Was ist "Beurgrunzung"?
Aber super gemacht! Ich hab meine Mitnehmer geschraubt! Den nächsten bringe ich zu dir zum Nieten! :schoppen: Bis zum Boku!
 
Moin Jürgen,
beurgrunzen ist in etwa so wie beobachten/beurteilen :&&&: .

Moin Holger,
wie willst Du diese Mininieten warm einziehen? Rot glühend gemacht sind sie wieder erkaltet, bevor das Werkzeug anliegt und das Rad fixiert ist.
Im alten Schiffbau waren die Nieten richtig dick und lang und wurden von dem Essenglüher dem Vornieter in eine Lederschürze geworfen, von ihm eingesetzt, gegengehalten und auf der anderen Seite vom Nieter vernietet, ....
also das klassische Ensemble einer modernen BMW- Motorradwerkstatt :lautlachen1:. :yeah:
LG :wink1:
Martin
 
Ich denke mal, du wirst ein Auge auf deine Nieten haben. Mir wäre nicht ganz wohl dabei, weil du auf die Schrumpfung beim Erkalten verzichten musst.
 
... mittlerweile bin ich schon wieder etliche Hunderte von Km gefahren, und :hurra: . Die Übersetzung durch den 1:3,0 Endantrieb der 90S macht aus dem 5. Gang einen Overdrive. Total entspanntes fahren und wenn man will bis zur Höchstdrehzahl. Die 90S-Kolben katapultieren die 90/6 nach vorn, wenn man etwas am Gasdrehgriff zupft. Die wahre Freude !!
Den 90S Endantrieb 3,0 statt 3,09 original kann ich allen 90/6 -Fahrern empfehlen, die sich immer darüber ärgern, dass ihre Maschine unterfordert hoch dreht.
Ach so, die Nieten halten immer noch trotz aller Unkenrufe. Wenn ich etwas mache, kann ich mich auf mich verlassen ( und niemals auf irgendeine Werkstatt :&&&: ).
LG :wink1:
Martin
 
Moin Manfred,
ja das geht !

Original 90er Bohrung, 70,6 Hub macht 449,13 cm3 Hubvolumen. Bei 1:9 Verdichtung ist das Kompressionsvolumen 56,14 cm3.

Formel : Verdicht, Verh =( Hubvol. +Kompr.Vol. ) : Kompr.Vol.

Die Fussdichtung EtNr. 11 11 1 255 001 ist 0,5mm dick. Nimmt man sie weg, verringert sich bei gleichbleibendem Hubvolumen das Kompr.Volumen um die "Scheibe" Pi/4 x Dx D x H = 1,9574 cm3 mit H= 0,05 cm Stärke der fehlenden Fussdichtung. 56,14- 1,96= 54,18 cm3

Damit kommt man nach der Formel auf ein neues Verdicht. Verhältnis von 1: 9,29 entspr. 1: 9,3.

Also kann man allein durch entfernen der Fussdichtung eine Art Softtuning erreichen.
LG :wink1:
Martin
 
Moin zuzsammen,
die Filme bei "Youtube/ Onkel M" finde ich interessant.
Workshop BMW Hinterachsgetriebe/Kardanantrieb Motorrad Teil 1,2,3 am Beispiel des HiAG's einer R 60/6.

Es wird klar, dass man im Falle der Notwendigkeit ausdistanzieren zu müssen, keinesfalls mal eben mit 2 Stunden auskommt, da jedes Mal der Deckel wieder herunter muss um das Tragbild prüfen zu können.

