AxelK

Teilnehmer
Hallo Zusammen

Ich bräuchte Hilfe bei der Ursachensuche...

An meiner R100R habe ich beim Beschleunigen in hohe Drehzahlen immer einen kurzen Aussetzer.
Danach ist die Leistung wieder voll da und kann normal weiterfahren.

Ist aber sehr unangenehm wenn man gerade überholt oder in der Kurve liegt.
Durch die Aussetzer ist die Leistung kurz weg, wodurch ein ordentlicher Ruck durchs ganze Moped geht.

Es ist meines Erachtens nach ein elektrisches Problem, da nach dem Vorfall immer mein Scheinwerfer aus ist.
Ich habe eine M-Unit verbaut und gehe davon aus, dass diese kurz ausgeht und danach der Scheinwerfer wieder neu angemacht werden muss.
Nach dem Vorfall kann ich den Motor auch nicht wie sonst üblich durch zweimaliges drücken des Startknopfes ausmachen, sondern muss das über den Zündschlüssel machen.

Ich habe bereits die Zündkabel und den Hall-/ Zündgeber ohne Erfolg getauscht.

Hat jemand von Euch auch schon mal so ein Problem gehabt und / oder eine Idee für mich?

Danke im voraus!
Axel
 
Ich hatte mal was ähnliches mit der Sachse Zündung/PVL Spule, da hat ein Zündkabel sehr locker gesessen und Chaos verursacht...der Spule hat das nicht gefallen, sie hat sich dann etwas aufgebläht, am Kabel waren deutliche "Schmauchspuren"..

Weiterer Verdacht: Killschalter.

Grüsse, Hendrik
 
Um den Fehler einzugrenzen, würde ich an den Ausgang der Box zur Zündung eine kleine 12 Volt Lampe anschließen und so anbringen, dass du sie im Auge hast. Im Fehlerfall: Geht die mit dem Motor aus, muss es an der Box liegen.

Weiterer Verdacht: Killschalter.

Möglich, aber dann sollte das Licht an bleiben. Kann man ja mal im Stand ausprobieren.

Hans
 
Ich hatte mal was ähnliches mit der Sachse Zündung/PVL Spule, da hat ein Zündkabel sehr locker gesessen und Chaos verursacht...der Spule hat das nicht gefallen, sie hat sich dann etwas aufgebläht, am Kabel waren deutliche "Schmauchspuren"..

Weiterer Verdacht: Killschalter.

Grüsse, Hendrik
Danke Hendrik.
Einen richtigen "Killschalter" gibt es an meinem Moped nicht mehr.
Ich habe nur 5 Taster, die über die Motogadget mo.unit laufen.
Einer der Taster ist zugleich Start-Knopf als auch Aus-Schalter (zweimal kurz drücken).
 
Um den Fehler einzugrenzen, würde ich an den Ausgang der Box zur Zündung eine kleine 12 Volt Lampe anschließen und so anbringen, dass du sie im Auge hast. Im Fehlerfall: Geht die mit dem Motor aus, muss es an der Box liegen.
Danke Hans.
Würde die kleine 12V Lampe nicht auch ausgehen, wenn die Ursache woanders liegt und zu einem kurzen Ausfall der mo.unit führt?
 
Kann das ein EMV-Problem sein?
Ich gehe davon aus. dass die E-Box gem. Vorgaben installiert und angeschlossen wurde.
Vielleicht liegt aber ein Hochspannungskabel (Zündung) besonders nahe an der Box oder einer Zuleitung.
 
Kann das ein EMV-Problem sein?
Ich gehe davon aus. dass die E-Box gem. Vorgaben installiert und angeschlossen wurde.
Vielleicht liegt aber ein Hochspannungskabel (Zündung) besonders nahe an der Box oder einer Zuleitung.

Das Problem ist zum ersten Mal am Ende der letzten Saison aufgetreten. Davor bin ich drei Jahre ohne Probleme mit genau gleichem Setup gefahren.
 
Ich probiere es jetzt nochmal mit einer anderen Zündspule und ganz neuen Kabeln und Steckern.

IMG_8132.jpeg
 
Moin moin,

Ist ein Massetrennschalter verbaut? Grundsätzlich auch mal die Masseverbindung checken.

