R80 G/S startet kalt nur widerwillig

OK, die alte graue Zündspule - mal ersetzen, die wird irgendwann Ärger machen. In dem Zuge bitte auch das Zündsteuergerät, denn die Serie kann mit niederohmigen Spulen eher schlecht umgehen.

Falls du für den Ersatz Tipps brauchst, melden.

Hans
Gerne!

Die Datenbank empfiehlt das Gerät von Hella,
Das gibt's gerade für 20 € ist aber Made in China
Das aktuelle Bosch Gerät Made in Taiwan gibt's für 25 €. Da muss laut DB aber der Kühlkörper umgearbeitet werden. Auf den Artikelbildern ist jedoch kein Unterschied zwischen Hella und Bosch zu erkennen. Was muss da denn geändert werden?

Bei den Zündspulen würde eine von den beiden nehmen.
Achim Gebhard wird sicherlich einen Grund für die 40 € Unterschied wissen :gfreu:
 
Achim Gebhard wird sicherlich einen Grund für die 40 € Unterschied wissen
Bei Achim bekommst du Komplettpakete inkl. Schrauben, Leitpaste für das Steuergerät und bei dem Zündspulen ggf. auch den Halter. Und ganz eigennützig unterstützt du mit dem Kauf den Weiterbestand des Forums, wenn du dei den Grünen (unsere Geweblichen) vorbeischaust.

Hans
 
Bei Achim bekommst du Komplettpakete inkl. Schrauben, Leitpaste für das Steuergerät und bei dem Zündspulen ggf. auch den Halter. Und ganz eigennützig unterstützt du mit dem Kauf den Weiterbestand des Forums, wenn du dei den Grünen (unsere Geweblichen) vorbeischaust.

Hans
Es wird eines von beiden Paketen werden.

Auch der Geber wird im Winter zu ihm wandern.

Wie hängt den ein Einkauf "bei den Grünen" mit dem Forum zusammen?
Gibt's da quasi wie eine Art Umsatzbeteiligung? :D
 
Wie hängt den ein Einkauf "bei den Grünen" mit dem Forum zusammen?
Gibt's da quasi wie eine Art Umsatzbeteiligung?
Ne, aber wer als Grüner bei uns gelistet ist, überweist dafür einmal im Jahr einen Beitrag, von dem wir unsere laufenden Kosten begleichen. In den letzten Jahren sind aber auch Unterstützungen von Usern anteilsmässig so weit gestiegen, dass wir den Fortbestand des Forums, was das finanzielle angeht, sehr positiv entgegensehen.

Hans
 
Die Kupferpaste wird an die Neuteile nicht mehr kommen.
Vom Lima Regler kann ich sie Abwaschen, wenn das Steuergerät neu kommt.

Da merkt man eben, dass ich bisher hauptsächlich alte Dieselmotoren beschraubt habe :D
Außer den Anlasser und evtl. Glühkerzen mit ihren dicken Leitungen gibt's da keine feine Kabel und Kontakte.
Von sonstiger Fahrzeugelektrik habe ich bisher immer die Finger gelassen...
 
Falls dich die Messungen an den Teilen interessieren:



Hans
 
Kabelbäume funktionieren ja, wie soviel andere Elektrik auch, hauptsächlich mit Rauch.
Als ich meine alte graue, und gerissene Zündspule an der G/S gegen ein Neuteil anderer Bauart austauschte, habe ich der etwas anders geformten Halterung keine ausreichende Beachtung geschenkt.

Auf einem Teil davon, ein etwas scharfkantig ausgeführtes Blechteil, ruhte der Kabelbaum, so wie er es zuvor auf der runden grauen Spule auch getan hatte.

Die Bewegung durch den Lenkkopf tat dann dort genau das, was der stete Tropfen mit dem Stein auch anstellt, und so kam der bereits erwähnte Rauch irgendwann aus dem Kabelbaum heraus. (Und den bekommst du dort ja auch nicht wieder hinein).

Damals gab es noch gute gebrauchte Kabelbäume zu einem fairen Kurs, aber die Arbeit hätte ich mir trotzdem gerne gespart.

Was ich mit der kleinen Geschichte sagen will, achte auf die Verlegung der Kabel im Bereich der neuen Zündspule, damit es dir nicht so ergeht wie mir.


