Moin,

hab's mal am Beispiel des Innenrings des Zylinderrollenlagers versucht in Herr Ärmel'scher Manier darzustellen:

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Moin,

hab's mal am Beispiel des Innenrings des Zylinderrollenlagers versucht in Herr Ärmel'scher Manier darzustellen:

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Das passiert aber nicht in 100 Tkm in kurzer Zeit, sondern in 70-80 Tkm in 25 Jahren.
Schlicht und einfach weil das Material des Dichtlippe langsam aushärtet.

Mit diesen Problemen hatten wir reihenweise Ärger bei Boots Wendegetrieben.
 
Hmmm, also die letzten die ich verbaut habe waren alle schwarz....

... und nicht aus irgendeiner ominösen sondern DER Bezugsquelle für Getriebeersatzteile schlechthin.
Hallo Werner,
welche Bezugsquelle meinst Du denn damit? Ich frage aus ernsthaftem Interesse, weil ich mehr als eine kenne, die ich für seriös halte (und wo ich Teile beschaffe). Gerne auch per PN, wenn Du keine Schleichwerbung machen willst.

Viele Grüße,
Thomas

P.S. Die grünen braunen schwarzen Ringe sind Deiner Erfahrung nach die besten?
 
Danach sieht es für mich nicht aus, muss aber zugeben, nach viel Ärger mit originalen Dichtringen verbaue ich seit Jahren nur den von AWS (Vertrieb über Roth oder Siebenrock).

Das BMWeh in den Para Anfangszeiten den regulären Wedi nur andersrum verbaut hat, kann zumindest ich nicht bestätigen.

Bin aber auch erst seit 1985 mit diesen Getrieben beschäftigt.

Ich denke Patrik weiß, was er tut.
Beste Güße, Onno
 
Ich will euch zu dem Thema auch noch eine neue Variante zeigen, habe ich heute bei meiner R100GS Neuerwerbung gefunden.

Vieles ist richtig gemacht, der Wellendichtring ist der passende und er ist sogar richtig herum eingebaut. Die V-Kerbe ist mit Silikon verschlossen, top 👍
Die Schwingenlagerbolzen sind frei und die Entlüftungsschraube ist durchgängig.

IMG_5739.jpeg

Aber leider hilft das ganze Geschmiere mit dem Silikon immer noch nicht. Es bleibt undicht! Da hatte wohl jemand keine Lust, den Dichtring zu wechseln…

IMG_5742.jpeg

Es fehlte zum Glück nicht viel, seit dem letzten Getriebeölwechsel knapp 2.000 km gefahren.

IMG_5738.jpeg

Also morgen Getriebe raus und dann ab zum Fachmann…

Viele Grüße
Martin
 
Frage an die Fachleute: woher rühren die 5 radialen Einkerbungen im Kopfende der Getriebeausgangswelle im ersten Bild im vorherigen Beitrag? Hat das irgendetwas mit der Fertigung zu tun?
 
Frage an die Fachleute: woher rühren die 5 radialen Einkerbungen im Kopfende der Getriebeausgangswelle im ersten Bild im vorherigen Beitrag? Hat das irgendetwas mit der Fertigung zu tun?
Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Aber ich denke die sind fertigungsbedingt vom oder zum Fixieren oder Einspannen der Welle.
 
Die Markierungen stammen aus der Fertigung und entstehen bei der Bearbeitung mit einem sogenannten "Stirnmitnehmer".

FranzStirnmitnehmer_Bruckner.png
 
Vielen Dank für die aufklärenden Antworten!

Meine Überlegungen gingen zwar in Richtung eines Mitnehmers. Aber ich habe weder an das Schleifen gedacht, noch habe ich jemals solch einen Mitnehmer gesehen.

Zusatzfrage: ich vermute, dass solch ein Mitnehmer die höheren Kräfte bzw. Momente, die beim Drehen entstehen, nicht aufbringen kann. Ist das richtig?
 
Vielen Dank für die aufklärenden Antworten!

Meine Überlegungen gingen zwar in Richtung eines Mitnehmers. Aber ich habe weder an das Schleifen gedacht, noch habe ich jemals solch einen Mitnehmer gesehen.

Zusatzfrage: ich vermute, dass solch ein Mitnehmer die höheren Kräfte bzw. Momente, die beim Drehen entstehen, nicht aufbringen kann. Ist das richtig?
Zu Deiner Zusatzfrage.
Da hast Du grundsätzlich recht. Es kommt auch drauf an, welches Material man bearbeitet und natürlich auf die Spartiefe.
Im Backenfutter gespannt geht natürlich mehr.
Gruß Manne
 
Da gibt's ein Video auf You Tube von der Fa Röhm dazu
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Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die aufklärenden Antworten!

Meine Überlegungen gingen zwar in Richtung eines Mitnehmers. Aber ich habe weder an das Schleifen gedacht, noch habe ich jemals solch einen Mitnehmer gesehen.

Zusatzfrage: ich vermute, dass solch ein Mitnehmer die höheren Kräfte bzw. Momente, die beim Drehen entstehen, nicht aufbringen kann. Ist das richtig?
Kurzes Beispiel zur Erläuterung.
Bei einem Dreh-DM von 100 mm,
Mitnahme-DM 45, Materialfestigkeit 700 N/mm², kannst Du von einer Schnitttiefe von 5 mm und einem Vorschub von 0,3/U ausgehen. Die erforderliche Anpreßkraft beträgt in diesem Fall 530 daN.

Franz
 
Nochmals danke für die Antworten!

Meine Frage war etwas dusselig formuliert. Hätte besser geschrieben, daß beim Drehen dann nur Schlichten geht.

Jetzt gibt der Franz ja sogar Größen an , die hierbei auftreten können. Und 5 mm Schnitttiefe ist ja wohl schon Schrupppen. Das hätte ich jetzt tatsächlich nicht gedacht, daß dies noch geht.

Die 0,3/U sind dann 0,3 mm Vorschub pro Umdrehung? Habe hierzu kein Gefühl. Wenn ich an der Drehmaschine stand, bin ich da immer sehr vorsichtig zu Werke gegangen. Als Laie eben. Hat dann zwar etwas länger gedauert, ist aber trotzdem immer etwas geworden.
 
Ich will euch zu dem Thema auch noch eine neue Variante zeigen, habe ich heute bei meiner R100GS Neuerwerbung gefunden.

Vieles ist richtig gemacht, der Wellendichtring ist der passende und er ist sogar richtig herum eingebaut. Die V-Kerbe ist mit Silikon verschlossen, top 👍
Die Schwingenlagerbolzen sind frei und die Entlüftungsschraube ist durchgängig.

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Aber leider hilft das ganze Geschmiere mit dem Silikon immer noch nicht. Es bleibt undicht! Da hatte wohl jemand keine Lust, den Dichtring zu wechseln…

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Es fehlte zum Glück nicht viel, seit dem letzten Getriebeölwechsel knapp 2.000 km gefahren.

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Also morgen Getriebe raus und dann ab zum Fachmann…

Viele Grüße
Martin

… so, ich habe es doch recht zügig hinbekommen, Dichtring ist neu, Getriebe ist wieder drin. Sonst gab es am Getriebe zum Glück nichts zu tun. Es war wohl eher eine verunglückte Montage bei der letzten Revision.

Ich denke, so sieht die Situation vorschriftsmäßig aus:

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