Mir stellt sich die Frage, wie "fein" das System wirklich abgestimmt ist. Wir arbeiten mit heutigen Messmitteln im privaten Bereich genauer als vor 40 jahren übliche Werkstätten im professionellen Bereich und versuchen Dinge immer genauer einzustellen. So genau, wie es vor 40-50 Jahren oft nicht mal geplant war und wie es auch nicht nötig ist. Kann an manchen Stellen natürlich sinnvoll sein.
Wie genau wurden die Federn damals gefertigt? Welche Toleranzen gab es? Wie haben sich die Federn in den Jahrzehnten verändert (kriechen)?
Wie dick ist die Beilagscheibe und in welchem Verhältnis wurde die Länge der Feder verändert? In welchem Verhältnis ändert sich dadurch die Kraft? Für welchen Druck sind die Dichtungen ausgelegt und mit welcher Sicherheit wurde kalkuliert?
Insgesamt sind die Boxer unglaublich robust und genügsam. Ich glaube nicht, dass die Federkraft damals so genau kalkuliert wurde, stattdessen glaube ich an die Verwendung einer passenden Standardfeder, die vielleicht über die Jahre sogar geändert wurde ohne neue Teilenummer.
Die für mich stärkste Überlegung:
Rein vom Volumen bauen die kleinen Kolben mit dem kleinen Hub weniger Überdruck auf als die 1000er mit langem Hub. Wenn die Feder also wirklich kritisch wäre, dann müsste es auch unterschiedliche Federn geben. Die ist aber von 450ccm bis 1000ccm die selbe. Wenn dann grenzwertig für 1000ccm ausgelegt ist bei 450ccm Reserve vorhanden.
Ich persönlich sehe zwar kaum Sinn in der Beilagscheibe, würde die jetzt aber drin lassen. Vielleicht stellt die aber auch gerade die alte Kraft wieder her. Jedenfalls kein Grund, das wieder zu zerlegen.
Falls wirklich eine Dichtung später nässt kann man vortrefflich drüber streiten, ob das ohne Scheibe auch so wäre oder 12 Monate später erst.
Letztendlich muss es für den Eigentümer
@UntertaunuskuhR45 passen