Pendel ab 140 km/h

Hi,

wer ein Moped, (Kürzel für Motor/Pedale) so frisiert dass es 150 läuft, muss sich nicht wundern, die sind für 40/45/50/60 und wenn sie von offenen 50ern abstammen, für 90Km/h ausgelegt. Nur mal so erwähnt....:oberl:

Meiner Erfahrung nach, spielen Lenker und Verkleidungen nur eine untergeordnete Rolle.

Bis auf die letzte von fünf GL1000 pendelten alle, egal ob Frontscheibe, lenkerfeste Verkleidung oder rahmenfester Halbschale mit Stummellenker, nackt mit hohem oder flachem Lenker. Nur die letzte die ich hatte lief bis Tacho 180 völlig ruhig, schneller war sie nicht und flach drauf legen fand ich schon immer albern.
Meine Laverdas pendelten in schnellen Kurven, Bol d Or zappelten und auch eine Z1100 Zephyr konnte es sich nicht verkneifen bei 200 ein wenig Bewegung zu zeigen. Mal gings früher los, mal später, was sie aber alle gemeinsam hatten war, dass sie mit Sozia hinter mir absolut ruhig bis zur möglichen Höchstgeschwindigkeit fuhren.
Meine 90/6 lag mit Stummel und rahmenfester Verkleidung ruhig, meine RS nackt oder mit S Cockpit auch, nur die damaligen Conti Zwillinge mochte sie gar nicht leiden, ab etwa 160 begann der Tanz, aber auch nur im Solobetrieb.

Ich kann mich noch gut erinnern, die Reifen habe ich auf meine 60/6, die damals noch einem Freund gehörte, aufgezogen, denn die schaffte das Tempo nicht. Mit Metzeler, damals die gängige Marke für die 2V, war dann wieder gut.

Natürlich waren die Lager vorn wie hinten ordentlich eingestellt, immer bestrebt die Kiste sicher fahren zu können.

Gruß
Willy
 
Wenn Du die 36 mutter gelöst hast mit einem Hammer und einem Stück holz als Zwischenlage drauf hauen. Damit löst Du die Verklemmung
Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese obere Passung des Lenklagers ist immer ein Krampf. Das Lenklager besteht aus Festlager ( unten) und Loselager( oben) mit leichtem Schiebesitz. Ich nenne es gerne " Saug-und-Schmatzpassung". Was BMW da bis zu den von den 248er Modellen übernommenen Gewindeeinstellungen nach Emil Schwarz abgeliefert hat ist grottenschlecht. Um diese Draufhauerei zu vermeiden hilft nur Nacharbeiten des oberen Lagersitzes am Gabeljochrohr. Mit 400er Schmirgel bekommt man da einen schönen.Schiebesitz hin.
 
Tja, du magst ja recht haben. Aber wenn die das im Werk Berlin auch so gemacht haben kann es so schlecht nicht sein. Fällt mir gerade ein, ich habe noch mehr gemacht. Das Rad ausgebaut. Die M10 Schraube von der unteren Gabelbrücke geöffnet . Die obere Blechgabelbrücke sollte gerade sein. Dann geprüft ob sich die Standrohre bewegen lassen. Jetzt erst die 36 Mutter eingestellt. Dann die 36 Mutter der beiden Standrohre angezogen, dann die Imbusschrauben. Natürlich waren die Schrauben bei dieser Aktion vom Blechbügel ( der zwischen den Gleitrohre) geöffnet .
Manfred
 
Tja, du magst ja recht haben. Aber wenn die das im Werk Berlin auch so gemacht haben kann es so schlecht nicht sein.
Dann erkläre DU mir bitte, was an dem vom Werk reingebastelten Pressitz, wo das Loselager nur mit den von Dir vorgeschlagenen Prellschlägen in Position gebracht werden kann, gut sein soll?

