SWT 229 – Eine neue Interpretation der BMW Zweiventil-GS
Hallo zusammen,
ich möchte euch heute ein Projekt vorstellen, das bei SWT-Sports gerade Schritt für Schritt entsteht: die SWT 229.
Die Grundidee war, eine klassische BMW Zweiventil-Basis mit einem modernen und leistungsfähigen Fahrwerkskonzept zu verbinden, ohne dabei den ursprünglichen Charakter der alten BMW GS aus den Augen zu verlieren. Das Motorrad soll bewusst spartanisch, überschaubar und mechanisch nachvollziehbar bleiben – also genau das, was viele an den klassischen Zweiventil-Boxern so schätzen.
Im aktuellen Bauabschnitt entsteht zunächst das Rolling Chassis. Dabei werden Rahmen, Fahrwerk, Schwinge, Räder, Motor, Getriebe und Kupplung so weit zusammengebaut, dass bereits die grundsätzliche Geometrie und technische Ausrichtung des späteren Motorrads sichtbar werden.
Besonders interessant ist die Kombination verschiedener BMW-Komponenten.
Zum Einsatz kommt eine 48er Upside-Down-Gabel. Entschieden wurde sich für eine Open-Cartridge-Ausführung aus dem Jahr 2006. Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl war die bereits vorhandene 26-mm-Steckachse, da diese eine Kombination mit der vorgesehenen originalen BMW-Vorderradnabe ermöglicht.
Auch am Hinterbau wird nicht einfach auf Serienkomponenten zurückgegriffen. Das Konzept verwendet eine lange Schwinge aus dem Bereich BMW R1100/R1150 GS. Dazu kommt ein entsprechend angepasster Kardanwellenadapter.
Bei den Rädern gehen wir ebenfalls einen eigenen Weg: Vorne soll ein 21-Zoll-Rad zum Einsatz kommen, hinten ein 17-Zoll-Rad. Damit entsteht eine Kombination, die das Motorrad deutlich in Richtung eines agilen und sportlichen Landstraßenmotorrads bringt.
Auch der Antrieb bekommt einige interessante Details. Der Motor hat 1070 cm³ und einen entsprechend großen Ein- und Auslass. Dazu kommt eine Sintermetallkupplung. Da die Reibscheibe dicker als das originale Bauteil ist, mussten bei der Montage zusätzliche Stahlscheiben berücksichtigt werden.
Beim Zusammenbau zeigt sich einmal mehr, dass ein Motorradprojekt nicht einfach daraus besteht, Teile zusammenzuschrauben. Viele Details müssen angepasst, geprüft, verändert oder teilweise individuell gefertigt werden.
Genau das macht für mich den Reiz eines solchen Projektes aus.
Auch das Rahmenheck wird nicht einfach irgendeine Standardlösung. Das Motorrad soll später einen vernünftigen Zweipersonenbetrieb ermöglichen. Die Sitzbank soll deshalb nicht nur optisch funktionieren, sondern auch auf längeren Strecken komfortabel sein.
Das Ziel ist also kein extremes Wettbewerbsmotorrad und auch keine moderne Reiseenduro mit immer mehr Elektronik.
Die Idee ist vielmehr eine klassische BMW Zweiventil-GS mit einem zeitgemäßen Fahrwerk und einer sportlichen Ausrichtung.
Ein Motorrad, das leicht, überschaubar und mechanisch bleibt und gleichzeitig auf kurvigen Straßen richtig Spaß machen soll.
Das Projekt ist noch lange nicht fertig – aber genau deshalb möchte ich euch bereits an der Entstehung teilhaben lassen.
Was haltet ihr von der Kombination aus Zweiventil-Boxer, 48er USD-Gabel, langer R1100/R1150-Schwinge und 21/17-Zoll-Rädern?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen, Erfahrungen und natürlich auch auf konstruktive Kritik.
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