steelcow

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Moin zusammen, ich trage mich mit dem Gedanken, eine R100 GS PD zu kaufen. In erster Linie soll das Mopped als Reisemaschine dienen. Zuerst sollte es eine "normale" GS werden, aber die PD mit dem fetten Tank samt Handschuhfach hat auch was. Die Angebote sind vielfältig, und mit den Paralever-Modellen kenne ich mich nicht wirklich gut aus.

Derzeit schwanke ich zwischen einer GS-PD von 1993 und einer für mich schicken, überholten und leicht verbesserten BMW R100 GS PD Classic. Die schwarze Classic hat diverse Überholungen erfahren, u. A. Motorrevision vor 15 tkm, und Neuteile und neuen Lack, aber auch 150.000 km runter. Die 93er hat unter 50.000 auf der Uhr, einige nette Zubehörteile bei oder verbaut, kommt aber im (für mich) unsäglichen 90er-Jahre-Lackdesign daher. Die Preise für beide sind mit rund 5000€ vergleichbar.

Gibt es bei den verschiedenen Baujahren spezielle Macken, auf die man achten muss? Der Kopf sagt, nimm die 93er, die kann ma ja lackieren. Der Bauch will unbedingt die Classic...

Gruß, Kai
 
Die Farbe ist Geschmacksache.
Egal, ob älter oder neuer.
Egal, ob viele oder wenige Km.
Das übliche prüfen und Geld und Arbeit für Überraschungen einplanen.
Ohne eigenschrauben kanns teuer werden.
 
Mein Tip: wenn du bereit bist 5k€ dafür auszugeben, warte ab bis dir dein Traummotorrad über den Weg läuft. Das kann nicht allzulange dauern.
Gruß Raul
 
. . . die einzig "Echte" ist die Weiß - Rot - Schwarze . . . :applaus:

Ein vollkommen überflüssig Beitrag, der die Frage von Kai in keiner Weise beantwortet!

Kilometerstände können blenden. Ich weiß, wovon ich spreche!

Deshalb würde ich die Historie genauestens unter die Lupe nehmen (Werkstattrechnungen, v.a. HU - Berichte). Sofern möglich, die VIN abgleichen.

Bei den angegebenen Kilometerständen würde ich Rauls Empfehlung folgen, es sei denn, die o.g. Historie wird durch Rechnungen belegt.

Viel Erfolg!
 
Hallo Kai,
am besten schaust Du dir beide Kisten an und nimmst jemanden mit, der sich mit GS auskennt. Alles andere ist ein Blick in die Glaskugel.
Die Mühlen sind mittlerweile > 30 Jahre alt und da kann zwischen gar nichts und so ziemlich alles defekt bzw. mehr oder minder in MItleidenschaft gezogen sein.
Bsp. gefällig ? Mein GS Gespann hat mittlerweile 140 TKm runter und das Getriebe läuft absolut sahnig. Die drei 2Ventiler danach hatten zwischen 20 und 60 TKm runter und bei allen musste das Getriebe revidiert werden.
Und der Markt ist derzeit so tot wie nie, also hast Du alle Trümpfe für eine realistische Preisverhandlung in der Hand !
Gruß Andreas
 
Ich würde inzwischen eigentlich jederzeit für ein Fahrmotorrad, bei dem weniger Restaurationsarbeiten geplant sind, eine gut im Betrieb befindliche wählen, bei der diverse Kinderkrankheiten schon behoben wurden...Mein Plädoyer ist also klar für die Classic.

Grüße, Hendrik
 
Nach dem Facelift zum Baujahr 91 ist eigentlich nicht mehr viel passiert .

Außer , dass dem Hörensagen nach die Werkzeuge immer mehr Verschleiß aufwiesen und beispielsweise die Getriebe schlechter wurden .
 
Man wundert sich, wie wenig manche Leute fahren, deshalb wäre ich bei 50tkm Laufleistung nicht ganz so misstrauisch. 150tkm ist auch (oder gerade?) für eine BMW ne Menge und das G'lump wrd von exzessiver Nutzung nicht besser. Frage ist, was überholt wurde, Getriebe auch, noch die erste Kardanwelle drin? Aber aus der Entfernung kann man sich da endlos dran abarbeiten. Wenn die 50tkm halbwegs plausibel erscheinen würde ICH die nehmen.
Gruss, Jan
 
Moin Kai.
Egal für welche Du Dich entscheiden solltest - Du wirst bei beiden was tun müssen.
Bedenke bitte, daß Du einen Young- bis Oldtimer kaufst.

Bei der 93er PD mit nur 50 tkm hättest Du einige Vorteile:
Alles was zu tun ist, wird durch Dich gemacht oder beauftragt - Du weißt also was drin ist und wie es gemacht wurde.
Das Getriebe, die Kardanwelle und die Vergaser können noch zig km halten, ohne viel Aufwand.
Überholungen nach Daumen: Kardan 70-120 tkm, Köpfe 50-80 tkm, Vergaser ND + DN immer tauschen, ansonsten 100 tkm, Getriebe 100-150 tkm...
Den Lack in einer für Dich erträglichen Farbe zu gestalten wird Dich allerdings einiges an Geld kosten.
So "Kleinigkeiten" wie Radlager, Lenkkopflager und Trommelbremsbeläge/Scheibe würde ich auch prüfen.