Du musst das nicht übernehmen, Du darfst gerne weiter auf Dein Lager eindreschen 👍
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese obere Passung des Lenklagers ist immer ein Krampf. Das Lenklager besteht aus Festlager ( unten) und Loselager( oben) mit leichtem Schiebesitz. Ich nenne es gerne " Saug-und-Schmatzpassung". Was BMW da bis zu den von den 248er Modellen übernommenen Gewindeeinstellungen nach Emil Schwarz abgeliefert hat ist grottenschlecht. Um diese Draufhauerei zu vermeiden hilft nur Nacharbeiten des oberen Lagersitzes am Gabeljochrohr. Mit 400er Schmirgel bekommt man da einen schönen.Schiebesitz hin.
Hallo Trybear,
Schiebesitz??
Oberes Lager demontieren und das Jochrohr am Lagersitz bearbeiten??
Aber wieviel???
Grüße
Uli
 
Da es sich um zwei Kegelrollenlager handelt, zweifle ich das Fest/Lose Prinzip mal an.
Beide Lageraussenschalen müssen gegen einen Bund gezogen werden, damit sich die Innenringe leicht vorspannen lassen.
ICH bin der Meinung, wenn da ein Lager radial Luft hat, dann ist das Murks.
Und dann bräuchte man auch keinen Auszieher oder Eintreiber.
Aber, ich schau jetz nicht nach. Das Lenkkopflager der BlauenEmma ist ok.
 
Da es sich um zwei Kegelrollenlager handelt, zweifle ich das Fest/Lose Prinzip mal an.
Beide Lageraussenschalen müssen gegen einen Bund gezogen werden, damit sich die Innenringe leicht vorspannen lassen.
ICH bin der Meinung, wenn da ein Lager radial Luft hat, dann ist das Murks.
Und dann bräuchte man auch keinen Auszieher oder Eintreiber.
Aber, ich schau jetz nicht nach. Das Lenkkopflager der BlauenEmma ist ok.
Es geht beim Schiebesitz um das obere Innenteil des Kegelrollenlagers nicht um die Lagerschalen im Lenkkopf. Die gehen latürnich nur mit Kukko oder Schweißraupe raus. Weil da bei den Japsen so viel Luft zwischen Lagerinnenteil und Lenkrohr war/ist ( hat sich bis Heute nicht geändert) hat der Emil Schwarz ja seine Lager auf der Einstellmutter erfunden, was BMW ja dann auch in die Serie 247, ab R100R glaub ich 🤷‍♂️, übernommen hat.
 
Hallo Trybear,
Schiebesitz??
Oberes Lager demontieren und das Jochrohr am Lagersitz bearbeiten??👍
Aber wieviel???
Grüße
Uli
Soviel, dass sich das Lager auf dem Joch eben saugendschmatzend schieben lässt. So mache ich es.
Ich denke, dass die Problematik dadurch entsteht, dass die Jochrohre nach der Fertigung noch eine Oberflächen- oder Festigkeitsbehandlung bekommen. Die durchgehend schwarze Oberfläche lässt das vermuten. Das wird den Durchmesserunterschied machen. Ist die Oberfläche metallisch blank, gehts schon besser.
 
"Soviel, dass sich das Lager auf dem Joch eben saugendschmatzend schieben lässt."
Eine schöne Beschreibung für den Bereich zwischen zu viel und zu wenig Spiel.
Einfach mal machen, es gibt Sachen für die braucht man Gefühl.
Das Kalibrieren des Jochrohres wenigstens im Bereich der Lagersitze war BMW zu teuer, nehme ich an.
 
"Soviel, dass sich das Lager auf dem Joch eben saugendschmatzend schieben lässt."
Eine schöne Beschreibung für den Bereich zwischen zu viel und zu wenig Spiel.
Einfach mal machen, es gibt Sachen für die braucht man Gefühl.
Das Kalibrieren des Jochrohres wenigstens im Bereich der Lagersitze war BMW zu teuer, nehme ich an.
Ja, ist schwierig zu beschreiben.. stimmt. Vielleicht jemanden dazunehmen der sowas schonmal gemacht hat. Ich könnte auch sagen: der Ring soll sich zäh, wie mit dickem Fett bestrichen, schieben lassen 🤷‍♂️
Mit der Vermutung des Jochrohres könntest Du wohl richtig liegen 😉
 
