Ok, 1,9 cm wär aber n büschen wenig, oder?
Da muss sich mal jemand in Ruhe hinsetzten.
Oder, wir lassen es dabei, was funzt ist richtig, verstehen muss das keiner der es nur benutzt.
Hallo Holger,

Deine Berechnung kenne ich nicht. Ich habe Dir lediglich eine offensichtliche falsche Voraussetzung aufgezeigt.

Du mußt auch berücksichtigen, daß die GS keine Geradwegfedrung hat. Das Federbein steht ja schräg und das reduziert die wirksame Federrate erheblich. Außerdem ändert sich der Winkel dieser Schrägstellung beim Einfedern, was zur Folge hat, daß sich die wirksame Federrate beim Einfedern kontinuierlich ändert.

Gerade Letzteres erschwert die rechnerische Abhandlung des Themas deutlich. Insofern schließe ich mich gerne Deinem letzten Satz an! ;)
 
Je schräger die Federbeinstellung umso kürzer ist auch dessen erforderlicher Weg gegenüber jenem am Rad.
Folglich ist, denke ich, in dem Fall auch eine härtere Feder erforderlich.
Oder sollte ich damit falsch liegen? 🤔
 
zum Thema Federrate.
Ich les hier immer 75er Feder zu hart oder so. Mein YSS in der G/S hat nach Angabe 80 und ich finds weich.
Wird da evtl. mit unterschiedlichen Waagen und Meterstäben gemessen? Oder ist die Angabe gar keine Federrate in N/cm sondern einfach eine Herstellerkennzeichnung?

Und wenn ich dann mal so überschlage 100kg sind 1000N. Das ergäbe dann, bei 0 Vorspannung und Gewichtsverteilung vorne hinten 1:1 einen Federweg von 6,25 cm
Also allein beim Draufsitzen und ohne Gewicht der Maschine schon das Drittel aufgebraucht.
Mit Maschinengewicht dann ca. 19cm.
Das kann doch nicht sein.
Die Geometrie von Schwinge und Anstellwinkel des Federbeins spielen da eine Rolle? Oder nicht, weil sie sich gegenseitig aufheben?

Maschinenbauer, Schlosser, Physiker und gerne auch Mathematiker mit Zeit, erklärts mir mal, bitte.

Gruss vom kleinen, dicken und manchmal dummen Holger
Das Übersetzungsverhältnis Federweg Fahrzeug/Einfederweg Federbein beträgt ca. 2/1
 
Je schräger die Federbeinstellung umso kürzer ist auch dessen erforderlicher Weg gegenüber jenem am Rad.
Folglich ist, denke ich, in dem Fall auch eine härtere Feder erforderlich.
Oder sollte ich damit falsch liegen? 🤔
Damit liegst Du richtig. Das bedeutet wiederum im Umkehrschluß, daß die verbaute Feder in senkrechter Richtung am Hinterrad in ihrer Wirkung "weicher" wird.
 
Das Übersetzungsverhältnis Federweg Fahrzeug/Einfederweg Federbein beträgt ca. 2/1
Und das auch noch degressiv...
Hilft alles nix.
Fahrwerksgrundeinstellung machen mit 1/3 Negativ-Federweg bei aufsitzendem Fahrer.
Wenn das Federbein weniger einsinkt als dazu notwendig, dann ist es zu hart. (Federrate zu hoch)
Wenn es mehr einsinkt dann ist es zu weich.
Mehr muß man eigentlich nicht wissen als Fahrer/Anwender.
 
Hallo Wolfram

Das erkannte schon Velocette vor über 70 Jahren bei den Venom Modellen und brachte oben an der Federbeinbefestigung eine Kulisse für eine veränderbare Schrägstellung an.👍

IMG_1040.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
....Fahrwerksgrundeinstellung machen mit 1/3 Negativ-Federweg bei aufsitzendem Fahrer.
Wenn das Federbein weniger einsinkt als dazu notwendig, dann ist es zu hart. (Federrate zu hoch)
Wenn es mehr einsinkt dann ist es zu weich.
Mehr muß man eigentlich nicht wissen als Fahrer/Anwender.
... und ich dachte immer, dass sich der Negativfederweg durch simples Vorspannen der Feder einstellen lässt - so wie es in jedem Handbuch beschrieben ist. :pfeif:
 
