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Hi Leute
Ich hab da an einer meiner beiden ´83er BMW R100 ein Problem bei dem ich am verzweifeln bin.
Die Batterie lädt nicht. Kabelbaum ist bis auf anderen Tacho (also ohne LKL) original. Da hab ich aber zw. D+ (blaues Kabel vom Regler/Diodenplatte) und Klemme 15 an der Zündspule einen funktionierenden 48er Widerstand geklemmt.
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Da ich noch eine zweite R100 (auch von 1983) habe, hab ich mal angefangen Teile zu tauschen. An der zweiten fünktioniert ja alles. Lädt mit knapp 14Volt.
Zuerst den Regler, dann den Stator, dann die Diodenplatte und auch noch den Rotor. Aber keine Veränderung. Anschliessend noch alle Kabel auf Durchgang gepiepst, und dann auch noch die betreffenden Kabel von der anderen Maschine getauscht.

Da ich noch eine alternative "Diodenplatte" von Motoren Israel liegen hatte, hab ich die auch noch eingebaut. Keine Veränderung. Die Massekabel sind natürlich auch dran.

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Das Y-Kabel vom Stator ist richtig gesteckt - sieht man am Foto schlecht weil auch gelb.
Der eine Rotor hat 3,8 Ohm zw den Ringen, der andere 3,4 Ohm. In der zweiten Maschine funktionieren ALLE Bauteile. Nur in der ersten nicht.
Hab auch noch testweise ein extra Massekabel zum Statorgehäuse gelegt, und ein extra Stromkabel von Batterie+ zum Ausgang der Diodenplatte. ( Da wo normal das rote Kabel zum Anlasser geht, und dann weiter zur Batterie)
Ich weiß nicht was ich noch machen könnte. Hab ja den Erregerstrom irgendwie im Verdacht. Aber der Widerstand ist doch an der korrekten Stelle und hat auch genau 48 Ohm (gemessen).
Das komische ist, dass in der anderen R100 alle Teile funktionieren. Beide Stator, beide Rotoren, beide Regler und auch beide Diodenplatten.
Hat jemand ne Idee ?

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Wenn man die 3 Wechselstrom-Phasen (gelbe Kabel zw Stator und Diodenplatte) bei laufendem Motor misst, haben die etwa 10Volt untereinander. Ist das korrekt so ?
 
@Indianer: Das hab ich auch schon gemacht. Birne leuchtet dauerhaft, und Lima lädt nicht.

@Hans: Hab ich schon zurückgebaut. War nur ein versuch in meiner Verzweiflung.
Werde mir das nun mal zu Gemüte führen und umsetzen. danke
 
@Patrick: Beim Einsatz der originalen Diodenplatte gehen die beiden braunen Massekabel an die oberen beiden Befestigungspunkte. Im Fall dieser alternativen Platte vom Foto müssen sie laut beiliegndem Plan an den unteren Punkten befestigt werden.

@Jürgen: Ja genau, da liegt ja noch AC an. Aber meine Messung war ja nur + und - vom Messgerät (AC) auf die Phasen gehalten. Die korrekte Messung ist ja die von Seite 17 der PDF vom Hans.

@Hans: Ich hab jetzt mal die Messungen durchgeführt. Bei der Messung von Seite 16 komme ich nicht auf die 14 bzw auch nicht auf die 13 Volt. Immer nur im 12er Bereich.
Bei den AC-Messungen von Seite 17 liegt aber alles im Sollbereich. Etwas über Standgas sinds gut 13Volt, und bei etwas mehr Drehzahl gehts gleich auf 25 bis 30 Volt. Und das auf allen drei Phasen. Das sagt vermutlich aus, dass Stator und Rotor korrekt arbeiten.
 
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@Hans: Ich hab jetzt mal die Messungen durchgeführt. Bei der Messung von Seite 16 komme ich nicht auf die 14 bzw auch nicht auf die 13 Volt. Immer nur im 12er Bereich.
Bei den AC-Messungen von Seite 17 liegt aber alles im Sollbereich. Etwas über Standgas sinds gut 13Volt, und bei etwas mehr Drehzahl gehts gleich auf 25 bis 30 Volt. Und das auf allen drei Phasen. Das sagt vermutlich aus, dass Stator und Rotor korrekt arbeiten.
OK, d.h. Rotor und Stator sind OK. ABER: Ab der Diodenplatte geht es nicht weiter. Der Hinweis von Patrick könnte zielführend sein: Wo hast du die Masse an der Platte angeschlossen? Ich kenne es so, dass die grüne Platte einen eigenen separten Ground (G) Anschluss hat, d.h. nicht über die Schrauben verbunden werden. Bitte da nochmal nachsehen. Mit der "normalen" Platte: Die Massekäbelchen gehören an die oberen beiden Schraubanschlüsse.

