Andere Q, andere Fragen

Ja, das dachte ich auch zuerst und habe darüber mit ihm gesprochen. Aber das Lager sitzt ja auf dem Inneren Ring auf und der ist relativ schmal, außerdem ist zwischen Lager und Gabelbrücke ja noch ein - zugegeben ziemlich lappriger - Ring drunter, deshalb geht es vielleicht doch?

In meiner Wahrnehmung liegt die Vorspannung des Lagers und ein großer Teil der Last (statisch und dynamisch) auf diesem Lager. Der untere Lagerring kann sich IMHO nur gegen die untere Gabelbrücke abstützen durch die Fläche, die die untere Gabelbrücke udn der Lagerring gemeinsam haben. Ich diese Fläche vermurkst, kommt es zu "Melkschemelauflage" an drei Punkten mit einer hohen Flächenpressung. Diese hohe Flächenpressung verformt das Material, mit mindestens ständig vergrößertem Lagerspiel.

Ich hatte in "Werkstofftechnik und Industriebauteile" nur ne 3, bin aber sicher, dass es einen Grund hat, warum die untere Gabelbrücke so stabil gebaut ist (geschmiedetes Alu ist nicht spottbillig), warum bei der R51/2 ganz stikum die untere Gabelbrücke wegen Brüchen geändert wurde in einer Art "Rückrufaktion" und warum die (teuren) Kegelrollenlager verwendet werden, und nicht mehr die einfachen Cup&Cone mit Kugeln drin.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde das Ding dem Klingelanton mitgeben, und mir in der Bucht eine gute schiessen. Das mag aber gut & gern auch übervorsichtig sein. Bei Lenkung bin ich so.
 
Moin,

das Bild hat mich erschüttert. Kein Handwerker der auch nur etwas Stolz hat, gibt so eine Arbeit ab. :schock:

Nicht umsonst habe ich meinen Meissel anders geschliffen, einfach mit Maurerwerkzeug da reinhalten, war die falsche Art.

Ich würde mir die noch verbliebene Auflage genau ansehen und vorsichtig glätten, dann ein neues Lager aufpressen.

War grad noch mal schnell im Keller, die Lagerauflage umfasst ja nur die etwa halbe Breite der erhabenen Fläche an der Gabelbrücke, es sollte also, meiner Ansicht nach, kein Problem sein.

Gruß
Willy
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe diese doofe Lagerschale auch schon ein paar Mal gewechselt. Das ist ein doofer Job, keine Frage.

Es gibt Leute, die pressen das ganze Lenkerrohr nach unten durch. Da habe ich immer Schiß, daß sich dabei der Sitz des Lenkrohres in der unteren Brücke verdaddelt, dann ist aber Holland in Not, wenn sich das mal "in Situ" verabschiedet. Hitze ist bedingt hilfreich, weil das Lager am Lenkrohr klemmt, nicht an der Alubrücke.

Deswegen schleife ich den Lagerring mit dem Dremel vorsichtig an 2 gegenüberliegenden Stellen an, und gehe da mit scharfem Meisel drunter. Das funktionierte bislang immer recht ordentlich, es gab nur wenig Kratzer am Lagersitz der Gabelbrücke das fand ich vertretbar.
 
hallo Jürgen,

nur am Rande, der benutzte Meißel war ein Normalo und nicht so geschliffen, wie von Willy angegeben.
nun brauchst du einen nicht ganz so "kräftigen" (Hobby) Dreher,
der das Teil, falls es noch nicht verbogen ist, auf seine Bank einspannt und ca. einen mm von der Lagerring-Auflagefläche abdreht, was auch im Rahmen der Sicherheit absolut noch drinn ist.
dann das Lagerinnenmaß und das Steuerrohr-Aussenmaß für den Pressitz vermessen, und ggfalls zB. 0,01 mm den Lagersitz
runter polieren, DAS IST MACHBAR !
meine Augen sind nun voller Tränen.

gruß wolf
 
Beileid Jürgen,))):

ich würde mal behaupten, hättest du es selber versucht, würde die Brücke jetzt nicht so aussehen, weil es Deine ist...

grüße Guido
 
die Lagerauflage umfasst ja nur die etwa halbe Breite der erhabenen Fläche an der Gabelbrücke, es sollte also, meiner Ansicht nach, kein Problem sein.

Tach Willy,

ja, aus der Richtung habe ich auch gedacht. Ich schau mal, ob ich günstigen Ersatz finde, sonst nehm ich die Brücke glaube ich weiter.
 
Hi Guido,

Das stimmt sicher, ABER, ich hätte das Lager einfach nicht abgekriegt.

