Hi,
leider habe ich seit kurzem das gleiche Problem an meiner R100S BJ. 1980, 70000km - nur noch viel gravierender.
Sobald dich den linken Benzinhahn aufmache, Motor aus, läuft der Sprit schon nach kurzer Zeit aus dem Vergaser. Da es oberhalb der Schwimmerkammerdichtung herauskam habe ich erst mal die Choke-Dichtung ersetzt. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn sie war total zersetzt.
Leider ist danach der Sprit an gefühlt allen anderen Stellen ausgetreten.
Da sich gerade die Tankinnenbeschichtung auflöst (wird jetzt behoben) sind hier und da einige kleine Partikel in der Schwimmerkammer also war ich zuversichtlich, etwas im Ventilnadelsitz zu finden. Leider (!) ist dort alles klinisch sauber. Das benetzte Ohrenstäbchen war nach dem Drehen im Sitz genauso weiß wie vorher. Auch die Ventilnadel sieht wie neu aus, obwohl es noch die erste sein dürfte. Der Schwimmer wiegt laut digitaler Küchenwaage 12 g. Eigentlich alles i.O.
Bei der Menge, die da rauskommt hatte ich ehrlicherweise gehofft etwas Offensichtlicheres zu finden.
Klar, jetzt kommen auf Verdacht neue Spritschläuche, die Mahle(?) Filter, neue Ventilnadel und auch ein neuer Schwimmer rein. Und der Tank wird neu innenbeschichtet.
Was mich jetzt aber noch grämt, ist allerdings, dass ich die Ursache eigentlich noch nicht gefunden habe.
Ich habe mal in das Messingröhrchen in der Schwimmerkammer reingepustet. Also ich bekomm da keine Luft durch...
Laut #boxerliebe kann dann der Schwimmer nicht mehr schwimmen. Kann das also schon der Fehler sein?!
Oder ist es normal, dass das Durchpusten bei so einem geringen Querschnitt nicht gelingt? Hat das mal jemand versucht?
Ohje, das ist jetzt doch wieder viel Text geworden. Ich hoffe, dass sich das trotzdem der ein oder andere hier durchliest und vielleicht ne gute Idee hat.
LG Daniel