Meine R100GS PD von 1993 mit EZ 1994 hate jetzt 45 Tsd. km gelaufen.Bei den GS der 2. Serie gibt es keine nennenswerten Unterschiede. BMW Federbein hinten ist immer eine Schwachstelle, Kardanwelle vorwiegend bei harter Fahrweise und schlechter Wartung. Die Gabel funktioniert auch nicht richtig solange sich niemand gescheit drum gekümmert hat. Auf SLS würde ich möglichst verzichten. Die PD sind unnötig schwer und sperrig.
Das mit dem Federbein kann ich nicht bestätigen. Bei mir abreitet immer noch das erste, serienmäße BMW-Federbein tadellos.
Die Der Gummidämpfer in Kardanwelle war schon nach 37 Tsd. so verdreht, dass die Welle getauscht wurde (A. Mattern)
Was funktioniert an der Gabel nicht? Meine ist naturbelassen und bekommt dann und wann frisches Öl. Fährt gut.
Was sollte man Deiner Meinung nach machen und was bringt das?
Das die GS PD sperrig ist, ist mir noch nie aufgefallen. Und das obwohl ich kein guter Motorradfahrer bin.
Ich fahre nicht viel und nicht sehr gern. Aber weil sich die GS fast wie ein Fahrrad fährt, habe ich sie von meinem alten Herrn übernommen, als er nicht mehr fahren konnte.
Die R80RT war da schon was ganz anderes und wurde umgehend verkauft.
Was zu Schwachstellen noch gar nicht gesagt wurde sind der Stift des Grauens, die kaputten Stößel, der rausgefallene Silikonstopfen am Getriebe und die sogenannten Kabelstränge aus Klingeldraht und Isolierband, die über die Jahre hinweg einfach zerfallen.
Bei km 36.865 kam das Getriebeöl wegen des abhanden gekommenen Stopfens aus der Entlüftung vom Antrieb.
Also Antrieb weg, Schwinge raus und Getriebe ausgebaut. Getriebe zum Überholen weg gegeben und die ohne Befund mit neuen Lagern,
Kugellager statt Kunststoffrolle und neuen Federn zusammengebaut.
In der Zwischenzeit habe ich spaßeshalber den Zylinder gezogen.

3 von 4 Stößeln waren Schrott, Stößel Nr. 4 und die Nockenwelle ohne Befund und nahezu neuwertig

Die weitere Zerlegung brachte dann eine total verschlissene Ölpumpe zu Tage.

Zum Glück hatte das Gehäuse nichts abbekommen. Die Haupt- und Pleuel-Lager hatten schon schön viele Späne eingelagert. Alle neu.
Durch das gerade noch rechtzeitige Öffnen des Aggregats blieben die Lagerstellen auf der Nocken- und Kurbelwelle intakt und noch ohne Riefen.
Bei der Gelegenheit habe ich mir auch die Köpfe vorgenommen. Die Führungen waren zwar noch innerhalb der Toleranz, das wollte ich aber so nicht wieder zusammenbauen.
Darum kamen die Führungen neu, Kopf gestrahlt und geplant.
Alles nach nicht ganz 40 Tsd. km. Wobei der Vorbesitzer das Krad einigermaßen durch den Dreck gejagt haben muß.
Der festgebackene Schlamm ist nicht ganz restlos von den Krümmern runter gegangen.
Also haben "nur" 50.000 km Laufleistung wenig Aussagekraft.
Mal ein Beispiel hohe Laufleistung:
Die 1989er GS PD vom angeheirateten Cousin, die ich ein gutes Jahrzehnt gewartet und instand gesetzt habe lief bis zum Verkauf gute 280.000km.
Die GS war in Nordafrika, am Nordkap, in Spanien am Atlantik, in Griechenland und in Rumänien und wurde jeden Tag gefahren, weil er kein Auto hatte.
Noch in der Garantie-Zeit ist das Kardangelenk auf der A2 geplatzt. Nach Ablauf der Garantie hat die GS keine BMW-Werkstatt mehr von innen gesehen.
Kurz nach der Garantie gab das hintere Federbein seinen Geist auf (erste Serie) und wurde durch ein WP-Teil ersetzt.
Nach knapp 50.000 die Köpfe das erste Mal fällig.
Bei guten 100.000 km wurde das Getriebe das erste Mal aufgemacht und ohne Befund nur mit dem erweiterten Wartungsumfang (s.o.) wieder zusammen gebaut.
Daran, ob wir die Köpfe zwischendurch 2 oder 3 Mal gemacht haben, kann ich mich nicht mehr erinnern.
Jedenfalls wurde das ganze Krad bei knapp 280.000 km komplett zerlegt, weil der Kabelstrang so fertig war, dass es permanent zu Fehlfunktionen kam.
Auf dem Programm zur Vorbereitung der Rumänien-Reise stand neben dem neuen Kabelstrang die zweite Getriebe-Zerlegung - wieder ohne Befund.
Der Achsantrieb bekam ein neues Eingangslager und Dichtungen. Der Motor brauchte mal wieder neue Ventil-Führungen und einen Satz Haupt- und Pleuellager.
Die Kurbelwelle sowie Kolben/Zylinder wurden vermessen. Die Kurbelwelle war nicht messbar verschlissen, Kohlen und Zylinder ebenfalls.
Da kamen nur neue Kolbenringe rein und alles wieder zusammengebaut.
Die Rumänien-Reise ging ohne irgend eine technische Auffälligkeit von statten.
):