Obwohl bei Onkel M nichts dergleichen zu tun war, sind die Videos sehr aufschlussreich und können hilfreich sein für denjenigen, der diese Arbeit gerne selber machen möchte.
Ich werde meinen alten 11/34er 3,09er Antrieb auf jeden Fall aufarbeiten da es kaum noch Teile gibt und man gut daran tut, sowas auf Reserve liegen zu haben.
Einen Film zum Vernieten des Hinterradzahnkranzes habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht finde ich den auch noch !
LG :wink1:
Martin
Schön, dass unsere Filme hilfreich waren. Gruß aus Bonn, Onkel M
 
Hallo,

eigentlich Blöd ist immer nur das Nachgreifen am Gasgriff mit Knubbelschalter um die 38 mm Vergaser voll aufzuziehen.
Der Bremsflüssigkeitsbehälter soll unter dem Tank bleiben. Gibt es hier eine besser Lösung?

Gruß
Walter
 
Moin Onkel M,
:fuenfe:ja, unbedingt !° Weiterhin viel Spass bei der Schrauberei, die für viele Interessierte sehr nützlich ist !

Das 11/34er 3,09er Original HiAG der 90/6 habe ich gerade wieder zusammen. Meine Reserve für schlechte Zeiten.

Durch einen Vitamin-B -Zauber wurde das intakte wie neu aussehende Tellerrad ( 51 Jahre, 250.000km - Garantie nach 50 Jahren gerade abgelaufen :&&&: ) von der verschlissenen Antriebwelle auf der Drehbank und mit einer Hydraulik-Presse befreit, auf die neue genau gleichmassige Welle gesteckt und WIG-verschweisst.
Den Preis sage ich nicht, weil hier auch Gewerbetreibende mit dieser schwierigen und präzise auszuführenden Arbeit zurecht vernünftiges Geld verdienen. Ich kenne halt jemanden, der "gezaubert" hat und eine Kaffeekasse besitzt ...:D :&&&:

Beim aufsetzen des Deckels zeigt sich, ob Druckring und Passscheibe richtig gewählt wurden. Machts "klack, klack" (auch bemerkbar, wenn man den Deckel noch nicht vollständig aufgeschraubt hat ) ist die Passscheibe zu dünn und der Druckring zu dick. - der Abstand zwischen Tellerrad und Ritzel ist zu gross.
Lässt sich die Antriebswelle nicht mehr oder nur sehr schwer drehen, stehen Tellerrad und Ritzel unter hohem Flankendruck im Eingriff - der Abstand der beiden ist zu klein. Passscheibe ist zu dick, Druckring zu dünn.

Die Wahrheit liegt wie so oft im Leben in der Mitte :

das Tellerrad darf sich nur teigig schwer drehen lassen ohne klack klack oder Festsitz, dann hat man die richtige Einstellung gefunden.
Ich hatte Glück und musste weder die Passscheibe noch den Druckring tauschen, da die alte Deckel-Dichtung genau dieselbe Dicke hatte wie die neue und die alte und die neue Antriebswelle auf 1/100mm gleich waren bezüglich des Tellerradsitzes/Anschlags.

Das HiAG ist eine anspruchsvolle Baustelle, die man im Zweifel immer den guten Gewerbetreibenden anvertrauen sollte. Die Teile sind schwer aufzutreiben und wenn dann sehr teuer !! Hier rumzupfuschen endet mit Bruch des Tellerrades und/oder Ritzels.
Den Hinweisen die Teile in den im WHB beschriebenen Abschnitten anzuwärmen, muss man unbedingt Folge leisten sonst könnte es bei Gewaltanwendung Bruch geben!
Ich hatte Geduld und bin ohne "Gewalttaten" ausgekommen. Am schwierigsten fand ich es den auf ca. 100 Grad angewärmten Deckel genau rechtwinklig aufzusetzen ( das 100x65x11mm Rillenkugellager darf nicht verkanten und die Wellenverzahnung muss zum Schutz des neuen Simmerrings mit dünnem Tape wie z.B. Tesafilm überklebt sein ).
LG :wink1:
Martin
 
Beim aufsetzen des Deckels zeigt sich, ob Druckring und Passscheibe richtig gewählt wurden. Machts "klack, klack" (auch bemerkbar, wenn man den Deckel noch nicht vollständig aufgeschraubt hat ) ist die Passscheibe zu dünn und der Druckring zu dick. - der Abstand zwischen Tellerrad und Ritzel ist zu gross.
Lässt sich die Antriebswelle nicht mehr oder nur sehr schwer drehen, stehen Tellerrad und Ritzel unter hohem Flankendruck im Eingriff - der Abstand der beiden ist zu klein. Passscheibe ist zu dick, Druckring zu dünn.