Schönen Gruß und viel Erfolg

Christian
 
Polfett, Polspray oder was auch immer gehört im Anschluss auf die trocken montierten Kontakte, welche auch immer.
Zum besser draufgleiten braucht es nix Schmierendes und ist eher kontraproduktiv.
Ja, so steht es auch in der TU (Technische Unterrichtung) von Bosch von 1974. Kann man so machen.

Besser ist es, sowohl die Polköpfe als auch die Polklemmen metallisch blank zu machen (z.B. mit 320er Schleifleinen), sie dann mit technischer, säurerfreier Vaseline oder dem Polschutzfett Ft40V 1 zu benetzen und erst dann die Polklemmen aufzuschieben.
Die Vaseline verhindert nicht den elektrischen Kontakt und erhöht auch nicht den Übergangswiderstand. Unter dem hohen Druck der Klemmen drückt sie sich dort weg, wo sie nicht hin gehört.
Sie verhindert jedoch den Sauerstoffzutritt und damit die Oxidation des Bleis der Polköpfe. Schmiert man die Vaseline erst nach der Montage der Klemme nur von oben drauf, verhindert man nicht den Sauerstoffzutritt von unten.
Mit Schmierung zum besseren Draufgleiten hat das nichts zu tun, hat ja auch niemand behauptet.

Wir haben hier schon des Öfteren über dieses Thema diskutiert. Anscheinend angeregt durch solch eine Diskussion, hat mir ein Forenkollege, ich glaube es war letztes Jahr und der Kollege heißt Alfred, seinen Nicknamen weiß ich nicht mehr, unaufgefordert seine Meßergebnisse geschickt. Er hat eine Schraubverbindung einmal mit und einmal ohne Vaseline durchgemessen und den Übergangswiderstand berechnet, quasi die Vierleitermethode, und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß die Vaseline den Übergangswiderstand nicht erhöht. Sehr gut sichtbar war die Reduzierung des Widerstandes bei einer Erhöhung des Anzugsmomentes, was widerum zu erwarten war.

Nicht nur deshalb bleibe ich bei meiner Vorgehensweise. Aber wie wird hier gerne geschrieben: Kann jeder machen, wie er möchte.

P.S.: Alfred, falls Du hier mitliest, schreib mir doch bitte mal oder ruf mich an. Finde leider Deine Kontaktdaten nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
aus aktuellem Anlass geb‘ ich jetzt auch mal meinen Senf zum Thema „Fett in Steckverbindern“.
Fett gehört da nicht hinein! Gar nicht!

Dass es selbst Hersteller (mutmaßlich) nicht wissen, konnte ich gerade an einem neuen Motorrad aus EU-Produktion sehen.

Hätte der Hersteller doch besser auf das Know-How seines Lieferanten gehört.

IMG_4253.jpeg
 
Kabel mit Stecker, Spule und Steuergerät sind bestellt.

Die Zündung habe ich noch mal abgeblitzt:
Im Standgas sieht man die Markierung S, mit steigender Drehzahl "verdreht" sich das Schwungrad langsam bis dann bei etwa 2750 U/min mittig ein Z erscheint. Ab etwa 3000 U/min ist das dann am oberen Rand festgenagelt.
Die Drehzahlen kommen vom verbauten Motometer-Drehzahlmesser, wobei gleichzeitig ins Loch und auf den DZM gucken nicht möglich war und ich nach Gehör die Drehzahl konstant hielt zum Ablesen des DZM.
 
Hallo Achmill,

habe mit meiner Frage jetzt weniger Deinen beruflichen Hintergrund gemeint, sondern den technischen Hintergrund, der zu Deiner Feststellung führt. Der berufliche Hintergrund ist aber auch interessant.

Mit der Aussage: "Fett gehört da nicht rein", kann ich nichts anfangen, da mir die Begründung fehlt. Ich werde Dich per DN anschreiben und dann können wir uns ja dort austauschen.

Habe jetzt auch die Nachricht von Alfred wieder gefunden und mir seine Meßwerte nochmals angeschaut. Und die belegen, daß Vaseline zwischen den Kontaktflächen den Übergangswiderstand wenn überhaupt nur minimal verschlechtert. Manchmal war er sogar geringer als ohne Fett. Was wohl aber eher ein Indiz für die Streuung der Meßwerte ist. Das Ganze war auch nicht so einfach, da die Erfassung der sehr geringen Spannungsfälle ohne eine vorherige Verstärkung mit einem OP nicht möglich war. Und dann man gleich wieder Probleme mit dem Offset und der Temperaturdrift.
 
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