...Ich werde mal bei Frankenboxer ein YSS anfragen. ;)
Das Federbein gibt es ja eh nur in einer Ausführung soweit ich recherchiert habe? MZ456-495TR-01-88 bzw. MZ456-495HR-01-88
Auf die hydraulische Federvorspannung kann ich aber verzichten.
Mach das! Peter bietet einen Superservice und kann in der Regel schnell liefern. Die Federrate des YSS ist mit nominell 85 N/mm nach am BMW Standard ist 80 N/mm (nachgemessen 82). Da die Feder 2-3 mm geringeren Außendurchmesser hat, ist auch etwas mehr Abstand zum Reifen. "Bemängeln" kann ich nur, dass die Rasterung der Zugstufenverstellung verlorengeht, wenn man mehrere Stufen gleichzeitig verstellt. Das "heilt" aber, sobald das Federbein einmal durchfedert. Falls Du das Ansprechverhalten der Gabel "verbessern" (mein Empfinden) möchtest, lies gern diese Geschichte ab hier.
 
Mach das! Peter bietet einen Superservice und kann in der Regel schnell liefern. Die Federrate des YSS ist mit nominell 85 N/mm nach am BMW Standard ist 80 N/mm (nachgemessen 82). Da die Feder 2-3 mm geringeren Außendurchmesser hat, ist auch etwas mehr Abstand zum Reifen. "Bemängeln" kann ich nur, dass die Rasterung der Zugstufenverstellung verlorengeht, wenn man mehrere Stufen gleichzeitig verstellt. Das "heilt" aber, sobald das Federbein einmal durchfedert. Falls Du das Ansprechverhalten der Gabel "verbessern" (mein Empfinden) möchtest, lies gern diese Geschichte ab hier.
Vielen Dank dir!
Da hab ich schon ein Lesezeichen drauf gehabt ;)
Mache ich mal im Frühling!
 
An Alle, die mehr als das Fahrergewicht, serienmäßiges oder zumindest seriennahes Motorrad vorrausgesetzt, abfragen, individuelle Anpassungen anbieten und ein Fahrwerk berechnen wollen:

Ein Fahrwerk muss so sicher wie möglich und so komfortabel wie nötig sein!

Bei der Festlegung von Serienfahrwerken treffen die letzten Entscheidungen die Popometer der Testfahrer auf Versuchsstrecken (Elchtest). Das ist subjektives Empfinden und keine hochwissenschaftliche Berechnung!
 
....Fahrwerksgrundeinstellung machen mit 1/3 Negativ-Federweg bei aufsitzendem Fahrer.
Wenn das Federbein weniger einsinkt als dazu notwendig, dann ist es zu hart. (Federrate zu hoch)
Wenn es mehr einsinkt dann ist es zu weich. ...

... und ich dachte immer, dass sich der Negativfederweg durch simples Vorspannen der Feder einstellen lässt - so wie es in jedem Handbuch beschrieben ist. :pfeif:
was ja auch tadellos funktioniert
So kann man sich irren. :D
Vor allem die Hersteller, die ihre Motorräder mit derart sinnlosen Feder-Vorspanneinrichtung ausrüsten. Komplett inkompetent, oder? :lautlachen1:
 
Wie oft haben wir das mit der Federvorspannung und der Federrate schon durchgekaut ?
Offenbar nicht oft genug, sonst wüssten ja alle Bescheid! Da das Krad 3/4 bis 1/2 des tatsächlichen Gewichts ausmacht, muss die Federrate schon gut daran angepasst sein. Die Feinjustierung zwischen Solo, Sozius, +- Gepäck erreicht man aber trotzdem mit der Federvorspannung und nicht durch Austausch der Feder, die es ohne hin nicht ausreichen fein abgestuft gibt. Wir sind also immer noch beim Thema des Threads.
 
was ja auch tadellos funktioniert

Vor allem die Hersteller, die ihre Motorräder mit derart sinnlosen Feder-Vorspanneinrichtung ausrüsten. Komplett inkompetent, oder? :lautlachen1:
Du hast natürlich Recht, Frank.
Jedenfalls wenn man von einem serienmäßigen Fahrwerk ausgeht. Da bleibt nur die "Krücke" der Verstellung der Federvorspannung.

Bei meiner Betrachtung bin ich von einem Zubehörfederbein ausgegangen, so wie der TE es hier beabsichtigt.
Und wenn man schon ein neues Federbein bestellt, kann man es auch direkt passend aussuchen.
Passend heißt hier der Idealfall, dass sich die 1/3 Negativfederweg ergeben bei der Belastung mit Fahrzeug im fahrfertigen Zustand und eben mit dem Fahrer, ebenfalls fahrfertig - und zwar ohne jegliche Vorspannung.
Dann kann man bei Beladung mit Gepäck und/oder Sozia/us die Federvorspannung als "Niveauregulierung" immer noch einsetzen.