Hans
 
Hallo Hans,

wenn man die Wechselspannung zwischen den Phasen misst, sollte die nicht deutlich höher sein?
Wenn man die Einzelspannung einer Phase (u oder v oder w) gegen den Mittelpunkt Y misst, so wird die Ausgangsspannung wie folgt gerechnet:

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Wobei UB+ max den höchsten Wert und UB+ min niedrigsten Wert nach der Gleichrichtung ist. Im angeschlossenen System, d.h. inkl. Batterie (Akku) hast du mit rund 8 Volt gegen Y eine UB+max von 14 Volt und einen UB+min von 12 Volt. Da wir mit unseren Messgeräten den Durchschnittswert (AVG) rechnen, kommst du auf runde 8,4 Volt, um am Ausgang runde 13,8 Volt zu haben. Da die Dioden auch noch etwas auffuttern, nehme ich immer 9 Volt Wechselspannung pro Phase als Daumenwert an.

Ungeregelt und unbelastet kommst du auf runde 28 Volt ...

Hans
 
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OK, d.h. Rotor und Stator sind OK. ABER: Ab der Diodenplatte geht es nicht weiter. Der Hinweis von Patrick könnte zielführend sein: Wo hast du die Masse an der Platte angeschlossen? Ich kenne es so, dass die grüne Platte einen eigenen separten Ground (G) Anschluss hat, d.h. nicht über die Schrauben verbunden werden. Bitte da nochmal nachsehen. Mit der "normalen" Platte: Die Massekäbelchen gehören an die oberen beiden Schraubanschlüsse.

Hans
Habe gerade mal nachgesehen, es ist egal ob oben oder unten, die sind alle 4 gebrückt.

G= Ground steht sowohl an der oberen Bohrungen als auch an den unteren.

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Hat jemand ne Idee ?
Nimm dir ein Kaltgetränk deiner Wahl, setze dich vor die Kiste und denke nach. Wenn es alles mögliche nicht ist, ist es das unmögliche. Denke über den (Lade-) Regelkreis hinaus.

Hier noch Ideen.
  • Kontaktpunkte, die noch nicht getauscht wurden
  • Durchgescheuerte Kabel ganz woanders
  • Defektes Bauteil ganz woanders
  • Defekte Batterie
  • Stromdiebe ;)
  • ...?
Denke nochmal nur an den Fehler, ohne direkte Schlussfolgerung: Das Spannungsdifferenz am Regler bleibt unter 13v.
Dann überlege Ursachen abseits von Lima und Dioden.

Hast Du Stecker zu den Lenkerarmaturen? Einfach mal trennen.
 
Servus,
ich habe ein ähnliches Problem bei meiner R 100GS.
An der neuen Lithium-Batterie liegen 13,1 Volt an.
Bei 3000 Umdrehungen komme ich auf max 13,6 Volt. Das ist doch zu wenig, oder?
Hintergrund: Ich bin bei einer Tour mit leerer Batterie liegengeblieben 🤷‍♂️
Hab alles durchgemessen, komme aber nicht über 13,6 Volt Ladestrom.
Was messt ihr denn bei euch für einen Ladestrom? Bin gespannt.
Grüße Micha
 
Ja da steht Zielwert 3.500-4.500 1/min: 13,5 Volt < Messwert < 14,4 Volt
Ich hab 13,6v und bin unsicher ob das nicht zu wenig ist. Will einfach nicht mehr liegen bleiben.
Einfach weiterfahren. 13,5 bis 14 Volt bei einem normalen Regler, 13,8 bis 14,4 bei einem Behördenregler.

ABER EINE BITTE: Mach das nächste Mal einen eigenen Thread auf, da wir hier ansonsten komplett durcheinanderkommen, wer gerade wo was schreibt (zumindest mir geht es so).

Hans
 
Wenn die LiMa grundsätzlich arbeitet, aber Zehntel Volt bei der Spannung fehlen,
lässt sich das optimieren, in dem man alle betroffenen Kontaktstellen gründlich anschaut und blank macht.
Manchmal liegt das Problem auch verborgen unter Isolierungen. Auch die Übergänge Akku - Getriebe - Motor - Diodenplatte nicht vergessen!
 
@Hans: Ich hab jetzt mal die Messungen durchgeführt. Bei der Messung von Seite 16 komme ich nicht auf die 14 bzw auch nicht auf die 13 Volt. Immer nur im 12er Bereich.
Bei den AC-Messungen von Seite 17 liegt aber alles im Sollbereich. Etwas über Standgas sinds gut 13Volt, und bei etwas mehr Drehzahl gehts gleich auf 25 bis 30 Volt. Und das auf allen drei Phasen. Das sagt vermutlich aus, dass Stator und Rotor korrekt arbeiten.
Hi,
bist du weiter gekommen?

