Revision, Restauration einer R100/7 - Wo sinnvollerweise anfangen?

Raindog

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22. Mai 2026
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Karlsruhe
Hallo zusammen,

ich bin im BMW-2-Ventiler-Bereich ein absoluter Neuling und ich fürchte, dies hier wird ein etwas längerer Text (sorry dafür). Ich habe schon die eine oder andere Frage hier im Forum platziert (Ventildeckel), aber ich versuche mein Vorhaben nun erstmal ein wenig zu strukturieren, da ich das Schätzchen seit gestern nun tatsächlich bei mir habe und mir einen genaueren Überblick verschaffen kann. Also dann mal los:

Ich fahre schon seit einigen Jahren verschiedene Maschinen (2-Zylinder-V und Eintöpfe) und habe da auch verschiedene Wartungen und Reparaturen selbst durchgeführt. Die "Q" war aber schon immer ein Wunschmopped (weil ich in einem BMW-geprägten Umfeld sozialisiert wurde) und nun ist endlich eine bei mir eingezogen. Wohl wissend, dass sie erstmal einiges an Pflege und Vorschuss-Liebe benötigen wird, um wieder richtig gut dazustehen und vor allem auch so zu fahren, habe ich sie als Oldtimer (mit Gutachten) ausgesucht und möchte nun nicht nur schnelle kosmetische Korrekturen durchführen, sondern schauen, dass sie am Ende des Prozesses möglichst kerngesund dasteht. Und weil es ja auch ein Hobby sein soll, das über das Fahren hinausgeht und es einfach ein schöneres Gefühl ist, wenn man selbst Hand angelegt hat, als sie einfach zu einem Profi in eine "Restaurations-Schmiede" zu geben, möchte ich so viel wie möglich selbst machen. Mir ist schon klar, dass ich manches machen lassen muss, weil ich das schlicht nicht kann und / oder die Voraussetzungen daheim nicht habe. Wie groß dieser Anteil dann am Ende des Tages wird, muss ich noch herausfinden - ich bin kein Mechaniker, hab keine Schrauber-Erfahrung mit alten BMWs und auch (noch) keine vollausgestattete Werkstatt/Garage. All das kommt mit der Zeit, denke ich. Und das ist ein wichtiger Punkt: Ich hab keinen Zeitdruck, obwohl ich natürlich mit einer gewissen Konstanz und Planung an die Sache herangehen möchte (Etappen, Meilensteine etc.).

Kurz ein paar Eckdaten zu der Hübschen:

  • R100/7 (Baujahr '77)
  • Laufleistung 114.000 km
  • letzter TÜV 2019 vom Vorbesitzer ohne Beanstandungen (seither nachweislich nur ca. 2.000 km gefahren)
  • 2019 Oldtimer-Gutachten
  • seither keine Wartung / Reparaturen
  • wurde mit rotem Oldtimer-Kennzeichen gehalten
  • sie sprang bei Besichtigung sofort (kalter Motor!) an und für meine Begriffe lief sie recht ruhig (aber ich bin noch kein Experte für die Laufkultur der 2-Ventiler-Boxer)
  • die kurze Probefahrt verlief ohne Probleme oder offensichtliche Mängel
  • auch als ich sie eine Woche später abgeholt hatte sprang sie (wieder kalt) erneut direkt an
  • sie ist recht trocken (an der Ablassschraube der Ölwanne hat sie ein Tränchen hingeweint) -> Öl, Filter und Dichtungen werden ohnehin gewechselt
  • Zylinderfüße am Block trocken (ganz geringes "Schwitzen") -> mindestens die Ventile müssen bestimmt eingestellt werden
  • Kopf- / Ventildeckeldichtungen trocken
  • Sie schaltet sauber durch (kein auffälliges Hakeln oder komische Geräusche)
  • Reifen sind natürlich fällig (kein Wunder)
  • Bremsen kann sie (allerdings fehlt mir hier der Vergleichswert einer gesunden Q) -> Bremsen werde ich wohl extern machen lassen
  • Telegabel taucht ein und wieder auf (nicht offensichtlich schwammig oder mit komischen Geräuschen, vielleicht etwas weich) -> werde ich aber ohnehin machen, auch hier fehlt mir der direkte Vergleichswert
  • Vergaser müssen natürlich auch komplett zerlegt, gereinigt und eingestellt werden
  • Kardan war für mich beim Fahren unauffällig (kein "Heulen" oder sonstige komische Geräusche)
  • Kosmetik (wenn alles andere getan ist)
  • Elektrik / Lampen tut alles, was es soll
  • Instrumentenhalter aus Plastik muss neu, weil eingerissen
  • Züge werden auch neu gemacht werden müssen

