Das schwarze Museum

Hallo Wolfram

Vom ersten Pass runter vom Melchsee bin ich erst nach der Schranke unten im Tal dazu gekommen, den 2. Gang einzulegen. Die Strasse ist allenfalls drittklassig und hat so enge Kehren, dass mehr als 30 nicht drin liegen. Den zweiten Pass habe ich im 2. Gang bewältigt, dort brauchte es etwas weniger Bremseinsatz.

Und ja, mir ist bewusst, dass ein fast 50-jähriges Motorrad nicht zum Pässebrennen reicht und das erwarte ich garnicht von ihr. Ich muss zu ihrer Verteidigung aber sagen, dass wir von der maximalen Zuladung nicht sehr weit entfernt waren.
Hallo Martin,

dann entschuldige bitte, daß ich aus Deiner Ausdrucksweise ein falschen Schluß gezogen habe!

Stephans Erkärung könnte ja die Lösung sein.
 
Hi Wolfram

Kein Problem, ich hätte erwähnen sollen, dass zwischen den Pässen etwa 45 Minuten Fahrzeit liegen. Egal, heute nach der Arbeit zur kalten Maschine hin, alles funktioniert wie gehabt. Bremse bremst, Rad dreht leicht wenn gelöst, Scheibe sieht nicht anders aus, als die vorderen (keine Verfärbungen o.ä.).

Stephans Erklärung klingt plausibel, wenn die Flüssikgeit so heiss wird, dass sie ggf. sogar kocht, kann der Druck bei vollem Behälter niegendwo hin. Der Stand war etwa in der Mitte.

danke euch beiden
 
Stephans Erklärung klingt plausibel, wenn die Flüssikgeit so heiss wird, dass sie ggf. sogar kocht, kann der Druck bei vollem Behälter niegendwo hin. Der Stand war etwa in der Mitte.

danke euch bebeiden
Wenn die Flüssigkeit kocht, entstehen Gasblasen und du trittst ins Leere. Meine Vermutung ist, dass die Rücklaufbohrung im HBZ dicht sitzt und sich dann der Druck aufbaut und die Beläge anlegt.
 
Mal 'ne blöde Frage: Die Flüssigkeit kocht ja nicht im HBZ, sondern in der Bremszange. Wenn die Rücklaufbohrung dicht wäre, könnte der Gasdruck der kochenden Bremsflyssigkeit ja auch nicht entweichen und würde für Zusatzbremswirkung sorgen, oder?
 
Also solange der Gasdruck kleiner ist als der Rückstellfederdruck, passiert nix, soweit ist mir das schon klar. Bin aber kein Physiker, kann also den in dem geschilderten Fall entstehenden Druck nicht wirklich abschätzen oder gar berechnen...
 
@Elefantentreiber

Wenn die Rücklaufbohrung dicht wäre, würde ich aber keine Bewegung der Bremsflüssigkeit beobachten, wenn ich die Bremse betätige (so wie der kleine Springbrunnen bei der Handarmatur)?
 
... weshalb man ja dann ins "Leere" tritt oder greift, wenn sich Blasen bilden.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass bei siedender Bremsflüssigkeit, u.U. die Bremsbeläge dauerhaft schleifen und da entsteht ja dann auch wieder etwas Wärme, und zwar dauerhaft.
 
@BlaueEmma

Also bei mir sind die Beläge ja angelegen und der Bremshebel in oberster Position bombenfest festgemauert. Die Bremsscheibe war heiss genug um ein Steak darauf zu braten und auch die Felge wurde ordentlich warm, zum Glück haben Reifen und Schlauch keinen Schaden davon abbekommen.

Und wie gesagt, gestern Abend nachdem die Anlage wieder kalt war, lief alles wie gehabt. Ich weiss auch, wie es sich anfühlt, wenn Luft in die Leitung gerät, bei meinem Peugeot 309 wurde einer der hinteren Bremszylinder undicht und hat auf jeden Pedaldruck Luft nachgezogen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einem älteren Traktor hier in meiner Nachbarschaft ging zeitweise das Bremslicht an, aber ohne dass jemand in der Nähe war. Es hat sich herausgestellt, dass der Ausgleichsbehälter über Max gefüllt und der Bremslichtschalter als Druckschalter ausgelegt war. Immer dann, wenn die Sonne ihr Dasein manifestiert hat, und der Winkel vom HBZ zur Sonne günstig war, haben die Bremsleuchten geleuchtet. Nachdem etwas Bremsflüssigkeit aus dem Behälter abgezogen wurde, war der Spuk vorbei.

