Marian

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Der Ölkühler ist selbst bei Temperaturen um 36 Grad nicht warm, aber ich bin nicht schneller als 120 km/h gefahren. Ich möchte jedoch überprüfen, ob der Thermostat nicht klemmt, ohne ihn zu demontieren.
Ich denke, dass dies möglich ist, indem ich anstelle der kurzen Schraube an der Unterseite des Thermostatkörpers eine längere Schraube verwende, um den Thermostat zu öffnen.
Ich möchte um Auskunft bitten, wie lang die Schraube sein muss, die zum Öffnen des Thermostats beim Ölwechsel verwendet wird.
Hat jemand ein Foto, wie der Thermostat selbst aussieht?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
 
Der Thermostat sieht so aus:

Thermostat.jpg

Die Füllung (Wachs?) dehnt sich aus und treibt den Stift raus.

Der Ölkühler ist selbst bei Temperaturen um 36 Grad nicht warm, aber ich bin nicht schneller als 120 km/h gefahren
Dann fahr mal eine Weile 100 km/h im dritten Gang oder quäl das Gerät flott ein paar Höhenmeter hoch.
Alternativ kannst du auch den Motor warmgefahren mal im Stand laufen lassen.

Meine Überzeugung ist ja eh, dass es diesen Spielzeugkühler gar nicht braucht.
 
Danke für das Foto. Meinst du, der Kühler ist klein – deshalb sieht er wie ein Spielzeug aus? Ich habe keinen direkten Vergleich, aber jemand aus dem Forum hat bestimmt Erfahrung damit. Mir scheint er aber nicht viel kleiner zu sein als bei 1100 – 1150, oder irre ich mich?
Ich werde also versuchen, auf unserem Bergpass modernere Motorräder zu überholen, mal sehen, ob sich der Thermostat öffnet. 🙂

Weiß jemand die genaue Länge der Entlüftungsschraube des Thermostats?

Ich möchte den Thermostat nicht mit einer zu langen Schraube durchstechen.
 
Danke für das Foto. Meinst du, der Kühler ist klein – deshalb sieht er wie ein Spielzeug aus? ...
Hallo Marian, der Kühler ist so klein, dass er ohnehin keine große Kühlwirkung hat. Wenn über, dann erst bei hoher Geschwindigkeit, wenn der Fahrtwind den Motor auch sehr gut kühlt. Um zu beschreiben was auch ohne Ölkühler geht:

Ich bin im zweiten Gang (konnte nicht mehr schalten) ungefähr 7 Stunden mit konstant 5000/min (ca. 50 km/h) gefahren - ohne Ölkühler. Dabei sind der Motor, das Getriebe und der Auspuff extrem heiß geworden. Dem Motor hat es aber nicht geschadet.
 
Ab 100 - 120 km/h Dauertempo (z.b. Autobahn) wird der Motor (das Öl) ohne ölkühler überdurchschnittlich warm. Kaputt geht der davon nicht - läuft dann aber gerne mal wie der oft bemühte “Sack Nüsse”. Mit Kühler hält sich das in Grenzen - braucht aber ohne Thermostat und wenn es etwas kühler ist etwas länger bis das Öl warm gefahren ist.
 
Beim Vergleich meiner 2 Ventiler senkt der Ölkühler bei flotter Fahrt mit höheren Drehzahlen die Temperatur um ca. 10 bis 15 Grad.
Das sind dann meist 120 anstatt 130 Grad und mehr am Ölmessstab gemessen.
Alle mit der größeren tiefen Ölwanne.
 
Stijn, danke für das Foto, hier sieht es besser aus als auf dem Handy. Die Versuche mit dem Kühler werden erst im Frühjahr stattfinden.
Frank, bei höheren Geschwindigkeiten denke ich auch, dass ein Kühler nicht notwendig ist. Bei langsamer Fahrt und im Stau könnte der Kühler meiner Meinung nach jedoch helfen, auch wenn der Luftstrom schwach ist. Ich denke, das Problem liegt darin, dass sich der Kühler zu spät öffnet und der Ölfluss auch nach dem Öffnen durch den Thermostat weiterhin gedrosselt wird.
Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr.
 
