Tandil

Teilnehmer
Hallo,

Seit etwa 2 Wochen hat sich die R80 G/S etwas neues einfallen lassen:
Der erste Gang möchte sich im Stand nicht immer einlegen lassen.
Wenn man den Hebel tritt, erlischt die Leerlauflampe, aber er lässt sich nicht weit genug treten als dass der Gang einrastet.
Lässt man den Hebel wieder los, leuchtet die Leerlauflampe wieder auf.
Ein und wieder auskuppeln löst das Problem nicht.
Deutlich hilfreicher ist vor oder zurück Rollen, dann ging es bis jetzt immer.
Was passiert wenn man fester als üblich tritt, hab ich nicht probiert. Habe Sorge vor Bruch.

Da ich an Ampeln, im stockenden Verkehr usw immer im Leerlauf stehe um Kupplung, Drucklager usw zu schonen ist das besonders in der Stadt nervig.

Alle anderen Gänge gehen problemlos zu schalten, auch beim Ausrollen in den 1. Gang geht immer.

Deutet das auf einen kommenden Schaden hin oder gibt es beim 1. Gang eine mögliche "Zahn-auf-Zahn" Stellung und das ist ganz normal?

Zwei Frage auch zum Antriebsstrang: Wie viel Geräusche darf der machen?
Seit dem ich mit Ohrstöpsel fahre (und nie wieder ohne, ist viel angenehmer) höre ich die Arbeitsgeräusche des Antriebsstrang. In Unterschiedlichen Gängen immer etwas verschieden, ebenso bei Last/Schubbetrieb.
Macht das Schaltgetriebe und HAG immer ein klein wenig summende Geräusche oder laufen die normalerweise praktisch geräuschlos?
Ohne Ohrstöpsel übertönen Wind und Motor die Geräusche der Getriebe vollständig.
Im Vorbeifahren hören Fußgänger auch nix.
Im August gab's frisches Öl, SAE 80W90 GL5

Vielen Dank für eure Hilfe!

Viele Grüße
 
Umgekehrt, die Kupplung trennt zu gut. ...
Das Gegenteil ist weitaus unangenehmer. Habe die Woche eine Moto-Guzzi Stelvio gefahren. Seit der Umstellung auf die Flüssigkeitskühlung hat der neue Motor eine Naßkupplung.
Wenn man bei dem Motorrad den ersten Gang einlegt, tut es einen Schlag, daß man meint, das Getriebe zerlegt sich.

Aber vielleicht mache ich da als eingefleischter Trockenkupplungsfahrer etwas falsch?

Aber wie schon mehrfach geschrieben: das geschilderte Verhalten ist normal.
 
Stimmt, das "knallt" bei vielen Nasskupplungen, meist noch heftiger wenn man dabei, die Bremse bestätigt hat.
Genaue Einstellung macht natürlich Sinn, aber meist bleiben Ruck und Geräusch.
Gruß Beem.👋
 
Genau so war es. Ohne Bremse würde das Motorrad wohl einen Ruck vorwärts machen. Das geht aber auch nicht, wenn man an einer Ampel kurz hinter einem PKW steht.
Einstellen kann man da nichts, die Kupplung wird hydraulisch betätigt.
 
ich erschrecke mich immer, wenn eine Harley anfährt. Das Krachen beim einlegen des 1. Ganges ist Halloween nicht nur für die Zahnräder :schock::entsetzten:
 
Aber vielleicht mache ich da als eingefleischter Trockenkupplungsfahrer etwas falsch?
Mir wurde mal ein hochwertigeres Öl empfohlen, leider verklebte es, vor allem in kaltem Zustand, die Kupplung soweit dass ich manchmal mit gezogener Kupplung abwürgte.
Nach einem Ölwechsel und einer längeren Tour war alles wieder gut, ganz oh "Klack" geht es aber fast nie.

Bei BMW, wie schon geschrieben wurde, leicht die Kupplung kommen lassen und wieder ziehen wenn man merkt dass die Zähne einrasten möchten.

Gruß
Willy
 
.... meine Horex Regina hat eine Nasskupplung. Da haben die doch tatsächlich in den 50er Jahren gleich den folgenden Hinweis in die Betriebsanleitung aufgenommen :

Zitat von S.32 BA :
III. Anfahren und Schalten
1. Maschine leicht nach vorn drücken, Mittelständer klappt hoch.
2. Kupplungslamellen lösen : Bei kalter Maschine kann es vorkommen, daß die Kupplungslamellen durch das Öl etwas kleben. Das Anfahren ohne gelöste Lamellen geht ruckweise vor sich. Deshalb ist es ratsam, vor dem Anfahren den 2. Gang einzuschalten, die Kupplung zu ziehen und die Maschine 1-2-mal hin- und herzuschieben. Dabei lösen sich die Kupplungslamellen und das Anfahren geht zügig
......