Gruß Bernhard
 
Hallo Martin,

nach Allem was Du schilderst fällt mir nur ein, daß die Ausgleichsbohrung kurzzeitig durch einen Fremdkörper blockiert war und sich dann über die Volumenzunahme der Bremsflüssigkeit durch Erwärmung Druck aufgebaut hat. Du schreibst ja, daß der Bremshebel "bombenfest festgemauert" war, dann würde ich Luft im System ausschließen.
Jetzt ist die Bohrung ja wieder frei, sonst würdest Du nicht den "Springbrunnen" beobachten.

Meine Vorgehensweise wäre jetzt, die Bremsflüssigkeit zu wechseln, in der Hoffnung, daß ein eventuell vorhandenes Dreckkorn unten rausgespült wird. Was besseres fällt mir nicht ein. ;)
 
Kann man so sagen.

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Hat das nich vorher schon richtig Geräusche gemacht? So we die Kugeln aussehen. Wieviel hat das den weg? Das war wirklich in letzter Minute.
 
Ja...Paralever...unbekannte Laufleistung, bei dem Menschen, von dem ichs habe, rund 4000 Kilometer....als überholt gekauft via ebay....

Hat gut gerumpelt, aber den Fahrer wohl noch aus dem Urlaub heim gebracht.

Grüsse, Hendrik
 
Oder ist das bei/nach der Demontage passiert?
Ne...in der Tat nicht. Das Lager war halt völlig am Ende (naja, nicht ganz...die Kugeln waren ja noch drin), warum es bei solchen Schäden den Stahlkäfig mit zerlegt..keine Ahnung.
Vielleicht kommt noch ein Kugellagerexperte um die Ecke und erläutert das Schadensbild.

Gruss, Hendrik
 
Gibt es viele Dissertationen drüber.
Im Endeffekt randalieren die Kugeln eines defekten Lagers mangels Führung und dengeln den Käfig solange, bis der irgendwo anstößt und sich zerlegt.
Ist ziemlich schnell selbstverstärkend, wenn es einmal losgeht.
Man braucht schon ein wenig Erfahrung um ein ganz leicht defektes Lager von einem Guten/Neuen ohne Demontage zu unterscheiden.
Bei wichtigen Großlagern werden Temperatur und Schwingungen konstant gemessen und mit dem Neuzustand verglichen, ab einem Schwellwert wird dann das Lager getauscht.
Die Folgeschäden sind immer erheblich teuerer als die Lagerkosten.
 
Ich habe es nicht selber abgelassen, aber es war wohl viel Abrieb am Magneten und im Getriebe selber waren noch viele mehlige Rückstände...das Öl dort drin war dunkel mit Feenstaub.

Grüsse, Hendrik
 
Lagernadeln oder Kugeln können den Käfig komplett in "Staub" bzw. Abrieb auflösen, bzw. zermalt der Partner / Bolzen / Welle dann alles zu "Staub".
 
Hab heute meinen Lampenträger gewechselt, der alte war nicht mehr tragbar. (Wie sowas passiert)...

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Dabei ist mir dann die stümperhafte Verkabelung für die Ochsenaugen in die Finger gekommen. Die Kabel vom Baum hab ich hier schon auseinander gezogen. Das war blank und die Mäntel verschmolzen...
Dazu noch eine wunderschöne Verlängerung mit KFZ-Quteschdingens. Alles raus geschmissen und ordentlich gecrimpt. Natürlich war der linke Blinker bereits mit kürzerem Kabel. Mit der Schadstelle musste ich ein Stück einflicken. Rechts hat alles prima auch ohne komische Verlängerung gepasst.

Jetzt muss ich hinten mal nach den Widerständen schauen.

Schadstelle im Kabel
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Und abgeschnitten:
PXL_20260723_135723616.MACRO_FOCUS.jpg
 
Ich habe es nicht selber abgelassen, aber es war wohl viel Abrieb am Magneten und im Getriebe selber waren noch viele mehlige Rückstände...das Öl dort drin war dunkel mit Feenstaub.

Grüsse, Hendrik

Sah dann vermutlich aus wie bei mir aktuell…
Ich war mir unsicher, ob das surrende Geräusch schon immer da war, und dachte, ich lass mal das Öl ab.
Der Nachbar meint, das hält noch bis zum Winter 😀

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