Beim Vergleich meiner 2 Ventiler senkt der Ölkühler bei flotter Fahrt mit höheren Drehzahlen die Temperatur um ca. 10 bis 15 Grad.
Das sind dann meist 120 anstatt 130 Grad und mehr am Ölmessstab gemessen.
Alle mit der größeren tiefen Ölwanne.
Größeren und tieferen Ölwannen entsprechend der Modellpflege? Oder die Wannen aus dem Zubehörgeschäft?
Servus
 
Bei langsamer Fahrt und im Stau könnte der Kühler meiner Meinung nach jedoch helfen, auch wenn der Luftstrom schwach ist. Ich denke, das Problem liegt darin, dass sich der Kühler zu spät öffnet und der Ölfluss auch nach dem Öffnen durch den Thermostat weiterhin gedrosselt wird.
Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr.
Wies soll der Kühler ohne Wind kühlen?
 
...Bei langsamer Fahrt und im Stau könnte der Kühler meiner Meinung nach jedoch helfen, auch wenn der Luftstrom schwach ist. Ich denke, das Problem liegt darin, dass sich der Kühler zu spät öffnet und der Ölfluss auch nach dem Öffnen durch den Thermostat weiterhin gedrosselt wird.
Ein 20W50 Motoröl hat bei 110°C gerade erst Betriebstemperatur. Darunter wäre es nicht nützlich, wenn das Thermostat öffnen würde. Mit Ausnahme von extremen Belastungen - Gespann, Rennstrecke, Wüstendurchquerung ist der Ölkühler sinnloser Quatsch.
 
Ein 20W50 Motoröl hat bei 110°C gerade erst Betriebstemperatur. Darunter wäre es nicht nützlich, wenn das Thermostat öffnen würde. Mit Ausnahme von extremen Belastungen - Gespann, Rennstrecke, Wüstendurchquerung ist der Ölkühler sinnloser Quatsch.
Beim meinem ehemaligen Familiengespann hat der Ölkühler nur den Anschlag am Ölthermoeter verzögert.
 
Ein 20W50 Motoröl hat bei 110°C gerade erst Betriebstemperatur. Darunter wäre es nicht nützlich, wenn das Thermostat öffnen würde. Mit Ausnahme von extremen Belastungen - Gespann, Rennstrecke, Wüstendurchquerung ist der Ölkühler sinnloser Quatsch."

Frank, da der Übersetzer manchmal die Kommunikation erschwert, werde ich meine Fragen nacheinander stellen.
Frage 1: Bedeutet dieser Satz von Ihnen, dass 110 °C noch eine akzeptable Betriebstemperatur für Öl ist? Dem stimme ich zu.
Oder beträgt die minimale Betriebstemperatur für Öl 20W50 110 °C?
Dem stimme ich nicht zu, und wenn du das behauptest, dann beweise es, denn sonst ist es nur deine Meinung. Meiner Meinung nach ist die Viskosität des Öls ab einer Temperatur von 70-80 °C niedrig genug für eine ordnungsgemäße Schmierung. Bei höheren Temperaturen verbessert sich die Schmierung nicht, sondern nur die Dicke des Ölfilms nimmt ab, aber er ist immer noch zusammenhängend und gut, allerdings nimmt der Motorlärm zu. Der Vorteil dieser höheren Temperaturen ist, dass das Öl einen geringeren Viskositätswiderstand hat, was gut für die Leistung und den Verbrauch ist. Aber diese Tatsache stört mich bei 2V genauso wie Polarschmetterlinge, natürlich wäre es bei der CBR1000RR etwas anderes.
Frage 2: Wo liegt die Temperatur von 110 °C, im Ölwanne, am Nocken, am ersten Ring, am inneren Kolbenboden, an den Ventilführungen? Wenn Sie die Ölwanne meinen, dann frage ich mich, wie hoch die Öltemperatur sein wird, bis sie durch den gesamten Motor unter die Ventildeckel und die anderen von mir genannten Stellen gelangt ist?
Frage 3: Warum montieren diese dummen Hersteller – nicht nur BMW – Kühler und sparen lieber nicht bei Motorrädern vom Typ xt, xl-xr, dr?
 
