Hallo zusammen,
mit meinem unverkleideten Caffer belasse ich es auf der Bahn bei etwa 140 Dauergeschwindigkeit.
Als wir 1984 mit meiner damals neuen 100 RS zur TT gefahren sind und in Zeitveru
 
....und wegen des Wetters in Zeitverzug waren, habe ich auf der Piste den Hahn, wo es ging, auf Durchzug gestellt. Der Tacho zeigte dabei fast dauernd 180 an. Glück gehabt, wegen Polizei und so.
Es hat der Q mitnichten geschadet.
Ich habe auch heute keine Probleme damit, wenn ich mal schnell irgendwohin muss.
Gruß Klaus
 
Moin in die Runde,

ich kann aus über 40 jähriger Erfahrung und 150.000 km sagen, das der Motor der R 100/7 RS ab Bj. 81 wohl nur ohne Öl kaputt zu bekommen ist.

Bei hoher Dauerdrehzahl um 5500 1/min und auch höher, mit ordentlich Fahrtwind auf den Zylindern und evtl. Ölkühler, fährt sich der Motor kerngesund.

1000 km Non Stop Etappen ( Harz-Gardasee ) mit Sozia und Gepäck in 10 Std inkl. Tanken und Mittagspause in Österreich hat dem Motor nicht im geringsten geschadet.
Diese schnellen Etappen in die Alpenregion die von uns 600-700 km Entfernt sind wurden in den 80 zigern meist 2 mal im Jahr gefahren.

Königsetappe Anfang 1990 war Stuttgart / Feuerbach - Harz , 450 Km in ca. 3 Std. Fahrzeit.
Um 16:30 Uhr auf die Bahn, um 20 Uhr Ankunft am Harz. Dazwischen noch 15 Min Tanken und 15 Minuten Stau.
Da kann jeder rechnen das sich die Tachonadel weit über 150 km/h eingependelt hatte.

Auch heute geht´s manchmal mit der alten RS, Frühmorgens in 1:40 Std. für 220 km nach HH zum Besuch meiner Tochter noch recht Flott voran.

In den 80zigern bis Anfang der 90 ziger war man mit der RS und dem /7 --- 70 PS Motor mit der 33:11 Übersetzung König der Autobahn.

Der Motor läuft immer noch mit den ersten Zylindern, Kolben, Pleuellagern, HAG, Steuerkette.

Erneuert wurden ab 100.000 km Kolbenringe, Ventile / Sitze / Führungen, Getriebelager, Kupplung, Kardan, sowie Hinterradverzahnung und Zündanlage.

Der Motor hat mich seit 1984 auf den großen Süd-Europa und Nordafrika Touren immer auf eigener Achse wieder nach Hause gebracht.

Fazit : Der /7 Motor ist meiner Meinung nach VOLLGASFEST !!!

Selbst der Motor meines /7 Cafe Racers hat 130.000 km auf der Uhr, und bekommt einmal im Jahr eine 2500 - 3500 km Alpenetappe. Auch hier werden in 6 Std. noch 600-700 km auf der Autobahn mit Tankpausen abgespult.

Gruß aus dem Harz
Frank
 
Hallo Beisammen,
komme gerade von einem schönen Ausflug an der Mosel mit meiner R75/6. HAG 32/10.
Den Weg dahin "musste" ich über die Autobahn zurücklegen. das waren 220 km. Um irgendwann anzukommen, drehte ich bis max 5000/Umin.
Dort angekommen musste ich feststellen, dass mein Öldruck Schalter undicht geworden war. (Erstaunlicherweise nicht am Gewinde oder am Übergang von Metall zu Kunststoff, sondern am Stecker.) Ob es da einen Zusammenhang gibt, kann ich natürlich nicht sagen.
Das konnten wir vor Ort mit P...x extrem bis 120 Grad beheben und ich konnte mit regelmäßigem Kontrollblick fahren.
Auf der Rückfahrt liess ich es dann bei 4000U/min Dauerdrehzahl gut sein und hatte so viel Zeit darüber nachzudenken, was der Mechanik wohl auf Dauer zu zumuten ist!?!?

Die 4000U/min sind bei meinem HAG exakt 100km/h.
Wie haltet Ihr es denn auf der Bahn? Was mutet Ihr Eurer Kuh dauerhaft zu?


Grüße, Alex aus Baden

PS: Die Klebung hielt und hält, wird aber nun natürlich durch einen neuen Schalter ersetzt. kosten ja freundlicherweise nicht die Welt
Hallo,
ich vertraue den Herstellerangaben, dass meine R90S bis zu 7000 Dauerdrehzahl aushaltet, (macht man natürlich nicht einfach so unnötigerweise, da der Verschleiß hier trotzdem höher ist, wenn man es immer macht) bis dahin sollte nichts kaputt werden auch bei Dauerdrehzahl.
Unsre R60 hat seit Überholung 40000km, wie haben mal zum neu abdichten nach 10 Jahren die Zylinder abgezogen und es sah noch alles wie neu aus, Ventile dicht, und nicht die minimalste Riefe am Kolben, obwohl die R60 immer getrieben wurde mit Dauerdrehzahlen von 6000-6500. Natürlich wurde sie immer richtig gewartet und warmgefahren. 40000km sind auch nicht viel für so eine Maschine, da sollte sowieso nichts sein egal bei welcher Fahrweise.
LG Marvin
 
