Spiel in Gaszügen und Synchronlauf

DieterSpeckmann

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07. Sep. 2010
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Aachen und Eifel
Hallo zusammen,
ich habe die Vergaser meiner R80GS zerlegt, gereinigt und mit neuen Dichtungen und Membranen bestückt.
Dabei habe ich mich an das Handbuch aus der DB gehalten. Drosselklappen waren auch raus und wurden wieder vernünftig eingesetzt.

Jetzt habe ich die Vergaser eingebaut und mit Uhren synchronisiert. Der Motor läuft auch gut, ich habe jedoch festgestellt, dass das Spiel der Gaszüge unterschiedlich ist. Sprich eine Klappe öffnet wohl etwas früher als die andere.

Woran könnte das liegen?

Grüße,
Ben
 
Beuge dich über das Motorrad und lege die linke Hand bei außem Motor an den Drosselklappenhebel des linken Vergasers. Die rechte Hand an den Gasdrehgriff. Jetzt richte Deine Augen auf die Schraube des rechten Vergasers von oben und drehe ganz leicht am Gasgriff. Da kannst Du optisch kontrollieren ob beide Drosselklappen gleichzeitig öffnen. Das solten sie tun damit die Drosselklappen zu 80% synchron öffnen. Das wäre eine grobe Grundeinstellung.

Die Uhren können auch täuschen, wenn die Leerlaufgemischregulierschrauben verstellt sind.
 
... Der Motor läuft auch gut, ich habe jedoch festgestellt, dass das Spiel der Gaszüge unterschiedlich ist. Sprich eine Klappe öffnet wohl etwas früher als die andere.

Woran könnte das liegen? ...
An einer nicht korrekten Einstellung der Gaszüge!

Das ist doch der zweite Arbeitsschritt bei einer Synchronisierung.
 
Synchronisieren erzeugt eine gleiche Einstellung des Gaszugspiels.
Vom Standgas bis Vollgas.

Und ja, es geht auch ohne Uhren.
 
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So ich habe den heiligen Feiertag genutzt um nochmal einzustellen. Sich nur auf die Uhren zu verlassen ist nicht das Wahre.

Ich habe jetzt nach Gehör eingestellt und getastet, wie die Drosselklappen öffnen. Probefahrt zufriedenstellend.

Vielen Dank in die Runde!

P.S. Gaszüge haben jetzt auch gleiches Spiel
 
Hallo zusammen,
...
Jetzt habe ich die Vergaser eingebaut und mit Uhren synchronisiert. Der Motor läuft auch gut, ich habe jedoch festgestellt, dass das Spiel der Gaszüge unterschiedlich ist. Sprich eine Klappe öffnet wohl etwas früher als die andere....

Grüße,
Ben
Ben das ist ein Widerspruch.
Synchronisieren ist nichts anderes als den Gleichlauf der Drosselklappen einstellen. Und dann sollte das Spiel der Gasszüge gleich sein. Einzige Erlkärung wäre, die Außenmäntel der Gasszüge wäre unterschiedlich, die Seelen aber gleich lang. Was aber unwahrscheinlich ist.

Hast Du zwei Gaszüge bis zum Gasgriff, oder einen Gaszugverteiler ? Wenn letzteres, kann im Gaszugverteiler sich ein Zug verklemmt haben, was dann zu ungleichen Lângen führt.

Schöne Ostern
Claus
 
Nah, so einfach ist das auch wieder nicht. Mit die Vakuumuhren wird das Vakuum hinter die Drosselklappen gemessen, nicht die Position der Gaszügen. Wenn das Vakuum irgendwie gestört wird (Kleine Luftleckage links oder rechts, etwas anderes Volumen in die Zylinderköpfe, etwas mehr Sprit und damit etwas mehr Leistung auf eine Seite oder was man noch mehr bedenken kan) ist die Vakuummessung anders als die Gaszügen andeuten würden.
 
Doch, so einfach ist das. Ich schrieb von Synchronisieren, ich von Vacuumuhren. 😉

Wer misst, misst Mist. Einfach einstellen. 😉
 
Ich vermute ich habe beim ersten Mal synchronisieren nicht sauber gearbeitet. Der wichtige Punkt ist ja der, an dem die Drosselklappen gerade öffnen.
Es scheint jetzt auf jeden Fall zu funktionieren.
 
Das Ziel sollte eigentlich sein das beide Seiten gleiche Arbeit leisten. Die Drosselklappen sind da nur 1 Faktor. Deswegen ist auch das Synchronisieren auf Gehör noch ein bischen besser, für dem der es kan.
 
