Hey hey,

also vertragt euch doch bitte. Ja es ist ein deutschsprachiges Forum, ja es ist "aufwändig" fremdsprachige Beiträge zu übersetzten (eigentlich nicht...) und der Beitragsersteller sollte/könnte seine Beiträge vorab übersetzen lassen. Aber man weiß ja nie, warum das nicht geschieht. Es wurde, berechtigterweise, nachgefragt und es gab eine Antwort.

Alles in Allem ist es keinen Streit wert und wir sollten uns freuen, dass das Forum auch außerhalb Dtl. Nutzer anzieht.

Zum eigentlichen Thema:

Ich habe nochmal mit einem Freund gesprochen. Er meinte, dass beim Schweißen in dem Rohr ein kleines Loch entstanden war, dass wieder zu geschweißt wurde. Also noch mehr Hitzeeintrag. Es handelt sich übrigens nicht um das Oberrohr, sondern das kleine, schmalere, kurze darunter. Also jenes, an welchem der Regler angeschraubt ist.

Jetzt bin ich tatsächlich verunsichert. Plus, ich mag es, wenn es schön aussieht. Nummerngleichheit ist mir in diesem Falle nicht wichtig.

Sollte ich doch einen anderen Rahmen besorgen und diesen als Mahnmal an die Wand hängen?

Könnte man ein Segment (das Verschliffene) austrennen, und ein passendes einschweißen? Oder würde das zu unendliche vielen Sollbruchstellen führen? Mit Segment meine ich nicht ein ganzes Rohrstück, sondern wirklich nur die betroffene Stelle.

Ja ist absolut nicht TÜV fähig, aber nach einer Oberflächenbeschichtung auch absolut nicht mehr sichtbar.

beste Grüße

Stefan
 
Jetzt bin ich tatsächlich verunsichert.
Moin Stefan.
DU läßt Dich verunsichern ?

Dann denke mal über Deine Haltung zu Lebensrisiken nach, bitte.
Alle Argumente sind bereits benannt, aussuchen mußt Du, also alles wie im richtigen Leben.

Ein minimal dünner geschliffenes Rahmenrohr zu ersetzen durch ein eingeschweißtes, verlagert lediglich das Risiko.
Wenn Du einen "neuen", sprich anderen gebrauchten Rahmen zum Tausch kaufen möchtest, dann müßtest Du diesen konsequenterweise erst einmal vermessen lassen. Ob der dann Mikrorisse hat, weißt Du dann immer noch nicht. Abgesehen von den vielen Risiken, die durch den Ab- und nachfolgend Anbau diverser Teile (also alle) an diesen Rahmen entstehen.

Und statistisch ist Motorrad zu fahren ein mehrfach erhöhtes Lebensrisiko im Straßenverkehr.
Am besten wird also sein, Du hängst den Rahmen als Mahnmal für existenzielle Lebensrisiken an die Wand in Deinem Wohnzimmer und bewegst Dich aus diesem nicht mehr hinaus. ;).
 
Hallo Stefan,

alles gut, das ist noch kein Streit!

Zum Thema: Versuch doch bitte mal, mit einer Fühlerblattlehre zwischen dem angeschliffenen Rohr und dem Stahllineal den Verlust an Wandstärke zu messen. Wenn dann noch jemand die Wandstärke des originalen Rohrs kennt, können die Fachleute zumindest ansatzweise abschätzen, ob hier Handlungsbedarf gegeben ist.

Raustrennen und ein neues Stück Rohr einschweißen, na, ich weiß nicht. Das würde ich auf keinen Fall machen!
 
