Ventilabriss ...

Hallo,

bei Kolbenschmitt kommt dieses Schadensbild nicht vor.
http://www.stratopresse77.de/dominik/kos_2006_50003973-01_de_web(Kolbenschaeden).pdf

Gruß
Walter

Hallo,

im Prinzip doch, Seite 47, "Kolbenbruch in der Kolbenbolzennabe".
Mögliche Ursache neben anderen:

"Verwendung falscher oder gewichtserleichterter Kolbenbolzen.
Durch Ovalitätsverformung des Bolzens wird die Bolzenlagerung überbeansprucht."

Eine interessante Datei hast Du da ausgegraben.

Gruß Ulli
 
Moin,

@mfro
Du hast recht, die Lamellenstruktur kommt auf dem Foto quasi nicht mehr rüber - ist aber vorhanden.
Auch die 'Gräben' der Sicherungsklipse sind zu mindest teilweise ein fotografischer Artefakt - in natura
haben sie sich durch die Beschichtung gearbeitet ohne tiefere Narben. Hinzu kommt, daß ich nach dem
'Mahlgang' eher davon ausgehe, daß das Folge und nicht Ursache ist.
(Ich versuche mal da noch bessere Bilder hinzubekommen.

Das Pleuel ist selbst jetzt noch definitv gerade (sowohl nach Haarlineal als auch per Vermessung auf der
Fräse => auf 2 Prismenauflagen (wegen der seitlichen Einschläge) auf dem Kreuztisch fixiert und mit
Meßuhr resp. Puppitast in der Pinole abgefahren).
Die Bolzenbuchse sitzt winklig, das Tragbild ist ok. und das Bolzenspiel auch nach dem Crash noch im Normbereich.

Von daher dürfte das ebensowenig die Ursache sein wie ein schadhafter Kolbenbolzen - auch der ist gerade, rund,
maßhaltig und ohne Einlaufspuren. Das Gleiche gilt für die Pleuellagerschalen und Hubzapfen. Die einzige Auffälligkeit
hier sind die Druckstellen in der unteren Pleuelschale nach entfernen der Lagerschale => siehe Bild.
(Offenbar war ich schneller als der Ölkreislauf und die Späne hatten noch keine Zeit Schaden anzurichten. Die KW ist
jedenfalls entgegen meiner ersten Befürchtungen intakt und weiter zu verwenden. Allerdings nicht mehr in dem Gehäuse -
das ist definitiv Schrott.)

Grüße Jörg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das alles so ist, dann dürfte es sich wohl um einen Materialfehler des Kolbens handeln.

Schließlich ist der ja - anscheinend ohne zu klemmen - einfach so in der Mitte auseinandergefallen.

Kolben zerlegen sich so gern aufgrund ihrer eigenen Massenkraft, wenn der Druck von oben fehlt, also insbesondere beim Gas wegnehmen aus hohen Drehzahlen.

Was ist denn am Gehäuse kaputt? Das war für mich auf den Bildern noch nicht erkennbar.

Die Spuren in der Lagerschale würde ich als Resultat des führungslosen Pleuels betrachten, das den Kolben wieder nach oben geklopft hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

...

Was ist denn am Gehäuse kaputt? Das war für mich auf den Bildern noch nicht erkennbar.

...

Späne überall und massive Einschlag'krater' an beiden Gehäusebohrungen für die Zylinderfüße.

O.k. das erste ist mit entsprechendem Aufwand zu beseitigen und das zweite ist eigentlich
(zumindest wenn da wieder 'nen BBK drauf käme) ein rein optisches Problem aber so lange ich noch
Auswahl habe, kommt an das Gehäuse erst mal das 'do not use' Klebchen.

Grüße Jörg.
 
Hallo Jörg,

Herzliches Beileid zum "gestorbenen" Motor!

Von wann war denn der BBK in etwa?

Der kurze und dünne Kolbenbolzen (wegen der niedrigen Kolbenbauform) ist ja im Vergleich mit dem Serienteil schon etwas mickrig.

Ich hab in der GS einen frühen BBK aus 2008 seit ca. 25 TKM ohne Probleme drin. Man hört auch sehr wenig von Schäden beim BBK.

Allerdings wurde immer wieder im Detail modifiziert. Ich hab noch zwei BBK hier, bei denen sind die Kolbenbolzen im Detail etwas anders. Bei dem Jüngsten aus Ende 2011 ist auch die Passung im Kolben anders. Dort muss der Koben erwärmt werden, um den Bolzen einzusetzen. Die früheren hatten einen schwimmenden Kolbenbolzen der kalt eigesetzt wird. Ich dachte aber, dass damit das "Wandern" des Bolzens gegen die Sicherungsringe vermindert werden sollte.

Ob der Kolbenbolzen was mit dem Schaden zu tun hat?

Grüße
Marcus

Moin Marcus,

Fotos für die DB ?
 
Hallo Kalle,

hier hatte ich schonmal Bilder gepostet. Können gerne für foreninterne Zwecke verwendet werden.

Grüße
Marcus
 
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