Almrausch

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Hallo hier ins Forum, ich habe Probleme mit dem Bolzen der Schwinge. Die Schwinge wurde mittig zentriert. Nun soll auf der eine Seite die Kontermutter mit ca. 100Nm angezogen werden. Sobald ich die 27iger Nuss ansetzte und drehe , dreht der Bolzen de Schwingenlagers sich mit und verändert das vorher eingestellte Spiel (ca. 4mm). Was mach ich falsch ?
Auf der anderen Seite soll der Bolzen mit 20Nm vorgespannt werden. Soll der Bolzen dort mit 20Nm eingedreht werden , gelöst und mit 10Nm angezogen werden ? Stell ich dann das Spiel ca. 4mm wieder ein ?
Sorry, meine Fragen, ich habe nichts genaues hier im Forumm finden können.

LG Thomas
 
Sind die Kontermuttern SW27 auf den Bolzengewinden leichtgängig? Das muss, sonst klappt das nicht
 
Sorry, meine Fragen, ich habe nichts genaues hier im Forumm finden können.

Schau Dir den Ablauf nochmal im WHB an. Kurzfassung:
  1. Schwinge mit den Bolzen mittig setzen. Bolzen handfest.
  2. Bolzen beidseitig mit 20Nm vorspannen.
  3. Bolzen beidseitig etwas lockern und mit 10Nm festziehen.
Jetzt sollte die Schwinge immer noch mittig im Rahmen sitzen.

Abschließend beide Kontermuttern mit 100..120Nm festziehen.
 
Hallo Thomas,

welches Mopped hast du denn? Bei meiner 75/6 muss ich die Schrauben und Kontermuttern auf beiden Seiten mit demselben Wert anziehen.
 
Jep, 100 Punkte
Deshalb würde es ja reichen, eine Seite zu lockern und mit 10Nm anzuziehen.
Nur kontern muss man beidseitig.

Ich wünsche einen weiterhin sonnigen Sonntag.
 
Die Lagervorspannung wird nur von einer Seite eingestellt und ergibt sich auf der anderen Seite dann von selbst. Ist doch logisch, oder? 😉

Erst mal das seitliche Spiel ausmitteln und die Lagerbolzen nur leicht festziehen, danach auf einer Seite die Mutter mit vorgeschrieben Drehmoment festziehen, dann auf der anderen Seite die Lagervorspannung nach Anleitung einstellen.
Hier dann die Stellung des Lagerbolzen markieren um zu sehen ob sich dieser beim Anziehen der Mutter verstellt.

Bei leichtgängigem Gewinde funktioniert das auch ohne Kontern des Lagerbolzen mit einem Innensechskant.
Ansonst den Schlüssel aus dem Bordwerkzeug oder Durchstecknuss verwenden und den Bolzen mit Innensechskantschlüssel gegenhalten..
Danach noch mit dem Drehmomentschlüssel festziehen und an der angebrachten Markierung kontrollieren dass sich der Lagerbolzen nicht mitgedreht hat.
 
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Hallo @Almrausch, @Tam92, @all...

Ich weiß nicht was Ihr vorhabt, aber wenn Ihr nur das Schwingenlager-Spiel kontrollieren oder ein- nachstellen wollt, genügt es (wie die Vorschreiber schon beschrieben haben) auf einer Seite (egal ob links oder rechts) die Kontermutter zu lösen, und den Lagerzapfen zu lösen oder nachzuziehen...
Wenn Ihr natürlich die Schwinge ausbauen oder zum Getriebeausbau zurückziehen möchtet, werdet Ihr feststellen, daß die Lagerzapfen so weit in die Schwinge reingehen, daß Ihr die Schwinge nicht rausbekommt, deshalb müssen beide Lagerzapfen raus... Dadurch sind beide Kegelrollen-Lager soweit entspannt, daß sie auseinanderfallen (Kegelrollenlager 30203). Um beim Wiedereinbau sicher zu stellen daẞ sie beide absolut gerade fluchten, muß man sie zunächst so weit mit dem "Vorspannwert anknallen", (siehe Werkstatthandbuch) daß sie sich setzen... Das wäre natürlich für den Betrieb viel zu fest und sie würden innerhalb kürzester Zeit defekt gehen... (bei der Schwinge würde man es evtl. gar nicht so schnell merken, aber als Radlager (sehr oft auch 30203) würden die Lager schon nach wenigen* km heiß und zerstört werden)(*wenig ist relativ... Außentemperatur, Geschwindigkeit, Last, Wegstrecke, heiße Bremsscheibe, wenig Kühlmittel, Kurven spielen eine große Rolle.. Ich hätte ein ungutes Gefühl: manche Lager schaffen über 1000km, manche nur 50km.. meistens hört man es aber zuvor: bei den 2-Spur-Fahrzeugen hört man immer zuerst das Kurvenäußere Rad (Physik); das Kurveninnere wäre Außergewöhnlich...

