Gnamend,
das kann man auch fahrend testen.
Leg mal einen unbehandschuhten Finger bei 0 Spiel und Tempo 50 in die Lücke zwischen Lenkrohr und Gabelbrücke und brems mal!
(Achtung, nur aus leeren Wirtschaftszweigen probieren)
Dann spürst du das Spiel. Nach meiner Erfahrung dann noch ein "itzelchen" zugeben, also vielleicht 10 Grad an der Einstellscheibe und dann passt es meistens. Muss man mehrmals probieren.
Reibwerte hab ich nie gemessen!

Gruß
Kai
 
Hallo,
zu den Conti Classic Attack möchte ich meinerseits anmerken, das ich auf der Landstrasse zufrieden bin auf der Autobahn aber überhaupt nicht. Hier stellte sich zuerst bei 120km/h, nach Luftdruckerhöhung auf 2,7 vorn und 2,9 hinten, bei 140km/h ein sehr unangenehmes Pendeln ein. So ein Verhalten war mir vor 30 Jahren bei sämtlichen Kühen unbekannt ...und ich habe damals die Metzeler gehasst. Dabei war auch eine R100RS 81er oder 82er Baujahr. Ich bin übrigens immer mit Koffern gefahren. Ich fahre jetzt eine R100RT von 1982.
Viele Grüße, Andreas

Dem kann ich nun gar nicht folgen!

Als ich noch mit Metzeler fuhr, verursachten Längsrillen auf der Autobahn, ja sogar schon das Schneiden von Fahrbahnmarkierungen, heftiges Schaukeln.

Der CCA geht da rüber wie nichts. Absolut ruhiges Fahrwerk!
 
Hallo Bernd,
wie schnell fährst Du denn auf der Autobahn?
Ich weiß noch das ich mich auf der R100RS mit Höchstgeschwindigkeit und Koffern von Dortmund problemlos in die Eifel gebeamt habe. Vielleicht liegt es aber auch an der RT- Verkleidung...???
Viele Grüße....
 
Ich empfehle dir die Michelin Road Classic.
Das Lenkerflattern hatte ich auch und zwar im genau gleichen Bereich wie du mit meinen alten Reifen, glaube es waren Metzeler.

Seit dem Wechsel kam das nie wieder vor. Des Weiteren ist der Reifen in allen Situationen perfekt. 👌
 
Moin,

Reifen kann man meiner Meinung nach nur selbst erfahren. Es reagiert nicht jedes Motorrad gleicht auf die verschiedenen Reifen, nicht jedem liegt ein Reifen vom Fahrverhalten her. Ich kam mit den hoch gelobten BT 45 nicht klar, die altmodischen Contis mit dem Profil der 70er hingegen passen mir perfekt.
Der BT vorn lief spitz, der hinten platt ab und zu breit um problemlos in die Schwinge zu passen, war er auch.
Metzeler, (auch dieses alte Zeug, Laser und ME77) hatte ich vorher, fuhren gut ließen nur was Haftung angeht, von Alters wegen nehme ich an, Wünsche offen.

Gruß
Willy

Beide 4.00 18

BTC.JPG
 
Ich würde als erstes den 22 Jahre alten Reifen tauschen, da dämpft nix mehr. Der gibt jede Unebenheit 1 zu 1 in das Fahrwerk weiter. Und auch die LKL Einstellung nochmals überprüfen. Dann sollte Ruhe sein.

Micha
 
Bitte mit Quellenangabe versehen.

Schaust Du in Werkstatt Handbuch. Sind auch Bilder drin. Titel: Auseinander und wieder zusammen. Oder hier