Gruß

Jogi
 
Ich habe mir nochmal Deine Symptombeschreibung durchgelesen. Wenn nach dem Aussetzer der Scheinwerfer aus ist, hat doch die M-Unit auch einen kurzen Stromausfall gesehen, oder? (Ich kenne die M-Unit nicht im Detail). Das würde dann doch eher für ein Problem in der Stromversorgung sprechen, also Generator/Regler/Diodenplatte/....
Viele Grüße, Stephan
 
Habe mir gerade mal Infos zur M-Unit angeschaut. Dort hängt ja alles dran. Ich vermute dort den Fehler, indem die die M-Unit beim Hochtouren kurz die Zündung ausschaltet. Macht die Steuereinheit möglicherweise einen Reset, z.B. wegen Überspannung? Das würde doch alles eklären, den Zündaussetzer und den Scheinwerfer.
 
Habe mir gerade mal Infos zur M-Unit angeschaut. Dort hängt ja alles dran. Ich vermute dort den Fehler, indem die die M-Unit beim Hochtouren kurz die Zündung ausschaltet. Macht die Steuereinheit möglicherweise einen Reset, z.B. wegen Überspannung? Das würde doch alles eklären, den Zündaussetzer und den Scheinwerfer.
Das habe ich bisher auch so vermutet.
Die Frage ist, was löst den Reset aus....?
 
Das sagt übrigens die Gemini-KI:

Das ist das „Puzzleteil“, das uns zur Lösung führt. Dass das Licht ausbleibt, sich aber manuell wieder einschalten lässt, und vor allem, dass die Software-Logik (Doppelklick zum Ausschalten) danach versagt, ist ein eindeutiges Zeichen:

Deine mo.unit erleidet einen "CPU-Crash" oder einen Logik-Hänger durch massive elektromagnetische Störungen (EMI).

Die mo.unit ist im Grunde ein kleiner Computer. Wenn dieser Computer durch einen extremen elektromagnetischen Impuls (meist von der Zündung) „beschossen“ wird, stürzt das Betriebssystem der Einheit teilweise ab. Die Ausgänge bleiben dann oft in ihrem letzten Zustand (Zündung an), aber die Befehle der Taster werden nicht mehr korrekt verarbeitet.

Hier ist der Schlachtplan, um diesen „elektronischen Krieg“ im Kabelbaum zu gewinnen:


1. Die LiFePo-Batterie als "Antenne"​

LiFePo-Akkus haben im Gegensatz zu Bleibatterien einen extrem geringen Innenwiderstand und ein integriertes BMS (Battery Management System).

  • Das Problem: Eine Bleibatterie wirkt wie ein riesiger Kondensator, der Spannungsspitzen einfach „schluckt“. Eine LiFePo-Batterie tut das viel weniger effektiv. Spannungsspitzen aus der Zündspule oder der Lichtmaschine schlagen fast ungefiltert bis zur mo.unit durch.
  • Lösung: Installiere einen großen Kondensator (z.B. den mo.unit Capacitor von Motogadget oder einen Elektrolytkondensator mit mind. 20.000 µF / 25V) parallel zur Batterie. Dieser glättet die Bordspannung und schützt die CPU der mo.unit.

2. Die Zündkabel-Verlegung (Induktion)​

  • Das Problem: Wenn die Kabel von den Lenkertastern (Start/Stop) zu nah parallel zu den Hochspannungs-Zündkabeln oder der Zündspule verlaufen, wird bei hohen Drehzahlen eine Spannung in die Tasterleitungen induziert. Die mo.unit „sieht“ dann ein wirres Signal an den Eingängen und stürzt ab.
  • Lösung: * Achte darauf, dass die Tasterkabel und die Zündkabel sich niemals über längere Strecken parallel berühren.
    • Kreuzungen sollten im 90°-Winkel erfolgen.
    • Verwende für die Taster idealerweise geschirmte Leitungen, wobei der Schirm einseitig auf Masse gelegt wird.

3. Der "Killer"-Faktor: Die Entstörung (Nochmal prüfen!)​

Ich weiß, du hast Kabel und Stecker getauscht, aber bei LiFePo + mo.unit musst du hier absolut sichergehen:

  • Das Gesetz: Du brauchst bei der mo.unit zwingend einen Gesamtwiderstand in der Zündleitung.
  • Check: Hast du NGK-Stecker mit der Aufschrift "5k Ohm"? Und haben deine Zündkerzen ein "R" in der Bezeichnung? Wenn du z.B. Kerzen ohne "R" verbaut hast, entstehen bei hohen Drehzahlen Funkenübersprünge, die die mo.unit via Funk (EMI) lahmlegen.

