Probleme beim schnellen Gasgeben

Das war auch für mich die Lösung des gleichen Problems.
Das hat mich deswegen auch überzeugt aber das Motorrad hatte einen ziemlichen Wartungsstau. Die Vergaser waren lange nicht gereinigt worden. Kanäle waren zu, in den Düsenstöcken war viel Schmutz, die O-Ringe sind teilweise zerbröselt, die Leerlaufschrauben praktisch funktionslos und die Membranen verklebt. Insofern war es gut, erstmal alles in Ordnung zu bringen. Eigentlich würde ich es gern heute noch testen aber ich bin nachher bei meinem Cousin zum Geburtstag. Vielleicht schaffe ich es in der Woche, dann bin ich erstmal weg. Ich werde berichten. 😉
 
Ich weiß jetzt ich ob ich es schon geschrieben habe, für meine Vergaser habe ich einen Vergaserreiniger in der Sprühdose gekauft und nach Vorschrift angewendet, Dann nochmal mit Bremsenreiniger durchgeblasen, da kam einiges aus den Bohrungen. Auch heftige Verkrustungen n den Schwimmerkammern lösten sich recht zügig.

Gruß
Willy
 
Hast du die Vergaser selbst gereinigt ? Hattest du die Mischkammern auf ?
Bisher habe ich alles alleine gemacht. Meinst Du den Düsenstock, ja die waren beide ziemlich verschmutzt, oder die kleine Mischkammer unterhalb, neben der Leerlaufluftschraube? Da habe ich nur einen Durchpustetest gemacht, nachdem ich die Vergaser eine Stunde mit einem Speziallösungsmittel eingeweicht hatte. Da ist zumindest überall Luft durchgegangen. Kommt man da ran?
 
Ich weiß jetzt ich ob ich es schon geschrieben habe, für meine Vergaser habe ich einen Vergaserreiniger in der Sprühdose gekauft und nach Vorschrift angewendet, Dann nochmal mit Bremsenreiniger durchgeblasen, da kam einiges aus den Bohrungen. Auch heftige Verkrustungen n den Schwimmerkammern lösten sich recht zügig.

Gruß
Willy
Habe ich ähnlich gemacht. Ein Drosselklappenreiniger laut Beschriftung. Der löst aber alles ziemlich gut. Hab in der Werkstatt auch einen leistungsfähigen Kompressor, der zum Einsatz kam. Aber ich werde das alles nochmal überprüfen.
Gruß Jens
 
Die Mischkammer, vom Baron höchstpersönlich erklärt. Auch die nachfolgenden paar Beiträge sind interessant zu lesen.

Gruß Bernhard
Ja diese Tests hatte ich nach der Behandlung mit Spezialreiniger und Druckluft auch gemacht. Es kam überall Luft. Danach reagierten beide Vergaser perfekt auf die Leerlaufschraube. Vorher reagierte der rechte Vergaser gar nicht und links war das Standgas am höchsten, wenn die Schraube komplett reingeschraubt war.

Gruß Jens
 
Hier noch mal Infos zu den Ansaugschnorcheln: :db:

Der Vollständigkeit halber: Zündeinstellung wurde geprüft - auch die automatische Verstellung?

Zündzeitpunkt (drehzahlabhängig) °KW 6 ... 32 (Vorzündung)
Zündeinsteilung statisch °KW 6 vor OT
Verstellbereich °KW 26
Verstellbeginn mm-1 1500
Verstellende mm-1 3000
Mehrfach geprüft mit Stroposkop. Mich irritierte nur, dass die Z Makierung unruhig ist. Aber ein anders Mitglied, sagte mir jetzt, dass dies kein Problem ist.
 
Mich irritierte nur, dass die Z Makierung unruhig ist.
Du blitzt auf der Schwungscheibe/Kurbelwelle ab, der Zündfunken aber wird vom Zündversteller/Nockenwelle ausgelöst. Dazwischen befindet sich die Steuerkette, die kein starres Übertragungssystem ist, also „zittert” das Bild beim Abblitzen etwas. Das ist völlig normal, auch bei unverschlissener Steuerkette und deren Peripherie.