Bei den Modellen der Baureihe /7 hat BMW im offiziellen Werkstatthandbuch tatsächlich einen exakten Reibwert von 0,3 bis 0,4 Nm (30 bis 40 Ncm) vorgegeben.
Der Messaufbau nach BMW-Vorgabe
Um diesen geringen Reibwert korrekt zu messen, benötigen Sie einen hochpräzisen Reibwertmesser / Torsiometer mit Schleppzeiger (Messbereich idealerweise bis max. 2–5 Nm), um Fehlmessungen zu vermeiden. [1]
  1. Messpunkt ansetzen: Der Reibwertmesser wird über einen entsprechenden Adapter direkt auf die Zentralschraube / Hutmutter der oberen Gabelbrücke aufgesetzt.
  2. Freigängigkeit sichern: Alle Züge, Leitungen und insbesondere der Lenkungsdämpfer müssen komplett ausgehängt oder demontiert werden. Jede äußere Reibung verfälscht die 0,3–0,4 Nm massiv. [1]
  3. Die Messung (Schleppmoment): Das Lenksystem wird gleichmäßig von Anschlag zu Anschlag gedreht. Der Reibwertmesser zeigt den Widerstand der rein kugel- bzw. kegelgelagerten Gabel im dynamischen Zustand an
  4. Wichtige Besonderheit beim Einstellen
    Das Einstellen auf diesen präzisen Wert erfordert bei der 1979er Konstruktion Geduld, da sich der Reibwert beim finalen Festziehen verändert:
    • Das Phänomen: Wenn Sie die Rändel-/Einstellmutter unter der Gabelbrücke auf die gewünschten 0,3–0,4 Nm einstellen und danach die große Hutmutter (Zentralschraube) oben mit dem vollen Drehmoment festziehen, wird das Lager axial stark zusammengedrückt. Der Reibwert schnellt dadurch meist extrem in die Höhe, und das Lager spannt zu fest.
    • schleppmomentanzeiger-0-6nm-0-600ncm-links-rechts

    • Die Praxis-Methode:
      1. Stellen Sie das Lager über die Einstellmutter zunächst so ein, dass es ein minimales, kaum spürbares Spiel aufweist.
      2. Ziehen Sie die obere Gabelbrücke / Zentralschraube provisorisch fest.
      3. Messen Sie nun mit dem Reibwertmesser an der Zentralschraube.
      4. Liegt der Wert über 0,4 Nm, müssen Sie die obere Brücke wieder lösen, die Einstellmutter ein kleines Stück (Bruchteile einer Umdrehung) öffnen und erneut festziehen.
      5. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis der Reibwert im fertig montierten und festgezogenen Zustand exakt zwischen 0,3 und 0,4 Nm liegt.
Kann ist sonst noch etwas für Dich tun?

Manfred
 
wer bitte stellt denn so sein Lenkkopflager ein? Ich jedenfalls nicht und bin die letzten fast 40 Jahre sehr gut damit gefahren.
Ich stells wie Willi in #24 schreib ein.'
Aber es gibt auch Menschen, die ka...en getrocknete Weintrauben - sorry für den Ausdruck.

Gruß
der Indianer
 
Schaust Du in Werkstatt Handbuch. Sind auch Bilder drin. Titel: Auseinander und wieder zusammen. Oder hier

Bei den Modellen der Baureihe /7 hat BMW im offiziellen Werkstatthandbuch tatsächlich einen exakten Reibwert von 0,3 bis 0,4 Nm (30 bis 40 Ncm) vorgegeben.
Der Messaufbau nach BMW-Vorgabe
Um diesen geringen Reibwert korrekt zu messen, benötigen Sie einen hochpräzisen Reibwertmesser / Torsiometer mit Schleppzeiger (Messbereich idealerweise bis max. 2–5 Nm), um Fehlmessungen zu vermeiden. [1]
Kann ist sonst noch etwas für Dich tun?

Manfred
Ich bewundere Dich für Deine Mühe und Ausdauer 👍🤷‍♂️🤦‍♂️20260810_101520.jpg

Das Werkzeug sieht so aus. Wie man am Staub erkennen kann habe ich es die letzten 25 Jahre nicht benutzt. Es wurde wegen der Hochgeschwindigkeitspendeleien der RS und RT Modelle entwickelt. Das hatte aber andere Gründe.
 
Salut,
das war doch nur die Reaktion von Blue QQ auf die Behauptung von Botpower daß die Lenkungslager mit dem Ziel auf 0-Spiel eingestellt und nicht mit Vorspannung eingestellt werden und der Nachfrage von Raul B nach der Quelle.
Und das ist doch völlig korrekt daß Kegelrollenlager leicht vorgespannt (je nach Anwendungsfall auch etwas stärker - z.B. Schwingenlager) sein müssen im Gegensatz zu Konuslagern. Ob die von BMW im Handbuch angeführte Einstellmethode praxisnah ist und ob wir das so oder anders einstellen mag jedem doch selber überlassen sein. Ich vermute stark daß diejenigen welche keine fahrwerks-und haltbarkeitstechnischen Probeme mit dem Lenkungslager haben -egal wie sie es eingestellt haben- es auf ganz leichte Vorspannung eingestellt haben.
Und darauf zu verweisen wie BMW das so vorgesehen hat hat m.E. nichts mit K-K....ei zu tun. Wenn man darauf bestünde es nur so durchführen zu dürfen vielleicht schon.