Lagerzapfen für Schwinge.jpg
Ich denke, das Foto ist selbsterklärend...
die Kontermuttern sind nur symbolisch, habe gerade keine "flachen Muttern" gefunden..

PS: bei der Sendung mit der Maus würde vlt. noch erklärt werden, daß der "Zapfen" das Stück ohne Gewinde ist und genau saugend in das Innenlager passt, der Bund vorm Gewinde drückt den Lagerinnenring mit den Kegelrollen in die äußere Lagerschale..

LG Uwe :giggle:
 
PS: gemäß BMW soll man die Schwinge vermitteln, was auch richtig ist... *bei den damaligen Trennscheiben Reifengrößen war noch genug Platz zwischen dem Reifen und Kotflügel; Mittlerweile haben sich die Reifen so verändert, das es für mich wichtiger ist, daß der Reifen nicht am Kotflügel schleift... (ich denke diese Einstellung würde auch der AaS abnicken). Daß man einen Kompromiss eingehen muß zwischen Spurversatz, Abstand zum HAG-Mitnehmer etc. ist klar, aber darüber kann man hier im Forum sehr viel lesen...

Nachtrag/Korrektur: Abstand vom Reifen zur Schwinge nach Kotflügel korrigiert.

LG Uwe
 
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Das vermitteln der Schwinge soll auch das Kreuzgelenk mittig im Schwingenrohr positionieren.
Wenn Du mit einer nach rechts ausdistanzierten Schwinge ein nach links verschobenes Hinterrad ausgleichen möchtest, ist das ein guter Ansatz, sofern das Kreuzgelenk nicht anschlägt.

Was man mit einem nach rechts verschobenen Motor und damit auch Getriebe wiederum ausgleichen kann.

Aber ich schweife ab.
 
Das vermitteln der Schwinge soll auch das Kreuzgelenk mittig im Schwingenrohr positionieren.
Wenn Du mit einer nach rechts ausdistanzierten Schwinge ein nach links verschobenes Hinterrad ausgleichen möchtest, ist das ein guter Ansatz, sofern das Kreuzgelenk nicht anschlägt.

Was man mit einem nach rechts verschobenen Motor und damit auch Getriebe wiederum ausgleichen kann.

Aber ich schweife ab.
Nein Nein, Du schweifst nicht ab, im Gegentum: Du mußt das gesamte Verhältnis auch in der Höhe so einstellen (Beispiel im Werstatt-Handbuch, oder wie Du oben selbst beschrieben hast) daß der Kardan im Betrieb auch immer in der waagerechten arbeitet. Hierzu mußt Du ganz Pedantisch vorgehen: Du mußt das (über den/die Stoßdämpfer) so einstellen, daß die eine Stellung für Dein Solo-Gewicht gedacht ist, eine zweite Stufe für die zusätzliche Sozia und eine dritte Stufe für zusätzliches Gepäck ---> kurzum: der Kardan muß im Betrieb immer waagerecht laufen, dann haut das auch mit dem oberen und unteren Schwingenanschlag hin...
Plötzliche Riesen-Schlaglöcher in der Straße lassen sich halt nicht vermeiden...

Bezüglich seitlicher Spurversatz: wenn der Kardan gerade laufen soll und auch die Reifenfreiheit gegeben sowie sehr viel "HAG-Eingriff" stattfinden soll, wirst Du notfalls nicht um das Außermittige Zentrieren nicht herumkommen, was natürlich wieder spezielle Speichen-Längen bedeutet, aber das weißt Du ja...