Ein bockstabiles Signal bekommst Du, wenn Du eine Aftermarket–Zündanlage mit PickUp auf der Lichtmaschine/Kurbelwelle verbaust, da das Signal hier von der gleichen Welle ausgelöst und abgelesen wird.

Gruß
Florian
 
Das klingt logisch. Dankeschön wusste ich nicht. Also brauche ich nur noch Zündspule, Kabel und Zündkappen überprüfen? Die neueren Zündanlagen zum Nachrüsten habe ich mir schon angesehen. Bin aber noch nicht überzeugt, dass die besser sind. Meine MZ'S haben noch Unterbrecherzündung, die stelle ich noch mit Zünduhr ein. Meine R65LS habe ich noch nie überprüft, da sie perfekt läuft. Deren Vorbesitzer (Schlosser) hatte Ventile, Zündung und Vergaser extra überholt und die läuft seit drei Jahren ohne Probleme.
 
Die neueren Zündanlagen zum Nachrüsten habe ich mir schon angesehen. Bin aber noch nicht überzeugt, dass die besser sind.
Das ist ein anderes Thema, das hier im Forum mannigfaltig dokumentiert ist. Daher nur kurz:
  • Der entscheidende Nachteil des originalen Hallgebers (neben der Montage auf der Nockenwelle) ist die nach wie vor vorhandene mechanische (und damit verschleißende) Zündzeitpunktverstellung mit Fliehgewichten und Federn.
  • Bei den komplett mechanikfreien Nachrüstanlagen gibt es zwei Sorten: Plug–and–Play mit festen, hinterlegten Zündkurven, von denen Du per Schalter eine auswählst. Oder frei programmierbare, bei denen Du die Kurven selbst erstellen kannst (und noch vieles mehr).
  • Wenn Du Dich da schlau machen willst, lauten die Begriffe für die Suchfunktion: „Sachse Srech” und „Ignitech”.
Viel Spaß beim Stöbern
Florian
 
Neben der größeren Hauptdüse (bzw generell verschiedenen Hauptdüsen) würde es sich vielleicht auch lohnen, die Nadelstellung mal zu variieren? Also klassische Vergaser-Einstell-Testfahrten.

Felix
 
Habe ich tatsächlich noch nicht probiert. Danke
Gut. Wenn das Kraftrad im Serientrimm ist, sollte keine Zauberei an Bedüsung, Nadestellung usw. nötig sein, damit sie vernünftig läuft.

Was man gut verkehrtrum montieren kann, sind die Vorzerstäuber, sprich, das Teil mit den Löchern, was im Venturiraum und in das die Nadeldüse gesteckt wird. Man sieht dann aber schnell Spuren in Form von Ausbrüchen an dieser Stelle.

Grüße, Hendrik
 
Gut. Wenn das Kraftrad im Serientrimm ist, sollte keine Zauberei an Bedüsung, Nadestellung usw. nötig sein, damit sie vernünftig läuft.

Was man gut verkehrtrum montieren kann, sind die Vorzerstäuber, sprich, das Teil mit den Löchern, was im Venturiraum und in das die Nadeldüse gesteckt wird. Man sieht dann aber schnell Spuren in Form von Ausbrüchen an dieser Stelle.