Wies soll der Kühler ohne Wind kühlen?
Es gibt drei Formen des Wärmetransportes:

1 Leitung -bringt hier kaum etwas, weil das nur über die Befestigungsschellen zum Rahmen läuft.
2 Strahlung -immerhin ist der Kühler plus Schläuche ein schöner schwarzer Strahler.
3 Konvektion -das geht vorwiegend über den Fahrtwind.
Fazit: 2 liefert auch im Stand ein bisschen was.
 
110° ist eine normale Betriebstemperatur für einen luftgekühlten Motor.
Ab 70-80° ist der Warmlauf beendet und man kann Leistung abfordern,
aber bei 130° gibt es kein Problem; man darf das nicht mit einem wassergekühlten Aggregat vergleichen.
Anders wird die Sache bei Leistungssteigerungen im nennenswerten Umfang.
Da man dabei den Wirkungsgrad nur minimal verbessern kann, steigt die (Abfall-)Wärme fast genauso wie
die zusätzliche Leistung an. Wie die 4V-Boxer zeigen, sind dann deutlich größere Kühler mit eigener Pumpe
vorhanden, weshalb man diese Systeme luft-/ölgekühlt nennt.
Aus eigener jahrelanger Erfahrung kann ich sagen, dass der Kühler beim serienmäßigen 2V-Boxer jedenfalls
nicht nötig ist.
 
Das ist mir auch ein Rätsel.
Der ursprüngliche Kühler kam (nur) mit der RS der Reihe /7, danach an RS und RT Mono (mit weniger Leistung) und schließlich an den R100R.
Die zweite Version mit anderer Befestigung hatten alle GS.
Bei der RS kann man annehmen, dass die Temperaturen durch die Verkleidung bei flotter Fahrt ohne Kühler deutlich stiegen
und bei den GSen könnte hoher Leistungsabruf im Gelände der Grund sein; aber die R mit 60 PS ??
 
.... Dem stimme ich nicht zu, und wenn du das behauptest, dann beweise es,
Starke Worte dafür, dass du die SAE Spezifikation offenbar nicht kennst. Die Referenztemperatur der Viskositätsmessung für den zweiten Wertes eines SAE Mehrbereichsöls ist 100°C. D.h. die 50 in 20W50 wird bei 100°C erreicht. Die HTHS Viskosität wird erst bei 150°C gemessen. Dazwischen liegt die Betriebstemperatur des Öls. Natürlich "funktioniert" das Öl auch bei niedrigeren Temperaturen, ist aber schwerer pumpbar.
 
Ein 20W50 Motoröl hat bei 110°C gerade erst Betriebstemperatur. Darunter wäre es nicht nützlich, wenn das Thermostat öffnen würde. Mit Ausnahme von extremen Belastungen - Gespann, Rennstrecke, Wüstendurchquerung ist der Ölkühler sinnloser Quatsch.
@FrankR80GS
Interessante Aussage. Auf welche Erkenntnis stützt Deine Behauptung, da sich ja die SAE-Spezifikation auf eine Öltemperatur von 100°C bezieht.
Teile bitte Dein Wissen.
Schoß
 
Man könnte die Diskussion auch abkürzen. Wer einen Öldruckanzeiger, z.B. von VDO, montiert hat, weiß genau, dass der Ölkühler sinnvoll sein kann. Sommerliche Anreise in den Süden auf der Autobahn mit der R80 GS ohne Ölkühler nie Probleme, mit der R80 GS mit 7RockPK deutlich weniger Öldruck. Dann kommt der Ölkühler extra. Besser. Dann kam der Seitenwagen. Wieder deutlich schlechter. Dann kam ein größerer Ölkühler von einer K1300 mit SilentHektik-Thermostat. Alles wieder viel besser.
Welchen Einfluss die Geschwindigkeit auf den Temperaturstatus des Motors hat, hat BMW schon bei den Einzylindern definiert. Temperaturmaximum im Zylinderkopf war in den Bergen bei Bergauffahrt und 60 km/h. Bei schnellerer Fahrt sank die Temperatur wieder.
Bei Seitenwagenbetrieb eines Boxers treffen ungünstige Parameter zusammen. Niedrigere mögliche Geschwindigkeit und höherer Leistungsbedarf durch Luft- und Rollwiderstand.
Hat jemand schon erwähnt, dass mineralisches Öl bei höheren Temperaturen zu mehr Schwund durch Verdunstung neigt und auch schneller altert? Insofern freue ich mich über maximal 125 bis 130 Grad auf der Autobahn.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Mehrbereichsöls ist 100°C. D.h. die 50 in 20W50 wird bei 100°C erreicht."
Frank, nur weil Sie etwas lesen, heißt das noch lange nicht, dass Sie es auch verstehen. Bei Öl 20W50 steht die Zahl 50 nicht für die Viskosität bei 100 °C, sondern für die Viskositätsklasse. Das bedeutet, dass alle Öle xxW50 bei 100 °C ungefähr die gleiche Viskosität haben. Wie hoch diese ist, können Sie in dem von Ihnen zitierten Dokument nachlesen und Sie werden feststellen, dass sie NICHT 50 beträgt.

