Blinkrelais prüfen R100R

Es gab doch im Zubehör ein kleines elektronisches Teil, das man in das Originalgehäuse stecken und verdrahten kann ...
 
Diese Wehrle 54 210 001 stecken in jede K75 100 1100. Such mal im Internet was gebrauchtes, zB Kparts-holland.
Wenn du TA an Masse legst dann soll das blinken sowohl für Links als Rechts aufhöhren. Die Ursache des surrens ist oft eine slechte Kontaktverbindung. Wenn mann mit angeschlossenen Blinkerrelais und eingeschaltes Zündkontakt W mit C brückt dann blinken die Warnblinker. Mit Zündkontakt aus blinken die weiter biss die Brückung wieder weg ist.

Josef
 
Jau, das mit dem Joost-Teil ist ne echt günstigere Alternative ! (ca 50€)

Dank dafür !

Aber ich hatte in meiner Unwissenheit schon für 89€ das Motogadget Relay in der vorigen Woche bestellt.

Aber es brachte mich ein Freund noch auf die Idee die Lötpunkte auf der Platine des Altrelais nachzulöten !

Dummerweise ist mir diese einfache Idee nicht gekommen und ich hatte das Relay schon abgeräumt, wobei ich die halbe Diodenplatte stehengelassen habe um später Gegendruck erzeugen zu können beim Aufstecken des Kabelbaums.
Hierbei habe ich die dünnen Leiterverbindungen der Diodenplatte ebenfalls abgeschabt um später beim Löten keine ungewollten Verbindungen (Kurzschluss) dazwischen zu erzeugen.

>> und bei diesem Schaben und Reinigen der Leiterplatte habe ich wohl den vorigen Fehler des Relais gefunden: Die Lötstelle vom Anschluss des rechten Blinkers hatte Risse in der Verlötung ! ( waren vorher mit dem Auge nicht sichtbar)

An alle die nach mir kommen :

Lötet die Anschlüsse der Platine nach, bevor ihr neu investiert !!

Lieben Gruss und schöne Bikersaison von Christian

Muuuuuuhhhhhh
 
20260525_100047.jpg20260525_100220.jpg20260525_100101.jpg der Matsch auf den Kabeln ist Epoxydharz, das ich während des Abbindens mit nem (dreckigen) Stück Holz plattgedrückt habe, damit ich den nur 1-2mm breiten Schacht nutzen konnte.
Die beiden eingeklebten Streifen im Gehäuse dienen dem Gegendruck der Platine...
Das längere rote Kabel ermöglicht den Einbau einer externen Sicherung (10A) im Gehäuse.

Nicht sichtbar auf den Bildern ist das Auslegen des Gehäuses mit Moosgummi, zudem auch gleichzeitig eine Sperre zur Kabelanschlussleiste.

Und das neue digit. Relais ist mit Alufolie umwickelt um eine maximale Entstörung zu erreichen...
 
Ja, im Ernst. Eine Abschirmung gegen hochfrequente Einstrahlungen lässt sich so nicht bewerkstelligen. Jede Überlappung, die nicht niederohmig (niederohmig für Hochfrequenz!) mit dem Massepotential der Schaltung verbunden ist (z.B. verlötet oder bei Gehäusedeckeln durch eine durchgehende Reihe Federkontakte verbunden), wirkt tatsächlich eher als Antenne (sog. Schlitzantenne).

Im konkreten Anwendungsfall dürften "mäßig kleine" Abblockkondensatoren (keramisch / MLCC) im Bereich zwischen 10 nF bis ca. 100 nF zwischen den Eingängen der Blinkertaster / -schalter und Masse ausreichen. (Sinnvolle Position: an der Anschlussleiste "nach außen", also z.B. auf der in deinen Bildern zu sehenden Lochrasterplatine.)
 
Anhang anzeigen 404769Anhang anzeigen 404770Anhang anzeigen 404771 der Matsch auf den Kabeln ist Epoxydharz, das ich während des Abbindens mit nem (dreckigen) Stück Holz plattgedrückt habe, damit ich den nur 1-2mm breiten Schacht nutzen konnte.
Die beiden eingeklebten Streifen im Gehäuse dienen dem Gegendruck der Platine...
Das längere rote Kabel ermöglicht den Einbau einer externen Sicherung (10A) im Gehäuse.

Nicht sichtbar auf den Bildern ist das Auslegen des Gehäuses mit Moosgummi, zudem auch gleichzeitig eine Sperre zur Kabelanschlussleiste.

Und das neue digit. Relais ist mit Alufolie umwickelt um eine maximale Entstörung zu erreichen...
Moin, eine Sicherung IM Gehäuse? Halte ich nicht für die beste Idee. Im Falle eines Fehlers muss man bei der Fehlersuche das Gehäuse wieder aufpopeln, und das wird nicht allzu oft gehen.
 
... und wie hast Du die "Abschirmung" wirksam auf Masse gelegt ?
Ahh ja, voll erwischt - Danke für den Hinweis !

Nee, hab ich mir bisher noch gar keine Gedanken drüber gemacht.🤩

Also verstehe ich richtig ? : Folie raus oder auf Klemme 31 verlöten ( was schwierig ist da sich Alu wohl nicht löten lässt)

Das mit der Sicherung ' kann' dort separat eingebaut werden. Im Moment habe ich F4 am Fahrzeug getauscht von 15A auf 10A. Falls es zum Durchschmelzen der Sicherung kommt (gleichzeitiges Blinken und Hupen) wollte ich die Sicherung ins Gehäuse stecken. Ja ich weiß, dies ist fummelig.
 