...Könnte man ein Segment (das Verschliffene) austrennen, und ein passendes einschweißen?
Da der gesamte Rahmen auch aus Teilen zusammengeschweißt wurde, wird das sicher gehen. Ich denke aber dass ein geprüfter Schweißer mit einer Rahmenlehre dazu das ganze Segment - in deinem Fall das Unterrohr, ggf. sogar mit der Traverse tauschen würde. Das wiederum kann nur aus einem "Schlachtrahmen" entnommen werden. Der TÜV prüft so etwas nicht, wenn es keinen Anhaltspunkt gibt. Auf alle Fälle muss der Rahmen dazu weitgehend gestrippt werden. Von daher könnte der Rahmenwechsel technisch einfacher sein, aber mehr Papierkram verursachen.
 
Ich mache das mal mit dem Fühlerblatt. Für den Thread. Aber ich habe jetzt jemanden kontaktiert, bzgl. eines Ersatzrahmens. Auch ´83, auch von einer RT.

Ja vermessen hätte ich dann auch diesen Rahmen lassen müssen. Sind ja alles alte Maschinen. Ich denke, dass ein Tausch des Rahmens die beste Möglichkeit ist. Für mich. :)
 
Also ich habe nochmal gemessen. Das Rohr hat einen Durchmesser von 28,5 mm. An der betreffenden Stelle ca. 26,5 mm. Auch mit der Fühlerlehre lande ich bei gut 2mm.

image.jpg
 
Es ist nicht das ovale Oberrohr, sondern das kurze unter dem ovalen Oberrohr. Da kann man die Wandstärke leider nicht ermitteln, da es ja komplett eingeschweißt ist.
 
.... noch eine Arbeit und Kosten sparende Idee dazu : das Rohr ist ja unter dem Tank und nicht sichtbar.

2 VA-Halbschalenstücke aus 1,5 -2mm Material mit umgebördelten Laschen herstellen - Länge so, dass die ausgedünnte Stelle ca. 2-3cm beiderseits drüber hinaus überlappt wird und dann an beiden Laschen verschrauben an 2-3 Stellen mit kurzen M6 Schrauben und Muttern. Halbschalen am besten mit Epoxidharz aufsetzen. Das geht nie mehr kaputt. Sicher !!!
LG:wink1:
Martin
 
Es ist nicht das ovale Oberrohr, sondern das kurze unter dem ovalen Oberrohr. Da kann man die Wandstärke leider nicht ermitteln, da es ja komplett eingeschweißt ist.
Das Rohr dient ja nur zur zusätzlichen Abstützung des Ovalrohrs dadrüber. Da würde ich mir jetzt keine großen Sorgen machen. Einfach so lassen. Wenn Du "normal" fährst, wird der Rahmen mit Dir nicht in den Bereich einer kritischen Belastung des Rohres kommen. Aber wie sagt der Rechtsanwalt ( nein, ich habe keinen Bock zu gendern...) immer? "Mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit wird nichts passieren" 😬😉👍
 
Ich finde das sieht schon nach einer deutlichen Reduktion der Wanddicke aus, ich weiß aber nicht wie dick das Rohr an dieser Stelle original ist.

Ein wesentlich wichtigerer Faktor ist meiner Menung (als Schweißtechnologe): da war etwas angeschweißt was nicht mehr benötigt wurde. War das original oder hat da "wer" was angeschweißt? Bei letzterem kann es sein, dass das metallurgisch auch nicht mehr in Ordnung ist und mit der nun reduzierten Wanddicke - nicht gut.
 
hallo Stefan,
die Sache würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen: der Rahmen ist eigentlich schon vor dem ` Verschleifen ´ nicht mehr ok gewesen:
Da wurde ein Winkel angeschweißt, den es dann nicht mehr gebraucht hat.
Da wurde vorher am Rahmen geschweißt: durch das Schweißen wird sehr viel thermische Energie in das Rohr eingebracht und dadurch ändern sich die Materialeigenschaften (Festigkeit, Steifigkeit, Sprödigkeit, . . .). dabei muß man genau wissen, was man wie macht, auch mit der thermischen Nachbehandlung. Darum dürfen auch nur `zugelassene´ Umrüster (z.B. HPN) am Rahmen schweißen und müssen die Schweissstellen mit ihrem Prüfzeichen kennzeichnen - und natürlich für alles Nachweise/Gutachten haben.
jetzt ist an dem Rahmen auch noch Material in nicht unerheblichen Umfang abgeschliffen worden - da ist die Sache eigentlich klar.