Grüße,
Roland
 
Hoffentlich geht's mir mal nicht so. 🫣

wer bitte stellt denn so sein Lenkkopflager ein? Ich jedenfalls nicht und bin die letzten fast 40 Jahre sehr gut damit gefahren.
Ich stells wie Willi in #24 schreib ein.'
Aber es gibt auch Menschen, die ka...en getrocknete Weintrauben - sorry für den Ausdruck.

Gruß
der Indianer
Also, ab und zu verstehe ich Eure Kommentare nicht, bzw. warum man so etwas schreibt.

Der Raul fragt und Manfred mach sich viel Mühe, ihm ausführlich zu antworten. Was ist daran auszusetzen? Manfred hat nirgends geschrieben, daß man das Lenkkopflager nur so einstellen kann.

Wenn man sich selbst die Mühe macht, mal in das WHB der /7 reinzuschauen, findet man sogar mehrere Wege, wie man das LKL einstellen kann.
Allerdings hat sich hier mal wieder ein Übertragungsfehler eingeschlichen, ähnlich dem bei der Einstellung des Radlagers der G/S, wo auch etwas lässig mit einer Zehnerpotenz umgegangen wird.
Im WHB der /7 ist ein Reibmoment von 350 +/- 20 Ncm angegeben. Hier hat der Verfasser um den Faktor 10 zu hoch gegriffen. Richtig wären 35 +/-2 Ncm. Und das ist genau der Bereich, der von Manfred genannt wurde.

Daß das in der Praxis wohl kaum jemand so macht, ist nachvollziehbar. Aber immerhin belegt es, daß auch das Lenkkopflager durchaus eine gewisse Vorspannung benötigt.

PS: Selbst habe ich das LKL meines Motorrades auch nicht so eingestellt. Auch wenn ich schon getrocknete Trauben gekaut habe. Kenne ich unter dem Begriff Rosinen.
 
Hallo,

natürlich ist es auch möglich, die alte /5 geteilte Mutter mit Spannring nehmen. Dann wird das Einstellen viel einfacher.
Im Übrigen habe ich kein Lenkrad, sondern eine Lenkstange zum Festhalten. ;)

Gruß
Walter
 
... Aber es gibt auch Menschen, die ka...en getrocknete Weintrauben - sorry für den Ausdruck. ...
... Auch wenn ich schon getrocknete Trauben gekaut habe. Kenne ich unter dem Begriff Rosinen.
Hallo Harald,

merke gerade, daß ich mal wieder auf dem Schlauch gestanden habe. Dein "ka...en" war wohl nicht mit" kauen" zu verstehen.

Muß sagen, daß ich jetzt doch etwas enttäuscht bin. Ich habe Dich von unserem längeren Gespräch in Hambach anders in Erinnerung.
 
Eine "Nullspiel" Einstellung gilt nur für eine konstante axiale Last (Nulllage), da Welle und Lager ja elastisch verformbar sind. Weil die Vorderachslast bei Krad aber ziemlich variabel ist, soll mit der leichten Vorspannung kompensiert werden, dass das Lagerpaket bei Entlastung aus der Nulllage (z.B. Anfahren) "Luft" bekommt und die Wälzkörper bei folgender Belastung (z.B. hart bremsen) einen Schlag bekommen.
 
Hallo Bernd,
wie schnell fährst Du denn auf der Autobahn?
Ich weiß noch das ich mich auf der R100RS mit Höchstgeschwindigkeit und Koffern von Dortmund problemlos in die Eifel gebeamt habe. Vielleicht liegt es aber auch an der RT- Verkleidung...???
Viele Grüße....

Hallo Andreas,

solo, mit Koffern und Metzeler ME33 bzw. Lasertec fing sie bei 150 km/h mit der Schaukelei an. Darüber bzw. darunter oder mit Sozia nicht.
 
Also, ab und zu verstehe ich Eure Kommentare nicht, bzw. warum man so etwas schreibt.
.
Kann ich Dir erklären.

Der eine hat ne Mühle mit ner 22 Jahre alten Pelle drauf, und wundert sich über das Fahrverhalten. Aus dem Alter des Gummies schließe ich auf den Gesamtzustand der Q.