LG Uwe
 
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@Almrausch: bezüglich "Festhalten" des Lagerzapfens beim Kontern: Wir waren uns einig, daß die Gewinde im Rahmen, auf den Lagerzapfen und in den Kontermuttern soweit in Ordnung sein müssen, das Du die Lagerzapfen und die Kontermuttern von Hand locker aufschrauben kannst; wenn es Dein Gewissen beruhigt und Du Nachts gut schlafen 😴 kannst, bleibt eigentlich nur die Richtige Auswahl des Werkzeuges:
Stecknuss 27mm für Lagerzapfen.jpg
Dies ist eine Stecknuß, um den Lagerzapfen festzuhalten, also vorne mit 27mm 12-Kant und hinten mit einem 1/2 Zoll Antrieb für Deinen Drehmoment-Schlüssel.... Diese Nüsse werden überall verwendet, wo z.B. Kabel aus Sensoren kommen wie z.B. Lambda-Sonden, Kurbelwellen,- Nockenwellen,- ABS-Sensoren, Niveau-Regulierungs-Sensoren oder was auch immer Du montieren willst.. Die Standard-Lambda Schlüssel sind kleiner, aber diese Art von Nüssen gibt es in vielen Größen... (nur daß Du mal gesehen hast wie soetwas aussieht, falls Du das noch nicht gesehen hast)..

LG Uwe
 
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@Almrausch: bezüglich "Festhalten" des Lagerzapfens beim Kontern: Wir waren uns einig, daß die Gewinde im Rahmen, auf den Lagerzapfen und in den Kontermuttern soweit in Ordnung sein müssen, das Du die Lagerzapfen und die Kontermuttern von Hand locker aufschrauben kannst; wenn es Dein Gewissen beruhigt und Du Nachts gut schlafen 😴 kannst, bleibt eigentlich nur die Richtige Auswahl des Werkzeuges:
Anhang anzeigen 400619
Dies ist eine Stecknuß, um den Lagerzapfen festzuhalten, also vorne mit 27mm 12-Kant und hinten mit einem 1/2 Zoll Antrieb für Deinen Drehmoment-Schlüssel.... Diese Nüsse werden überall verwendet, wo z.B. Kabel aus Sensoren kommen wie z.B. Lambda-Sonden, Kurbelwellen,- Nockenwellen,- ABS-Sensoren, Niveau-Regulierungs-Sensoren oder was auch immer Du montieren willst.. Die Standard-Lambda Schlüssel sind kleiner, aber diese Art von Nüssen gibt es in vielen Größen... (nur daß Du mal gesehen hast wie soetwas aussieht, falls Du das noch nicht gesehen hast)..

LG Uwe

genau so 👍🏻

IMG_1121.jpegIMG_1168.jpegIMG_1167.jpeg
 
@FrankH:

Hallo Frank: ich hatte schon erlebt, daß der Innensechskant der Lagerzapfen entweder durch den vorigen Besitzer oder durch Übermaß bei der Herstellung so ausgenudelt oder zu groß war, daß der Inbusschlüssel übersprang... Kannst Du ähnliches berichten?

LG Uwe
 
PS: gemäß BMW soll man die Schwinge vermitteln, was auch richtig ist... *bei den damaligen Trennscheiben Reifengrößen war noch genug Platz... Mittlerweile haben sich die Reifen so verändert, das es für mich wichtiger ist, daß der Reifen nicht an der Schwinge schleift...
Mit einem Verschieben der Schwinge innerhalb des Rahmens nach links oder rechts (mit den Lagerbolzen) ändert man doch nicht den Abstand des Reifens zur Schwinge.
 
Mit einem Verschieben der Schwinge innerhalb des Rahmens nach links oder rechts (mit den Lagerbolzen) ändert man doch nicht den Abstand des Reifens zur Schwinge.
Uiiih, da hast Du Recht, dafür ist die Abstandsbuchse zwischen HAG und Radlager zuständig.
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Also Korrektur: bei falscher Schwingen-Position (links- rechts) kann es sein, das der Reifen am Kotflügel schleift...

PS: Habe es auch oben in #11 korrigiert.
Danke für den Hinweis... (y)

LG Uwe
 
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