Von der 150 tkm Classic würde ich die Finger lassen.
"Überholungen" stehe ich skeptisch gegenüber, weil es kaum Leute gibt, die das beherrschen, ohne vieles zu verschlimmbessern.

Ansonsten stehen in den Kleinanzeigen oder mobile so viele Angebote, dass Du da entspannt bleiben kannst.
Über den Daumen gepeilt geht heute keine GS mehr für über 4.000 € aus dem Haus.
Wenn Du eine findest mit belegbarer Historie, unter 80 tkm und in Deiner Wunschfarbe mit sinnvollem Zubehör (Bremse, SR-Satz o.ä.) dann kann man auch 5000 hinlegen.

Nur meine - selbstredend völlig unmaßgebliche - Ansicht zu dem Thema.
 
Moin Kai.
...

Ansonsten stehen in den Kleinanzeigen oder mobile so viele Angebote, dass Du da entspannt bleiben kannst.
Über den Daumen gepeilt geht heute keine GS mehr für über 4.000 € aus dem Haus.
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Nur meine - selbstredend völlig unmaßgebliche - Ansicht zu dem Thema.
Moin, für 4000€ gibt es auch aktuell so gut wie keine Angebote. Einige haben aber auch utopische Preisvorstellungen, das ist klar. 5 k€ wären für mich für ein gut funktionierendes Mopped durchaus in Ordnung.
 
Moin, für 4000€ gibt es auch aktuell so gut wie keine Angebote.
Sorry, da hab ich mich mißverständlich ausgedrückt:
Die 4.000 betrafen die verkauften (!) Motorräder, über die ich von Freunden und Gewerbetreibenden gehört habe.
Angeboten wird leider immer noch nach Wunschvorstellung, das zeigen auch die Standzeiten der Anzeigen.
 
Die Farbe ist Geschmacksache.
Egal, ob älter oder neuer.
Egal, ob viele oder wenige Km.
Das übliche prüfen und Geld und Arbeit für Überraschungen einplanen.
Ohne eigenschrauben kanns teuer werden.
Moin, mir ging es in erster Linie um eventuelle bekannte Macken an den GSen der verschiedenen Baujahre.

Wir haben ein paar Moppeds hier stehen, bei denen die Laufleistung von rund 20 tkm (96er R100R Classic) über 70 tkm (93er HD E-Glide Sport) bis 650 tkm (77er 100RS) reichen, dazwischen gibt es noch ein paar andere BMW + Guzzi. Die olle RS braucht ein paar Neuteile und ist bei mir 330 tkm gelaufen. Dass ein älteres Mopped ggf. mehr Zuwendung braucht, ist klar.

80G/S und 80GS Wasserrohr hatten wir auch schon, aber beide wurden aus unterschiedlichen Gründen verkauft - was mich heute speziell bei der 80G/S ärgert. Ich hätte lieber Geld in die Hand nehmen sollen, um die alte Dame zu renovieren...
 
Moin, mir ging es in erster Linie um eventuelle bekannte Macken an den GSen der verschiedenen Baujahre.
Bei den GS der 2. Serie gibt es keine nennenswerten Unterschiede. BMW Federbein hinten ist immer eine Schwachstelle, Kardanwelle vorwiegend bei harter Fahrweise und schlechter Wartung. Die Gabel funktioniert auch nicht richtig solange sich niemand gescheit drum gekümmert hat. Auf SLS würde ich möglichst verzichten. Die PD sind unnötig schwer und sperrig.
 
Guten Morgen,
welche Farbe hat denn die 93er? Dieses weiß-türkis, oder weiß-lila?
Ehrlich gesagt, würde ich nicht umlackieren, das ist sehr teuer und wenn es nicht perfekt und in einem anderen original Farbton lackiert
ist, eigentlich eine Wertminderung. Dann würde ich lieber eine in der passenden Farbe nehmen.

Aber ob es dann eine mit 150.000km sein muss? Ich glaube auch, dass Du für etwas über 5.000€ mit ein bisschen warten und Glück eine PD in Deiner Wunschfarbe und in gutem Zustand bekommst.

Zum Gewicht:
Ich fahre eine 89er Paris Dakar. Ich mache den 35l Tank immer nur halb voll, weil ich die Reichweite meistens nicht brauche. Dadurch, dass der
Tank aus Kunststoff ist, sollte sich so kein Mehrgewicht ergeben. Ansonsten ist im Gegensatz zur normalen Wasserrohr-GS noch ein Unterfahrschutz und Spritzschutz vor den Zylindern dran. Ich glaube nicht, dass die Paris Dakar nennenswert schwerer als eine normale Wasserohr-GS ist.

Gruß Tobias
 
Thema Farbe: Ich bin da auch ziemlich pingelig- schwarz sein das Moped muss :D- und habe keine Lust so übertrieben viel Geld zum Lackierer zu tragen wie da in der Regel verlangt wird. Bei den paar Lackteilen die ein Motorrad hat ist eine Lackierung imho kein großer Aufwand. Es gibt Lacksysteme mit Farb- und Klarlack (benzinfest) in vernünftigen (!) Sprühdosen für um die 50 €. Mit höchstens zwei so Sets und etwas handwerklichem Geschick ist eine Lackierung kein Hexenwerk!
Gruß, Jan