Boxer rüttelt bei mittlerer Drehzahl

r12winnie

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20. Nov. 2021
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44
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Rhein-Neckar-Kreis
Hallo Boxerfreunde,
Trotz sorgfältiger Synchronisation und korrektem c0.wert rüttelt der Motor meiner R100 GS BJ 89 zwischen 2.500 und 3.000 Umdrehungen. und zwar nur in diesem Drehzahlbereich. Sonst läuft er sauber und ordentlich, Verbrauch etwa 5,7 l 100km
Hat das schonmal jemand gehabt und woran könnte das liegen?
grüsse, winnie
 
Meine rütteln immer, deshalb fahre ich die Boxer so gerne.
Wie macht sich dein bemängeltes "Rütteln" denn bemerkbar?
 
5,7 L/100km Verbrauch ist sehr gesund klein. Der Bereich 2500 -3000 1/min ist Resonanzbereich. Sehr gute Frequenz für Lenkerflattern. Wenn sie einen normalen Leerlauf hat und sonst gut läuft würde ich gar nichts machen.
LG :wink1:
Martin
 
Hallo Winnie
Ich denke das ist normal.
Auch bei meinen 2 Ventilern machen sich genau in dem Drehzahlbereich Vibrationen bemerkbar.

Eventuell Zündzeitpunkt, Verschraubung der Auspuffanlage (Verspannung), Heckrahmen und Motorhalterung kontrollieren.
 
Hallo Boxerfreunde,
Trotz sorgfältiger Synchronisation und korrektem c0.wert rüttelt der Motor meiner R100 GS BJ 89 zwischen 2.500 und 3.000 Umdrehungen. und zwar nur in diesem Drehzahlbereich. Sonst läuft er sauber und ordentlich, Verbrauch etwa 5,7 l 100km
Hat das schonmal jemand gehabt und woran könnte das liegen?
grüsse, winnie
Da ist alles in Ordnung.
 
Hat das schonmal jemand gehabt und woran könnte das liegen?

Wenn dich das Thema wirklich interessiert, sei die der Artikel von H. Heussler und D. Wisselmann in der MO BMW 97 ans Herz gelegt:


08_Teechnik_BMW_2V-Boxer_Vibrationen_41-Hertz-Problem.jpg
 
Na, dann bin ich ja beruhigt...sie ist ein fallert -modell, roadster-umbau mit 70 PS und 68 tkm, läuft ansonsten sehr gut. Es stört halt nur beim Beschleunigen. Konstantfahrt ist ok und der Lenker flattert auch nicht. bei höheren Drehzahlen ist das Phänomen sowieso dann weg. boxer for ever!
Danke für eure antworten und grüsse, winnie
 
Hallo Boxerfreunde,
Trotz sorgfältiger Synchronisation und korrektem c0.wert rüttelt der Motor meiner R100 GS BJ 89 zwischen 2.500 und 3.000 Umdrehungen. und zwar nur in diesem Drehzahlbereich. Sonst läuft er sauber und ordentlich, Verbrauch etwa 5,7 l 100km
Hat das schonmal jemand gehabt und woran könnte das liegen?
grüsse, winnie
@r12winnie
Servus, hast Du nur im Leerlauf oder auch im Teillastbereich - also während der Fahrt - synchronisiert?
Gruß vom Schoß
 
Bei mir ist das ähnlich: ST mit 1000er Siebenrock. Ab 2500 U/min. läuft sie sehr rau, hört sich in meinen Ohren auch total "verstellt" an. Ab 3000 U/min dann wieder ruhig, sämig. Ich habe schon mehrmals synchronisiert, die Abgasanlage gelockert und versucht verspannungsfrei zu montieren und die Zündung kontrolliert. Geändert hat sich bisher noch nichts. Vielleicht kann ich es einfach nicht, oder es liegt nicht an diesen Punkten.

Es ist halt deswegen unangenehm, weil man v.a. innerorts oder bei gemütlicher Fahrt in diesem Drehzahlbereich unterwegs ist.

Wenn du also etwas findest, schreibe es hier, ich werde es ausprobieren!

