Andere Q, andere Fragen

Ich find's beschissen was ihr mit mir macht. Bis vor 2 Wochen war die letzte Fahrzeugmechanische Tätigkeit, die ich regelmäßig ausführte der Reifenwechsel, selbst Ölwechsel beim Auto habe ich seit 10 Jahren nicht mehr selbst gemacht.

Und nun...?

Ich habe hier zwei Lenkkopflager in der Hand, Werkzeug benutzt von dem ich bisher nicht mal wusste, dass es es gibt. In der Garage steht ein für meine Begriffe Torso einer Kuh, sieht genauso aus wie bei den Leuten von denen ich früher dachte "Ach Du Scheiße, das kriegt der doch nie wieder zusammen.

Na ja den letzten Teil werden wir ja dann auch noch sehen müssen
;)

So, das war nur eine kleine Vorrede dazu wie ich mich wundere wozu ich mich von euch hier treiben hab lassen. Eigentlich geht es nun um folgendes

Anbei mehrere Bilder der Lenkkopflager, ich kann nun gar nicht beurteilen ob die hinüber, oder noch OK, vielleicht sogar, absolut in Ordnung sind und bräuchte eine Ferndiagnose
Beide Außenringe zeigen sichtbare dunkle Stellen, die aber selbst mit dem Fingernagel nicht, bzw, an einer Stelle kaum, ertastbar / spürbar sind, sie sehen, grob gereinigt, etwa so aus:
LKL oben Außenring.jpg LKL unten Außenring.jpg

Die Innenteile, die mit den Rollen, sehen so aus, dort kann ich ein paar Schrammen außerhalb der Rollenb entdecken, die Rollen selbst sehen für mich normal aus (Sorry, Foto ist unscharf).
LKL oben Innen.jpg

Unten am Rahmen wo das Lager drin war ist rötliche Pampenbrühe, Rost? wieso, woher, warum, was tun?
Rahmen untere Gabelbrücke.jpg

Die Fragen sind mithin:
1) Soll ich die Lager neu kaufen, oder reicht reinigen und neu fetten
2) Neu fetten, ja wie denn, wie krieg ich das Fett denn zwischen die Rollen rein?

Gruß
Jürgen
 
Die Marken im Außenring sind der Normalfall und da sehe ich keinen Wechselbedarf.
Neufetten geht am besten mit schmierigen Fingern, ordentlich reindrücken zwischen die Rollen. Man kann auch ganz eklig ein wenig Fett in einer kleinen Pfanne zum schmelzen bringen, das Lager reinlegen und abkühlen lassen.
 
Ich find's beschissen was ihr mit mir macht. Bis vor 2 Wochen war die letzte Fahrzeugmechanische Tätigkeit, die ich regelmäßig ausführte der Reifenwechsel, selbst Ölwechsel beim Auto habe ich seit 10 Jahren nicht mehr selbst gemacht.

Und nun...?

...und nun wechselst Du in nicht allzuferner Zukunft im Fall der Fälle ohne mit der Wimper zu zucken die Pleuellager, reparierst Uhrmachermäßig den hängenden Tageskilometerzähler, stellst die Ventile aus dem effeff ein, die Vergaser nebenbei in der Ampelphase, schrecklichen Kupferwürmern wird mit Schaltplänen lässig der Garaus gemacht, du tauscht diverse Wedis sonstwo und läßt dich auch unterwegs von nichts mehr schocken. Außer vielleicht von der Hilflosigkeit der armen Kerle die irgendwo stehen und sich von ihrer elektronischen Wegfahrsperre haben ausperren lassen :cool:

(Nur nicht zuviel im Forum lesen, dann ist die eigene Kuh auch immer krank)

Gruß und immer schönes "Heilschrauben". Bei den alten Damen gehört das einfach zum Fahren dazu )(-:
jan
 
Jan, Willy, danke für den Zuspruch, Detlev, danke für die Einschätzung und ekligen TIpps.

Nächste Runde....
 
