Ventilfeder gebrochen

Hallo,
Israel ist richtig.
Das ist 27tkm her und mehr als Kopfüberholung weiß ich nicht mehr
Der gesamte Ventiltrieb ist irgendwie "instabil". Es kommt keine Ruhe da rein. Nachdem ich gemerkt habe, dass ich dauernd einstellen muss, habe ich das mal notiert:
20260419_120249.jpg
Stößel einwandfrei, Stößelstangen in Ordnung, kein Axialspiel der Kipphebel.
Mir fällt nur noch die Nockenwellenlagerung ein???
Gruß Norbert
 
Diese Materialbrüche an unseren 2-V Motoren werden mehr, das habe ich doch schon öfters gesagt. Ich denke nur irgendwann wird Alles alt und spröde, merkt ihr das bei euch nicht:D.
Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Genau so ist es, nicht lange rumjammern, schaden feststellen, erneuern , und weiter fahtren.

Im Bild die Feder vom Torsionsdämpfer Kardanwelle Zweiarmschwinge. Das die einmal auffällig wird hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Die Belastung im Vergleich zu einer Ventilfeder, da denkt man doch: die hält ewig.

gruss peter

Kardanwelle_Riss_in_Feder.JPG
 
Moin Norbert.

Da sind augenscheinlich 2 Phänomene zu betrachten:
1. vergrößerte Ventilschäfte
2. verändernde Ventilspiele

Dabei ist aufgefallen, dass die Auslassventile beide oben so dick sind, dass sie nicht mehr durch die Führung passen.
Das eine nur ganz oben.
Das andere schon im Bereich der Ventilkeile.
1.
Wenn der Ventilschaft "ganz oben" zu groß geworden sein sollte, dann paßt das aber nicht zu Deiner Aussage:

Die sind auch in Ordnung!
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, vergiß bitte DEINE Bewertung, sondern stell mal Bilder den Schaftendflächen ein.

Du kannst zusätzlich mal die Bereiche, die nicht durch die Führung passen, mit dem Fingernagel überfahren, irgendwo muß dann ja ein Grat fühlbar sein.
Der ganz oben am Rande der Ventilschaftendfläche käme z.B. von fehlerhafter Betätigung durch den Kipphebel und einer u.U. nicht korrekten Härtung.
Den Bereich der Ventilkeilnut kannst Du ebenfalls so untersuchen.

Falls es sich um das Ventil mit der gebrochenen Feder handeln sollte, ist die Sache klar: Federdruck weg - Keil wird nicht mehr zusammen gedrückt - schlackert noch ein paar mal auf den unteren Bereich des Einstichs (Keilnut) und wechselweise auf den oberen. Folge: es bilden sich Grate.
Handelt es sich um andere Ventile (mit korrekter Feder), dann paßt der Ventilkeil vielleicht nicht zur Nut und verursacht so den Grat.

2.
Für die veränderten Ventilspiele kommen mehrere Ursachen in Betracht. Zuviel jedenfalls um das hier aufzuschreiben.
Wenn dem Ventil am oberen Ende Härte fehlt, dann steht zu vermuten, daß auch am Teller was nicht stimmen könnte.
Oder am Ventilsitz.

Ohne Dokumentation des ausführenden Betriebes kannst Du da nix nachvollziehen und eigentlich nur von der Nockenwellenlagerung über die Nockenwelle (Original ?) und den Nockenfolgern, -stößelstangen über die Kipphebel alles verfolgen, prüfen und vermessen.
Nockenwelle könnte umgeschliffen sein und der Nocken nicht ballig, Stößel könne erleichtert sein mit Alukappe, die sich löst im Presssitz, die Stahlstücke können im Alu der Stoßstangen wandern, je nach Stellung der Kipphebellager kann eine Nadel fehlen und unterschiedliche Lagerung verursachen... usw.
Selbst ein sich lösender Zuganker kann Dir das Spiel verhageln.
Ebenso ein "weich" gewordener Kipphebel (beginnder Riß) oder ein vergnaddeltes Gewinde der Ventileinstellschraube.

All das müßtest Du prüfen.
Das ist eine Arbeit für einen Motorenbauer, da hast Du als Laie kaum eine Chance, sowas sicher herauszufinden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stephan,
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Mit "in Ordnung " meinte ich die Auflagefläche der Ventile sowie der Kipphebel.
Grade sind sichtbar am unteren Rand des Ventilkopfes und beim anderen Ventil an den unteren Rändern der Keilnuten.
Die Zuganker nehmen das Drehmoment gut an.
Die Kipphebel /5 haben keine Nadellager, aber auch kein Spiel.
Die gebrochene Feder ist am rechten Einlassventil.
Die Nockenwelle ist original und sieht einwandfrei aus.
Die Stössel sind auch original und sehen auch sehr gut aus.

Aber Du hast recht, da sollte ein Fachmann ran. Ich plane das für den nächsten Winter ein.
Gruß Norbert
 
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