Der andere will zur Verbesserung des Fahrverhaltens mit Reibwertmesseungen im 0,4 Nm Bereich beitragen.

Ja, der Sommer ist sehr heiß und trocken. 🤗
 
Also, ab und zu verstehe ich Eure Kommentare nicht, bzw. warum man so etwas schreibt.

Daß das in der Praxis wohl kaum jemand so macht, ist nachvollziehbar. Aber immerhin belegt es, daß auch das Lenkkopflager durchaus eine gewisse Vorspannung benötigt.
Eigentlich gibst du dir die Antwort selbst. Und den Satz mit den Rosinen sollte man hier schon mit einem Augenzwinkern lesen und verarbeiten, ohne Groll zu entwickeln.

Gruß
Willy
 
Hallo Bernd,
verstehe ich Dich richtig:
Dieses Schaukeln ab 150km/h ist jetzt mit den Conti Classic Attack völlig weg und tritt auch bei höhern Geschwindigkeiten nicht auf?
Viele Grüße...
 
Hallo Wolfram zu#48,
das mit den Rosinen ist nicht dem Beitrag von Manfred direkt geschuldet, sondern eher darum, dass doch einige immer wieder auf sowas rumkauen wo was und wie von BMW vor 50 Jahren mal geschrieben wurde. Wie viele km sind denn auf den Mopeds schon abgespult, ohne je zu wissen was in den Handbüchern steht. Und die Mopeds sind doch meist auch ans Ziel gekommen.
Es liest sich bei vielen Trööts doch immer wieder dass, hier versucht wird mit Ingenöörswissen auch das aller kleinste Detail zu erklären, obwohl man auf dem mopedsitzend viel mehr Spaß haben kann als alles zu zerreden. Ist irgendwie mit mit großen Sportveranstaltungen. Die doppelte Zeit der Veranstaltung wird damit im Fernsehen verbracht vorher und nachher alles zu zerreden.

Und ja, ich verstehe auch, dass wir alten Männer versuchen auch im Ruhestand doch mit unserem ansonsten nicht mehr benötigten Fachwissen in Erscheinung zu treten. Gut ich brauch mein Fachwissen noch, da ich noch arbeiten muss.

Ich wollte damit niemanden beleidigen. Wenn es rübergekommen ist, dann entschuldige ich mich in aller Form dafür.

Gruß
der Indianer
 
... Der andere will zur Verbesserung des Fahrverhaltens mit Reibwertmesseungen im 0,4 Nm Bereich beitragen.

Ja, der Sommer ist sehr heiß und trocken. 🤗
Hallo Mainzer,

ich sehe es immer noch so, daß der Beitrag von Manfred klar stellen sollte, daß im Beitrag #21 etwas stand, was sachlich ganz einfach falsch ist. Nämlich, daß das Lenkkopflager keine Vorspannung benötigt. Auch Willy war in seinem Beitrag #24 dieser abwegigen Meinung.

Bin unabhängig davon, daß hier nach Quellenangaben gefragt wurde, der Meinung, daß man solche technisch falschen Dinge nicht unkommentiert lassen sollte. Immerhin hat die Einstellung des Lenkkopflagers auch direkt was mit der Fahrsicherheit zu tun.

Und diese Zeilen schreibe ich bei mir sehr angenehmen 25 °C Raumtemperatur!
 
Nun ja, auch hier wird oft ne Menge Unsinn geschrieben. Die Frage ist halt nur ob Manfreds Beitrag im Gesamtkontext dieses Freds nun eine hilfreiche Richtigstellung war.
Ich halte das von BMW zitierte für völlig praxisfremd.
Wir hatte erst kürzlich hier ne flatternde RS. Da hatte ich kurz beschrieben wie man ein neu verbaut es LKL einstellt. Gerade dann, wenn so viel Gelumpe wie bei der RS mit Zügen, Schläuchen und Gummies der Verkleidungsdurchführung an der Gabel.mit dran hängt.
 
... Die Frage ist halt nur ob Manfreds Beitrag im Gesamtkontext dieses Freds nun eine hilfreiche Richtigstellung war. ..
Das war für mich jetzt eigentlich nicht die Frage.

Aber hilfreich kann es doch sein. Und wenn es nur den TE davon abhält, in Richtung spielfrei und ohne Vorspannung zu experimentieren.