schlagartiger Leistungsverlust

Hallo Joe,
hast Du was an der Vergaserbedüsung oder am Luftfilter geändert? Zuviel Luft durch falsche Ansaugschnorchel können zu solchen Effekten führen.
 
Hallo Joe,

Falsche Schnorchel scheint mir unwarscheinlich.
Für Warscheinlicher halte ich einen nicht Korekten Düsenstock.
ist da überhaupt die Hauptdüse drinn?
Wenn der Kolben etwas nach oben geschoben wird, sollte die Düse ca. einen mm in den Ansaugtrakt ragen.
Falsch zusammengebaut oder ein Teil Fehlt im System.
Auch ein falsch eingestelter Schwimmer kann das Verursachen.

Gruß klaus
 
Hallo rege Gemeinde!

Wow! Ich bin beeindruckt auf solch schnelle Rekation.

@Ingmar: für mich die schlechteste Lösung - na, dann werde ich das Thema bis mit Eurer Hilfe zur Lösung bringen

@Detlev & Klaus: Ich hatte nur Schwimmerkammer und Startervergaser offen und habe diese gereinigt. Bedüsung und Luftfilter sind unverändert zu vorher, als das Problem nicht auftrat.
Als das Problem zum ersten Mal auftrat habe ich auch an den Schwimmer gedacht und die Nase ein wenig heruntergebogen (weil ich eben glaubte, der Sprit würde knapp). Das hat das Problem um 10 km/h nach hinten verschoben (vorher zwischen 100 und 110 km/h, jetzt zwischen 110 und 120 km/h)

@all: Morgen darf ich wieder in die Garage und schaue mir die Düsenkonstellation an.

Gruß vonne Abbeit,

Joe
 
Hallo Detlev,

meinst Du:

"links mit rechts vertauschen" = 2 Varianten
mulipliziert mit
"um 180 Grad verdreht einbauen" = noch mal 2 Varianten

In diesen Varianten bin ich mir sicher, es richtig gemacht zu haben
(Sie startet auch in jedem Betriebszustand per Kickstarter, also glaube ich, dass die Startervergaser korrekt sind)

Gruß, Joe
 
Hallo,

ich habe noch einige Threads in verschiedenen Foren zu diesem Thema gelesen und werde morgen folgende Tests durchführen:

- Schwimmerstand messen, unmittelbar nachdem das Problem auftritt (Hahn zu, Motor aus, anhalten, messen)

- Bedüsung & Membrane überprüfen

- Benzinschläuche nur in großen Radien verlegen

- Vergaseranschlüsse an Lufikasten und an Motor prüfen (dicht? Material noch weich genug?)

Gibts noch mehr Ideen? Zündung schliesse ich vorerst aus, da ich da nicht dran war und da das Problem wirklich nur im 5ten Gang und nur bei 110 km/h auftritt - ansonsten ist alles perfekt.
Übrigens: Wenn ich jeden Gang bis zum roten Bereich durchziehe, gibt es auch kein Ruckeln! (Jedenfalls das eine Mal, als ich das getestet habe)
 
Hast Du die Düsennadeln rausgehabt? Mancher Motor reagier allergisch auf falsche Nadelstellung, meine G/S hab ich versehentlich auf einem Vergaser eine Kerbe zu tief eingestellt, sie quittierte es mit fast völliger Unfahrbarkeit, die Symptome ähnelten den von Dir beschriebenen.
 
Hallo Leute!

Oben wurde gesagt, dass eine Membran getauscht wurde.
Ich hab mal meine Vergaserdeckel strahlen lassen und beim Zusammenbau war noch ein Krümel zwischen dem Kolbenzapfen und der Aufnahme im Vergaserdeckel. Nach kompletter Montage (aber vorm Einbau) habe ich dann gemerkt, dass der Kolben im Vergaser an einer Stelle ein bisschen hakte.
Wenn der Kolben im Gaser nicht flüssig öffnet, würde bei zunehmender Last im Betrieb das Gemisch kurzzeitig überfetten. Solange bis der Unterdruck so groß ist, dass der Kolben den Widerstand überwindet.
Vielleicht ist das das Problem.

Grüße Christian.
 
Diese Erklärung passt sehr gut zu den von mir beobachteten Problemen:

es hakt bei einer bestimmten Gasschieber-Stellung, wenn der Gasschieber sich "langsam" auf diese Stellung hinbewegt (zB im 5ten Gang, bei mäßiger Gasgriff-Drehung); bewegt sich der Gasschieber aber rasch über diese Stellung hinweg (zB bei Vollgas oder beim Beschleunigen in anderen Gängen) bleibt der Kolben nicht hängen und der "schlagartige Leistungsverlust" tritt nicht auf.

