Das schwarze Museum

Hallo Stefan,

habe die Lampe gerade mal zerlegt (Torx T8). Die Anschlussreihenfolge ist von links nach rechts:

Rot-Schwarz-Weiß

wenn man auf das Terminal draufschaut.

Das Terminal ist mit einem Silikon übergossen. Mag sein, dass die Drähte da nur eingesteckt werden. Sieht irgendwie nach Klemmfedern aus.

Foto folgt morgen.
 
Wie hast du das Blech abbekommen? Einfaches Abziehen ist nicht möglich, Gewalt will ich (noch) nicht anwenden. Haben die beiden seitlichen "Schlitze" direkt am Lampenkörper eine Bedeutung (Rastnasen oder so was?)


Danke!
Hallo Stefan,

Du entfernst die beiden Torx-Schrauben und dann lässt sich der Alukörper öffnen, der ist zweiteilig und ohne Rastnasen.
Vorher musst Du allerdings den O-Ring entfernen, der die Lampe gegen die Fassung dichtet. Der hält ansonsten die beiden Hälften zusammen.

PS: hoffe, dass ich Dich richtig verstanden habe. Sicherheitshalber: was meinst Du mit "Blech"?
 
Mit "Blech" meinte ich diesen "Fassungsring", der zusammen mit einem (angespritzten) Kunststoffkragen um das Lampengehäuse liegt. Der lässt sich mit Handkraft nicht abziehen und auch nur minimal drehen. Scheint also kein Bajonett zu sein. In den beiden Nuten des Fassungskörpers direkt an der eigentlichen Lampe sehe ich nur zwei Nasen (zur Positionierung), keine Rastfedern oder so etwas.
 
Das ist ein Steckverbinder. Wiederanschluss also ganz einfach.

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Und der Patient strahlt! (Gefühlt das doppelte einer H4-Glühlampe. Muss mir für solche Tests doch mal eine Sonnenbrille ins Labor legen...)
 
... Scheint also kein Bajonett zu sein. In den beiden Nuten des Fassungskörpers direkt an der eigentlichen Lampe sehe ich nur zwei Nasen (zur Positionierung), keine Rastfedern oder so etwas.
Doch, ist eine Bajonettverriegelung. Über die zwei Nasen, die Du erwähnt hast.

Ging bei meiner Lampe gestern sehr gut. Habe aber auch schon einen Handschuh benötigt. Das Blechteil des Adapterrings ist dünn und tut dann halt weh.
 
Vor 14 Tagen konnte ich einem, mit Getriebeschaden, in meiner Gegend gestandetem Urlauber mit einer 75/5 helfen, indem ich das Viergang-Getriebe ausgebaut und durch ein Fünfgang aus dem Regal ersetzt habe.

Das Getriebe habe ich jetzt geöffnet, aufgefallen ist, dass unter den Muttern des Getriebedeckels teils Beilagscheiben DIN 125 und teils Federscheiben DIN 137 waren. Wahrscheinlich wurde es schon mal geöffnet.

Zum Vorschein kam dann ein asymetrisches Rillenkugellager auf der Nebenwelle:

Anhang anzeigen 386917

Leider haben die Fragmente des Käfigs auch den Grund des Lagersitzes in Mitleidenschaft gezogen

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Eine Paßscheibe konnte ich da ebenfalls nicht finden.

Jetzt suche ich einen begnadeten Zerspaner, der das richten kann, der Lagersitz selbst scheint intakt, oder einen brauchbaren Getriebedeckel für ein /5 Getriebe.
Hallo Peter,

den Deckel könnte ich gebrauchen. Schon mehrere 4 Gang Getriebe habe ich dort auf Doppelreihig umgebaut und laufen ohne Probleme. Das Problem ist, meist geht die Zwischenwelle dabei hops. Die Deckel sind auch recht labil, mit ist einer bei der Montage durchgebrochen und suche nach Ersatz.

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Gruß
Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok: Mit der feinen Pinzette und unter dem Stereo-Mikroskop. Ist schon "fummelig klein".
Die Frage nach dem "Wie" hatte ich mir auch schon gestellt.

Ich hatte ja das Teil im Original vor mir. Also ohne die starke Lesebrille und eine zusätzliche Lupe wäre ich da auch nicht dran gegangen!
 