Viele Grüße,

Franz
 
Bei mir ist das ähnlich: ST mit 1000er Siebenrock. Ab 2500 U/min. Läuft sie sehr rau, hört sich in meinen Ohren auch total „verstellt“ an. Ab 3000 U/min dann wieder ruhig, sämig. Ich habe schon mehrmals die Abgasanlage gelockert und versucht, sie spannungsfrei zu montieren und die Zündung zu kontrollieren. Geändert hat sich bisher noch nichts. Vielleicht kann ich es einfach nicht, oder es liegt nicht an diesen Punkten.

Es ist halt so unangenehm, weil man va innerorts oder bei gemütlicher Fahrt in diesem Drehzahlbereich unterwegs ist.

Wenn du auch etwas findest, schreibe es hier, ich werde es ausprobieren!

Viele Grüße,

Franz
Hallo Franz,
einen fehler hatte ich gefunden: unterschiedlich schwere unterdruckkolben der vergaser. konnte ich mit kleinen u-scheiben ausgleichen. dann wurds erheblich besser... ww
 
Hallo Boxerfreunde,
Trotz sorgfältiger Synchronisation und korrektem c0.wert rüttelt der Motor meiner R100 GS BJ 89 zwischen 2.500 und 3.000 Umdrehungen. und zwar nur in diesem Drehzahlbereich. Sonst läuft er sauber und ordentlich, Verbrauch etwa 5,7 l 100km
Hat das schonmal jemand gehabt und woran könnte das liegen?
grüsse, winnie
Das haben alle meine Boxer mehr oder weniger.

Meine "leicht modifizierte" GS war da ganz extrem, ich konnte es aber mit penibler Zündungseinstellung und Vergaserabstimmung (eher weg von mager zu leicht fett im Teillastbereich) auf ein Minimum reduzieren (da haben aber mehrere Sachen zusammengespielt z.B. Auspuff)
 
Hans @hg_filder ,


magst du zu den Untersuchungen ein paar Sätze schreiben? Du warst doch auch dabei, als Testfahrer.

Habe den Artikel zufällig am vergangenen WE gefunden und gelesen und mich gewundert, warum er hier im Forum überhaupt noch nicht Thema war (oder habe ich den Fred verschlafen?)


41Hz.JPG41Hz.JPG
 
Hi,
außer, dass ich als Statist auf zwei Bildern zu sehen bin, habe ich bei dem Artikel keinen Beitrag geleistet. Nicht ganz: Mein Moped wurde auch mal zum testen gefahren.

Quintessenz für mich (bei Interesse bitte den Artikel lesen/Heft kaufen): Bauartbedingt muss es im Drehzahlbereich von 2.500 1/min (=41Hz) schütteln, da das die Resonanzfrequenz unserer Boxermotoren ist. Auf dem linken Bild kann man das Frequenzmessgerät mit FFT sehen. Das Verbrennunsgverfahren regt die Schwingung an, bei 2.500 kommt es in die Resonanzfrequenz und wird bei Last deutlich verstärkt.
Bei dem betroffenen Motor sind alle auch hier im Forum bekannte Maßnahmen umgesetzt worden, auch das Feinwuchten der KW inkl. Kupplungsteile, Kolben, Pleuel usw.. Auch das Wechseln vom schweren zum leichten Schwung brachte keine signifikante Verbesserung/Verschlechterung.
Durch das erstellte Berechnungsmodell des gesamten Antriebsstangs wurden verschiedene Lastsituationen durchgespielt, wodurch nachgewiesen werden konnte, das Angleichungen der Massen erst bei höheren Drehzahlen zum tragen kommen, d.h. diese Änderungen haben bei der niedrigen Drehzahl keine/kaum Auswirkungen.
Das wirkliche Problem ist die starre Verschraubung des Motors an nur einer Seite, sprich wäre der Motor in Gummielementen gelagert, könnten die Vibrationen deutlich verringert werden. Oder eben den Motor an weiteren Punkten verstärken, was aber ggf. weitere Probleme mit sich führen könnte. Ein Versuch mit einer weiteren oberen Motorlagerung verschob die Frequenz, behob das Problem aber nicht.

Schlussendlich konnte eine Linderung mit einer anderen Vergaserabstimmung und peniblen Synchro erreicht werden. Will sagen: Lindern: ja, eliminieren: nein

Maßnahmen (sind quasi kostenfrei): Motorbolzen korrekt anziehen (!!), Abgasanlage spannungsfrei montieren, Vergaser auch in Fahrt (2.500 1/min), nicht nur im Stand, synchronisieren.

Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Starre einseitige Verschraubung? Ist doch an beiden Seiten starr verschraubt und an welcher Stellschraube kann ich unter Last synchronisieren?
Ich verstehe das so dass der Motor nur unten im Rahmen verschraubt ist.

Synchrongerät während der Fahrt im Problembereich ablesen, falls korrigiert werden soll kurz stehen bleiben, nachjustieren und weiter Fahren um die Einstellung zu kontrollieren.

Ist doch ganz einfach 😉
 
Hab das bei mir eben mal gemacht.
Also Böhm Uhren auf den Tank geschnallt und warm gefahren. Die linke Stellschraube musste ich gleich mehrere Umdrehungen rausdrehen bis die Uhren gleich ausschlagen.
Ergebnis: läuft ruhiger.
Auch aus dem Standgas weicher.
Hatte das vorher immer nur im Stand gemacht und dachte alles gut.
Grüße Joe
 
Winnie, Dieses Thema interessiert mich sehr, da ich das gleiche Problem habe: Die Vibrationen setzen fast sofort bei 2500 U/min ein und lassen allmählich bis 3000 U/min nach, wo sie dann vollständig verschwinden. Ich persönlich fahre am liebsten im Drehzahlbereich zwischen 3500 und 4000 U/min, aber wenn ich mit einem Freund unterwegs bin, der ein langsameres Tempo bevorzugt, oder in der Stadt fahre, sind genau diese Drehzahlen mit den Vibrationen diejenigen, bei denen ich lande. Könntest du diesen Satz etwas näher erläutern, da er mir über den Übersetzer nicht logisch erscheint? Danke.
 
Hallo Joe,
mehrere Umdrehungen rausdrehen,
wie muss die wohl davor gelaufen sein?😳
Ob da bei der ersten Synchro nicht doch einiges schiefgelaufen ist?

Ich merke ohne Uhren schon wenn die Stellschraube eines Gaszuges nur eine 1/8 Umdrehung verstellt ist.
 
.... am einfachsten kann man den langsamer laufenden Zylinder ohne jedes Werkzeug so finden :
an den Gaszughülsen oben am Vergasereingang zubbeln(= etwas ziehen). Sofort merkt man, welcher Zylinder ruppig /zu früh und mehr läuft.
Zubbelt man am zu langsam laufenden, beruhigt sich der Motorlauf in Richtung vibrationsarm.
Den anpassen mit
- Leerlaufgemischschraube (max. Leerlaufdrehzahl)
- Gasschieberanschlagschraube (Leerlaufdrehzahl)
- Gasbowdenzugschraube (Synchronlauf schüttelfrei anpassen)
einstellen
LG :wink1:
Martin
 
Hallo Martin,
so ähnlich mache ich das auch.
Drücke aber mit der Fingerspitze bei verschiedenen Gasgriffstellungen (Drehzahlen) zart an das freiliegende Seil unten am Vergaser.
So sind kleinste Unregelmäßigkeiten im Motorlauf erkennbar.

Tippfehler nachträglich korrigiert
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Joe,
mehrere Umdrehungen rausdrehen,
wie muss die wohl davor gelaufen sein?😳
Ob da bei der ersten Synchro nicht doch einiges schiefgelaufen ist?

Ich merke ohne Uhren schon wenn die Stellschraube eines Gaszuges nur eine 1/8 Umdrehung verstellt ist.
Natürlich hat mich das auch gewundert.
Aber so schlecht lief die vorher nicht.
Hab sie mir wie schon geschrieben immer im Stand synchronisiert. Auch mal hochgedreht dabei. Beim Fahren zeigen die Uhren dann richtig Unterschiede.
 
Noch ‚ne Variante zu Martin und Fritz vom Rolf Theml aus den 80ern: Leicht auf Zug, wenn vorhanden mit der Feststellschraube fixieren, und wechselseitig leicht gegen den Bowdenzug schnippen.
Funktioniert seitdem. Nachstellen mit den Böhm-Uhren hat es bisher nur verschlimmbessert.
 
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