abhängt, kannst Du lustigerweise sagen: ausschließlich von seinem Gewicht (genauer: seiner Masse).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, überzeugt.
Der Beschleunigungswiderstand sagt mir zwar nichts, da Nichtfachmann, aber wenn's die Massenträgkeit ist, dann verstehe ich.
Die Frage, wie es bei der Desmodromik aussieht, verkneife ich mir hier mal ...
 
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