Na da wäre ich mir nicht so sicher, jeder von uns, hat irgendwann mal das erste Mal gehabt... klar ist einfach anders, aber die Tips hier kanntest du. Und mit der Beharlichkeit die du bis jetzt an den Tag gelegt hast, wäre auch das was geworden. Ich bin mir sicher auch wenn es länger gedauert hätte, DU hättest es geschafft())))
Und eins ist sicher, geht nicht, gibts nicht...
He Jürgen, tue dir ein Gefallen, gebe den Leuten NICHT dein neues Lager zum aufziehen:&&&:

grüße Guido
 
meine Augen sind nun voller Tränen.

Danke für das Mitleid Wolf, ich kann Dir Taschentücher reichen, habe gleich ein Großpack gekauft.

Wie schon eben geschrieben, ich schau mir den Sitz noch mal ganz genau an und entscheide dann
a) sitzt -> alte Brücke bleibt
b) wackelt und hat Luft -> andere Brücke (kosten unter 100 Euro in der Bucht, ist Lehrgeld)
 
He Jürgen, tue dir ein Gefallen, gebe den Leuten NICHT dein neues Lager zum aufziehen

grüße Guido

Wo denkst Du hin, wo bleibt denn da der Spaß am selber machen.

Ich habe mir schon alles zurecht besorgt was ich zum aufpressen des neuen Lagers brauchen werde. Hinweise und Hilfen habe ich hier genug bekommen und ich bin zuversichtlich, dass ich das hinkriegen werde.

Aber ich will insgesamt noch mal einen Stab für den Mechaniker brechen. Der arbeitet ja schon seit Jahren und er war wirklich baff, dass er es nicht selbst runter gekriegt hat. Wir müssen einfach annehmen, dass Wilhelm neulich recht hatte, es gibt es eben auch, dass Lager so scheiße fest sitzen.
 
HI

Ich verfolge den Fred mit großem Interesse. Respekt vor der Beharrlichkeit.:applaus::applaus::applaus:
Hat denn niemand eine passende Gabelbrücke, die er dem armen Mann für kleines Geld anbieten kann? Hier gibt es doch reichlich fleißige Jäger und Sammler mit Riesenbeständen im Keller... Ich würde es sofort tun, wenn ich eine hätte.
Schöne Grüße aus Ostbelgien

Zoltán

PS: Nach so einer ausgiebigen Schrauberei wird die erste (Probe)Fahrt doppelt und dreifach Spaß machen, versprochen! Und du wirst schwärmen: "Was für ein Lenkverhalten, was für eine Leichtigkeit, was für eine Präzision... Tatsache! Nur nicht aufgeben.

Selbst gemacht
man doppelt lacht
 
Hey Zoltán,

danke schön für die freundlichen Worte. Aber - zumindest was die Auflagefläche des Lager angeht - es ist keine andere Brücke nötig. Ich hab gemessen: Das Lager liegt mit ca 5mm auf, die unbeschädigte Fläche ist ringsrum größer als 5mm, lediglich an einer kleinen Stelle, diese aber direkt an der Einbuchtung zum Aushebeln, also nicht weiter schlimm ist die Auflage etwas schmäler. Allerdings hoffe ich, dass durch das meiseln nicht irgendwas in der Brücke unsichtbar beschädigt wurde oder es irgend einen Verzug gibt.

Und ja, ich freue mich wie Hulle auf die erste Fahrt, ich werde mit breitem Grinsen auf der Kuh sitzen.

Jürgen
 
Anhang anzeigen 95939
Ich habe lang und angenehm mit ihm gesprochen und er scheint mir ein zuverlässiger Mensch und guter Mechaniker zu sein, aber ich bin nicht so sicher wie er, dass ich diese Brücke noch weiter benutzen kann. Was meint ihr?

Gruß
Jürgen

sorry, ich würde da gar nicht lange nachdenken und diese Brücke " wieder dem Rohstoffkreislauf zuführen"
Bei Ebay bieten gewerbliche Händler komplette Steuerköpfe mit Lager und beiden Brücken zwischen 49 und 99 eur an.
Außerdem würde ich nach der ganzen Vorgeschichte die Karre auf einen Hänger packen und mir die Gabel von einer Werkstatt einbauen und die Lenkkopflager einstellen lassen.
Man muss nicht alles selbst machen und auch nicht alles selbst können, oder denken, das man es selbst kann oder können muss!
Irgendwann schleicht aus Unkenntniss ein Fehler ein, dann kann es richtig teuer oder richtig gefährlich werden.
Du bist mit deinen Arbeiten schon ziemlich weit gekommen, alle Achtung, aber irgendwann solltest du die Notbremse ziehen.

nix für ungut, ist meine Meinung
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Jürgen,

ich habe ja noch besagte verzogene Gabelbrücke in dem Dir bekannten Keller liegen. Da können wir ja mal die Flexerei zusammen durchziehen. Oder auch die weiter oben favoriiserte 'Keilerei'. ;)

Deine Weigerung, den Mechaniker ins Straflager zu schicken, kann ich durchaus nachvollziehen - aber es wäre mir selber schon verdammt peinlich gewesen, wenn ich Dir das Ding so zugerichtet hätte.

