willi

Aktiv
Ich muss immer wieder mal Zylinderbohrungen messen.
Eine Messspanne von 75 bis 100 mm würde reichen, mehr wäre natürlich besser.
Für den Privatgebrauch sollte es bezahlbar sein.

Gibt es eine Empfehlung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe auch so eine billige Subito und stelle die ein mit der Bügelmessschraube. Bügelmessschraube in eine sanfte klemme im Schraubstock. Und dann suchst du die kleinste Ausschlag am Subito. Erst mal hin und her bewegen, dann von vorne nach hinten. Und das so ein paar mal probieren bis du die wenigste Anweisung gefunden hast. Wie gesagt, fummelig aber durchaus machbar.
 
Ich mache sowas öfter. Ein China-Subito reicht. Die Originale von Schwenk sind natürlich besser, aber das lohnt sich nur für Gewerbebetriebe.
Endmaße habe ich auch, aber ein Mikrometer, vorsichtig in der Schraubstock gespannt, reicht.
Guggst du Video, so ab Minute 26.
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Das ist in meiner Heim-Kellerwerkstatt entstanden, nicht in der professionellen Uni-Werkstatt meines früheren Instituts.
Gruß
Frank
 
Aus der Anleitung eines deutschen Qualitätswerkzeugs aus ca. 1960er Jahren. Damals hielt man die Justierung mit einer Mikrometerschraube für den "normalen Werkstattgebrauch, selbst bei hohen Qualitätsanforderungen" für ausreichend.

Man bekommt so schöne alte Geräte oft gebraucht in gutem Zustand für wenig Geld, weil die Messungen heute in der gewerblichen Anwendung meist digital, schnell und über Schnittstelle dokumentierbar sein soll. Probleme? Verharztes Öl in der Mechanik, sonst keine. Ich finde sowas viel schöner als so China Zeugs, wobei das funktional genauso funktioniert.

Und weil oben gefragt wurde, wie man dann die Meßschraube prüft: Alternativ zu Endmaßen gibt es auch schöne alte Meßschrauben die ein passendes Kalibrierstück in der Kiste haben, mit ganz leicht balligen Auflageflächen, damit die Messung nicht durch Verkanten verfälscht wird.

Ich "brauche" sowas selten, 1-2 Mal im Jahr vielleicht, da spielt es keine Rolle, wenn es mit den alten Werkzeugen länger dauert. Für mich ist es immer schon Herausforderung die richtig zu bedienen und macht Freude wenn es gelingt. Habe von meinem Vater noch Lehrbücher, da kann ich das nachlesen. Sind ähnlich alt wie die Meßwerkzeuge.

Gruß
Marcus


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Ich stell mir einfach vor, wie so ein grauhaariger oller BMW-Fahrer mit seinen zittrigen Pfoten so einen "Subito" mit der Bügelmessschraube einstellt und dann verlässlich und wiederholbar das 1/100stel messen möchte.
Ok, vielleicht sind andere nicht so zitterig wie ich.
Andererseits, wird mit der selben Bügelmessschraube auch der Kolben gemessen, nur um das Kolbenspiel zu ermitteln, dann ists völlig wurschd, also die absolute Genauigkeit.

Aber, der Marcus hat da wiedermal ein sehr feines, edles Kästchen in seiner Werkstätte :sabber:
 
Ich stell mir einfach vor, wie so ein grauhaariger oller BMW-Fahrer mit seinen zittrigen Pfoten so einen "Subito" mit der Bügelmessschraube einstellt und dann verlässlich und wiederholbar das 1/100stel messen möchte.
Ok, vielleicht sind andere nicht so zitterig wie ich. ...
Hallo Holger,

da fühle ich mich doch direkt angesprochen! ;)

Kommst Du nächste Woche nach Hambach? Da würde mich ja mal ein Zittrigkeitsvergleich interessieren. :D

Habe mir gerade mal die Fingerspitzen angeschaut. Ganz ruhig sind sie nicht. Habe aber gerade 2 Stunden mit der Heckenschere gearbeitet.
 
wenn jetzt zur Zylinderbohrungsmessung noch Innenmessschrauben angesprochen werden, dann bin ich raus.
Da hab ich irgendwann teilweise wohl zu wenig gelernt, egal, ist halt so.
Hat vielleicht noch einer nen Kroeplin zum Messen?
 
wenn jetzt zur Zylinderbohrungsmessung noch Innenmessschrauben angesprochen werden, dann bin ich raus.
Da hab ich irgendwann teilweise wohl zu wenig gelernt, egal, ist halt so.
Hat vielleicht noch einer nen Kroeplin zum Messen?