Zuletzt bearbeitet:
Warmfahren heisst das Zauberwort. Der Verschleiss findet hauptsächlich beim Starten und auf den ersten km statt. Wenn der mal warm ist, und nicht mehr ausgemacht wird, dann hält er bis zu seinem Ende.
 
ich vertraue den Herstellerangaben, dass meine R90S bis zu 7000 Dauerdrehzahl aushaltet,
Moin zusammen.
DAS erscheint mir als eine sinnvolle Haltung. Die Motoren sind darauf ausgelegt, solange man nicht in den roten Bereich dreht.
Die mittlere Kolbengeschwindigkeit ist mit ca. 16,5 m/s auch für damalige Verhältnisse völlig unkritisch.
Solange der Motor und sein Öl auf Betriebstemperatur sind, passiert da nicht viel an Verschleiß.
 
Ich denke auch, Drehzahl ist kein reales Problem für den alten Boxer....ich hatte nie den Eindruck, das die Kisten es irgendwie stört, auch dauerhaft um 6000 rum zu drehen, im Gegenteil...meine wirken nach einer längeren, gezielt geschwinderen Fahrt oft lebendig, fahren gefühlt besser als vorher. Weiters glaube ich eher an ein "kaputtschonen", also das Drehmoment ganz unten, was man ja so wunderbar bollernd abrufen kann, permanent zu nutzen, gerne auch in den höheren Gängen....Aber vielleicht ist das auch Unsinn....grundsätzlich halte ich den Gleitlagermotor für ausgesprochen schusssicher, wenn man von kleinen Achillesferslein absieht.

Grüße an alle!

Hendrik
 
Mit der Drehzahl vor rot ist es wie mit dem Hammerstil, ist komplett bezahlt und darf man komplett nutzen.

Natürlich hab ich die r100rt in den 90ern im selben Drehzahlbereich gefahren wie die r45 :D
 
Moin zusammen,
unsere Q'üe sind moderate Lamas. Die ungeschminkte Wahrheit gibt die Betriebsanleitung nicht her, wohl aber unsere Datenbank:

(Suchfunktion-Eingabe : Geschwindigkeitsdiagramm)

Ich fahre auf der AB mit der R90/6 mit 4500 1/min und zum überholen kurz mal ca. 50001/min. Das entspricht gem. dem Diagramm (s.o.) 117km/h bzw. 132 km/h mit der Originalübersetzung 11/34.
Ist also im Vergleich zu den damals modernen Reiskochern geradezu langsam. In den 70ern wurde das werbetechnisch schöngeschrieben mit "... dem verhalten-kraftvoll laufenden Zweizylinder-Boxermotor ... " :D .
Zur selben Zeit fegten Z 900er Kawas und CB 750er Hondas über die Bahn, denen hohe Drehzahlen dauerhaft nichts ausmachten während der geschichtsträchtige Stossstangenventiltrieb die R 90S für den Werbezweck kurzzeitig an die 200km/h-Marke (Diagr. mit 11/33 entspr. 7400 1/min) drückte. Auf Dauer im Gegensatz zur Konkurrenz nicht machbar. Der Boxer ist eben verhalten kraftvoll :D.

Mir war das schon immer egal, sonst hätte ich mich nie mit dem Boxer angefreundet. Ich wollte Qualität gepaart mit Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Und das kann der alte Boxer supergut !
Selten habe ich bisher Reiskocher mit hoher km-Leistung gesehen. Zuletzt eine Suzuki GSX 750 Bj. ca 1980 mit 270.000km in Bestzustand an der Tonenburg im letzten Sommer.
Die hohe Laufleistung der BMW-Boxer bei gefühlvoller Fahrweise ist dagegen schon legendär und fast selbstverständlich.

Wer den Stossstangenmotor schrotten will sollte ihn immer an die Drehzahlhöchstgrenze drücken, dann dürfte das Geklapper ab ca. 20.000km so nerven, dass man von selber den Motor aufmachen und überholen will.
Ich will das nicht und die Q dankt es mir immer noch nach 51 Jahren voller Reisen und Ausflüge.
Im Moment steht die Ursachenforschung für ein merkwürdiges Nebengeräusch an, was die Q aber nicht davon abhält zuverlässig und "verhalten-kraftvoll "weiter zu laufen :D.
LG :wink1:
Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir hat bei einer Werksbesichtigung in Berlin mal ein Motormensch gesagt, die Kaltstartprozedur zieht genauso viel Verschleiss nach sich wie eine Vollgasfahrt von Berlin nach München. Irgendwie klang das plausibel, also, Gas ist rechts:oberl::D
Stimmt! Was meint ihr, warum LKW-Motoren und Taximotoren so lange halten. Weil sie viel weniger gestoppt werden und durchlaufen. Beispiel: ein Gleitlager will einmal anlaufen und dann möglichst nur noch im fluidischen Bereich laufen. Insofern ist häufiges Stoppen des Motors Gift für die Gleitlager.
Gruß
Frank
 
Stimmt! Was meint ihr, warum LKW-Motoren und Taximotoren so lange halten. Weil sie viel weniger gestoppt werden und durchlaufen. Beispiel: ein Gleitlager will einmal anlaufen und dann möglichst nur noch im fluidischen Bereich laufen. Insofern ist häufiges Stoppen des Motors Gift für die Gleitlager.
Gruß
Frank
Das ist absolut richtig.Aber nur einer von mehreren Kriterien.