Was bleibt? Nicht jeder Profi kann immer alles besser als jeder Amateur. Selbst was zu lernen, lohnt sich immer.
 
Haben wir nicht alle mal so angefangen?

Willy

sicher haben wir, haben dazu gelernt und machen wir auch immer noch......
https://imagizer.imageshack.us/v2/381x286q50/r/41/pict1556j.jpg
hab auch heute wieder gefühlte 2 Stunden mit einem großen Gummihammer auf eine 30 Jahre alte Auspuffanlage eingeschlagen, bis ich das verrostete Biest endlich auseinender nehmen konnte...
Aber als Hobbyschrauber gibt es irgendwo sind auch Grenzen, die muss man kennen.
Das ist wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar ist das wichtig, ich kannte meine Grenzen nicht und ich hatte kein Internet.

Wir haben Sachen gemacht, wenn ich die hier erzähle, fliege ich raus....hab ja nicht mal ein Sicherheitstraining und das hätte ich damals sehr nötig gehabt.

Willy
 
sorry, wenn ich die Herren unterbreche ..... ;)


@JÜrgen:

Falls Du über ein Gebrauchtteil als Ersatz nachdenken solltest, kuckste bitterschön mal hin: Bei den meisten sitzt nämlich unten auf den Lenkrohr... ja genau... der bekannte Lagerinnenring. Warum das so ist, dürfte nun ja deutlich geworden sein. Und dann heißt es wieder: Same procedure ... :pfeif:

Ich würde daher, wie schon Herr Pannemann schrub, versuchen jemanden zu finden, der an der alten Brücke den Lagersitz etwas abdreht.
:oberl: Vorher aber prüfen, ob das geschundene Teil überhaupt noch gerade ist.
 
Hallo Wilhelm,

Bei den meisten sitzt nämlich unten auf den Lenkrohr... ja genau... der bekannte Lagerinnenring.

:gfreu:, ja, das habe ich schon gesehen. Ich glaube, wie ich weiter oben geschrieben habe, dass mein spezielles Lager einfach außergewöhnlich fest saß, ich habe ja selbst alles mögliche versucht und drum nehme ich auch den Mechaniker in Schutz. Deshalb schockt mich ein aufgestecktes Lenklager auf einer gebrauchten momentan nicht, weil ich glaube, dass ich unter normalen Umständen es selbst schaffe das Ding runter zu bekommen.

Ich würde daher, wie schon Herr Pannemann schrub, versuchen jemanden zu finden, der an der alten Brücke den Lagersitz etwas abdreht.
Ich habe ja nachgemessen, es ist genug Fleisch vorhanden, das Lager würde ringsrum voll aufliegen (es benötigt ca 5mm Auflage und die sind noch vorhanden). Ich würde es also so lassen, denke ich.

Vorher aber prüfen, ob das geschundene Teil überhaupt noch gerade ist.
Ja, das macht mir eher Sorgen. Aber wie prüft man, ob das nach allen Richtungen unverzogen ist. Da habe ich keine Idee. So eine Gabelbrücke hat ja Lenkanschläge drauf, und Standrohrdurchführungen, unten ist es sogar asymmetrisch, wie ich da genau vorgehen könnte...?


Jürgen

PS: Ich warte auf Post mit einem, wie war das, Nilos?-Ring, Lager und Werkzeug liegen bereit, wenn die Familie nicht rebelliert und der Spaßpostbote ein Päckchen bringt, dann beginnt heute der Zusammenbau.

Und weißt Du was: wenn ich bei der Probefahrt merke, dass da irgendwas komisch ist - dann bau ich es wieder auseinander - noch bin ich gut gelaunt.
 
Hi,

wenn die Gabelrohre durch gehen und mit der oberen Brücke fluchten, sollte alles Sahne sein.
Bei meiner fehlt ein Lenkanschlag, ist mal jemand mit gesürzt und dennoch ist sie in Ordnung.