Im konkreten Anwendungsfall dürften "mäßig kleine" Abblockkondensatoren (keramisch / MLCC) im Bereich zwischen 10 nF bis ca. 100 nF zwischen den Eingängen der Blinkertaster / -schalter und Masse ausreichen. (Sinnvolle Position: an der Anschlussleiste "nach außen", also z.B. auf der in deinen Bildern zu sehenden Lochrasterplatine.)
Das verstehe ich jetzt nicht...

Dient dieser Vorschlag der Abschirmung ?

Du schreibst " nach außen" verlegen, ich will doch aber im Relaisgehäuse verbleiben...

Meinst du zw. Masse (31) und TL,TR auf der Rest-Platine ?
Also jeder Tasterausgang bekommt einen Kondensator genannter Maße ?

Ich kenne mich mit Kondensatoren gar nicht aus, bin elektrisch eher Anfänger..
 
Habe noch keine Probefahrt gemacht, Relais liegt noch im Haus. Einmal im offenen Zustand kurz angelegt und getestet ohne Motorlauf oder gleichzeitigem Hupen.
 
Ich glaube nicht, dass irgendein halbwegs vernünftig konstruiertes Zubehör-Blinkrelais zusätzliche Abschirmungen oder Kondensatoren benötigt. Die Dinger werden ja zu Hauf auch von elektrischen Laien verbaut. Gäbe es da regelmäßig Probleme, wären entsprechende Teile ratzfatz weg vom Markt.

BTW, den Sicherungstausch von 15A auf 10A verstehe ich auch nicht. Warum tut man das? Da sind doch Probleme mit durchgebrannten Sicherungen in Sicht...
 
BTW, den Sicherungstausch von 15A auf 10A verstehe ich auch nicht. Warum tut man das?
Ich denke, da das Relais auf 100W arbeitet ist eine Sicherung von max. 10A notwendig. (100÷12,5V = nur 8A !)

Wenn das Fahrzeug auf 15A abgesichert ist können Fehlerströme bis 185W das Relais belasten und zerstören.

(Wer kennt das nicht zu Hause, augenblicklich wenn der Lichtschalter betätigt wird brennt die Glühbirne durch...)
Also treten beim Schalten Spitzenströme auf, die ein elektrisches Bauteil zerstören können.

Eigentlich hätte hier bei 100W mit 8A abgesichert werden müssen, aber der Hersteller hat wohl für sein Relay eine Sicherheitszone mit eingebaut, also kann es demnach bis 125W belastet werden.

So denke ich 10A ist zwingend nötig, gerade bei einem Altbike mit verschmutzten oder leicht korrodierten Schaltflächen.

Sieht das jemand anders ?
 
Durch verdreckte Kontaktflächen können am Schalter kleine Funken entstehen, Spitzenströme halt...

185W errechnen sich aus 15A x 12,5V
 
Ich denke, da das Relais auf 100W arbeitet ist eine Sicherung von max. 10A notwendig. (100÷12,5V = nur 8A !)

Wenn das Fahrzeug auf 15A abgesichert ist können Fehlerströme bis 185W das Relais belasten und zerstören.
Man kann es natürlich an den Haaren herbeiziehen - oder versuchen, es korrekt zu berechnen.

Der folgende Text ist nur für Interessenten (mögliche Fehlinterpretationen inklusive):

Das betreffende Relais ist auch für Warnblinker geeignet, d.h. in dem Fall kommen 4 x 21 Watt plus 3 Watt bzw. 2 x 3 Watt bei 2 Kontrollleuchten zum tragen. Macht in Summe 87 bzw, 90 Watt für die Leuchtkörper, den Eigenverbrauch der Elektronik setzen wir mal gegen 0. Die Leuchtkörperwerte in Watt beziehen sich auf 12 Volt.

Fahrzeugkomponenten werden normalerweise für eine maximale Belastung von 16 Volt ausgelegt, minimal sollten sie bei 10 Volt, besser 8 Volt funktionieren.

Bleiben wir bei dem höchsten Wert und machen eine Extremwertbetrachrung: Aus den vorhandenen Werten kann nun der Strom für 12 Volt errechnet werden, um dann den Widerstand zu berechnen. Mit I = (4x21+2x3) Watt / 12 Volt und R = 12 Volt / I kann dann der Widerstand bei 16 Volt der dann herrschende Strom abgeleitet werden: 10 A bei zwei Kontrollleuchten, 9,7 A bei einer Kontrollleuchte.

Da normalerweise 13,6 bis 14 Volt im Bordnetz vorhanden sind, liegen niedrigere Werte an. D.h. der Hersteller des Relais geht davon aus, dass bei einem höheren Strombedarf als 10 A vermutlich ein Fehler vorliegt. Die meisten Relais, mechanisch oder elektronisch, halten bis 30 A ab, bevor sie die Grätsche machen. Ausnahme: Es wird extra darauf hingewiesen.

D.h. es macht einen Unterschied, ob da steht „das Relais darf nicht mit mehr als 10 A belastet werden“ oder „das Relais sollte mit einer 10A Sicherung abgesichert werden“. Im zweiten Fall kann diese auch leicht höher sein.

Will man nun unbedingt sich auf die 10 A einlassen, so sollte ein eigener Stromkreis ab Klemme 15 gezogen werden, im Paralevermodell vernünftigerweise nach dem Entlastungsrelais. Sicherungskaskaden, d.h. mehrere Sicherungen hintereinander, sind zu vermeiden.

Hans
 
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