Ein Tipp zur Messung:
  1. Messgerät an Minus der Diodenplatte und Plus der Diodenplatte: Wenn hier die Spannung hoch geht, dann:
  2. Messgerät an Minus der Diodenplatte und Plus Batterie: Wenn hier die Spannung niedrig bleibt liegt es an fehlender Masse an der Diodenplatte
  3. Messgerät an Plus der Diodenplatte und Minus Batterie: Wenn hier die Spannung niedrig bleibt liegt es an einer fehlerhaften Verbindung zwischen Diodenplatte und Batterie (über Anlasser)
 
Leider bin ich heute zu gar nix gekommen. Bei uns in der Nähe war ein Zündapp treffen.
Ich werde morgen weiter dran bleiben. Zuerst verfolge ich mal deinen Tipp mit den Massekabeln an der Diodenplatte, und dann prüfe ich mal die Sachen von deinem letzten Post. Ich berichte dann.
Und vorweg nochmal ein dickes danke für die Hilfe
 
Mit Blick auf das Bild mit der Lima in #1 frage ich mich, ob die Kohlen nicht zu kurz sind. Die Ringe der Lima sehen dreckig aus, bei gut sitzenden Kohlen sind sie blank. Viel Erfolg bei der Suche nach der Stecknadel, Jochen
 
So weit ich sehe sind die Kohlen lang genug, aber die Feder gehört eine halbe Umdrehung mehr vorgespannt und von unten eingehängt sonst haben die Kohlen zu wenig Druck und möglicherweise Kontaktprobleme.

Siehe hier
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Heute hab ich eventl. wieder etwas Zeit. Mangelnde Masse an der Diodenplatte scheint auch nicht das Problem zu sein. Hab mal zwei zusätzliche Kabel an Masse gelegt. Nix.
Ich werd jetzt mal die Diodenplatte messen, wie von Hans beschrieben.
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PS: Zu wenig Druck an den Kohlen kann auch nicht sein, weil in der anderen Maschine funktioniert die Kombi (Rotor/Stator) einwandfrei. Ausserdem hab ich ja auch perfekte Messergebnisse von der Lima. Nur dann im weiteren Verlauf scheints irgendwo zu haken, ab der Diodenplatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Update:
Zur Messung wollte ich die alte Diodenplatte wieder einbauen. Der einzige Unterschied zu vorher ist, dass ich die beiden Massekabel VOR die Diodenplatte gelegt habe. Vorher waren sie dahinter, was aber eigentlich keinen Unterschied macht. Ich hatte die Masseverbidungen ja gefühlt auch 100x durchgepiepst. Und noch zusätzlich 2 externe Massekabel gelegt. Und nix ging.
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Und jetzt gehts plötzlich. Lädt mit etwas Drehzahl bei 14Volt.
Trotzdem ist das jetzt sehr unbefridigend, weil ich keinen klaren Fehler/Defekt ausmachen konnte.
Sehr ominös das Ganze...
Jedenfalls danke ich euch allen für eure Hilfe. Vor allem natürlich dem Hans.
Falls ich was Neues erfahre, bzw sich noch was tut, berichte ich natürlich.
Lg
Tom
 
Hi Tom,

es könnte in einem Kabel ein Bruch vorliegen, den du nicht siehts, der nun durch
das Umbauen und Anschließen und Verlegen der Kabel/des Kabels wieder Kontakt hat
und damit deine Maschine wieder lädt.
Versuche mal bei laufendem Motor und Ladung die Kabel, scheinbar nicht das Masse-Kabel,
zu bewegen und beobachte ob die "Ladung wieder wegbricht", sprich der Bruch sie wieder öffnet.

Ich hatte ähnliche Probleme mit einem fast 50 Jahre alten Kabelbaum. Mir half nur akribische Suche
und Tausch der Teile.

Grüße Jan
 
Der einzige Unterschied zu vorher ist, dass ich die beiden Massekabel VOR die Diodenplatte gelegt habe. Vorher waren sie dahinter, was aber eigentlich keinen Unterschied macht.
Hi,
doch, könnte eine Erklärung sein. Folgendes:
Die "richtige" Masse bekommt die Diodenplatte über die Alu-Leiste (Bild hinten). In dieser Leiste ist ein Messing-Niet, die von hinten umgebördelt ist. Was ich schon oft gesehen habe, ist, dass die Umbördelung auf der Vorderseite (Bild vorne) angebrochen ist. Die Platine altert über die Zeit schon recht stark, d.h. setzt sich leicht. Beim Aus- und wieder Einbau kann dann die Umbördelung ggf. Schaden nehmen.

D.h. möglicherweise ist deine Platine dort vorgeschädigt.

Rückseite:

Diodenplatte-Masse-hinten.jpg

Vorderseite:

Diodenplatte-Masse-vorne.jpg
 
Ja, vermutlich ist sowas in der Art die Ursache. Aber andererseits haben ja beide Diodenplatten in der anderen Maschine funktioniert. Mit Massekabel hinten. Und der alternative Gleichrichter von Israel hat ja auch nicht funktioniert. Und sogar trotz extra Massekabeln.
Naja was solls, hauptsache sie lädt wieder....