Ich gehe JETZT in die Garage

LGJ
 
So, jetzt weiß ich mehr.

Züge und Chokefeder ausgehängt, Domdeckel abgeschraubt: picobello Membranen!

Membranen mitsamt Gasschieber-Kolben rausgezogen, da drunter sieht es schon schmuddeliger aus!

Alles schön sauber machen (und halten):
- Nadel sieht aus wie neu, alles symmetrisch und glänzend;
- Nadel hängt in der 2.ten Kerbe;
- Nadeldüse ragt 5 mm in die Mischkammer

Den Kolben probehalber wieder in seinen Zylinder in die Mischkammer einsetzen und den Leichtlauf prüfen:

Naja! Ziemlich viel Spiel! Ich würde sagen 1 mm nach links/rechts und 2 mm wenn ich den Gasschieber-Kolben in Fahrtrichtung im Zylinder senkrecht zu seiner "Schieberichtung" bewege. Dabei im rechten Vergaser noch mehr Spiel in Fahrtrichtung als im linken Vergaser.
Betrachte ich den Kolben genauer, finde ich Querriefen auf der Kolbenfläche.
(in der angehängten Bilddatei als rote Halbringe eingemalt).

Diese Riefen können aber eigentlich nur haken, wenn der Kolben ganz schliesst. Ist der Kolben schon leicht geöffnet, sind diese Riefen schon "im Freien", also ausserhalb der Zylinderführung in der Mischkammer.

Bei Rein-Raus-Spiel kann ich dann doch ein Haken feststellen, wenn ich den Kolben in seinem Zylinder kippe und zugleich an ihm ziehe. Mache ich dies, während der Kolben schon fast ganz öffnet, hakt es (passt das zum 5ten Gang bei 110 km/h? (VMax = 135, nur 27 Pferde leider)

Die Betrachtung der Zylinderwand (mit Lesebrille!) und der Kolbenfläche ergeben aber keine Anhaltspunkte, wo es hakt.

Also meine Fragen an die Vergaserpäbste :oberl: hier im Forum:

Wieviel Kippspiel darf der Gasschieber-Kolben haben?

Würden die Riefen euch Sorgen machen?

Haltet ihr folgendes Szenario für plausibel:

  • Der Gasschieber-Kolben verklemmt sich im Fahrbetrieb durch zuviel Kippspiel in seinem Lauf.
  • Der Zylinder auf der anderen Motorseite, dessen Vergaser korrekt arbeitet, beschleunigt weiter
  • Der Unterdruck im defekten Vergaser steigt also an, der Lufttrichter aber kann sich infolge des verklemmten Schiebers nicht weiter öffnen.
  • Das Gemisch im defekten Vergaser überfettet bis zur Zündunwilligkeit und "schlagartiger Leistungsverlust" tritt ein.
  • Durch Vibration löst sich die Verklemmung und der Gasschieber öffnet wieder.
  • Ist die kritische Stelle überwunden, funktioniert wieder alles tadellos...

Und wie kann ich meine Bedüsung feststellen? Auf den Teilen steht ja nix drauf... Hab ich nun eine 2,68er nadel drin oder ne 2,66er?

Achso, fast hätt ichs vergessen: Bisschen an den Riefen geglättet, alles wieder zusammengebaut, springt auf den 5ten Kick an und läuft wunderbar, dank neuer Vergaserfedern seidenweicher Übergang beim Wechsel von Leerlauf zu Teillast, bei 110 km/h dann wieder "Leistungsverlust" - ich meine, nicht mehr ganz so schlagartig wie früher...

Tja... Man soll eh nicht so schnell fahren...
 

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  • Verschlissener Gasschieber-Kolben (Vergaser BING 64-26-319).jpg
    Verschlissener Gasschieber-Kolben (Vergaser BING 64-26-319).jpg
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ok, war vielleicht ein wenig zu elaboriert, dazu noch unter Unkenntnis der Lage.

hier:
http://forum.2-ventiler.de/vbboard/showthread.php?30035-Wieviel-Spiel-darf-der-Gasschieber-Kolben-im-Vergaser-haben

erklärt mir der Vergaserfuzzi, daß das Kippspiel des Kolbens in seiner Bohrung im Vergasergehäuse keine Rolle spielt, da der Gasschieber-Kolben mit weniger Spiel durch den Zapfen im Domdeckel geführt wird.

Er empfiehlt mir weiter, Schwimmerstand und Zündung zu prüfen - das werde ich nun tun (hatte ich ja eh schon vor)

LGJ
 
Vielleicht ist auch die Membran etwas verdreht. Ist mir auch schon passiert, dass der angeformte Gumminupsi an der Membran nicht richtig mittig im Loch des Vergaserdomes saß. Danach hab ich mich gewundert warum der Kolben schief im Gaser war. Ob das allerdings für Verklemmungen sorgt weiss ich nicht.