Moin Leute,
warum ich gefragt habe....
Hatte letztes Jahr erheblich Probleme mein neues LKL einzustellen.....
Alles sauber geputzt und gefettet, Brücke in Tiefkühle, unteres Lager auf Heizplatte.
Hat bis dahin alles geflutscht.
Brücke eingebaut (Ohne Gabelrohre etc.).
Nach WHB eingestellt.
Den Rest montiert.
Alles gut - spielfrei kontrolliert.
Probefahrt gemacht.
Nochmal kontrolliert - Lenkkopf wackelt.
Nachgezogen, neu eingestellt - Probefahrt - Lenkkopf wackelt..................
So ging das bestimmt 3 - 4 mal.
Habe dann die Rändelmutter angezogen bis ich nach 4 - 5 Probefahrten kein Spiel mehr fühlte.-........
Dazu mußte ich - von Hand - erhebliche Kraft aufwenden.
So fahre ich jetzt.
Prüfe es immer wieder.
Paßt noch.
Gabel dreht leicht (mit allen Anbauten).
Will mir das Lager nicht genau anschauen.
Sowas geht nicht unbeschadet dran vorbei.
Noch ist kein Rasten spürbar.
Das könnte eine mögliche Erklärung dazu sein.
Dank euch und Grüße
Uli
 
Für den Ralf.

LKL, die Reibwertmesserei ist ja toll, aber Du willst ja die RS nicht komplett zerlegen. Gut, das LKL kannst Du nur in zwei Richtungen verstellen. Mach es etwas loser. Auf dem Hauptständer sollte sich der Lenker leicht bis zum jeweiligen Anschlag drehen lassen. Noch nicht kontern. Abbocken. Rechte Hand an den Lenker, vorne Bremse ziehen. Zeigefinger linke Hand an die obere Schale des LKL. Jetzt mit mehren Stößen nach vorne, das Mopped in die Gabel drücken und fühlen, ob ob das LKL etwas Spiel hat oder nicht. Ggfs Spiel eliminieren.
Wenn es passt, LKL Einstellmutter kontern. Geht der Lenker immer noch leicht ? Wenn nicht alles nochmal lösen und das Spiel im LKL erhöhen.
Geht besser wenn ein 2ter Mann das Mopped nach vorne drückt.

Fahrwerkeinstellung
Wenn die RS hinten völlig zu tief hängt, zB. mit ausgelutschten Nivomaten (die ich garnicht mag), dann ist das auch eine pendelanfällige Fahrwerkseinstellung.
Also hinten hoch und Druck (Gewicht) aufs Vorderrad. Eigentlich macht das schon die Verkleidung. 😉

Viel Erfolg
Grüße
Claus
 
Fahrwerkeinstellung
Wenn die RS hinten völlig zu tief hängt, zB. mit ausgelutschten Nivomaten (die ich garnicht mag), dann ist das auch eine pendelanfällige Fahrwerkseinstellung.
Also hinten hoch und Druck (Gewicht) aufs Vorderrad. Eigentlich macht das schon die Verkleidung. 😉

Viel Erfolg
Grüße
Claus

Wenn ich irgendwo eine 2V fahren sehe, ist der Hinterreifen fast vollständig im Schutzblech verschwunden. Sehe ich jemanden der eine 2V vom Hauptständer nimmt, fällt sie tief in die Federn. Nun haben sie viel Negativfederweg aber die Kiste hängt und fährt sich für mein Empfinden sehr bescheiden.
Nicht immer aber meistens ist es so.

Federn durch vorspannen etwas anzupassen, davor schrecken wohl, warum auch immer, viele 2V Fahrer zurück.
Ich stelle hinten erst einmal auf größte Vorspannung, dann fahre ich eine Strecke mit unebener Oberfläche, Bodenwellen, Schäden in der Fahrbahndecke und so weiter, halte ab und zu an und stelle nach und nach zurück, bis es mir gefällt.
Vorn ist es nicht so schnell machbar, da haben sich für mich 2cm Vorspannung mit den Serienfedern als passend heraus gestellt.
Die Dämpfung mag ich eher etwas weich als zu hart, fahre ja keine Rennen oder meine Lieblingsstrecken nach der Stoppuhr.

Gruß
Willy
 
Ein hinten tief eintauchendes Rad vergrößert doch den Nachlauf des Motorrades. Wirkt ein größerer Nachlauf nicht gegen Pendeln?

Ich frage, ich weiß es nicht!
 
Für den Ralf.

