Der Zustand der Maschinen einiger der Kollegen hier, wie aus dem Ei gepellt, läßt sich nur durch Nichtbenutzung bei bestimmten Strassen- oder Witterungsverhälnissen erreichen oder erhalten. Oder eventuell durch akribisches Reinigen nach jeder Ausfahrt bei der das Moped schmutzig wurde...
Gruß, Jan
Nein,

einfache aber regelmäßige Pflege reicht völlig aus.
Wenn man über lange Zeit gar nichts macht, die Karre dann noch draußen steht, dann sind zumindest die Aluteile einer BMW optisch erledigt.
Bei japanischen Motorrädern dauert es etwas länger, bis sie diesen Zustand erreichen.

Gruß
Willy
 
andererseits soll man doch alles so hinterlassen, wie man es vorgefunden hat.
Also ohne bleibende Spuren (ausser an sich selbst) durch die Welt gondeln.
 
So isses....

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Stimmt, es muss nicht blitzeblank sein aber es stört auch nicht.
Ich fahre auch Feld und Waldwege mit allen Maschinen, (wo erlaubt) nur nicht bei Regen weil es für mich keinen Grund gibt bei Regen mit einem Zweirad zu fahren, ich find es eklig. Komme ich bei einer Tour rein in schäbbiges Wetter, dann habe ich halt Pech.


Gruß
Willy
 
Bei japanischen Motorrädern dauert es etwas länger, bis sie diesen Zustand erreichen.

der grundlegende Unterschied zwischen den 2V BMW und den meisten Japan Bikes ist, dass bei den Japanern die Aluteile lackiert und damit korrosionsgeschützt sind, während bei den 2V Boxern von BMW bei Motor Getriebe Naben blanke ungeschützte Aluminiumoberflächen verbaut wurden. Die verschmutzen nicht nur, sondern oxidieren auch heftig wenn das Motorrad draußen steht oder im Salz belegt wird. So eine Salzleiche wie im Eingangsbeitrag zu sehen, bekommt man überschaubarem Aufwand nicht mehr richtig schön. Das erwähnte Trockeneisstrahlen bekommt das nicht weg. Mit Nussschalen und Kunstoffgranulat auch nicht. Bei Strahlen mit Glasperlen, Aluminiumgranulat oder Edelstahlperlen schon eher, insbesondere beim Nassstrahlen (Vapor Blasting) bekommt man schöne Oberflächen, aber da ist der Aufwand hoch und man muss die Teile zerlegen, sonst legt man die Basis für Folgeschäden. Insbesondere der harte Bruch von Glasperlen kommt auch bei Abkleben überall hin und richtet Schäden an. Natron könnte man als Strahlmittel noch testen aber das ist ziemliche Sauerei (Staub). Da muss man erst einen Strahler finden, der das macht.

Chemisch kann man intensivere Reiniger mit Phosphorsäure und Tensiden versuchen. Im Forum gab es vor längerer Zeit einen ziemlichen Hype um den "Linker" Aluminiumreiniger. Damit bekommt man den Schmutz weg und hellt durch die Säure das Aluminium etwas auf. Aber die Flecken von der Alukorrosion gehen damit nicht weg. Wenn es mein Motorrad wäre, würde ich dafür mal einen Nachmittag investieren, bewaffnet mit Bürsten, Pinseln, Schwämmen, Handschuhen und Schutzbrille. Schlimmer kann es nicht werden.

Grüße
Marcus
 
Hi Markus,

ich habe eine ziemliche Geduld beim putzen, Kaffee, Kekse, alte Musik, dann entspannt es mich kolossal.
Bei der Maschine hier bräuchte ich schon für das Hinterrad einen Tag, jedoch ohne Hoffnung dass es so würde wie ich es gern hätte.

Als die RxxxR Modelle damals auf den Markt kamen hat sich eine gute Bekannte eine 100er gekauft und nach nur einem Jahr waren die Speichennippel heftig angegammelt.
Mein Eindruck ist auch dass die eine andere Alulegierung oder ein anderes Herstellungsverfahren nutzen als damals bei den älteren Modellen. Die Oberflächen reagieren weniger empfindlich auf Umwelteinflüsse, sie wirken auf mich glatter, dichter/fester vom Material her.

Bei meiner R100R, die sich in einem recht passablem Zustand befand musste ich mehr Aufwand betreiben, damit sie adrett blieb, als bei meiner Behörden /6, die in ihrer Dienstzeit ja nun wirklich keine echte Pflege bekam.

Gruß
Willy
 
Was du beim 2V nie mehr sauber bekommst, da gehst du beim 4V einmal mit dem Lappen drüber- da waren die Oberflächen plötzlich glatt beschichtet...
 
Mein Eindruck ist auch dass die eine andere Alulegierung oder ein anderes Herstellungsverfahren nutzen als damals bei den älteren Modellen. Die Oberflächen reagieren weniger empfindlich auf Umwelteinflüsse, sie wirken auf mich glatter, dichter/fester vom Material her.

das ist meines Wissens nicht so.

Aber die "verzinkten Teile", also diverse Schrauben und auch die von dir genannten Speichennippel sind ab Anfang der 1990er Jahre nicht mehr galvanisch verzinkt, sondern "Zinklamellenbeschichtet (ZNS)". Die sind dann so Matt/Dunkelgrau. Soll ja angeblich diverse Vorteile gegenüber galvanischer Beschichtung haben und auch haltbarer sein. Rein empirisch habe ich da Zweifel. Vielleicht reagieren Sie mehr auf Umwelteinflüsse oder Reiniger. Ich habe keine Hemmungen z.B. Speichennippel so gut man rankommt zu entrosten und mit dünner Zinkfarbe drüberzupinseln. Ich weiß das ist Pfusch, aber grob vereinfacht ist die ZNS Beschichtung auch nichts anderes.