Grüße, Hendrik
Hab ich so wieder eingesetzt wie sie waren, die waren übrigens ziemlich verschmutzt. Hab mir aber auch mehrere Videos angeschaut, wie man die Bing Vergaser zerlegt, reinigt, zusammen baut und einstellt.
Mein Cousin arbeitet bei mir als Landmaschinenschlosser. Beim Frühstück meinte er, ich solle doch mal ne kleine Runde ohne Luftfilter fahren. Das brachte mich auf die Idee, den alten Luftfilter mal gründlich auszupusten und mal ne Runde damit zu drehen, da Florian das Problem ja mal nach dem Wechsel des Luftfilters hatte. Ich werde berichten, wenn es Erfolg hatte. Auch neue Schwimmer habe ich liegen. Sollten die nach 30 Jahren schon zu schwer geworden sein, wäre der Benzinpegel zu hoch. Ob das die Ursache sein kann, glaube ich zwar nicht, kann es aber am Bing Vergaser nicht beurteilen. Bei einer MZ hatte ich mal ähnliche Probleme durch einen allerdings zu kleinen Replikaschwimmer.

Gruß Jens
 
Das ist ein anderes Thema, das hier im Forum mannigfaltig dokumentiert ist. Daher nur kurz:
  • Der entscheidende Nachteil des originalen Hallgebers (neben der Montage auf der Nockenwelle) ist die nach wie vor vorhandene mechanische (und damit verschleißende) Zündzeitpunktverstellung mit Fliehgewichten und Federn.
  • Bei den komplett mechanikfreien Nachrüstanlagen gibt es zwei Sorten: Plug–and–Play mit festen, hinterlegten Zündkurven, von denen Du per Schalter eine auswählst. Oder frei programmierbare, bei denen Du die Kurven selbst erstellen kannst (und noch vieles mehr).
  • Wenn Du Dich da schlau machen willst, lauten die Begriffe für die Suchfunktion: „Sachse Srech” und „Ignitech”.
Viel Spaß beim Stöbern
Florian
Hallo Florian, ich nehme es mal vorweg. Am Ende war die Lösung wohl tatsächlich der Tausch der Hauptdüsen.
Ich habe heute alles nochmal auseinandergebaut, geprüft und eingestellt. Luftfilter, Schwimmer gewogen, Benzinniveau gemessen und die Düsen gewechselt wieder zusammengebaut. Ich habe die Zündkabel abgezogen, die Messinghülsen etwas aufgebogen und wieder reingesteckt. Jetzt sitzen sie schön straff. Ich habe auch beide Benzinhähne ausgebaut, zerlegt und wieder rangeschraubt. Die waren aber komplett sauber, wie neu. Dann habe ich die Zündung nochmal exakt auf "S" bei 900 Umdrehungen eingestellt.
Die einzig gravierende Änderung war aber der Wechsel der Hauptdüsen.
Dann hab ich eine Probefahrt gemacht und vom ersten bis zum letzten beschleunigen, lief sie fabelhaft. Reagiert perfekt auf's Gas egal bei welcher Drehzahl und in welchem Gang. Sie zieht sauber bis 7000 U/min.
Dankeschön an alle für Ihre Hinweise, ich hab viel gelernt über BMW 2 Ventiler. Die letzten 45 Jahre hab ich hauptsächlich an Simson, MZ, Trabant, Lada Niva und an vielen Traktoren geschraubt. Jetzt wird mir auch langsam BMW vertraut.

Gruß und Danke Jens
 
na endlich :applaus:
so ein oller 2Ventiler is doch wie ein alter Traktor und kein HeGSenwerk. Überschaubare, begreifbare Technik.
Also dann, der Quirl ist rechts ...
Wobei mir 900 U/min als Schandgas zu niedrig wären.
 
na endlich :applaus:
so ein oller 2Ventiler is doch wie ein alter Traktor und kein HeGSenwerk. Überschaubare, begreifbare Technik.
Also dann, der Quirl ist rechts ...
Wobei mir 900 U/min als Schandgas zu niedrig wären.
Offensichtlich bin ich der einzige, der gern mit niedrigem Standgas fährt. Oder? Ich hab sie danach wieder auf 800 gedreht. Sie läuft auch mit 700 U/min noch rund. BMW gibt ja eine relativ große Spanne an und die Motorbremswirkung ist deutlich besser.
 
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