Das Stereomikroskop (mit Kamerakopf) hab ich mir schon vor über 10 Jahren für berufliche Untersuchungen angeschafft. Elektronik ist mittlerweile so klein geworden, dass sich manches selbst mit dem Makroobjektiv kaum noch dokumentieren ließ. Die Aufnahme des Steckverbinders ist damit gemacht worden, was man an der minimalen Schärfentiefe erkennen kann. (Nur der Kamerakopf könnte gern ein paar Pixel mehr haben. Aber die Teile (C-Mount) sind halt selbst aus China verflixt teuer.
 
Zündkerze fliegt

Es geschah bei einer R75/5, Baujahr 1970 mit ca. 125 000 km Laufleistung, soweit das nach 55 Jahren noch nachvollziehbar ist.

Beim letzten Kerzenwechsel fiel mir eigentlich nur auf, dass der Drehwinkel und der Momentanstieg beim Anziehen
mit dem DMS, 25 Nm, links sehr steil war, und rechts relativ flach.

Nach einer Tagesstrecke von 300 km und etwa 33 Grad tats während der Fahrt auf ein mal einen Höllenschlag und irgendein Brocken an einem Kabel ist mir um den rechten Fuß geflogen.
Das war die im Kerzenstecker baumelnde Zündkerze.
Das Gewinde im Kopf war zwar nicht völlig hinüber, aber eine Unterwegs-Notreparatur mit einer Ersatzkerze war nicht mehr möglich.

Schaut euch den Rest des Gewindes an der Zündkerze an, da seh Ich sehr deutlich eine Funkenerosion,
auch Restgewinde sieht ausgefranst aus.

Und nun ist mir auch klar, weshalb das Luder nur auf einem Zylinder anlief und dann ein bis zwei Minuten später das Steuerbordtriebwerk eingesetzt hat..
Diesen Fehler suchte Ich wochenlang, und habe weder Kraftstoffseitig noch an der Zündung (bei ausgeschraubter Kerze) etwas finden können.
Da war wohl eine Art von "Nach" Funkenstrecke, die erst warmlaufen musste.

Meine Gattin holte mich mit dem Schandwagen,
und am am nächsten Tag war die Reparatur mit einem Reparatureinsatz Innen 14x1,25, außen 16x1,25, (kein Helicoil),
bei nicht ausgebautem Kopf, weil Ich sehen wollte, ob das geht.
Kolben nach UT, Vorbohren mit 14er Spiralbohrer, wobei der tatsächlich noch gefasst hat, Gewinde 16x1,25 mit Fett am Gewindebohrer
eingeschnitten, alles über einige Zeit mit Pressluft und langer Düse ausgeblasen, mit einer neuen Kerze nebst Reparaturteil und etwas Dirko HT, weils grad da war, eingedreht, und dann, da die Stösseldichtungen auch nicht mehr so dolle waren, die Zylinder gezogen und die beiden Zylinderfüsse neu gedichtet
Es scheint so auch so, in der Not, zu funktionieren, es waren keine Späne oder Partikel im Brennraum.
Nebenbei bemerkt, alle meine Zündkerzen, darunter auch alte Bestände, haben 13,8 bis 13,85 mm Gewindeaussendurchmesser,
weil da Meinungen kursieren, es gäbe Kerzen aus Fernost mit deutlichem Untermass

In Erwartung neuer Überraschungen

Herbert


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....Und nun ist mir auch klar, weshalb das Luder nur auf einem Zylinder anlief und dann ein bis zwei Minuten später das Steuerbordtriebwerk eingesetzt hat.. ....

Herbert

Anhang anzeigen 387180
Mir gibt das Bild mehr Fragen als Antworten. ;)

Da der Massekontakt der Kerze über das Gewinde läuft, kann es daran nicht gemangelt haben - ist ja noch genug Gewinde vorhanden. Warum sollte sich also eine Funkenstrecke zwischen Gewinde und Kopf gebildet haben und dann noch ausgerechnet das höher schmelzende Eisen weggebrannt sein? War die Kerze überhaupt richtig eingeschraubt? Sonst hätte doch der obere, noch intakte Teil des Gewindes die Kerze im Kopf gehalten.
 
Folgende Antworten:
1. nein, ein Zusammenhang mit dem Kerzengewinde
2. Meine Vermutung ist, das der relativ gut aussehende Teil des Kerzengewindes gar keunen Kontakt zum Kopf mehr hatte und der Rest eine so schwache Überdeckung hatte, die sich dann wegerodiert hat.
Wie beschrieben, die Anzieherei war etwas weich...
Aber wissen tu Ichs auch nicht
 
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