Eigentlich muss so etwas heute alles digital sein, denn wenn man im richtigen Moment die Nulltaste drückt kann es spannend werden.
 
wenn jetzt zur Zylinderbohrungsmessung noch Innenmessschrauben angesprochen werden, dann bin ich raus.
Da hab ich irgendwann teilweise wohl zu wenig gelernt, egal, ist halt so.
Hat vielleicht noch einer nen Kroeplin zum Messen?
Hallo Holger,

bevor Du Dich jetzt, zumal bei dem heißen Wetter, unnötig aufregst: Claus hat nicht geschrieben, daß er eine Zylinderbohrung mit einer Drei-Punkt-Meßschraube kontrollieren will. Er hat lediglich darauf hingewiesen, daß diese Meßgeräte mit einem Einstellring kalibriert werden müssen!

Ich könnte mir denken, daß Du bei der Kontrolle der Zylinderbohrung auch die Ovalität abfragen möchtest. Und das geht eben nur mit einem Zweipunktmeßgerät. Right? ;)
 
So, jetzt komme ich nochmal als Hobbybastler mit etwas erweiterten Möglichkeiten:

  • @BlaueEmma / Holger du hast ja m.W. im "realen Leben" eine Zerspanungsfirma und hast meinen vollen Respekt für jemand, der das heute in DE macht und sich in der Auftragsfertigung mit der QS der Kunden rumschlagen muss.
  • Klar ist heute alles digital.
  • Als unsere alten 2V gebaut wurden, war die Welt noch anders. Warum nicht die Meßwerkzeuge einsetzen, die Mitte der 1970er aktuell waren, als der Gleitlager 2V-Boxer entwickelt wurde.
  • Wenn ich einen Zylinder und das Kolbenspiel prüfe, gibt es m.M. nix besseres als ein 2-Punkt Meßgerät. Den Durchmesser des Kolbens kann man dann mit der Meßschraube abnehmen und auf das "Subito" übertragen und dann den Zylinder abfahren. Da sieht man dann auch Ovalität und Balligkeit. Die Vorgaben stehen im WHB. Wobei: Der Kolben im BBK hat übrigens kalt so gut wie kein Spiel, das meßbar wäre. Ich glaube 2/1000. Eine Innenmeßschraube, möglicherweise noch 3-Punkt sehe ich in diesem Anwendungsfall gar nicht.
  • Wo das auch Sinn macht bzw. wo ich das nutze, ist die Prüfung von Grundbohrungen von Pleueln. Wobei ich immer nach Montage der Lagerschalen einen Check mit Plastigage - Streifen mache. Insbesondere wenn neue Pleuel montiert werden (BBK). Das war zwar letztlich immer überflüssig, weil passend, aber es hat mir ein gutes Gefühl gegeben.
Mir macht das Spass, auch wenn ich es nicht gelernt habe. Termor habe ich noch keinen. Mein Traum wäre noch eine etwas größere, noch kellertaugliche Drehmaschine. Derzeit habe ich nur so ein kleines Modellbaugerät. Bei uns im Dorf steht eine Emco Maximat V10P zum Verkauf, die könnte ich gerade noch in den Werkstattkeller bringen. Aber die schaut halt grottig aus. Mal sehen....

Gruß
Marcus
 
Bei uns im Dorf steht eine Emco Maximat V10P zum Verkauf, die könnte ich gerade noch in den Werkstattkeller bringen. Aber die schaut halt grottig aus. Mal sehen....
Hallo Markus,
auch eine grottige Drehbank läßt sich wieder einsatzfähig machen. Ist wie 2-Ventiler aufbauen und macht nacher genausoviel Spaß.

Grüße aus NÖ,
Franz
 
Vielleicht schau ich mir die Emco (made in Austria!) am Wochenende mal genauer an. Die hat hat ein paar Problemstellen. Zwei Pertinax-Zahnräder im Spindelkopf, sehr weiche Schaltgaben im manuellen Getriebe, die elektronische Geschwindigkeitsumschaltung usw.

Gruß
Marcus