Oberes Lenkkopflager mit Außenring habe ich ja ab, ebenso unteren Außenring. Aber das untere Lager krieg ich nicht vom Lenkrohr, muss ich da Gewalt anwenden (bitte nicht)

Jürgen
 
Hallo Jürgen

Siehe #109

Willst Du das Lager abbauen ist folgendermaßen vorzugehen.
Die Brücke auf ca.100°anwärmen und das Rohr ca.5 mm nach unten aus der Brücke und sofort wieder zurück in die ursprüngliche Einbaulage schlagen.
Sinn der Sache ist hier einen Abstand zwischen dem Lager und der Brücke zu schaffen um nun in den entstandenen Spalt das Lager nach oben abhebeln zu können.Das geht gut mit zweiReifenmontiereisen und untergelegten Hölzklötzen.
 
Danke Fritz, ich hatte meinen Fred durchsucht, aber diese Stelle nicht wieder gefunden - schäm

we apologize for any inconvenience

Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Marken im Außenring sind der Normalfall und da sehe ich keinen Wechselbedarf.
Neufetten geht am besten mit schmierigen Fingern, ordentlich reindrücken zwischen die Rollen. Man kann auch ganz eklig ein wenig Fett in einer kleinen Pfanne zum schmelzen bringen, das Lager reinlegen und abkühlen lassen.

Detlev :---)

Jetzt hat sich Jürgen bei ner RT bis zu den Außenringen der Lenkkopflager durchgekämpft (Respekt !) und dann soll er sie so wieder einbauen ? Die Dinger kosten doch nicht die Welt.

Neue rein !

Gruß
Claus
 
Grummel, na gut, dann also neue Lager (die alten knirschen trotz ausgiebiger Fettschlammparty auch ein wenig), kosten um 20 Euro das Stück, insofern wird's besser sein. (Allerdings habe ich das untere immer noch nicht vom Rohr ab.)
 
Grummel, na gut, dann also neue Lager (die alten knirschen trotz ausgiebiger Fettschlammparty auch ein wenig), kosten um 20 Euro das Stück, insofern wird's besser sein. (Allerdings habe ich das untere immer noch nicht vom Rohr ab.)

Hallo Jürgen,
auch von mir: )(-:
Das Lager auf dem Rohr: Nochmals: Brücke erwärmen und einen beherzten Schlag auf das Rohr geben. Mit Kunststoffhammer, oder als Schutz die Mutter kurz aufschrauben. Und dann drauf...
Dann geht das Rohr ein Stück nach unten. Dann sofort wieder reinklopfen. Dann kannst du das Lager abhebeln. Wurde aber schon beschrieben. Mal ne Frage: Wie hast du die Außenschalen denn rausbekommen? Die sind doch hoffentlich nicht entgegen gefallen...:D
Du kriegst das schon hin.
Gruß
Pit
 
Wie hast du die Außenschalen denn rausbekommen? Die sind doch hoffentlich nicht entgegen gefallen...:D

Nein, ein Bekannter hatte so einen Kukko, Kokku (ich merk es mir nicht mehr in diesem Leben), hat mir die Anwendung ganz genau erklärt und dann hab ich es gleich beim ersten Versuch super hingekriegt.

Und danke an Euch alle für die vielen Kopf-hochs-und-abs (besser als annersterrum)

Jürgen
 
Nein, ein Bekannter hatte so einen Kukko, Kokku (ich merk es mir nicht mehr in diesem Leben), hat mir die Anwendung ganz genau erklärt und dann hab ich es gleich beim ersten Versuch super hingekriegt.

Und danke an Euch alle für die vielen Kopf-hochs-und-abs (besser als annersterrum)

Jürgen

Hallo Jürgen,
du wirst ja immer besser. Wer das mit dem Kukko hinbekommt...:fuenfe:
Gruß
Pit
 
Hi Leuts,

zuletzt wurde mehrfach beschrieben, dass ich das untere Lenkkopflager von der Lenkstange bekomme indem ich die Gabelbrücke auf 100° erhitze. Mit meinen Mitteln, Heissluftfön und Bratenthermometer (schäm) krieg ich das nicht hin. Jetzt dacht ich mir ich koche die Gabelbrücke in einem alten Topf auf dem Herd mit Wasser (erneut schäm). Ist das ratsam, gangbar?

