Moin Onkel M,

ja, unbedingt !° Weiterhin viel Spass bei der Schrauberei, die für viele Interessierte sehr nützlich ist !
Das 11/34er 3,09er Original HiAG der 90/6 habe ich gerade wieder zusammen. Meine Reserve für schlechte Zeiten.
Durch einen Vitamin-B -Zauber wurde das intakte wie neu aussehende Tellerrad ( 51 Jahre, 250.000km - Garantie nach 50 Jahren gerade abgelaufen

) von der verschlissenen Antriebwelle auf der Drehbank und mit einer Hydraulik-Presse befreit, auf die neue genau gleichmassige Welle gesteckt und WIG-verschweisst.
Den Preis sage ich nicht, weil hier auch Gewerbetreibende mit dieser schwierigen und präzise auszuführenden Arbeit
zurecht vernünftiges Geld verdienen. Ich kenne halt jemanden, der "gezaubert" hat und eine Kaffeekasse besitzt ...
Beim aufsetzen des Deckels zeigt sich, ob Druckring und Passscheibe richtig gewählt wurden. Machts "klack, klack" (auch bemerkbar, wenn man den Deckel noch nicht vollständig aufgeschraubt hat ) ist die Passscheibe zu dünn und der Druckring zu dick. - der Abstand zwischen Tellerrad und Ritzel ist zu gross.
Lässt sich die Antriebswelle nicht mehr oder nur sehr schwer drehen, stehen Tellerrad und Ritzel unter hohem Flankendruck im Eingriff - der Abstand der beiden ist zu klein. Passscheibe ist zu dick, Druckring zu dünn.
Die Wahrheit liegt wie so oft im Leben in der Mitte :
das Tellerrad darf sich
nur teigig schwer drehen lassen ohne klack klack oder Festsitz, dann hat man die richtige Einstellung gefunden.
Ich hatte Glück und musste weder die Passscheibe noch den Druckring tauschen, da die alte Deckel-Dichtung genau dieselbe Dicke hatte wie die neue und die alte und die neue Antriebswelle auf 1/100mm gleich waren bezüglich des Tellerradsitzes/Anschlags.
Das HiAG ist eine anspruchsvolle Baustelle, die man im Zweifel immer den guten Gewerbetreibenden anvertrauen sollte. Die Teile sind schwer aufzutreiben und wenn dann sehr teuer !! Hier rumzupfuschen endet mit Bruch des Tellerrades und/oder Ritzels.
Den Hinweisen die Teile in den im WHB beschriebenen Abschnitten anzuwärmen, muss man unbedingt Folge leisten sonst könnte es bei Gewaltanwendung Bruch geben!
Ich hatte Geduld und bin ohne "Gewalttaten" ausgekommen. Am schwierigsten fand ich es den auf ca. 100 Grad angewärmten Deckel genau rechtwinklig aufzusetzen ( das 100x65x11mm Rillenkugellager darf nicht verkanten und die Wellenverzahnung muss zum Schutz des neuen Simmerrings mit dünnem Tape wie z.B. Tesafilm überklebt sein ).
LG

Martin