Sorry, aber Kegel- und Tellerrad gehören eintuschiert, ob die Zahnflanken mittig laufen stellt man nicht durch "klack, klack" fest.

LG
Rainer
 
das Tellerrad darf sich nur teigig schwer drehen lassen ohne klack klack oder Festsitz, dann hat man die richtige Einstellung gefunden.
Ich hatte Glück und musste weder die Passscheibe noch den Druckring tauschen, da die alte Deckel-Dichtung genau dieselbe Dicke hatte wie die neue und die alte und die neue Antriebswelle auf 1/100mm gleich waren bezüglich des Tellerradsitzes/Anschlags.
Ist dies das gefährliche Halbwissen von dem man so viel hört?

Jede Zahnradpaarung hat ein gewisses Zahnflankenspiel (bis auf ganz wenige Spezialanwendungen). Beim HAG sind es +/-0,05mm. Auch dies ist ein "klack klack", wenn auch nur ein zartes. Das einstellen mit Tuschier Farbe hat mein Vorschreiber bereits erwähnt.
Ein weiser alter Mann und Motorenschrauber hat einmal gesagt. Wenn man nicht genau weiss was man tun muss, ist es besser diese Arbeiten einem Menschen zu überlassen der sich auskennt.

gruss peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Rainer,

:fuenfe:jawoll !Genau so steht es im WHB : messen, Passscheibe und Druckring wählen, tuschieren und dann Deckel auf, Deckel zu etc.
Schon mal selbst gemacht ?

Wie ich das gemacht habe geht es aber auch . Man kann das tatsächlich erfühlen und natürlich tuschieren wenn man will. Dabei kommt auch nichts anderes heraus . die Welle muss sich teigig schwer drehen lassen ( mit diesen Worten probiere ich den Lauf so gut es geht zu beschreiben ). Dann stimmt der Rest auch - auch ohne tuschieren.
Bei "klack klack" ist der Abstand Tellerrad Ritzel zu gross, bei Festsitz oder Schwergängigkeit ist der Abstand Tellerrad Ritzel zu klein.
Einfach mal ausprobieren !
Der von mir beschriebene Weg ist nicht vorschriftsgemäss :D ( ich bin nun mal faul und dazu auch noch dickköpfig :&&&: ). Ich rate jedem nach WHB vorzugehen oder wenn -so wie ich : nur auf eigene Gefahr :oberl:
Viel Spass dabei , egal mit welcher Methode. Es ist eine schwierige Baustelle. Einmal gut funktionierend ist Ruhe für eine gefühlte Ewigkeit und nahezu endlose Kilometer.
LG :wink1:
Martin
 
Hallo,

um nochmal auf das Nieten zurückzukommen. Rotglühen in die Alubremstrommel, da habe ich so meine Bedenken.
Die letzten Worte des Schmiedemeisters an den Lehrling, wenn ich Nicke schlägst Du zu !

Die Ausdistanzierung des Kegelrades ist für mich eine reine Nervensache. Anhaltspunkte sind die eingeprägten Ziffern. Daraus errechnet sich nach WHB die Stärke der Unterlegscheiben. Meist stimmt es nicht. Neuer Versuch, neues Glück! Ich neige dazu die Abrollfläche mehr nach außen zu verlagern. Zu weit innen wird die Kraft auf den Zahn vom Kegelrad ungleich größer.

P1010190.JPG

Rost im doppelreihigen Lager läßt das Kegelrad nach innen wandern.

P1010188.JPG

P1010196.JPG

Hier sieht man deutlich, das Kegelrad lief am Innenrand vom Tellerad.