Und hier setze ich mal an, komme zum Punkt und frage die geballte Kompetenz und Erfahrung hier im Forum.
Wenn ich mir die oben genannten Arbeitspakete ansehe, überlege ich mir, welches wohl der beste Einstiegspunkt ist, also wo beginne ich am besten? Was ist da sinnvoll? Das ist mein erstes "Projekt" dieser Art und ich habe ein wenig Sorge, dass ich mich von außen nach innen vorarbeite und dann feststelle, Motor, prim. und sek. Getriebe müssen doch auch gemacht werden und ich hab mich dahingehend verzettelt, dass ich Aufwände hätte sparen können...
Gibt es eindeutige Anzeichen, Indizien, Hinweise, Indikationen etc. die mir jetzt schon sagen können (nach obigen Eckdaten), dass diese Dinge oder Teile davon fällig sind? Soll ich grundsätzlich davon ausgehen, dass die fällig sind und einfach prophylaktisch alles checken lassen? Diese Teile traue ich mir selbst nämlich nicht zu, instand zu setzen.

Ich habe hier im Forum schon einiges recherchiert und zu einzelnen Themen wirklich viel gefunden und die DB-Sektion ist der Hammer (!) aber ich hab noch keinen vergleichbaren Starter-Thread wie diesen hier gefunden. Wenn ich ihn übersehen habe, bin ich für den Link dankbar.
Seht mir bitte Anfängerfragen nach aber irgendwo muss man ja mal anfangen
:)

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marcus,

meine Empfehlung wäre: Mach' eine große Inspektion, gönne ihr neue Reifen und dann fahre die BMW ausgiebig. Dabei wird sich herausstellen, ob und wo Eingriffe deinerseits notwendig sein werden.

Gutes Gelingen
Florian
 
Hallo Marcus,
das hört sich doch alles gut an. Ich schließe mich der einhelligen Meinung an: alle Öle, Bremsflüssigkeit und Reifen neu. TÜV drauf, anmelden und fahren. Die Baustellen werden sich nach und nach zeigen. Nix reparieren, was noch funktioniert.
Gruß Ralf
P.S.: schick mal Fotos
 
Moin,

wie die Vorschreiber ausführen würde ich auch handeln, eine Fahrprobe hat sie ja bestanden.
Zusätzlich würde ich die Bremsklötze tauschen und die Bremse einstellen, wird hier ausreichend oft beschrieben, tut der Wirkung gut.
Die 2 Zylinder V, wenn aus Italien, haben besser wirkende Bremsen als die BMW, kann man nicht wirklich vergleichen.

Nach der Inspektion würde ich das Gerät gründlich reinigen und den Sommer fahren. Vorher alles auseinander nehmen kostet nur Geld und macht oft nichts besser.
Ich hatte mal einen Kollegen der hat sich eine 2V gekauft und richtig Geld rein gesteckt, als er dann damit fuhr hat er gemerkt dass er sich auf einer vierzylindrigen Japanerin doch sehr viel besser aufgehoben fühlt.

Gruß
Willy
 
Hallo Marcus, zu allererst würde ich die fällige HU erledigen. Wenn da alles OK ist, stecke keinen überflüssigen Aufwand und vor allem Geld in das Motorrad. Hier im Forum werden viele Motorräder aus unterschiedlichen Gründen nach meiner Ansicht übermäßig beschraubt. Sicher kann man etwas optimieren und pflegen, aber hauptsächlich sollen die Dinger fahren, bis etwas nicht mehr richtig geht ;-).
 
Moin Marcus,

Flüssigkeiten und das allernötigste hinsichtlich Motorlauf, Fahrsicherheit und Optik machen, ansonsten „never touch a running system“.
Damit fahre ich seit 45 Jahren am besten.

