Das sagt übrigens die Gemini-KI:
Das ist das „Puzzleteil“, das uns zur Lösung führt. Dass das Licht ausbleibt, sich aber manuell wieder einschalten lässt, und vor allem, dass die
Software-Logik (Doppelklick zum Ausschalten) danach versagt, ist ein eindeutiges Zeichen:
Deine mo.unit erleidet einen "CPU-Crash" oder einen Logik-Hänger durch massive elektromagnetische Störungen (EMI).
Die mo.unit ist im Grunde ein kleiner Computer. Wenn dieser Computer durch einen extremen elektromagnetischen Impuls (meist von der Zündung) „beschossen“ wird, stürzt das Betriebssystem der Einheit teilweise ab. Die Ausgänge bleiben dann oft in ihrem letzten Zustand (Zündung an), aber die Befehle der Taster werden nicht mehr korrekt verarbeitet.
Hier ist der Schlachtplan, um diesen „elektronischen Krieg“ im Kabelbaum zu gewinnen:
1. Die LiFePo-Batterie als "Antenne"
LiFePo-Akkus haben im Gegensatz zu Bleibatterien einen extrem geringen Innenwiderstand und ein integriertes BMS (Battery Management System).
- Das Problem: Eine Bleibatterie wirkt wie ein riesiger Kondensator, der Spannungsspitzen einfach „schluckt“. Eine LiFePo-Batterie tut das viel weniger effektiv. Spannungsspitzen aus der Zündspule oder der Lichtmaschine schlagen fast ungefiltert bis zur mo.unit durch.
- Lösung: Installiere einen großen Kondensator (z.B. den mo.unit Capacitor von Motogadget oder einen Elektrolytkondensator mit mind. 20.000 µF / 25V) parallel zur Batterie. Dieser glättet die Bordspannung und schützt die CPU der mo.unit.
2. Die Zündkabel-Verlegung (Induktion)
- Das Problem: Wenn die Kabel von den Lenkertastern (Start/Stop) zu nah parallel zu den Hochspannungs-Zündkabeln oder der Zündspule verlaufen, wird bei hohen Drehzahlen eine Spannung in die Tasterleitungen induziert. Die mo.unit „sieht“ dann ein wirres Signal an den Eingängen und stürzt ab.
- Lösung: * Achte darauf, dass die Tasterkabel und die Zündkabel sich niemals über längere Strecken parallel berühren.
- Kreuzungen sollten im 90°-Winkel erfolgen.
- Verwende für die Taster idealerweise geschirmte Leitungen, wobei der Schirm einseitig auf Masse gelegt wird.
3. Der "Killer"-Faktor: Die Entstörung (Nochmal prüfen!)
Ich weiß, du hast Kabel und Stecker getauscht, aber bei LiFePo + mo.unit musst du hier absolut sichergehen:
- Das Gesetz: Du brauchst bei der mo.unit zwingend einen Gesamtwiderstand in der Zündleitung.
- Check: Hast du NGK-Stecker mit der Aufschrift "5k Ohm"? Und haben deine Zündkerzen ein "R" in der Bezeichnung? Wenn du z.B. Kerzen ohne "R" verbaut hast, entstehen bei hohen Drehzahlen Funkenübersprünge, die die mo.unit via Funk (EMI) lahmlegen.
4. Masseverbindung der Taster
- Das Problem: Wenn deine Taster (am Lenker) ihre Masse über den Lenker/Rahmen beziehen, ist das bei einer mo.unit oft problematisch, da der Rahmen bei hohen Drehzahlen durch die Zündung "verseucht" ist.
- Lösung: Führe ein separates Massekabel von der mo.unit (Eingang Config/Ground) direkt zu den Tastern am Lenker. Nutze keine Rahmenmasse für die Tastereingänge.
5. Das Gehäuse der mo.unit erden
Wenn du die mo.unit Basic oder Blue hast: Das Gehäuse ist oft aus Kunststoff, aber die Rückseite ist die Kühlplatte.
- Tipp: Stelle sicher, dass die Befestigungsschrauben der mo.unit eine saubere Verbindung zur Fahrzeugmasse haben (falls es die Metallversion ist) oder – falls isoliert montiert – lege ein Massekabel direkt an den Ground-Anschluss der Einheit.
Mein dringender Verdacht:
Da die Logik (Ausschalten per Doppelklick) versagt, ist es
kein mechanisches Problem, sondern die Firmware der mo.unit "verirrt" sich aufgrund von
hochfrequenten Störungen aus der Zündanlage.
Was du sofort tun kannst:
- Prüfe, ob du Zündkerzen mit dem "R" (Resistor) eingebaut hast.
- Wenn ja, kaufe dir einen Stützkondensator für das Bordnetz. Das ist bei LiFePo-Umbauten mit Motogadget-Komponenten oft die einzige Möglichkeit, das System stabil zu bekommen.
Wetten, dass dein Problem verschwindet, wenn du probeweise mal eine alte, schwere Blei-Batterie dranhängst? Das würde bestätigen, dass die LiFePo die Störungen nicht genug filtert.