Herzliche Grüße
Jürgen
 
Hi Leuts,

zuletzt wurde mehrfach beschrieben, dass ich das untere Lenkkopflager von der Lenkstange bekomme indem ich die Gabelbrücke auf 100° erhitze. Mit meinen Mitteln, Heissluftfön und Bratenthermometer (schäm) krieg ich das nicht hin. Jetzt dacht ich mir ich koche die Gabelbrücke in einem alten Topf auf dem Herd mit Wasser (erneut schäm). Ist das ratsam, gangbar?

Herzliche Grüße
Jürgen

Hi Jürgen
das Lenkrohr ist aus Stahl und unten Konisch, die Gabelbrücke aus Alu auch konisch...
Jetzt sollte sich beim erwärmen das Alu ausdehnen und der Stahl nicht, wenn du beides in den Topf steckst wird das nix... und ob dat Ding 100° oder 138° hat, ist nicht soo wichtig, mache dir ne Markierung damit nachher auch dein Lenkschloss wieder etwa an der gleichen Stelle ist. Gute Auflagefläche für die Gabelbrücke ist wichtig, genauso oben die Mutter weit genug aufdrehen, Stabilen Kunststoffhammer, Heißluftföhn, (nicht Muttis:D) und dann... denk nicht drüber nach, rums das reicht.
Evtl hast du ne Düse und kannst erst das Lager erwärmen aber eben nur das Lager kurz. Es hat noch keine wiederstanden...

Los, Hau DruffA%!

grüße Guido
 
Mit Wasser holst du dir auch Rost und erreichst die 100° wegen Abstrahlung nicht wirklich.
Kennst du niemanden in deiner Nähe (Nachbar, Schrauber, Installateur, Schlosser ...), der dir das mit einer Gasflamme mal schnell warm machen kann? An die 100° musst du dich auch nicht sklavisch halten, nur solltens dann auch nicht 250 sein.
 
Michael und Guido,

ich werde morgen noch einen Versuch starten, aber der Heissluftfön (und wirklich kein Haarfön) lief schon bald ne halbe Stunde und druffgehauen hab ich schon auch einigermaßen, aber vielleicht dann doch beides nicht genug.

Aber was ist mit der Methode, die ich in "Boxer-Technik" Buch gelesen habe. Da stehtt Lager raushebeln, Ring geht dabei kaputt, neuen Ring kaufen, neues Lager einpressen. Kann ich doch eigentlich auch machen, dann bräucht ich nichts mit Wärme und hauen auf das Lenkrohr machen, oder habe ich da was falsch verstanden?
 
...

Schutzbrille aufsetzen - anflexen - Meißel im Flexspalt ansetzen - Lappen drumlegen - peng, fliegts weg.

Ist nicht ungefährlich. So würde ich das jedenfalls versuchen.

Müsste eigentlich gehen.

Gruß Ferdi
 
Zuletzt bearbeitet:
Michael und Guido,

ich werde morgen noch einen Versuch starten, aber der Heissluftfön (und wirklich kein Haarfön) lief schon bald ne halbe Stunde und druffgehauen hab ich schon auch einigermaßen, aber vielleicht dann doch beides nicht genug.

Aber was ist mit der Methode, die ich in "Boxer-Technik" Buch gelesen habe. Da stehtt Lager raushebeln, Ring geht dabei kaputt, neuen Ring kaufen, neues Lager einpressen. Kann ich doch eigentlich auch machen, dann bräucht ich nichts mit Wärme und hauen auf das Lenkrohr machen, oder habe ich da was falsch verstanden?


Jepp, das wäre die andere Möglichkeit nimm die Flex (kleine Trennscheibe), soweit wie möglich einflexen, das Lager bzw. der Ring wird ordentlich warm, und dann von unten aufhebeln, der Blechring kostet nicht die Welt.
 
Hallo Jürgen,

ich werde leider so bald nicht wieder in Göttingen sein, aus den bekannten Gründen.