Viel Erfolg!

Gruß
Carsten
(auch R100)
 
Schau Dir noch die Bremsleitungen bei so nem alten Hobel an. Ansonsten wurde schon geschrieben, erstmal nix anfassen, was funktioniert. 😉
 
Etwas neben dem Thema.
Mir fällt grad meine letzte Laverda ein. Zu teuer in Rüsselsheim gekauft, daheim, alle haben mir ob des Zustandes einen Vogel gezeigt, komplett zerlegt, so zurecht gemacht wie ich sie haben wollte, Motor überholt, Zylinder geschliffen, Übermaßkolben, Kurbelwelle neu lagern lassen und so weiter.
Dann war sie fertig, fast jeder war vom Ergebnis begeistert, hat aber richtig Kohle gekostet, TÜV hat sie, da war ich überrascht, bekommen und ich habe sie einen Sommer gefahren. Dann gegen eine R75/7 und eine Laverda 500SFC getauscht.....die SFC gut verkauft und die BMW gefahren. Nur geputzt und normal gewartet.

Gruß
Willy
 
Guten Morgen,

danke Euch für die schnellen und "beruhigenden" Rückmeldungen.
Ich werde es dann auch genau so machen, wie Ihr vorgeschlagen habt - großen Service und dann schauen, welches Thema sich dann doch noch auftut.
Fotos werde ich heute, spätestens aber im Laufe des Wochenendes hier mal einstellen - keine Frage, Bilder zeigen die mehr als tausend Worte ;).

Hallo Marcus,
das hört sich doch alles gut an. Ich schließe mich der einhelligen Meinung an: alle Öle, Bremsflüssigkeit und Reifen neu. TÜV drauf, anmelden und fahren. Die Baustellen werden sich nach und nach zeigen. Nix reparieren, was noch funktioniert.
Gruß Ralf
P.S.: schick mal Fotos
Das hier wird dann ziemlich genau die Marschrichtung sein. Nebenbei @Raul B , ich komme auch aus KA :)

Moin,

wie die Vorschreiber ausführen würde ich auch handeln, eine Fahrprobe hat sie ja bestanden.
Zusätzlich würde ich die Bremsklötze tauschen und die Bremse einstellen, wird hier ausreichend oft beschrieben, tut der Wirkung gut.
Die 2 Zylinder V, wenn aus Italien, haben besser wirkende Bremsen als die BMW, kann man nicht wirklich vergleichen.

Nach der Inspektion würde ich das Gerät gründlich reinigen und den Sommer fahren. Vorher alles auseinander nehmen kostet nur Geld und macht oft nichts besser.
Ich hatte mal einen Kollegen der hat sich eine 2V gekauft und richtig Geld rein gesteckt, als er dann damit fuhr hat er gemerkt dass er sich auf einer vierzylindrigen Japanerin doch sehr viel besser aufgehoben fühlt.

Gruß
Willy
Die 2Zylinder-V ist eine Japanerin (NTV650) - meiner Meinung nach ein völlig unterschätztes Mopped, das mit mir so ziemlich alles ohne Probleme mitgemacht hat (Schneecamping im Winter bei -15 Grad, Fahrten durch Wasser am Atlantik-Strand, so ziemlich jeden fahrbaren Alpenpass, Staub und Schotter auf dem Balkan...etc.) ohne auch nur die kleinste Panne oder Schwierigkeit. Die Bremsen selbst waren in der Tat so lálá...
Ich bin auch schon einen Sommer lang eine R100 GS von einem Freund gefahren - teilweise auch artgerecht abseits des Asphalts. Die fühlt sich ein wenig anders an als die /7 aber doch sehr gut und noch vertrauter als irgendein 4-Zylinder. Ich bin auch nur einmal einen 4-Zylinder länger als ne Runde ums Dorf gefahren, als ich für einen Kumpel dessen Hayabusa nach Dublin überführen musste - ist was völlig anderes, das stimmt. Aber eben anders und nicht besser oder schlechter.