viele Grüße Paul
 
Servus,
lackiers und steck den Tank drauf. Schauen wir mal über unseren deutschen Tellerrand nach Belgien, Holland oder gar die Staaten. Was die Jungs da mit den Rahmen machen.... und sie leben immer noch.
Klar ist das Rohr an der Stelle schwächer...macht es auch den Rahmen entscheidend schwächer?

Ich würd mir da keinen Kopp drum machen und fahren.

Grus
Der Indianer
 
.... noch eine Arbeit und Kosten sparende Idee dazu : das Rohr ist ja unter dem Tank und nicht sichtbar.

2 VA-Halbschalenstücke aus 1,5 -2mm Material mit umgebördelten Laschen herstellen - Länge so, dass die ausgedünnte Stelle ca. 2-3cm beiderseits drüber hinaus überlappt wird und dann an beiden Laschen verschrauben an 2-3 Stellen mit kurzen M6 Schrauben und Muttern. Halbschalen am besten mit Epoxidharz aufsetzen. Das geht nie mehr kaputt. Sicher !!!
LG:wink1:
Martin

Das Rohr dient ja nur zur zusätzlichen Abstützung des Ovalrohrs dadrüber. Da würde ich mir jetzt keine großen Sorgen machen. Einfach so lassen. Wenn Du "normal" fährst, wird der Rahmen mit Dir nicht in den Bereich einer kritischen Belastung des Rohres kommen. Aber wie sagt der Rechtsanwalt ( nein, ich habe keinen Bock zu gendern...) immer? "Mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit wird nichts passieren" 😬😉👍
Wenn sich sowohl der Schiffsbauingenieur als auch der Rahmenvermesser/richter und KFZ-SV einig sind in der Negation der Relevanz querschnittstreduzierender Rohrwandstärken an einem Rahmenbestandteil, das im Zusammenspiel mit anderen Rohren und Blechen und der- auch in ihm - geleiteten Kräfte, dazu beiträgt - oder ev. auch nur nach Idee und Massgabe des Konstrukteurs des Gesamtrahmens - oder auch nur beitragen soll, das Steuerkopfrohr einigermaszen stabil und hinreichend steif mit dem Restrahmen zu verbinden,
dann soll's wohl sein.
So.
( Zum Mopedieren ist es zu heiss. Da hab ich gedacht, ich schreib mal wieder was im Forum😇 )

Im Ernst: bei derart großen Schleifwunden ** sähe ich mich nach einem neuen alten Gebrauchtrahmen um und liesse diesen dann in einem geeignten Institute * vermessen und ggflls. richten lassen
* (dachte da an Trybaer )

hitzegeschädigte Grüße
Ralf

** bei FLEISCHwunden ginge ich ins Krankenhaus.
 
Zuletzt bearbeitet:
An meine R25 mussten die untere Rahmenrohre neu eingeschweisst werden, das ist echt eine Schwachstelle bei diese Mopeds. Einer der Motorbefestigungsplatten sah arg verformt aus, also ausgetauscht und neu verschweisst. Und gleich mal eine Halter angeschweist für ein Bremsschalter. Der R69 wollte ein Gespann sein, also habe ich ein Chiang Jiang Seitenwagenrahmen gekauft und so umgestrickt das es aussieht wie ein TR500 Rahmen. Alles auch geschweisst, neue Blattfederhalter, Kotflügelausleger, Anschlüsse für die Streben.

Und weil ich damit niemanden stören wollte habe ich es eben selber gemacht. Muss ich mir jetzt sorgen machen das die Teile auseinander fallen?