Zu den Synchronuhren: Beide einfach über einen Y-Adapter verbinden und dann per Mund oder Unterdruckpumpe ansaugen. Die Uhren sollten den gleichen Wert anzeigen. Wenn nicht -> Mülltonne, (Nachtrag) sofern sie ohne Einstellschrauben für den Nullabgleich ausgestattet sind.

Hans
 
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Gerne mal aufzeigen, Danke ...
Hallo Hans,

was verstehst Du unter aufzeigen? Möchtest Du Fotos sehen?

Die Boehm-Uhren haben in der Frontabdeckung einen Kunststoffstopfen, den man entfernen kann. Man erreicht dann eine Justierschraube (Torx) mit der die Uhren auf gleiche Anzeige justiert werden können. Neben der Justierschraube ist ein "+" und "-" aufgedruckt.
 
Hallo Hans,

was verstehst Du unter aufzeigen? Möchtest Du Fotos sehen?

Die Boehm-Uhren haben in der Frontabdeckung einen Kunststoffstopfen, den man entfernen kann. Man erreicht dann eine Justierschraube (Torx) mit der die Uhren auf gleiche Anzeige justiert werden können. Neben der Justierschraube ist ein "+" und "-" aufgedruckt.

Hallo Wolfrom,
also: Meine Böhm-Uhren (von 1983) haben das nicht, in der BA steht auch, dass bei Problemen die Teile einzusenden sind.

Habe meinen Text oben mal angepasst.

Hans
 
Ihr merkt schon, wie off- topic Ihr seid ? 😉

Der Fredstarter berichtet von unterschiedlichem Spiel in den Gaszügen, bei synchronisierten Drosselklappen.
Ne Diskussion über Genauigketen von Unterdruckuhren ist dabei vollig fehl am Platze. 🤗

Sofern die Vergaser technisch in Ordnung sind, machen beim Synchronisieren immer die Züge und deren Aufhängungen im Gasgriff oder Seilzugverteiler Ärger.

Ist der Motor halbwegs warm, mit ganz viel Spiel in den Gaszügen den Motor mit den Leerlaufschrauben (Drosselklappenanschlägen) zm synchronen Leerlauf bringen. Dann eine Seite auf ca. 0,5 mm Spiel einstellen und kontern. Dann die andere Seite aufs gleiche Spiel (Augenmaß) einstellen. Dann leicht ans Gasgehen und die Feineinstellung vornehmen. Wer dazu ein Instrument braucht, um den Unterdruck zu messen, gerne. Geht beim 2V auch sehr gut ohne.

Wer dann ein sehr unterschiedliches Spiel im mm-Bereich an den Gaszügen braucht, der hat ein Problem, mit nicht sauber eingehängten Gaszügen, wie wohl beim Fredstarter. Ich habe aus diesem Grunde immer zwei Gaszüge vom Gasgriff bis zu den Vergasern verlegt. Fehlermöglichkeitenreduktion durch weglassen des Gaszuverteilers.

Vergammelte und schwergangige Gaszüge gehören natürlich ausgetauscht.

Grüße und schöne Ostern
Claus
 
Bin bei Claus, was das Einstellen angeht.
Alle Nippel und deren Aufnahmen am Gaserhebel müssen ebenfalls leichtgängig sein.
Zum synchronisieren kann man bei laufendem Motor auch den Gasgriff ganz leicht auf Zug bringen, so dass keine oder eine minimale Drehzahlerhöhung stattfindet und abwechselnd ganz leicht gegen die Hülle der beiden Gaszüge schnippen.
Der Gaser, der beim Schnippen keine Drehzahlerhöhung bringt, wird leicht strammer nachgestellt.
Wiederholen, bis beide Seiten gleich reagieren.

Bei meinen Böhm-Uhren kann man nur die Zeigerdämpfung einstellen.
 
Hallo,

die Vergaser stelle ich immer nach dem Unterdruck ein. Messe allerdings nur den Differenzdruck. Eine Ungleichheit beim Aufziehen der Vergaser kann mit am Zug liegen. Normalerweise sind die Züge ungleich lang, der rechte Zug ist 5 cm kürzer. Bei gleichlangen Zügen liegt der Rechte Zug mehr in einer Krümmung. Diese kann einen ungleichen Unterdruck hinter dem Vergaser bewirken.

Gruß
Walter
 
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