Hi,
außer, dass ich als Statist auf zwei Bildern zu sehen bin, habe ich bei dem Artikel keinen Beitrag geleistet. Nicht ganz: Mein Moped wurde auch mal zum testen gefahren.
Quintessenz für mich (bei Interesse bitte den Artikel lesen/Heft kaufen): Bauartbedingt muss es im Drehzahlbereich von 2.500 1/min (=41Hz) schütteln, da das die Resonanzfrequenz unserer Boxermotoren ist. Auf dem linken Bild kann man das Frequenzmessgerät mit FFT sehen. Das Verbrennunsgverfahren regt die Schwingung an, bei 2.500 kommt es in die Resonanzfrequenz und wird bei Last deutlich verstärkt.
Bei dem betroffenen Motor sind alle auch hier im Forum bekannte Maßnahmen umgesetzt worden, auch das Feinwuchten der KW inkl. Kupplungsteile, Kolben, Pleuel usw.. Auch das Wechseln vom schweren zum leichten Schwung brachte keine signifikante Verbesserung/Verschlechterung.
Durch das erstellte Berechnungsmodell des gesamten Antriebsstangs wurden verschiedene Lastsituationen durchgespielt, wodurch nachgewiesen werden konnte, das Angleichungen der Massen erst bei höheren Drehzahlen zum tragen kommen, d.h. diese Änderungen haben bei der niedrigen Drehzahl keine/kaum Auswirkungen.
Das wirkliche Problem ist die starre Verschraubung des Motors an nur einer Seite, sprich wäre der Motor in Gummielementen gelagert, könnten die Vibrationen deutlich verringert werden. Oder eben den Motor an weiteren Punkten verstärken, was aber ggf. weitere Probleme mit sich führen könnte. Ein Versuch mit einer weiteren oberen Motorlagerung verschob die Frequenz, behob das Problem aber nicht.
Schlussendlich konnte eine Linderung mit einer anderen Vergaserabstimmung und peniblen Synchro erreicht werden. Will sagen: Lindern: ja, eliminieren: nein
Maßnahmen (sind quasi kostenfrei): Motorbolzen korrekt anziehen (!!), Abgasanlage spannungsfrei montieren, Vergaser auch in Fahrt (2.500 1/min), nicht nur im Stand, synchronisieren.
Hans