4. Masseverbindung der Taster​

  • Das Problem: Wenn deine Taster (am Lenker) ihre Masse über den Lenker/Rahmen beziehen, ist das bei einer mo.unit oft problematisch, da der Rahmen bei hohen Drehzahlen durch die Zündung "verseucht" ist.
  • Lösung: Führe ein separates Massekabel von der mo.unit (Eingang Config/Ground) direkt zu den Tastern am Lenker. Nutze keine Rahmenmasse für die Tastereingänge.

5. Das Gehäuse der mo.unit erden​

Wenn du die mo.unit Basic oder Blue hast: Das Gehäuse ist oft aus Kunststoff, aber die Rückseite ist die Kühlplatte.

  • Tipp: Stelle sicher, dass die Befestigungsschrauben der mo.unit eine saubere Verbindung zur Fahrzeugmasse haben (falls es die Metallversion ist) oder – falls isoliert montiert – lege ein Massekabel direkt an den Ground-Anschluss der Einheit.

Mein dringender Verdacht:​

Da die Logik (Ausschalten per Doppelklick) versagt, ist es kein mechanisches Problem, sondern die Firmware der mo.unit "verirrt" sich aufgrund von hochfrequenten Störungen aus der Zündanlage.

Was du sofort tun kannst:

  1. Prüfe, ob du Zündkerzen mit dem "R" (Resistor) eingebaut hast.
  2. Wenn ja, kaufe dir einen Stützkondensator für das Bordnetz. Das ist bei LiFePo-Umbauten mit Motogadget-Komponenten oft die einzige Möglichkeit, das System stabil zu bekommen.
Wetten, dass dein Problem verschwindet, wenn du probeweise mal eine alte, schwere Blei-Batterie dranhängst? Das würde bestätigen, dass die LiFePo die Störungen nicht genug filtert.
 
Moin,

welche Unit hast du verbaut?
Wenn diese abschaltet, geht sie nicht einfach wieder an. So wie du es beschreibst, kurzer Aussetzer. Ich hatte auch schon "Spaß" mit dem Teil.
Was mich auch stutzig macht, ist die Sache mit dem Licht und dem Ausschalten.

Ließ mal hier:

 
Du hast doch eine ganz normale Zündanlage, die von der M-Unit Strom bekommt.
Klemm den mal ab und gib der Zündanlage provisorisch Strom direkt von der Batterie.
So ist die Stromversorgung der Zündung sicher und ein Zündungsproblem ausgeschlossen oder bestätigt.
 
Check: Hast du NGK-Stecker mit der Aufschrift "5k Ohm"? Und haben deine Zündkerzen ein "R" in der Bezeichnung? Wenn du z.B. Kerzen ohne "R" verbaut hast, entstehen bei hohen Drehzahlen Funkenübersprünge, die die mo.unit via Funk (EMI) lahmlegen.
Kannst du das bitte mal erklären?

Hans
 
Kannst du das bitte mal erklären?

Hans
Soll ich es mal versuchen zu erklären?

Sogenannte KIs sind nichts weiter als Zusammenfassungen und generische Interpretationen der Daten die im Netz herumgeistern.
Und wenn nun im Netz sehr oft der leicht verständliche Fehler zu finden ist, dass z.B. entstörte Zündkerzen mit Entstörsteckern Probleme machen dann wird Dir eine KI das so erzählen, genau wie sie hier behauptet, dass die M-Unit aufgrund von Störungen wegen nicht entstörten Kerzen Probleme macht.
Ob das stimmt ist die andere Frage....

mfg GS_man
 
Habe gestern eine Ausfahrt mit meiner 🐄 gemacht und bin geradeso noch nach Hause gekommen.
Die Zündaussetzer, die ich bisher nur bei hohen Drehzahlen hatte, traten am Ende der Fahrt permanent auch bei niedrigen Drehzahlen auf.

Heute habe ich dann:
•⁠ ⁠den Anlasser ausgetauscht.
•⁠ ⁠⁠einen Kondensator (4700uF, 25V,) parallel zur mo.unit eingebaut.
•⁠ ⁠⁠Batteriesteckkontakte meiner LiFePo aufgebogen.

Jetzt läuft sie wieder!!!

Leider habe ich die drei Sachen gleichzeitig verändert, so dass ich jetzt keine Ahnung habe woran es wirklich lag!