Das Durchschlagen des Lenkrohrs (wie im WHB beschrieben) habe ich mal an einer – ohnehin ruinierten – unteren Brücke einer GS-Gabel probiert, nachdem ich es richtig heiß gemacht habe. Hat gar nicht funktioniert: Ich bin mir ziemlich sicher, daß, wenn ich weiter gemacht hätte, das Rohr zwar raus gegangen wäre, die Brücke aber hernach verzogen = Schrott gewesen wäre. Ich kenne auch Leute, die professionell arbeiten, und ebenfalls darauf verzichten.


Nimm eine Flasche Wein mit, fahr nach Niedernjesa (?), und probier die Methode mit dem Zerstören des Innenrings. Habe ich auch mehrfach gemacht. Funktioniert. Dabei geht nur das kaputt, was vorher schon Schrott war.


Ich will damit nicht bestreiten, daß andere die Erhitzen / Kloppen Methode erfolgreich angewandt haben. Aber wozu das Risiko eingehen, zumal, wenn Du keine Erfahrung mit solchen Vorgehensweisen hast ?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Wilhelm,

jepp, Niedernjesa, habe ich auch schon gedacht. Mir scheinen die beiden Methoden Zerflexen des Lagerinnenrings bzw. Abhebeln unter Zerstören des Rings, der als Schutz unten über dem Lagerinnenring teilweise drüber geht sicherer als die Sache mit dem Erhitzen.

Aber wenn Du dann mal wieder in Göttingen bist, meldest Du Dich bitte trotzdem, gelle?

Danke auch an die anderen für die zahlreichen sachdienlichen Hinweise, ich werde auch das irgendwie hinkriegen.

Jürgen
 
Wir haben das gestern auch an einer Gabelbrücke gemacht, geht echt prima. Nur kam der Hinweis mit der Markierung für die Position des Lenkschlosses ein weinig spät - gut, das noch ne GS rumstand.

Vorgehensweise:

Auf Gabelbrücke oben Mutter zur Schonung des Gewinde aufdrehen.

Gabelbrücke bei 250°C in den vorgeheizten Backofen legen (wenn man das Lager vorher auswäscht ist das keine Geruchsbelästigung), dann nach 10min mal mit nem Schnapsglas etwas Wasser auf die Brücke geben ob es auch zischt - dann, wenn es soweit ist, das Rohr auf den geöffneten Schraubstock oder auf einen Ring so stellen, das das Rohr unten raus kann, Auflagefläche dabei möglichst dicht an das Steuerrrohr ran, damit sich die Brücke nicht verziehen kann. Oben mit dem Metallhammer beherzte Schläge geben bis das Lager frei ist. Das Alu dehnt sich eh anders aus als Stahl, daher kommt das Rohr ganz gut raus. Es ist nur der Lagerring der sich dagegen wehrt.

Gruss Robert​
 
Moin,

grad war ich im Keller....denn ein LKL hatte ich bei einer Q vor langer Zeit auch mal gewechselt und das hatte ich einfacher in Erinnerung.

Also die Untere Brücke mit dem Lenkrohr, (von der erworbenen Tromelbremsengabel) und dem alten Lager, (war eh hin, hatte sich schon mal jemand dran versucht) darauf gegriffen, in meine Werkzeugkiste gelangt, den unterschiedlich geschrägten, messerscharfen Meißel und einen Hammer hervorgeholt und begonnen.

Zunächst ein kurzer Schlag auf den Käfig mit den Rollen darin, so dass ich erkennen konnte, wo Lagerring und Gabelbrücke aneinander langen, dann einen Schlag auf diesen, kaum erkennbaren Spalt. Drei, gar nicht mal kräftige, (250g-Hammää) Schläge auf den Meißel, leicht versetzt in den sich vergrößernden Spalt und das Ding war ab. ?( Was ist daran so schwer? Ich geh nomma runna und manchn Bild....

So, da isses, das Bild,....der Käfig ist etwas verbogen, das Lager geht aber völlig gerade ohne zu verkanten von der Achse.

Willy
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben Unten