Moin Norbert.
Da sind augenscheinlich 2 Phänomene zu betrachten:
1. vergrößerte Ventilschäfte
2. verändernde Ventilspiele
Dabei ist aufgefallen, dass die Auslassventile beide oben so dick sind, dass sie nicht mehr durch die Führung passen.
Das eine nur ganz oben.
Das andere schon im Bereich der Ventilkeile.
1.
Wenn der Ventilschaft "ganz oben" zu groß geworden sein sollte, dann paßt das aber nicht zu Deiner Aussage:
Die sind auch in Ordnung!
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, vergiß bitte DEINE Bewertung, sondern stell mal Bilder den Schaftendflächen ein.
Du kannst zusätzlich mal die Bereiche, die nicht durch die Führung passen, mit dem Fingernagel überfahren, irgendwo muß dann ja ein Grat fühlbar sein.
Der ganz oben am Rande der Ventilschaftendfläche käme z.B. von fehlerhafter Betätigung durch den Kipphebel und einer u.U. nicht korrekten Härtung.
Den Bereich der Ventilkeilnut kannst Du ebenfalls so untersuchen.
Falls es sich um das Ventil mit der gebrochenen Feder handeln sollte, ist die Sache klar: Federdruck weg - Keil wird nicht mehr zusammen gedrückt - schlackert noch ein paar mal auf den unteren Bereich des Einstichs (Keilnut) und wechselweise auf den oberen. Folge: es bilden sich Grate.
Handelt es sich um andere Ventile (mit korrekter Feder), dann paßt der Ventilkeil vielleicht nicht zur Nut und verursacht so den Grat.
2.
Für die veränderten Ventilspiele kommen mehrere Ursachen in Betracht. Zuviel jedenfalls um das hier aufzuschreiben.
Wenn dem Ventil am oberen Ende Härte fehlt, dann steht zu vermuten, daß auch am Teller was nicht stimmen könnte.
Oder am Ventilsitz.
Ohne Dokumentation des ausführenden Betriebes kannst Du da nix nachvollziehen und eigentlich nur von der Nockenwellenlagerung über die Nockenwelle (Original ?) und den Nockenfolgern, -stößelstangen über die Kipphebel alles verfolgen, prüfen und vermessen.
Nockenwelle könnte umgeschliffen sein und der Nocken nicht ballig, Stößel könne erleichtert sein mit Alukappe, die sich löst im Presssitz, die Stahlstücke können im Alu der Stoßstangen wandern, je nach Stellung der Kipphebellager kann eine Nadel fehlen und unterschiedliche Lagerung verursachen... usw.
Selbst ein sich lösender Zuganker kann Dir das Spiel verhageln.
Ebenso ein "weich" gewordener Kipphebel (beginnder Riß) oder ein vergnaddeltes Gewinde der Ventileinstellschraube.
All das müßtest Du prüfen.
Das ist eine Arbeit für einen Motorenbauer, da hast Du als Laie kaum eine Chance, sowas sicher herauszufinden.