Marcus, auch von mir: wenn alles unauffällig, dann Fahrbereitschaft herstellen und wenn du magst, kommst du zum Treffen im tiefen Süden oder zum Flammenkuchen weiter oben und lässt dir von vielen Augen das Moped von allen Seiten angucken.

Schöne Grüße und viel Freude!
Simon
Danke für die Einladung und sobald sie TÜV hat, werde ich mit ihr auch zu einem eurer Treffen fahren. Da gibt es bestimmt viel zu sehen und zu quatschen.

Hallo Marcus, zu allererst würde ich die fällige HU erledigen. Wenn da alles OK ist, stecke keinen überflüssigen Aufwand und vor allem Geld in das Motorrad. Hier im Forum werden viele Motorräder aus unterschiedlichen Gründen nach meiner Ansicht übermäßig beschraubt. Sicher kann man etwas optimieren und pflegen, aber hauptsächlich sollen die Dinger fahren, bis etwas nicht mehr richtig geht ;-).
Da hast Du natürlich Recht und ich sehe das auch ähnlich. Aber mir geht es erstmal um einen guten initialen Zustand und einen möglichst "positiven Start" mit dem Schätzchen, den ich gerne herstellen oder von dem ich mich überzeugen möchte. Vielleicht klingt das etwas esoterisch, aber ich muss oder will möglichst bald ein hinreichend gutes Gefühl für die Maschine bekommen und dazu brauche ich zumindest mal Gewissheit, das ich neuralgische Stellen mal begutachtet habe und "kenne".

Ich werde einfach die Tage mal mit dem "Service" beginnen und Fotos (auch Details) machen - da werden bestimmt noch weitere Fragen aufkommen.

Das ist ein großartiges Forum, habe ich den Eindruck - freut mich sehr

Danke euch schonmal und viele Grüße
 
NTV650, habe ich mir letztes Jahr angesehen, Super Zustand, fuhr tadellos, unglaublich günstiger preis aber trotz Luftkissen zu enger Kniewinkel, hätte ich sonst gekauft. Dürfte alles besser können als eine BMW2V.
Ich habe eine Four und eine /6, fast gleich alt, ich wüsste jetzt wirklich nicht welche weg ginge, müsste ich mich von einer trennen.

Gruß
Willy
 
Hallo Namenloser,

erstmal herzlich willkommen im Forum.

Dass hier gefühlt jeder Zweite die gleichen Ratschläge gibt, muss dich nicht beunruhigen. Das ist hier leider so üblich. Oftmals werden noch Jugenderinnerungen mit einbezogen... :pfeif:


Viele Grüße

Bernd
 
Was ich noch empfehlen würde:
Alle Gummi- und Kunststoffteile intensiv mit Pflegemitteln behandeln und Seilzüge fetten oder ölen, außer Züge im Silikonmantel.

Gruß
Carsten
 
Wenn an den Zylinderköpfen bisher nichts gemacht wurde, könnte hier eine Überholung infrage kommen.
Ja, richtig. Genau daran hatte ich auch schon gedacht (s.o.). Ich muss ohnehin mal schauen, ob es in meiner Umgebung (KA) einen Spezialisten für diese alten Maschinen gibt, bei dem ich solche Arbeiten zu fairen Konditionen in Auftrag geben kann.
 
Danke @BlueThunder , aber da würde ich ja tatsächlich quer durch die Republik fahren. Ich hab grade mal schnell durch die Link-Sammlung zu den Profis geschaut. Es scheint dort zumindest kein Anbieter aus dem Südwesten aufgelistet zu sein. Aber es wird sich bei Bedarf bestimmt was finden.

Edit:
Ich habe gerade mal online nachgesehen und die Firma "MTS" in Landau (76829) gefunden. Kennt die jemand aus meiner Ecke und hat bereits Erfahrungen gesammelt? Sind sie für solche Arbeiten an Altmetall geeignet und zu empfehlen? Die wären ja quasi um die Ecke.

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Ich habe gerade mal online nachgesehen und die Firma "MTS" in Landau (76829) gefunden. Kennt die jemand aus meiner Ecke und hat bereits Erfahrungen gesammelt? Sind sie für solche Arbeiten an Altmetall geeignet und zu empfehlen? Die wären ja quasi um die Ecke.

