Polfett, Polspray oder was auch immer gehört im Anschluss auf die trocken montierten Kontakte, welche auch immer.
Zum besser draufgleiten braucht es nix Schmierendes und ist eher kontraproduktiv.
Ja, so steht es auch in der TU (Technische Unterrichtung) von Bosch von 1974. Kann man so machen.
Besser ist es, sowohl die Polköpfe als auch die Polklemmen metallisch blank zu machen (z.B. mit 320er Schleifleinen), sie dann mit technischer, säurerfreier Vaseline oder dem Polschutzfett Ft40V 1 zu benetzen und erst dann die Polklemmen aufzuschieben.
Die Vaseline verhindert nicht den elektrischen Kontakt und erhöht auch nicht den Übergangswiderstand. Unter dem hohen Druck der Klemmen drückt sie sich dort weg, wo sie nicht hin gehört.
Sie verhindert jedoch den Sauerstoffzutritt und damit die Oxidation des Bleis der Polköpfe. Schmiert man die Vaseline erst nach der Montage der Klemme nur von oben drauf, verhindert man nicht den Sauerstoffzutritt von unten.
Mit Schmierung zum besseren Draufgleiten hat das nichts zu tun, hat ja auch niemand behauptet.
Wir haben hier schon des Öfteren über dieses Thema diskutiert. Anscheinend angeregt durch solch eine Diskussion, hat mir ein Forenkollege, ich glaube es war letztes Jahr und der Kollege heißt Alfred, seinen Nicknamen weiß ich nicht mehr, unaufgefordert seine Meßergebnisse geschickt. Er hat eine Schraubverbindung einmal mit und einmal ohne Vaseline durchgemessen und den Übergangswiderstand berechnet, quasi die Vierleitermethode, und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß die Vaseline den Übergangswiderstand nicht erhöht. Sehr gut sichtbar war die Reduzierung des Widerstandes bei einer Erhöhung des Anzugsmomentes, was widerum zu erwarten war.
Nicht nur deshalb bleibe ich bei meiner Vorgehensweise. Aber wie wird hier gerne geschrieben: Kann jeder machen, wie er möchte.
P.S.: Alfred, falls Du hier mitliest, schreib mir doch bitte mal oder ruf mich an. Finde leider Deine Kontaktdaten nicht mehr.