Gruß
Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Rainer,

:fuenfe:jawoll !Genau so steht es im WHB : messen, Passscheibe und Druckring wählen, tuschieren und dann Deckel auf, Deckel zu etc.
Schon mal selbst gemacht ?

Wie ich das gemacht habe geht es aber auch . Man kann das tatsächlich erfühlen und natürlich tuschieren wenn man will. Dabei kommt auch nichts anderes heraus . die Welle muss sich teigig schwer drehen lassen ( mit diesen Worten probiere ich den Lauf so gut es geht zu beschreiben ). Dann stimmt der Rest auch - auch ohne tuschieren.
Bei "klack klack" ist der Abstand Tellerrad Ritzel zu gross, bei Festsitz oder Schwergängigkeit ist der Abstand Tellerrad Ritzel zu klein.
Einfach mal ausprobieren !
Der von mir beschriebene Weg ist nicht vorschriftsgemäss :D ( ich bin nun mal faul und dazu auch noch dickköpfig :&&&: ). Ich rate jedem nach WHB vorzugehen oder wenn -so wie ich : nur auf eigene Gefahr :oberl:
Viel Spass dabei , egal mit welcher Methode. Es ist eine schwierige Baustelle. Einmal gut funktionierend ist Ruhe für eine gefühlte Ewigkeit und nahezu endlose Kilometer.
LG :wink1:

Du hast offensichtlich nicht verstanden, worum es beim Tuschieren geht, aber Du kannst das gerne weiterhin so machen, ich wehre mich nur dagegen, es hier als richtige Vorgehensweise verbreiten zu wollen.

LG
Rainer
 
Die Ausdistanzierung des Kegelrades ist für mich eine reine Nervensache. Anhaltspunkte sind die eingeprägten Ziffern. Daraus errechnet sich nach WHB die Stärke der Unterlegscheiben. Meist stimmt es nicht. Neuer Versuch, neues Glück! Ich neige dazu die Abrollfläche mehr nach außen zu verlagern. Zu weit innen wird die Kraft auf den Zahn vom Kegelrad ungleich größer.
Würdet ihr bitte langsam mit so was aufhören, bitte!!!

gruss peter
 
Nun ich bin auch für Tragbild mit tuschieren aufnehmen.

Zum Thema R90 hab ich mir das leben mit dem originalen 34/11 sehr einfach gemacht. Dieser war nämlich auch defekt und einer der mehreren Gründe dass ich das KFZ damals vor 25 Jahren günstig erwerben konnte.

Ich habe den Antrieb gegen einen nicht originalen 32/10 getauscht, damit bin ich zwar langsamer unterwegs aber wer nur eine Bremsscheibe vorne hat sollte mit dem alten Eisen besser die nicht so flotte Gangart wählen, sonst geht die Fuhre recht schnell da hin wo man das gar nicht will.

Es ist definitv besser wenn so ein Oldie nicht die ganze Zeit als Baustelle in der Garage steht sondern fährt, und das geht auch mit einem 32/10 er oder einem 37/11 er.
Und diese Endantriebe bekommt man noch bei den Kleinanzeigen im Internet.

Meine 90 er hatte beim Kauf auch ein Rippengetriebe drin, aber damit fuhr die Karre erst mal.

Irgendwann kam Kommissar Zufall (Auf einem Teilemarkt in Ravensburg, wo ich das gar nicht erwartet hab) mit einem passenden Glattgetriebe um die Ecke.

Billig wars trotzdem nicht für mein Budget für sowas. Würde ich heut nicht mehr machen so, weil ich mittlerweile viel lieber GS fahre und ganz andere "Baustellen" habe.
Aber das Rippengetriebe fand dann wieder einen Kunden nach ein paar Jahren lagern in der Garage, und da war der Kaufpreis vom glatten Getriebe zu 75% wieder kompensiert ;-)

Auch so kann man schrauben und das schont auch die Nerven und den Geldbeutel ;-)