Viele Grüße
Mit denen habe ich seit vielen Jahren zu tun und kann sie sehr empfehlen.
Solche Bearbeitungen geben die aber auch außer Haus zum Spezialisten.
 
Bei uns nimmt u.a. DHL Lieferaufträge an.

Ich würde als Auswahkriterien auch nicht nah & preiswert priorisieren, sondern gelebte Qualität.
Ich gebe dir grundsätzlich natürlich völlig Recht und ich glaube sofort, dass dort Experten am Werk sind. Ich möchte das auch nicht als pauschale "Absage" verstanden wissen. Mich interessiert nur, ob es in meiner (mehr oder weniger direkten) Umgebung vielleicht auch empfehlenswerte Spezialisten gibt. Ich vermute dieser Gedanke ist nachvollziehbar. Je nach Usecase fahre ich auch nach Berlin und dreimal drumherum, wenn es nötig ist und ich die Leistung sonst nirgends in vergleichbarer Qualität bekomme.

Mit denen habe ich seit vielen Jahren zu tun und kann sie sehr empfehlen.
Solche Bearbeitungen geben die aber auch außer Haus zum Spezialisten.

Bei MTS arbeiten Spezialisten für die 2V Boxer. Aber die überholen die Köpfe auch nicht selbst, sondern schicken die zur
Fa Q-Tech zur Bearbeitung. Deren Arbeit ist ebenfalls tadellos.
Die Köpfe meiner R100R sind ebenfalls diesen Weg gegangen.
Ich bin mit MTS sehr zufrieden.

Ok, das hört sich ja zumindest schonmal sehr positiv an. Ich sehe es in diesem Fall tatsächlich so, wie auf Arbeit: Mir ist egal, auf welche Weise jemand seinen Job macht, solange er ihn gut macht.
Ich setze mich mit Jungs mal in Verbindung und fühle da mal vor.
Danke für Eure vielen guten und hilfreichen Kommentare!

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, richtig. Genau daran hatte ich auch schon gedacht (s.o.). Ich muss ohnehin mal schauen, ob es in meiner Umgebung (KA) einen Spezialisten für diese alten Maschinen gibt, bei dem ich solche Arbeiten zu fairen Konditionen in Auftrag geben kann.
Ich habe meine Zylinderköpfe bei 110 tkm einfach zu einem örtlich benachbarten Motorenbauer gebracht. Nach etwa wieder der gleichen Laufleistung sind immer noch deutlich besser als damals vor der Revision. (Kein messbarer Ölverbrauch, kein übermäßiger Nachstellbedarf beim Ventilspiel). Von daher war das wohl auch "ganz gute Arbeit". Den Vergleich mit hier öfter genannten Spezialisten kann ich nicht liefern.
 
Forendynamik
Florian hat in #2 eigentlich alles gesagt.

Versuche jemanden dazu zu bekommen, der die älteren /7 Boxer kennt und mache den Service unter Aufsicht selbst.
Die gewerblichen oder grünen hier im Forum werden nicht ohne Grund empfohlen.
Die kennen sich in der Materie der 2-Ventiler exzellent aus und ziehen Dich alleine wegen der Reputation hier nicht über den Tisch.
Es ist ein bisschen wie in einem Dorf, wo man auch anständig zueinander ist, weil man sonst nicht mehr Teil der Gemeinschaft sein kann.

Der Bock scheint anzuspringen und unauffällig zu laufen, warum willst Du da auf Verdacht die Köpfe machen?

Wechsel mal alle Öle, die Gabel nicht vergessen, achte dabei auf komische Brösel oder Wassereintrag, kontrolliere das Ventilspiel, die Zündung, fette die Rad- und Schwingenlager, Brems-, Schalt- und Kupplungshebel und fahr mal ein paar hundert Kilometer.
Wenn die nicht übermässig Öl verbraucht, irgendwo tropft oder qualmt scheint das Wesentliche in Ordnung zu sein.

Wenn sich was zeigt, Fragen stellen.
Du bekommst meist mehr Antworten, als dir lieb ist, lernst das Krad kennen und souverän zu behandeln.

Photos vom Krad werden im Übrigen immer gerne gesehen.

Gruß, Frank
 
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