Das Fazit
In der Datenbank

liegt seit einem Jahr ein Diagramm, in dem ich die Zusammensetzung des Rotorstroms aus den Strömen durch die LKL und aus der Diodenplatte dargestellt habe.
Mit den Möglichkeiten der Darstellung, die
EasyEDA mittels Spice bietet, hatte ich mich damals garnicht beschäftigt, der Editor war für das Erstellen der Zeichnung einfach nur praktisch.
Bekanntlich wollte ich mit der Pimp-LiMa, also dem zusätzlichen Einbau von zwei simplen Bauteilen, dem unsäglichen Leistungs-Nichts unterhalb 2000 1/min, das alle Leistungsdiagramme der LiMas seit 1969 zeigen, auf den Pelz rücken.
Einfacher Grundgedanke: mehr reinstecken, mehr rausbekommen.
Nach dem Einbau der Teile und einiger Fahrpraxis habe ich dann zufrieden registriert, daß ich stets mit einer derart proppevollen Batterie unterwegs bin, wie es in den letzten 20 Jahren nie der Fall war.
Aus reiner Neugier habe ich mir dann von Michael(MM) ein Zangenamperemeter geliehen und die Ströme gemessen, die da nach der Modifikation so im System unterwegs sind, genau gesagt am Massekabel zwischen Getriebe und Batterie.
Nach dem Ablesen des Amperemeters, und dabei kann man keine Fehler machen, war ich ziemlich baff.
Die Ergebnisse passten überhaupt nicht zu den seit 1969 publizierten Leistungsdiagrammen.
Diese Messungen sind übrigens noch immer jederzeit wiederholbar, die Ergebnisse reproduzierbar, ein Zangenamperemeter ums Massekabel genügt.
Aber wie ist das alles zu erklären ?
Mangels High-Tech-Equipment, nicht mal Strom in der Garage, habe ich dann versucht, mittels der Möglichkeiten, die Spice bietet, dem Rätsel auf die Spur zu kommen.
Diese Analyse mit Spice zeigt klar, daß mit dem mehr reinstecken auch mehr rauskommt.
Allerdings dummerweise in einem Drehzahlbereich, der im praktischen Fahrbetrieb keine Rolle spielt, von 1 1/min bis knapp über Leerlaufdrehzahl.
Also nur ein theoretischer Zugewinn, mathematisch belegbar, praktisch wertlos.
Aber woher kommt denn dann meine stets proppevolle Batterie, die ist schließlich real da ?
Ich habe sehr viel Zeit mit der Analyse verbracht, habe sorgfältig einzelne Parameter Schritt für Schritt variiert und mir die daraus folgenden Änderungen bei den Ergebnissen angeschaut.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, daß durch die direkte Verbindung der Zweige D und B, hergestellt durch den Arbeitskontakt des Relais, an der Batterie die maximale Spannung anliegt, die der Regler zulässt.
Bei der Serien-LiMa ist diese Spannung an dieser Stelle niemals möglich.
Dieser Unterschied genügt, damit die Pimp-LiMa die Batterie schneller und besser lädt als die Serien-LiMa.
Es gibt noch einen weiteren Faktor, der zu dieser effizienteren Batterieladung beiträgt.
Seine Größe mag marginal erscheinen, aber ein steter Tropfen höhlt bekanntlich einen Stein.
Bei der Pimp-LiMa beginnt der Regler erst bei einer etwas höheren Drehzahl als die Serien-LiMa mit der Begrenzung des Rotorstroms.
Ab diesem Zeitpunkt, und bis hinauf zur Höchstdrehzahl, läuft die Pimp-LiMa bei gleicher Drehzahl mit einem stärkeren Magnetfeld als die Serien-LiMa, liefert also mehr Strom.
Der Unterschied beträgt im Maximum nicht einmal 2%, er liegt allerdings in einem alltagsrelevanten Drehzahlbereich.
Auf der y-Achse der Grafik entsprechen 10mV 1%.
Mehr als diese beiden Faktoren braucht die Pimp-LiMa für eine effizientere Batterieladung nicht.
Wer an dieser Stelle einen erfolgreichen Gegenbeweis führen möchte, der braucht dafür allerdings ein anderes Universum mit anderen Naturgesetzen.
Gute Reise dorthin und einen schönen Aufenthalt dort, liebe "Experten".
Vielleicht wächst dort ja sogar Pfeffer...
Wer die bisher gezeigten Grafiken als meine Behauptungen diffamieren möchte, oder ihre Informationen als falsch und unwahr darstellen, der möge sich mit seinem Lamento bitte direkt an die Entwickler von Spice wenden.
Ich benutze deren exzellentes Analyse-Werkzeug lediglich.
Es genügt ein Druck auf Strg+R und die Ergebnisse liegen vor.