Gruß
Willy
 
Außerdem würde ich nach der ganzen Vorgeschichte die Karre auf einen Hänger packen und mir die Gabel von einer Werkstatt einbauen und die Lenkkopflager einstellen lassen...irgendwann solltest du die Notbremse ziehen.
Ich habe keinerlei Problem stop zu sagen, das war ja, wie ich weiter oben sagte, auch der Grund die Sache aus der Hand zu geben. Aber bei den jetzt anstehenden Arbeiten sehe ich gar keinen Grund mir den Spaß des Selbermachens verderben zu lassen.

nix für ungut, ist meine Meinung
Die ich absolut in Ordnung finde.
 
Willy, mir graut vor Dir:gfreu:
Das wäre ein Punkt wo ich Herzrasen kriegen würde.

Lass mich überlegen....ich lag daheim auf dem Sofa und weigerte mich, vor dem Rennen die Klinik aufzusuchen, weil das linke Knie an Volumen zulegte und auch ein wenig schmerzte. Schumachers Ferrari aber tat mir den Gefallen schon früh den Löffel abzugeben, (ich glaube sogar in der Einführungsrunde) also Besen unter die Achsel, Sohn an die andere Seite und mal eben über die Straße in die Klinik gehumpelt.

"Ah, Willy, was haste gemacht"?
"Auf die Nase gelegt mit Dieters Motorrad."
"Oh, isses kaputt?"
"Nö, nur der Lenkanschlag aber mir tut mein Knie weh und wird dick."
"Ok, geh hoch, ich sag Bescheid!"

Dann wurde es schmerzhaft, "knöcherner Kapselabriss" und weil dick, musste punktiert werden. "Punktiert", das waren für mich so kleine Nadeln die man rundum reinsteckte, dieses chinesische Zeugs, halt, ich weiß auch nicht wie ich darauf kam.

Als ich dann eine Spritze, fast so groß wie eine Fettpresse in den Händen der Ärztin sah, dachte ich erst, die wollten mich verarschen aber die Minen rundum waren ernst und langsam erfasst ich meine, nicht glückliche Situation. Habe dann gedacht, die saugen mir die Kniescheibe raus.....:schock:.....selbst im Gesicht meiner Frau, dort als Krankenschwester auf der Intensiv tätig, fand sich ein Ausdruck des Bedauerns,....grad das stimmte mich aber noch nachdenklicher.

Eine Woche habe ich noch dort verbracht, dann mit einem Kniegelenk und Krücken entlassen. Richtig laufen konnte ich erst Monate später wieder, um eine OP, ein Diskussionsdrama für sich, kam ich aber herum und der Doc, dem die BMW gehörte, war in dem was seine Karre anging, recht schmerzfreil. Da er ja schon früher nie damit fuhr oblag es ja mir, das Ding zu warten und wenigstens hin und wieder zu bewegen. (Ist die 60/6 von der ich hier schreibe)

Was aber war geschehen?

Nun, nach einem Besuch bei Karl am Kanal, die Ruhrgebietler werden das kennen, versagte die BMW unterwegs ihren Dienst. Statt einen Schandwagen zu holen, beschlossen wir anzuschleppen. Kein Problem, alten Gurt den uns ein Autofahrer überließ um den Knubbel des Lenkungsdämpfers gelegt und mit der Hand dann am Lenker gehalten. Quer duch die Stadt, alles völlig problemlos als ich auf den Trichter kam, dass es auch über den Standstreifen der BAB gehen müsste, viel einfacher sogar, denn da gabs keine Ampeln und wir hätten rollen können bis Dortmund.
Leider schaltete mein Kollege, (CB 750 Four) mitten in der Auffahrt, ich war unaufmerksam, der Gurt verschob sich und als der Zug wieder einsetzte, verriss es mir den Lenker. Erst nach rechts, da brach der Anschlag und dann nach links und ich lag. Der Fehler war, den Sturz mit dem Bein abzumildern, so, kam die Überbeanspruchung und der Schaden zustande.

Dann haben wir doch noch den Anhänger geholt und die Maschine heim gebracht, erst danach begannen die Schmerzen.


So, dass auf die Schnelle, leicht OT.....:cool:

Willy
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das macht mir eher Sorgen. Aber wie prüft man, ob das nach allen Richtungen unverzogen ist. Da habe ich keine Idee. So eine Gabelbrücke hat ja Lenkanschläge drauf, und Standrohrdurchführungen, unten ist es sogar asymmetrisch, wie ich da genau vorgehen könnte...?

im einfachsten Fall mit einem Geodreieck.
Die Klemmung der Gabelrohre sind die Bezugspunkte. Die müssen in gleicher Höhe und rechtwinklig zum Rohr liegen.
 
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