In diesem Dokument steht nirgendwo Ihre Behauptung: Ein 20W50 Motoröl hat bei 110°C gerade erst Betriebstemperatur

HTHS bei 150 °C ist keine Angabe über den normalen Betriebsparameter oder die Gebrauchstemperatur des Öls. Es handelt sich vielmehr um einen Grenzwert, den das Öl noch bewältigen können sollte. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese Temperatur nicht vom gesamten Öl erreicht wird, sondern nur von einem kleinen Teil davon an kritischen Stellen wie dem ersten Ring oder den Turbinenlagern. Da es sich um einen Grenzwert handelt, den das Öl normalerweise nicht erreichen sollte, veröffentlichen viele Hersteller ihn gar nicht!

Was den Kühler betrifft, so bin ich generell der Meinung, dass er bei luftgekühlten Motorrädern wegen der niedrigen Geschwindigkeit und nicht wegen der hohen Geschwindigkeit eingebaut wird. Ich denke, dass bei niedriger Geschwindigkeit und auch bei geringer Belastung ein relativ mageres Gemisch einen wesentlichen Einfluss auf den Temperaturanstieg haben kann. Bei höheren Geschwindigkeiten (nicht maximalen) und einem fetten Gemisch ist die Situation wahrscheinlich besser.
 
"Mehrbereichsöls ist 100°C. D.h. die 50 in 20W50 wird bei 100°C erreicht."
Frank, nur weil Sie etwas lesen, heißt das noch lange nicht, dass Sie es auch verstehen. ....
Na wenn das so ist, frag doch gar nicht mehr. Die HTHS Viskosität ist eine wichtige Kennzahl, die für alle Leichtlauföle angegeben werden muss, da sie Viskositätsklassen wie z.B. 5W30 nochmals unterteilen. 130°C Öltemperatur ist bei fahrtwindgekühlten Motoren eine typische Betriebstemperatur und der wesentliche Grund dafür, dass ein 20W50 empfohlen wird.
Was den Kühler betrifft, so bin ich generell der Meinung, dass er bei luftgekühlten Motorrädern wegen der niedrigen Geschwindigkeit und nicht wegen der hohen Geschwindigkeit eingebaut wird.
Meinung ist die richtige Bezeichnung für diese Art von Verständnis.
 
Hohe Geschwindigkeit kann auch überhitzen. Hatte eine Bandit 1200 Luft Öl. Bei deutlicher Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit wurde das Öl zu fritten Fett. Pleuellager ade. Einen zweiten orginalen Kühler parallel und die Kiste hat alles mitgemacht
 
Das ist mir auch ein Rätsel.
Der ursprüngliche Kühler kam (nur) mit der RS der Reihe /7, danach an RS und RT Mono (mit weniger Leistung) und schließlich an den R100R.
Die zweite Version mit anderer Befestigung hatten alle GS.
Bei der RS kann man annehmen, dass die Temperaturen durch die Verkleidung bei flotter Fahrt ohne Kühler deutlich stiegen
und bei den GSen könnte hoher Leistungsabruf im Gelände der Grund sein; aber die R mit 60 PS ??
Die RS funktioniert auch ohne Ölkühler. Die Verkleidung verschlechtert diecKühlwirkung nicht, insbesondere wenn der offene Mittellteil verwendet wird.