Ich mache das etwas abgewandelt, indem ich das kalte Möppi mit den Beinen wie eine Laufdraisine in Gang setze und dann den 1. Gang einlege. Sobald der Motor warm ist ist alles normal.
LG :wink1:
Martin
 
Hallo Tandil,

ich tippe auch auf eine nicht ganz trennende Kupplung, ich hatte das selbe Problem und bei mir lag es daran.

Versuch mal am Kupplungshebel weniger Spiel einzustellen d.h. die Schraube am Bowdenzug etwas weiter rauszudrehen, damit verlängert sich der Weg und die Kupplung macht weiter auf - wenn das dann Abhilfe schafft, die Kupplung nach Handbuch einstellen.

LG
Rainer
 
[...]
Seit dem ich mit Ohrstöpsel fahre (und nie wieder ohne, ist viel angenehmer) höre ich die Arbeitsgeräusche des Antriebsstrang. In Unterschiedlichen Gängen immer etwas verschieden, ebenso bei Last/Schubbetrieb.
Macht das Schaltgetriebe und HAG immer ein klein wenig summende Geräusche oder laufen die normalerweise praktisch geräuschlos?
Ohne Ohrstöpsel übertönen Wind und Motor die Geräusche der Getriebe vollständig.
Im Vorbeifahren hören Fußgänger auch nix.
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Wenn du nicht gerade einen linear dämpfenden Gehörschutz trägst (was auch nicht zu empfehlen ist), dann hast du ein ganz neues Hörerlebnis. Heutzutage sagt man das wohl so. Also nicht nur leiser, sondern anders. Unterschiedliche Frequenzen werden unterschiedlich gewichtet und im Ohr wieder zusammengesetzt. Das sollte beim Tragen eines Gehörschutzes bedacht werden.

Die Ventile meiner Q klappern immer nur dann grauenhaft entsetzlich, wenn ich Ohrstöpsel trage. Ansonsten fügen sie sich harmonisch in das Gesamtbild ein, welches bei den Ohren ankommt.

Gruß Bernhard
 
Die Stöpsel sind die roten von Alpine

Mhm, das Spiel am Kupplungshebel habe ich tatsächlich verringert weil ich das Gefühl hatte, sie trennt im Fahrbetrieb nicht sauber.
Ab und an hörte man beim Schalten ein tak tak weil der Gang nicht sofort rein ging.
Statt nur tak vom einrasten.
Auffallend vorallen zwischen 1, 2 und 3.
4 und 5 lassen sich schon immer lautlos schalten.
Mir der nachgestellten Kupplung (vom oberen Ende der Tolleranz zum Unteren) war das dann weg.

Die Pfannen habe ich vor etwa 1,5 Monaten demontiert, ausgewaschen und mit Wälzlagerfett gefüllt wieder montiert.
 
Im WHB der G/S (in der DB verfügbar) ist der Vorgang des Einstellens der Kupplung beschrieben. Dies geschieht zuerst am Handhebel und nachfolgend an getriebeseitigen Kupplungshebel. Vor allen weiteren Überlegungen würde ich diese Einstellung(en) nach Handbuch vornehmen.

Gruß
Florian
 
Ich habe wie im WHB beschrieben die Kupplung eingestellt.

Maß C beträgt 201 mm,
Das Spiel am Handhebel war vorher bei etwa 2,5 mm,
aktuell eher 1,7 mm

Soll sind Maß C 201 +2 mm
Soll Spiel am Handhebel 2 +/- 0,5 mm (laut Bild und Tabelle, laut Text 2 +0,5 mm)
 
Der Hebel am Getriebe muß wenig Spiel haben. Sonst schleift die Kupplung.
Am Handhebel reicht auch 1 mm, wenn es bei jeder Temperatur da ist.
Wenn am Handhebel 1 mm Spiel ist, dann ist zwangsläufig am Ausrückhebel auch Spiel vorhanden. Das läßt sich nicht unabhängig voneinander einstellen.
Zu wenig Spiel sollte man nicht einstellen, sonst kann eventuell beim Lenkereinschlag das Spiel auf oder unter Null gehen und die Kupplung fängt an auszurücken.

Die 201 mm sind nicht sehr kritisch. Die Einstellung auf diesen Wert soll dazu dienen, daß der Ausrückhebel möglichst senkrecht zum Zug steht, wenn die größte Kraft auftritt. Allerdings beträgt die Verkürzung der Hebellänge bei einer Abweichung von 5 ° gerade mal 0,38 %, bei 10° wären es etwa 1,5 %. Merkt das Jemand?