Grüße Christian.
 
Hallo,
vielleicht ist es ja wie bei mir was ganz Profanes.Sie wollte nicht über 5000 drehen.Als ich mich an die Vergaserzerlegung machen wollte, habe ich beim aushängen des Gaszuges bemerkt das dieser sich so ausgefranst hatte das der linke Vergaser gar kein Vollgas geben konnte.Und zwar schön innerhalb der Hülle.
Gruss Lawi
 
Hallo Leute!

Danke erstmal für Euer Interesse und Eure Tipps!
@Quintus: Auf den richtigen Sitz der Membranen habe ich beim Wiedereinbau penibel geachtet.
@Lawi: Gaszüge sind neu.
@chrisu: Hab die Dinger auf meine Beobachtungsliste gesetzt :)

Ich stell mal einen kurzen Zwischenbericht ein:

Heute morgen nach 15 km Warmfahren auf die Bahn und siehe da, der Leistungsverlust hat sich verschoben: Er tritt erst ab 120 km/h (im 5ten Gang) auf (gelegentlich fängt es an zu ruckeln) - und das Phänomen begleitet mich bis VMax = 135 km/h....

Also bei 120 km/h den Benzinhahn zu, auf den Standstreifen und Schwimmerkammerstand messen: Beide Seiten gleich, etwa halbvoll - angesichts des Bremswegs vermutlich ok.... Expertenmeinung?

Was hat sich verändert? Gestern habe ich nochmal nachsynchronisiert (nach Gehör), weil mir der Übergang vom Leerlauf in den Teillastbereich zu holperig war. Vmax ist unverändert 135 aufrecht, 145 liegend, keine großen Vibration bei 80-100 - also eigentlich doch alles gut?

Ich verstehs nich... Gleich schau ich noch mal aufs Kerzenbild (war zuletzt braun mit etwas Ölkohle auf dem Gewinderand) , dann werde ich den Benzinhahn reinigen und die Zündung abblitzen (habe mir eine Zündlichtpistole geliehen), mal sehen, ob mich das weiterbringt.

Drückt mir die Daumen!

Grüße aus dem tiefen Westen,

Joe
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein letztes Hallo,

wer in diesem Thread noch nach einer Lösung sucht, lese bitte nicht weiter, sondern beginne den Thread von vorn durchzuarbeiten.

Ich jedenfalls bin jetzt einmal rum (4 Wochen und 1000km später):

  • Zündung geblitzt:
    • im Leerlauf (850upm) kommt der Lichtblitz auf einen Punkt zwischen "OT" und "S" zu liegen, etwa 3/4 auf der Wegstrecke von "OT" nach "S"
    • nach Fliehkraftverstellung (3500upm) zittert der Lichtblitz um die Markierung "Z" = "F" herum (etwa 1-3mm Abstand zwischen den Ausschlägen)
  • Benzindurchflußmenge geprüft: ok, Benzinhahn gereinigt
  • Vergaser gereinigt / geprüft / eingestellt:
    • Schwimmerstand direkt nach "schlagartigem Leistungsverlust" gemessen: normal
    • Schwimmerkammer gereinigt
    • Funktion der Schwimmernadel geprüft & eingestellt: "steht der Schwimmer parallel zur Gehäusekante des Vergasers, öffnet das Schwimmerventil"
    • Startervergaser durchgepustet
    • Startervergaserbetätigung zerlegt, gereinigt, gefettet, richtig eingebaut
    • Membran geprüft, gereinigt, richtig eingebaut, Dom gereinigt
    • Vergaserfedern durch neue, mit mehr Wicklungen, ersetzt
    • Vergaser senkrecht eingebaut, Bremsenreinigertest: ok
  • Gaszug neu, synchronisiert
  • Luftfilter neu, doppeltes Luftchen montiert
  • Kerzen neu, Elektrodenabstand um 0,05mm auf 0,7 verkürzt
  • Kompression gemessen - beide Seiten gleich
letzte Probefahrt = nur leicht verbessertes Problemverhalten:
Jenseits der 110 = 60% Leistung kommt es im 5ten Gang beim Gasgeben zu kurzfristigen Hemmungen. Wird dann weiter Gas gefordert, so kommt das Phänomen wieder zum Erliegen und die Maschine beschleunigt bis zu 100% Leistung (dauerhaft). Auf dem Weg dahin kann das Phänomen erneut auftreten. Selten tritt das Problem im Vierten Gang auf (bei tendenziell etwas weniger Geschwindigkeit). Dann äußert es sich als ein kurzes, ein- bis zweimaliges Ruckeln, welches kaum stört.

Ich beginne jetzt wieder vorne und konzentriere mich dabei mehr auf die Zündung.