LKL, die Reibwertmesserei ist ja toll, aber Du willst ja die RS nicht komplett zerlegen. Gut, das LKL kannst Du nur in zwei Richtungen verstellen. Mach es etwas loser. Auf dem Hauptständer sollte sich der Lenker leicht bis zum jeweiligen Anschlag drehen lassen. Noch nicht kontern. Abbocken. Rechte Hand an den Lenker, vorne Bremse ziehen. Zeigefinger linke Hand an die obere Schale des LKL. Jetzt mit mehren Stößen nach vorne, das Mopped in die Gabel drücken und fühlen, ob ob das LKL etwas Spiel hat oder nicht. Ggfs Spiel eliminieren.
Wenn es passt, LKL Einstellmutter kontern. Geht der Lenker immer noch leicht ? Wenn nicht alles nochmal lösen und das Spiel im LKL erhöhen.
Geht besser wenn ein 2ter Mann das Mopped nach vorne drückt.

Fahrwerkeinstellung
Wenn die RS hinten völlig zu tief hängt, zB. mit ausgelutschten Nivomaten (die ich garnicht mag), dann ist das auch eine pendelanfällige Fahrwerkseinstellung.
Also hinten hoch und Druck (Gewicht) aufs Vorderrad. Eigentlich macht das schon die Verkleidung. 😉

Viel Erfolg
Grüße
Claus
Eben: Eigentlich macht die Verkleidung ab 130 den Druck aufs Vorderrad. Daher kenne ich das Pendeln auch noch nicht. Stoßdämpfer sind i.O.
 
Eben: Eigentlich macht die Verkleidung ab 130 den Druck aufs Vorderrad. Daher kenne ich das Pendeln auch noch nicht. Stoßdämpfer sind i.O.
Verstehe ich jetzt nicht. Du schreibst doch Pendeln ab 140 km/h. 🤔
Ne RS ist eigentlich Recht unempfindlich gegen Pendeln. Im Vergleich zu anderen V2.
 
Hallo,
das sind verschiedene Probleme gemixt!
Natürlich verlängert ein eingetauchtes Heck den Nachlauf... Aber... bei einer dünnen Spagettigabel wie bei den alten
Kühen verringert sich beim weit Ausfedern die Überlappung Stand- und Gleitrohr...und es entsteht auch ein längerer Hebel der bei Längsrillen oder ähnlichem auf den nicht sehr stabilen Lenkkopfbereich wirkt. Zudem bewirkt die anströmende Luft Auftrieb und entlastet das Vorderrad wenn keine gut konstruierte Verkleidung wie die RS Verkleidung diesen reduziert. Mit S Verkleidung war meine /7 bei meinem damaligen Kampfgewicht von 65 Kilo Solo nur mit schwerem Tankrucksack über 150 zu fahren... Ohne Verkleidung mit RS Lenker ging das gut, mit hohem Tourenlenker auch nur mit TRS und drei Fingern am Lenker... Wenn dann noch Koffer dazukamen musste man schon kerngesund sein.....
Ich hab zum schnell fahren auf der Bahn damals immer das Heck so hochgedreht wie es ging und möglichst viel Gewicht nsch vorne gebracht.
Mit Sozia war das hingegen alles kein Problem..

Gruß
Kai
.
 
Meine R100S fährt mit neuen Reifen immer etwas eirig, das legt sich aber nach 100 km.
Ebenso pendelt sie mit Tankrucksach nie, ohne machmal ja.
Mit Sozia ist sie kurvenfreudiger als solo.
Erklären kann ich das aber nicht...

Conti Classic Attack ist mein Lieblingsreifen auf dieser Maschine.
 
Ein hinten tief eintauchendes Rad vergrößert doch den Nachlauf des Motorrades. Wirkt ein größerer Nachlauf nicht gegen Pendeln?

Ich frage, ich weiß es nicht!
Meine /6 pendelt auch ab etwa 130 km/h. Wenn ich mit meiner Frau als Sozia fuhr, war das Pendeln weg. Ob das durch den veränderten Nachlauf wohl zusammen hängt?
 
Hast Du hinten Gepäck drauf ist das recht steif mit dem Motorrad verbunden und die Pendelneigung verstärkt sich.
Mit Madame schaut das anders aus. Deren Oberkörper ist flexibel über die Hüfte mit dem Motorrad verbunden und schwingt etwas nach. Das dämpft die Pendelneigung. 🤗
 
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