Hat jemand eine Empfehlung an die Reihenfolge der Untersuchung?

Herzliche Grüße von Joe
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Joe,
da hast Du ja ein hartnäckiges Problem.
Kannst Du Dir nicht eine Hallgeberdose zum Testen ausleihen?
Nich dass die Fliehkraftverstellung in Resonanz mit irgendwelchen Schwingungen vom Motor kommt. Das aber nur im fünften, da dort die Beschleunigung im kritischen Drehzahlbereich am längsten dauert.
 
Hallo Bernhard,

Sind die Hallgeberdosen von einer R65LS (Typ 248, 1982, 50PS) und meiner R65GS (Typ247e, 1991, 27PS) austauschbar?

Danke für den neuen Tipp!

LGJ
 
Da ich das gleiche Problem hatte, mit einem Max. Verbrauch von über 9 Lieter benzin,
habe ich die Schwimmernadeln getauscht.
Den/die Schwimmer neu eingestellt.
Dazu habe ich die Kammer unten aufgemacht, und den Schwimmer so eingestellt, das, wen er Waagerecht steht, kein Saft mehr nachläuft.
Das Problem mit dem Leistungsverlust,(ausfall eines Zylinders) ist seit dem Geschichte.
Es giebt einige kleine Fehler, die im gesammten ein großes ergeben.
Schiet Versager...

Gruß klaus
 
Asche auf mein Haupt:

Hast Du die Startvergaser richtig herum an den richtigen Platz gebaut?
Es gibt da insgesamt 4 Variationen, aber eine davon ist nur richtig.


Hallo Detlev,

meinst Du:

"links mit rechts vertauschen" = 2 Varianten
multipliziert mit
"um 180 Grad verdreht einbauen" = noch mal 2 Varianten

In diesen Varianten bin ich mir sicher, es richtig gemacht zu haben
(Sie startet auch in jedem Betriebszustand per Kickstarter, also glaube ich, dass die Startervergaser korrekt sind)

Gruß, Joe

Im Rahmen der zweiten Runde durch alle Komponenten (Jetzt kenne ich mein Motorrad schon viel besser) habe ich feststellen müssen, dass ich den rechten Startervergaser um 180° verdreht eingebaut habe...

Alle Threads in allen Foren habe ich mir durchgelesen, an bestimmt hundert Stellen haben Detlev, Hubi und die anderen darauf hingewiesen: "Der Körnerpunkt in der Welle des Startervergasers muss nach hinten zeigen"

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, wie wahr, wie wahr

Richtigrum eingebaut, Probefahrt: Kein Ruckeln mehr, kein "schlagartiger Leistungsverlust"

Danke Detlev, Dank allen anderen, habt Geduld mit mir...

Demütig: Joe
 
ob man das dem anderen Ex-Kollegen mitteilen sollte?

...er hatte die Probleme auch erst nach einer Gaser-Instandsetzung bekommen?

Aber macht nix, sobald ich meine Gaser auseinander hab, wird es wahre Probleme nur noch so regnen.

Gruß Peter,
gut daß an den Gasern wenig Kunststoffbauteile verbaut sind sonst könnte eine Reparatur in einem kompletten Desaster enden ... wie der Lämpchentausch an meinem Tacho ;(
 
AW: Wiederaufnahme: schlagartiger Leistungsverlust

Hallo Peter,

viel Glück mit Deinen Gasern - wenn Du Zweifel beim Wiedereinbau der Startervergaser hast, wende Dich vertrauensvoll an mich ;;-).

Dein Vorschlag, den ursprünglichen Thread-Eröffner zu informieren, macht wohl keinen Sinn mehr:

Hallo,



ich traue mich gar nicht es zu schreiben.

Er hat die Q verkauft, weil er keinen Bock mehr hatte sich damit zu beschäftigen :schock:;(

Grüße
Ingmar

Beste Grüße,

Joe
 
Die Beiträge sind zwar etwas älter aber meine Frage passt dazu wenn nicht sogar bereits hier beantwortet.

Schreck lass nach. Ich hatte am Donnerstag ähnlich Symptome bei R 100 GS. Gerade wollte ich zum überholen eines LKW ansetzen und auf einmal war die Leistung weg und sie lief maximal 70kmh. Glücklicherweise hate ich es nicht mehr weit nach Hause. So bin ich die letzten 20km bis in die Garage getuckert. Konnte gestern nicht mehr nachsehen; esw ar schon stockdunkel und hat geregnet. Heute hatte ich den Fehler schnell gefunden. Im Griff hatte sich nur der eine Zug des rechten Vergasers aus der Verankerung gelöst.
Jetzt wurde der rechte Zylinder ja mitgeschleppt.

?(Muss ich jetzt mit Folgen rechnen??(
 
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